Beiträge von Beorn

    Autsch!


    Das hat Pfeffer!
    Was kann ich denn dafür, wenn die Leute Pilze anfragen, die eigentlich derzeit gar nicht angefragt werden dürfen?
    Besser sollte ich doch die Pilze sperren, n'est pas?



    Bonne nuit,
    Pablo.

    Hallo.


    Selsillen gibt es auch noch. Nicht zu vergessen.
    Und vor dem nächsten Rätsel nehme ich wie immer auch eine Selsillendusche.


    PS.: Manchmal hilft es auch, bei den Bestimmungsanfragen mitzulesen.
    Zwei der Rätselpilze wurden da in den letzten Tagen sehr schön gezeigt.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Oh, keine Sorge.
    Auch von dem Unboletalen bin ich ganz hin und weg, wann immer du was zeigst. Da wären ja auch die ganzen Wiesenpilze, Saflinge, Keulchen und co.
    Ist auch so eine Sache.
    Wie nennt man das eigentlich?
    Was heißt Wiese auf lateinisch?
    Weil sowas stelle ich auch noch ein demnächst. Bin mit denen aber noch nicht durch für das Jahr.


    Boletus pseudosulphureus wäre auch mal wieder schön.
    Der einzige mir bekannte Standort hier in der Ecke hat seit zwei Jahren keinen Fruchtkörper mehr gezeigt.


    So ein langes Wochenende zur richtigen Zeit wäre mir aber auf jeden Fall eine Reise wert.
    Ich habe ja auch Isas DVD noch, die mit dem schwedischen Vampir - Märchen. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Peter!


    Hm, ja, der sieht schon komisch aus. Auch die lappigen oben, die sind auch etwas seltsam.
    Bei den kleinen, ganz jungen Knöpfchen hätte ich keine Bedenken.
    Aber diese hier?
    Das könnte zB sogar Tremella foliacea (Blattartiger Zitterling) sein. Dann wäre irgendwo noch ein Schichtpilz am Holz. Der Zitterling parasitiert auf dem Mycel von Schichtpilzen.



    LG, pablo.

    Hallo, Hans - Peter!


    Prima, das sieht gut aus. :thumbup:
    Die Portraits freuen sich immer über weitere Bilder.
    Stöber ruhig mal ein bisschen rum, vielleicht findet sich auch sonst der eine oder interessante Pilz.



    LG, Pablo.

    Hallo, Gerd!


    Leistlinge sind sonderbare Pilze.
    Die setzen auch gerne mal ein paar Jahre aus, um dann in Massen zu erscheinen.
    Hier in der Gegend kommt eigentlich alles vor, bis auf melanoxeros.
    Aber eben nicht immer.


    Theoretisch gibt's hier auch Morcheln, aber eben nur in Jahren, wo es im Frühjahr auch mal wenigstens einen oder zwei Schauer gibt.



    LG, pablo.

    Ach!


    Das ist ja interessant.
    Ich muss nur noch entscheiden, ob es eher antigeil oder progeil ist.
    Die Brillen gehören also dazu.
    Die müssen auch erraten werden.
    Ob's auch B - Brillen gibt?
    Oder nur Arillen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Schön, da sind wirklich ausgezeichnete Aufnahmen dabei.
    Du musst auch keine höggschd wissenschaftliche Abhandlung schreiben, die Bilder alleine sind doch schon schön.
    Allerdings bist du - wie alle anderen Mitglieder auch - immer herzlich eingeladen, bei den Portraits im Forum auch eigene (sicher bestimmte, ist hier ja kein Problem) Bilder dazuzugeben.
    In dem Falle wäre das Portrait >hier<.
    Eine Übersicht über die bereits im Forum beschriebenen Arten findest du in meiner Signatur.



    LG, Pablo.

    Hallo, Gerd!


    Wunderbar, und ich fühle mich trotz all der Schläiche gar nicht geschlaucht.
    Die Morchelsaison fiel hier in der Gegend weitestgehend ins nicht vorhandene Wasser (kein Niederschlag von Februar bis Mai). Umso beeindruckender deine Funde.
    Und ein paar sehr hübsche und besondere Funde sind ann im herbst auch noch dabei.



    LG, pablo.

    Ahoi, Uli!


