Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Da parke ich mal was dazu.


    Wenn man die so findet:

    Also schienbar auf Erdboden (in Wirklichkeit auf vergrabenem Holz) wachsend, und bei dem Großen mit einem hutdurchmesser von abgezählt 12 cm, dann kann man doch mal reingucken. Auch wenn cmih ein anderes Ergebnis überrascht hätte.


    Huthautdeckschicht (also die alleroberste Schicht der Huthaut):



    Mit reichlich Pileozystiden, die fast schon Haaren ähnlich sehen. Die sind recht unterscheidlich geformt, selten apikal mit Köpfchen, ebensoselten septiert.
    Dazwischen ein loses Geflecht aus eher dünnen, unregelmäßig aufsteigenden Hyphen, stark verzweigt und gelatinisiert.


    Basidien mit vier Sterigmen, Sporen unter 4 µm breit (bis 4,5 im Schnitt wäre auch OK laut oben verlinktem Schlüssel):


    Hymenialzystiden waren da auf die schnelle so gut wie gar nicht gefunden, aber speziell danach gesucht habe ich auch nicht.
    Hier mal was von knapp unterhalb der Lamellenschneide (Schneide fertil, dort keine Zystiden gesehen):


    Also nach den Schlüsseln oben klar Flammulina velutipes s.str.



    LG, Pablo.

    Hallo, Florian!


    Die Großpilze BWs liegen hier auf dem Schreibtisch rum.
    Funga Nordica und Pilze der Schweiz müsste iche rst rauskramen. Richtige Spezialliteratur zu der Ordnung habe ich aber leider nicht.


    Was du im ersten Bild zeigst, sind keine Basidien. Das sollten die angesprochenen Hyphidien sein, apikal unverzweigt, also ein weiterer Punkt für D. tortus.
    Was du eventuell auch noch mal überprüfen könntest, wären die Schnallen. Die sind im allerersten Bild mehr zu erahnen als deutlich zu erkennen, aber für die Bestimmung eben sehr wichtig.



    LG, Pablo.

    Hallo, Florian!


    Idealerweise guckst du mal noch nach Basidien. Die sollten so aussehen wie Heugabeln, denen der mittlere Zinken fehlt.
    Die Sporen sehen schon sehr nach Dacrymyces aus. Generell können da wohl etliche Arten hyaline Formen bilden.


    So wie ich das sehe, gibts da ja schon mal Schnallen. Damit wäre D. stillatus raus.
    Die Sporen passen weder zu D. ovisporus noch zu D. variisporus, blieben also D. enatus und D. tortus.
    Schlüssel sagt, man soll da nach Verzweigung der Hyphidien trennen. Beschreibung sagt, daß "hyalin" und "an Nadelholz" besser zu D. tortus passt.
    Ich habe keine der in Frage kommenden Arten bislang selbst gefunden und untersucht, folglich ist meine eben geäußerte Idee eher von wenig belang.


    PS.:
    Tremella - Sporen sehen ganz anders aus.
    Wenn das eine Gattung aus der Ordnung (tremellales) wäre, dann am ehesten noch Exidia. Dort gibt es auch so geformte sporen, die auch fleißig Konidien abschnüren. Allerdings sollten Exidia - Sporen nicht septiert sein, wenn ich mich nicht sehr täusche.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Links sind typische Tulostoma brumale, also zumindest in der Ausprägung, wie sie bei mir in der Ecke typisch ist. Rechts die hier angefragten.

    Die beiden Kollektionen auf dem Bild stammen vom selben Tag und von der selben Stelle.


    "Typisch" ist übrigens mit Vorsicht zu genießen. Da gibt es in dieser Gattung mit allgemein seltenen Arten immer wieder ein paar Sachen, die mir Kopfzerbrechen bereiten.
    So ist Tulostoma melanocyclum bei mir (nördliche Oberrheinebene) zB eine Art die immer einen weinroten Stiel hat. Jedenfalls kam da nie was anderes bei der Untersuchung raus. Und die graubraun gestielten waren immer was anderes. Wenn Hartmut Tulostoma melanocyclum von seinen Fundstellen zeigt, dann fehlt die rote Farbe.


    "Sehr häufig" muss ich auch mal relativieren. Sicher ist die Art (also Tulostoma brumale) die zusammen mit T. fimbriatum wohl häufigste der Gattung. Aber sie hat immer noch spezielle ökologische Ansprüche. Insofern fehlt sie in weiten Landesteilen von Deutschland völlig.
    In der nördlichen Oberrheinebene gibt es reichlich Sandtrockenrasen. Und wo es den gibt, ist fast immer auch T. brumale zu finden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tuppie!


    Hauptseite, nach unten scrollen, da steht:
    "Foren Statistiken"
    "Wer ist online >(vollständige Liste)<"



    Hallo, RoSa!


    Das ist eben individuell.
    Manchmal kann es schon nützlich sein, wenn man zB nur kurz reinschauen will und nicht gleich angeschrieben werden möchte. Oder generell lieber "aus dem Hintergrund" arbeitet. Ist halt eine Geschmackssache, ganz individuell verschieden.
    Für mich macht's keinen Sinn, ich bin eigentlich immer sichtbar.
    Ne, stimmt nicht: Als ich mal aus dem Urlaub zurück war und zwei Wochen Forum nachlesen musste ( ;) ) habe ich das auch eingestellt.


