Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Hui, das ist recht viel auf einmal.
    Ich denke aber, das ist ok so. Daß eigentlich wesentlich mehr Arbeit für Bestimmungen benötigt wird, weißt du ja sicher aus den letzten Anfragen, aber was soll man machen, wenn man eben die Bilder hat und zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, worauf zu achten ist?
    Also ist es schon richtig, hier einfach mal die Chance zu suchen, auch wenn quasi alles fehlt.
    Darum sind folgende Ideen auch keiine Bestimmungen, sondern nur das, was ich eben bei der Ansicht für wahrscheinlich halte.


    1: Möglicherweise >Trametes ochracea<
    2: edit: Siehe unten
    3: >Daedaleopsis confragosa< erscheint mir etwas wahrscheinlicher als >Daedaleopsis tricolor<. Eine der beiden Arten ist es auf jeden Fall.
    4: siehe Ingos Antwort
    5: Die mit ghroßem Abstand spannendste Art in der Serie.
    Da kann ich momentan nichts zu sagen ohne vorher recherchiert zu haben, und zu recherchieren lehne ich ab ohne Zugang zu dem Pilz zu haben oder mindestens ein paar Minimalmerkmale zu sehen.
    6: Ziemlich sicher >Trametes versicolor<
    7: Vgl 1
    8: Vgl 6
    9: Vgl 6
    10: Vgl 1
    11: Vgl 6
    12: Vgl 6
    13: Siehe Ingos Antwort / >Schizophyllum commune<



    LG, Pablo.

    Hallo, Heide!


    5. Mausgrauer Erdritterling (eindeutiger Mehlgeruch, weiße Sporen)


    Geht ja gar nicht. ;)
    Wenn Mehlgeruch vorhanden, ist es niemals der Mausgraue (Tricholoma myomyces). Momentan halte ich Tricholoma myomyces auch für ein Synonym von Tricholoma terreum, aber das mag sich bei der unglaublich komplizierten Gruppe auch mal wieder ändern.


    Deine Pilze gehören in eine andere Gruppe, und zwar zu den Arten um Tricholoma scalpturatum (Gilbender Erdritterling). Wenn ich mir den Stiel so ansehe, glaube ich schon eine deutliche Ringzone zu sehen und tendiere darum zum Beringten Erdritterling (Tricholoma cingulatum).



    LG, pablo.

    Hallo.


    Gloeophyllum odoratum haben wir seit gestern als >Portrait<, das dürfte etwas besser beschrieben und bebildert sein, als in der meisten Literatur.
    Aber die Bestimmung ist ja eh unstrittig.


    Bei Pilz 1 behaupte ich, daß das >Lenzites betulina< ist.
    Zumindest solange, bis mir jemand mit einem Bild der Unterseite etwas anderes beweist.
    Übrigens ist Trametes gibbosa längst nicht immer buckelig und kann sehr wohl auch so aussehen von oben.


    Nummer 3 könnte statt Gymnopilus penetrans auch Gymnopilus sapineus (Samtiger Flämmling) sein. Siehe Hutoberfläche faserig, nicht glatt.



    LG, pablo.

    Hallo.


    "Ich kann zwar nicht singen, aber ich kann euch etwas vortragen."


    Wie schafft man an einem tag gefühlte 63498256 Kommentare zu schreiben?
    Tippen hier Gnolme mit?
    Und wo ist eigentlich der Diskussionsthread?


    Ich denke übrigens nicht, daß das sooooooo schwer ist.
    1a ist ja ok, wenn man nur wüsste, wie genau Anna das wissen will. Bis zur genauen forma? :/
    1b ist ja klar zu erkennen. Das ist ein Zwergalbinomammut, das in einen Mixer geraten ist. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    OK, die wesentlichen Punkte sind ja schon erörtert.
    Übrigens finde ich deine Bilder schon ganz gut. Sicher kannst du da auch mit deiner jetzigen Kamera noch mehr rausholen, das ist aber eine Übungssache und dauert einfach immer eine Weile.
    Aber Vieles hast du schon sehr gut im Griff, die Farben kommen meist sehr gut rüber bei dir zum Beispiel.