    Mein Boletum mag zwar geringfügig umfangreicher sein, deins war aber definitiv schöner. ;)
    Vielleicht werde ich im nächsten Leben auch mal ein toller Photograph.
    Den Wolf habe ich auf meiner Liste gar nicht drauf, genauso wenig wie den Blutroten (Boletus dupainii).
    Beide gelten als verschollen, sind schon seit längerem in ganz Deutschland RL0.
    Muss nicht viel heißen. Den Großpilzen zufolge ist auch Ramariopsis crocea in BW RL0, ich hab sie trotzdem. ;)
    Dennoch wäre bei so auffälligen Arten ein Fund in Deutschland eine absolute Sensation.


    Rhodoxanthus würde mir vorerst mal reichen.
    (Da baut jemand vor für nächstes Jahr. :whistling: )



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Sarah, ich bin mir ohnehin ziemlich sicher, daß das alles ohne Mikroskop zu lösen sein wird.
    Es geht sogar gar nicht.
    Ich habe es probiert, aber in den Bildern noch nicht mal eine reife Spore gefunden! Geschweige denn Basidien und Schnallen!
    Anna sagte zu mir, daß man Bilder gar nicht mikroskopieren kann.
    Krass.
    Dabei kann man doch eigentlich alles mikroskopieren.



    LG, pablo.

    Hallo, Thorben!


    OK, hier sind erstmal zwei Bilder von Arrhenia peltigerina:


    Makroskopisch sind da zwei Sachen auffällig:
    - der direkte Kontakt zu Hundsflechte (die Fruchtkörper saßen bei meinem Fund erkennbar den krank wirkenden Flechten auf)
    - der Stiel, der sowohl glatt sein kann, aber eben auch von der Basis her zu voller Länge von weißem Filz überzogen ist. Im Bereich darüber sieht man höchstens mit der Lupe eine feine Bereifung (Mikroskopisch sind da Kaulozystidenartige Endzellen, ich würde aber nicht behaupten, daß es Zystiden im eigentlichen Sinne sind).
    Mikroskopisch zeigt sich dann weiter eine Art mit Schnallen, völlig ohne Hymenialzystiden und mit breitelliptischen Sporen. Bei meinem Fund waren die Sporen bei A. peltigerina übrigens bis 11, fast 12 µm lang.
    Bei der Sporengröße müsste man ohne Kontakt zu Hindsflechten auf jeden Fall noch Arten wie Arrhenia griseopallida und Arrhenia obscurata auf dem Schirm haben (Arrhenia rickenii hat zB keine Schnallen).


    Letzten Sonntag fanden wir dann den hier:

    Der mikroskopisch und makroskopisch fast identisch ist.
    Also ebenfalls mit fein flaumig bereiftem Stiel, mit Schnallen, ohne Zystiden und mit breitelliptischen bis tränenförmigen Sporen. Der Inhalt schien mir hier etwas anders zu sein (mehrere kleinere Tröpfchen bei A. peltigerina, hier eher undeutlicher, diffuser Inhalt), wichtig ist aber die Größe: Die Sporen sind hier nämlich konstant unter 10 µm lang. Also maximal so an die 9,5, wobei meine Messmethode derzeit mit dem Mikro nicht die genaueste ist.
    Dazu kommt eben, daß es keinen Kontakt zu Hundsflechten gibt.
    Bestimmt habe ich den jetzt mal als Arrhenia velutipes.
    Nach Geranien riecht er auch.
    Bleibt das Problem mit den viersporigen Basidien, die auch Jürgen in seiner Präsentation erwähnt: Nach Großpilzen BWs wären die aber bei A. velutipes 4 - sporig, nach Nunga nordica auch.
    Eine Art mit zweisporigen Basidien wäre nach GPBWs zB A. griseopallida. Aber nach FN wären auch da viersporige Basidien möglich.


    Worauf wollte ich jetzt hinaus?
    Achso, ich würde sagen, miss mal ein paar mehr Sporen aus.
    Und überprüf mal, ob die Pilze denn nun neben Hundsflechten wuchsen, oder tatsächlich an Hundsflechten.
    Ich denke, gerade Letzteres könnte entscheidend für die Bestimmung sein.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Der Schneeweiße Ellerling (Cuphophyllus virgineus) ist eine eher anspruchslose Art. Der taucht auch schon mal an eher ungewöhnlichen Standorten auf, solange es nicht zu nitratreich ist. So ungefähr wie auch der Schwärzende Saftling (Hygrocybe conica). Diese Arten sind eben wegen ihrer Toleranz auch so häufig.