    Edit: Da kann man mal sehen, Sven. :D
    Nahezu erschreckend ist das...



    LG, pablo.

    Hallo.


    Keine Angst, daß war einfach mal aus dem Schlüssel so wiedergegeben.
    heißt im Grunde nur:
    Der Pilz sollte ein faltiges Hymenophor besitzen (ist hier gegeben),
    Dazu sollten im Hymenium einige wenige Leptozystiden, aber keine Lamprozystiden vorhanden sein und die Sporen nicht länger als 5 und nicht breiter als 2 µm sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Torsten!


    Ich muss gestehen, da habe ich beim Beobachten sogar für einen Moment die ganzen Pilze drumrum vergessen.
    Was ich kannte, waren klene Regenbogen in Wasserfällen zB oder sogar schon im Morgentau. Das hier ist noch mal was ganz anderes.



    LG, pablo.

    Hallo, Sven!


    Woher weißt du das denn nun wieder? ;)



    Hallo, RoSa!


    Nicht mal das. Die Zeit, die du hier angemeldet bist, taucht trotzdem in deinem Profil auf. Egal ob du als Geist eingeloggt bist oder normal. Dann müsstest du schon als "Gast" lesen, das erkennt die Software nicht und addiert die Onlinezeit nicht zum Profil.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Ui, das ist ja ein gediegenes Gerät. :)
    Vorerst bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Ausrüstung.


    Interessant aber auch das Plakat im Hintergrund, das kommt mir ja sehr bekannt vor.


    natürlich ist das Problem beim 1000er-Öl-Objektiv die geringe Schärfentiefe. Aber der Blick durch das Okular fasziniert mich trotzdem immer wieder. Und durch das Durchfokussieren des Präparates kann mich sich auch ohne Foto ein gutes Bild der Strukturen machen.


    Ja, klar. Vor allem wenn man dann doch mal was abbilden will, was aber recht groß bzw. lang ist und dann auch noch schräg unterm Deckgläschen liegt. Über die Pileozystiden von Flammulina velutipes habe ich mich vorhin schon ein wenig geärgert. ;)


    Aber wie es dann optisch aussieht, das hat Sven sehr schon >hier< demonstriert.


    Statt bei ebay zu gucken: Hier gibts ja auch immer wieder mal gute angebote. Und noch mehr natürlich im Mikroskopieforum (wie oben verlinkt).



    LG, Pablo.

    Hallo, RoSa.


    Und natürlich merkt man, daß du online bist, sobald du einen Beitrag schreibst.
    Auf der Hauptseite unten ist ja eine Liste, wer alles online ist. Die kannst du anklicken, dann hast du eine Übersicht, wer gerade wo rumsurft. Nur in dieses Listen wird dein Name als Geist nicht angezeigt. Wobei Admins und Mods den dann auch trotzdem sehen, also zumindest vor uns kannst du dich nicht versteckeln. ;)



    LG, pablo.

    Hallo.


    Der GPBW - Schlüssel liegt eh gerade neben mir. Ist aber wahrscheinlich icht der Weisheit letzter Schluss.


    --> Hymenium faltig oder poroid
    --> Ohne Lamprozystiden, entweder ganz ohne oder mit glatten Leptozystiden
    --> Hymenium faltig
    --> Leptozystiden vereinzelt vorhanden, Sporen 4,5-5 x 1,5-2 µm



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ingo, das war in der Tat der Spiegelgnolm (Spiegelgnolm? Tuppie?). :thumbup:
    Ist aber korrigiert vom Korrekturgnolm.


    Leider ist mein Zweifelgnolm immer noch nicht recht zufrieden mit T. brumale. Auch wenn es ja durchaus gut sein kann.
    Ich will dem Merkmal mit dem dunklen Hof nicht zu viel Bedeutung beimessen. Tulostoma brumale ist um Mannheim herum eine sehr häufige Art, da habe ich schon etliche Kollektionen angeschaut (auch mikroskopisch natürlich).
    Meistens ist da ein Hof erkennbar, aber nicht immer.
    Auch die Größe will ich nicht überbewerten. Hungerformen mag es immer geben. Komisch nur, daß die Kollektionen von eindeutigen T. brumale am selben Tag und am selben Standort (im Umkreis von 2 Metern) alle ganz normal entwickelt waren, also regelmäßig bis satt 5 cm groß.
    Was ich eben noch nie bei T brumale gesehen habe, sind diese Kristalle. Nur die kristallin inkrustierten Hyphen. Und eben verhältnismäßig mehr verdickte Septen. Aber das ist so wie die Artunterscheidung nach Schnallenverhältnissen. Gefällt mir nicht, da bin ich skeptisch. Blieben die Kristalle und das mag ein Artefakt sein, irgendwie von außen reingekommen.


    Die Fruchtkörper waren durchaus beim Auffinden reif und am Aussporen. Man erkennt ja, daß die Peristome geöffnet sind. Geschlossen kenne ich das bei T. brumale, das ist dann wie eine vorstehende Warze. Ohne Öffnung.