    Chemikalien sind schon hilfreich, auch im makroskopischen Bereich, aber wie Harald schon schrob, das kommt sehr auf die Gattung an, mit der man sich beschäftigen will. Ein Fläschchen KOH 20% kann allerdings nie schaden. Und eine Jodlösung (Lugol oder Melzer) auch nicht, gerade wenn man sich mit Röhrlingen beschäftigt.


    Bei der Literatur kann man so nach und nach vorgehen.
    Pilze der Schweiz ist ein absolutes Standardwerk. Zwar schon etwas älter, darum nicht immer auf dem aktuellen Stand, aber im Grunde unverzichtbar. Enthält sehr gute Bilder, Mikrozeichnungen und gute Beschreibungen, ist logisch aufgebaut und verständlich.
    Hat natürlich auch seinen Preis.
    Genauso wie das Pilzkompendium von Ludwig.
    Auch das ist aber ein ausgezeichnetes Werk.
    Wenn du dich in bestimmte Gattungen vertiefen willst, dann gibt es die Riehe "Fungi Europaei" und die "Fungi of Northern Europe".
    Auch hier zahlt man etwas Geld, bekommt aber ausgezeichnete Monographien, die sich eben für ganz Europa nutzen lassen.


    Alle Pilze Europas in ein Buch zu bringen, ist bei der ungeheuren Vielfalt nicht möglich. So ein Buch gibt es auch nicht.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Am vorletzten Wochenende (Irgendwann vor meinem Rechnerzusammenbruch) ist mir in der Oberrheinebene bei Viernheim folgender Faserling begegnet:


    Farben sind eher am ersten Bild zu messen.


    Der Fundort ist dieser hier:


    Das ist eine Schneise durch den Viernheimer Forst unter einer Starkstromtrasse. Sandiges Gelände, Trockenrasen, Ginster- und andere Gebüsche, an den Rändern Kiefern.
    Die Faserlinge selbst sitzen auf einem halb vergrabenen Laubholz - Ast:


    Die Fruchtkörper sind maximal bis 70 mm hoch:

    Also recht filigran.
    Die Stiele fast hyalin, zerbrechlich, fein bereift, an der Basis striegelig - haarig.
    Die Hüte sind mit vergänglichem, haarig - flockigem Velum gelegt:

    und zudem hygrophan.


    Die Lamellen sind breit angewachsen, die Schneiden heller aber nicht farblich unterlegt:


    Die Sporen sind in Wasser bräunlich und knapp über 10 µm lang:

    Und auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht, der Keimporus ist groß und deutlich.
    In KOH etwas dunkler:


    Cheilozystiden sind größtenteils ungefähr flaschenförmig:


    Und Kaulozystiden gibt es auch:


    Was mir fehlt, wie ich gerade sehe, sind die Pleurozystiden. Das muss ich am Trockenmaterial wohl noch mal nachgucken, irgendwie sind die Bilder nach dem Rechnerabsturz Mus und keine Notizen dazu gemacht...


    Ein paar Arten hatte ich verglichen, aber mit keiner bin ich so richtig glücklich geworden. Auch Psathyrella impexa gefällt mir wohl nicht völlig, der sollte etwas größer und kräftiger sein, oder darf der auch so aussehen?



    LG, pablo.

    Keine Sorge!


    ich denke, H. chlorophana ist schon auch dabei. Die etwas größeren Fruchtkörper eben mit den etwas ausgebuchteten Lamellen und den dickeren Stielen.
    In Dresden mit Stefan hatten wir auch beide Arten auf der selben Saftlingswiese gefunden, was zunächst mal verwirrend war. Aber ein paar Details sind halt anders und die Sporen sehen auch sehr verschieden aus.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ich würde sagen, daß das ein hochinteressanter Pilz ist.
    Am besten den auch trocknen und aufbewahren.
    Die Leistlings - Gattungen werden glaube ich momentan sogar bearbeitet, ich weiß nur nicht von wem.


    Sofern es von Craterellus lutescens nicht eine Form mit fehlendem Pigment gibt (und dazu ist mir nichts bekannt), ist das eine andere Art, die in Deutschland nicht vorkommt und die ich nicht kenne.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Der Balken - Blättling ist die einzige heimische Art der Gattung, die ich noch nicht in den Fingern hatte. Die Unterschiede zwischen dem tannenblättling und dem Zaunblättling finde ich schon gut erkennbar, einerseits was die Hutoberfläche / Färbung betrifft und dann natürlich die Ausprägung des Hymenophors.
    Wie du schon schreibst, ist der Tannenblättling im Vergleich auch recht dünn, hat fast gar kein Hutfleisch.
    Der Balkenblättling müsste im Vergleich der drei die dickfleischigste Art sein, was dann auch noch ein zusätzlicher Hinweis wäre.