    LG, pablo.

    Hallo, Dieter!


    Sehr schön.
    Dieser Pilz mit einheitlich hell milchkaffeefarbener Hutoberfläche, eher schlankem Habitus und eher rudimentärer Netzzeichnung (idealerweise wäre der Stiel ebenfalls wie der Hut gefärbt) passt im Grunde zum so genannten Birkensteinpilz (Boletus edulis forma betulicola).
    Nur: Ich nehme mal an, da sind keine Birken.
    Macht aber nichts.
    Genetisch ist Boletus betulicola ohnehin gleich Boletus edulis. Zudem gibt es diverse Übergänge zwischen den beiten Formen. Vom Standort ganz zu schweigen, es gibt in reinen Birken - Ahronwäldern typisch ausgeprägte Standardformen von Boletus edulis und haargenau zu Boletus betulicola passende Formen in reinen Buchenwäldern (ohne jede Birke).



    LG, pablo.

    Hallo.


    Moment, die anderen waren doch noch gar nicht fertig bestimmt, also zumindest die 1 und die 2 nicht.
    Aber ich nehme mal an, da hast du nicht mehr dazu, wenn es so lange her ist...
    In dem Fall würde ich dazu raten, Nummer 1 als "unbestimmt" zur Seite zu legen. Nummer 2 kann man mit "Antrodia cf xantha" betiteln (cf bedeutet so viel wie: zu vergleichen mit, unsichere Bestimmung).


    Der neue müsste demnach den Titel "Trametes cf versicolor" erhalten. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    So korrekt? Hab ich es verstanden?:/


    Jein. ;)


    Die Gattung Chlorophyllum in Deutschland
    Die Safranschirmlinge (Chlorophyllum) werden von den Riesenschirmlingen (Macrolepiota) durch folgende Merkmale getrennt:
    - Fleisch safranrot verfärbend, bei jungen Pilzen auch Lamellen auf Verletzung, gut zu sehen im Schnitt und beim Ankratzen der Stieloberfläche.
    Die Stielrinde kann auch bei Macrolepiota - Arten verfärben, meist aber nicht so deutlich und eher weinrot. Verfärbungen der Lamellen und des Fleisches weiter innen im Schnitt kommen dort nicht vor
    - Stiel immer glatt, niemals mit Natterung
    Bei Macrolepiota gibt es auch einige Arten mit +/- glattem Stiel, aber in dem Fall siehe Verfärbung.
    Nach wie vor sind also Arten wie der Parasol (Macrolepiota procera), der Zitzen - Riesenschirmling (Macrolepiota mastoidea) oder der Sternschuppige Riesenschirmling (Macrolepiota rhodosperma) als Macrolepiota anzusprechen.


    Die Typusart der Gattung Chlorophyllum ist Chlorophyllum molybdites.
    Diese Art hat eine tropische bis subtropische Verbreitung und kommt in Deutschland nur in Warmhäusern und Gewächshäusern etc vor. Das Sporenpulver dieser Art ist grünlich, daher der Name "Chlorophyllum".
    Gut möglich, daß der Autor, der dir "Chlorophyllum esculentum" anbietet, diese Art meint. Den Namen habe ich allerdings noch nie gehört.
    Chlorophyllum molybdites ist giftig!
    Eine weitere Art, die in Deutschland sporadisch in Gewächshäusern etc vorkommt, ist Chlorophyllum agaricoides.
    Diese Art sieht aber überhaupt nicht wie ein Schirmling aus, da sich der Hut nie öffnet. Eher erinnert der Pilz an einen komisch mißgestalteten Bovist.
    In freier Wildbahn kommen in Deutschland drei Arten vor:
    >Chlorophyllum brunneum< ist schwach giftig. Der Name Chlorophyllum venenata ist ungültig, die Kombination gibt es nicht. Wenn, dann muss es Mycrolepiota venenata heißen. Macrolepiota venenata ist identisch mit Chlorophyllum brunneum. Die Änderung des Namens war notwendig, weil die Art eben nicht zur Gattung Macrolepiota gehört und "Macrolepiota venenata" ein in einigen Punkten unklar definierter Name ist.
    Siehe dazu auch im Portrait.
    >Chlorophyllum rachodes< ist unter Umständen recht ähnlich, ist aber essbar und lecker. Wie zB auch der Hallimasch, kann es da Unverträglichkeiten geben.
    >Chlorophyllum olivieri< ist ebenfalls sehr wohlschmeckend und noch besser verträglich.
    Zur Unterscheidung siehe Portraits.
    In manchen Quellen wird nach Geruch unterschieden oder auch nach Standort. Der Standort ist aber bisweilen schwer zu beurteilen, ohne den Nährstoffgehalt des Bodens zu kennen.
    Der Geruch ist zur Artunterscheidung irrelevant.


    Das Problem ist, daß bei dem Namenschaos, was in der Gattung herrschte, auch vieles falsch oder ungenau beschrieben und interpretiert wurde. Darum ist da Vieles so schwer nachzuvollziehen.
    Folgt man dem Konzept von Else Vellinga, sind diese strittigen Fragen aber geklärt und die Verwirrung hält sich in Grenzen.



    LG, Pablo.

    Hallo, RoSa!


    Ja, oft ist es eben so, daß einen die Pilze mit ihrer Vielseitigkeit foppen wollen.
    Es gibt auch immer wieder Fälle, wo am Ende nicht wirklich was Handfestes rauskommt. Insbesondere, wenn Fruchtkörper zu alt oder zu jung sind, ist da oft nichts mehr zu bestimmen.
    Du kannst es ja trotzdem probieren, dabei den Wald in der Gegend im Auge behalten. Wer weiß, was sich sonst noch so Feines da findet (Austern?).



    Hallo, Metallformer!


    Das ist Ganoderma lucidum (Glänzender Lackporling).



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das sind übrigens sehr schöne Bilder der Lamellen von Panellus stipticus, wo man die typischen Merkmale (Farbe, Lamellenansatz, queradrige Verbindungen) wunderbar sehen kann. :thumbup:



    Thomas, verwechselst du viell. etwa Mycena galericulata mit Mycena rosea?


    Genau das dachte ich übrigens auch gerade. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Ingo!


    Stimmt.
    >Tremella ecephala< wäre wahrscheinlich ein ziemlich guter Vorschlag gewesen. Wenn die ausgeglibbert hat, wird sie auch schier flüssig und braun..
    Die Art befällt übrigens nicht nur das Mycel von S. sanguinolentum, sondern setzt sich sogar auf die Fruchtkörper und bildet daraus dann diesen hübschen, weißen kern.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das sind ja sehr aufschlussreich zersplitterte Lamellen. ;)
    Kannst du mal den Stiel quer durchbrechen und zeigen, wie das aussieht?
    Milch gab's da ja nicht, oder?


    Ganz ehrlich: An einen Clitocybe geotropa mag ich da nicht glauben, so ganz ohne Hutpinökel.
    Der sollte zumindest bei dem Entwicklungsstadium noch klar erkennbar sein.



    LG, pablo.

    Hallo, Peter!


    >Judasohr< passt schon.
    Bei den Jungpilzen im Portrait ist der Flaum deutlicher, aber der kann bei jungen Pilzen auch kaum zu erkennen sein, je nach dem, wie sie am Stamm sitzen und ob es zuvor geregnet hat.
    Zu der Bestimmung wäre ich übrigens auch an beliebigem anderem Substrat gekommen, auch wenn es hier das Lieblingsholz des pIlzes (Holunder) ist.


    Der Porling ist wohl nicht mehr sicher zu bestimmen, dazu ist er zu abgestorben. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Die Sache ist die: Tremella foliacea parasitiert auf dem Mycel von Schichtpilzen (Stereum sp). Gefunden habe ich die Art bisher an Stereum gausapatum, Stereum rugosum und eventuell Stereum hirsutum (da war auch Stereum rugosum am Ast).
    Warum also sollte die Art nicht mal an Stereum sanguinolentum ausweichen?


    Bliebe noch die Option, daß der Glibber an dem Stamm weder Tremella ist, noch Exidia saccharina, sondern Exidia plana.
    In dem Fall hätte keiner von euch beiden gewonnen. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Rafa!


    Wow, jetzt wird's kompliziert.
    Ist ein Dunkelsporer, oder?
    Wenn ja, dann kommt zwischen Inocybe (Rißpilz) und Psathyrella (Faserling) eine ganze Menge in Frage. Immerhin auf einige wenige hundert Arten aus vielleicht vier oder fünf Gattungen kann man es so eingrenzen. ;)


    Ist aber halt auch ein schwieriges Terrain.



    LG, Pablo.