    LG, pablo.

    Ah...


    Wunderhübsch.
    Ton in Ton mit den Gummidingens zum Essen. :)
    Unter die Stumpfen Saftlinge haben sich eventuell noch ein paar Zerbrechliche (Hygrocybe ceracea) geschummelt. Das dürften die mit den breit angewachsenen bis kurz herablaufenden Lamellen sein.



    LG, pablo.

    Hallo und ein herzliches Willkommen!


    Das ist ein wunderbar hübscher Pilz. Ich denke wie Toffel und die Herkunft würde mich auch interessieren. Vielleicht auch ein botanischer Garten?


    Sorry, leider im falschen Board gelandet! Wollte eigentlich unter Pilzbestimmung posten.


    Das ist dann auch erledigt. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Haargenau!


    Jedenfalls war er nicht bitterer als mein Espresso (vielleicht sollte man keinen Kaffe trinken, während man auf Pilzen rumkaut). Die Sporen nicht nur teils massiv eingeschnürt, sondern auch noch ganz unregelmäßig verdreht und kastig - verbeult.


    Aber zu der Erdzunge: Sieht nach Geoglossum fallax (Täuschende Erdzunge) aus. Der Genatterte Stiel spricht schon dafür. War übrigens auch eine von zwei Geoglossum Arten auf dieser Wiese da im Taunus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Abeja!


    Großartige Arbeit von dir, ein dickes Lob für alle vier Portraits. :thumbup:
    Bei der Unterscheidung von Gloeophyllum sepiarum und Gloeophyllum trabeum kannst du ruhig noch mehr Gewicht auf die Oberfläche legen. Das Hymenium von Gloeophyllum sepiarum kann schon recht ähnlich aussehen.
    Bei diesem Fund:

    Kam ich beim Auszählen am Hutrand je nach Stelle auch auf bis zu 19 Lamellen / Zentimeter.
    Ist aber trotzdem der Zaunblättling. :)



    LG, Pablo.

    Hi.


    Einverstanden, die jetzt auf dem Bild haben ja auch keine herablaufenden Lamellen. ;)
    Da gibt es noch ein oder zwei Arten in der Umgebung.
    Mit einer sehr ähnlichen Optik wie die auf dem ersten Bild hatten wir auch mal H. mucronella (Bitterer Saftling) gefunden. Im Taunus, die kleinen Roten. Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst.


    Chlorophana sieht gut aus, der Juchtenellerlinga uch. Das ist einer der aufregendsten Pilzgerüche, wie ich finde. Und absolut unverkennbar. Selbst wenn man ihn nie zuvor gerochen hat.



    LG, pablo.

    Hallo, Rainer!


    Es gibt genügend nicht hygrophane Gürtelfüße.
    Aber in der Tat, eine Dermocybe hätte ich farbfreudiger erwartet.
    Aber das muss nicht viel heißen, wenn die mal richtig verblasst sind, dann können die wohl auch so aussehen. Inocybe ist aber aus meiner Sicht nicht vom Tisch. Und da wartet man mal ab, bis die Monographie von Bandini / Örtel erscheint. Das sind dann auch wesentlich mehr Arten, als man bisher geglaubt hat.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Beim ersten glaube ich an eine Schmetterlingstramete (Trametes versicolor). Bei Bjerkandera adusta wären die Poren ja nicht weiß.
    Die Nummer 3 kann auch (vgl Beschreibungd er HUtoberfläche) Xerula melanotricha (Schwarzhaariger Wurzelrübling) sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Nummer 11 hat doch bestimmt beim Kaputtmachen weißen Saft abgesondert, oder? Wenn ja, dann ist das Mycena leucogala (schwarzer Weißmilchender Helmling / Mycena galopus var. nigra).


    Ich nehme mal an, das Wetter bei dir ist derzeit nicht so gruselig wie hier.
    Unter dem dicken Hochnebel hatte es heute ungefähr 2 Grad und es wurde um 12 dunkel.



    LG, Pablo.