    Beim Gegentippen flog immer schön ein Wölkchen raus.


    Die Mikros von Hartmut sind natürlich klasse. Für >dieses Portrait< hat er ja auch seine Aufnahmen zur Verfügung gestellt.
    Und dennoch würde ich mich da Hartmut anschließen, auch wenn es wieder so eine Tendenz - Geschichte ist: Der Fund den du zeigst, Dieter, passt für mich auch nicht ganz zu T. brumale. Da bin ich mal mit skeptisch. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Wie kann ich die Phlebia/Phlebiopsis spec. von dem Reibeisenrindenpilz trennen?


    Phlebia hat meist nicht so ganz krasse Höcker, die sind ja eher schon stachelig. Auch diese recht gleichmäßige Verteilung und das relativ lineare Abflachen zum Rand hin hast di bei Phlebia nicht.
    Ansonsten: Mikro.
    Phlebiopsis zB kannst du mit einem Blick durchs scharfe Glas an den derb inkrustierten Lamprozystiden erkennen.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Phlebia radiata ist ja nicht die einzige Art der Gattung. Da gibt es eine ganze Reihe mehr. Und auch ähnlcihe Arten aus anderen Gattungen. Trotzdem denke ich, daß das hier am wahrscheinlichsten Phlebia radiata mit einer zumindest teilweisen Pigmentstörung ist. Sowas kann auch vorkommen.
    Aber um hier zu einem sicheren Ergebnis zu kommen, müsste man wohl schon reingucken.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Lea, am Wochenende bin ich ohnehin gar nicht hier.
    Also sammeln wir uns im Laufe der nächsten Woche mal zusammen.


    Die Kamera habe ich eigentlich immer mit, Peter. Nimmt ja in meinem Fall auch nicht allzuviel Platz weg. Ich denke auch, man darf doch seiner Leidenschaft nachkommen. Muss ja nicht immer exzessiv sein. Deine Mädels werden dir sicher helfen, immer das richtige Maß zu finden. ;)


    Die Mikrobilder sind übrigens freihand einfach durchs Okular geknipst. Nicht die feine Schule, aber ich bin schon froh, daß das so aussieht. Ist aber auch ein gutes Mikro, würde ich sagen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Florian!


    Das Substrat gibt einen ersten Hinweis: Das sollte bei Peniophora quercina schon Eiche sein. Ansonsten gibt es noch ein paar weitere Zystidenrindenpilze mit sehr ähnlichem Aussehen.
    Dann kommt die Wuchsweise hinzu: Porostereum spadiceum möchte eigentlich Hütchen bilden. Das will Peniophora nie, allerdings lösen sich die Ränder im Alter schon mal etwas vom Substrat ab.
    Wenn Pororstereum jung ist, so wie bei deinem Fund, dann fehlen die Hütchen noch. Das entwickelt sich erst später.
    Wichtig sind weiter die Konsistenz: Peniophora ist mehr wachsartig, fest und gerade trocken sehr spröde. Porostereum ist weicher, biegsam, eher etwas gummiartig und muss schon sehr trocken sein, um zu brechen.
    Die Farben: Violett findest du bei Porostereum nie, bei vitalen Peniophora quercina ist es eigentlich obligat.
    Zuwachsränder: Bei Peniophora quercina sind die nie so weißlich wie bei Porostereum spadiceum.
    Natürlich geht auch mikroskopisch noch was, aber das sollte so eigentlich reichen.



    LG, Pablo.

    Nochmal Hallo.


    Ich denke nicht, daß hier der geeignete Ort ist, um das zu diskutieren.
    Lasst euch einfach mal etwas Zeit, statt jetzt vorschnelle Entscheidungen zu fällen.
    Überschlaft die Sache nochmal, denkt die bestehenden Möglichkeiten durch und unterhaltet euch dann noch mal.


    Aber am besten intern und nicht öffentlich in einem Forum. Ist doch leichter dann. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Ich habe nicht die geringste Ahnung, was du da zeigst.
    Aber spannend ist es. Diese Arten, die sich erstmal irgendwie garnicht einordnen lassen, sind oft irgendwie das Salz in der Suppe. ich hoffe, daß sich noch jemand mit einer guten Idee meldet (Björn mal drauf ansetzen?), und schiebe darum das Thema mal an.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ja! Ganz genau! Kein roter Punkt und auch keine Seriennummer auf den Sporen!
    Muss also grisea sein. :thumbup:



    LG, pablo.

    Hallo.


    Dieser Fund stammt noch von vor Weihnachten.
    Eingesammelt wurde der auf einer von Trockenrasen bewachsenen Sanddüne in der Viernheimer Heide (nördl. Oberrheingebiet). Im Umkreis von vielleicht 10 Metern um die Fundstelle lassen sich auch Tulostoma brumale, Tulostoma fimbriatum und Tulostome melanocyclum finden.
    Am ehesten ist das hier Tulostoma brumale, aber ein paar Details stören mich.


    - Fruchtkörper viel kleiner (Gesamthöhe unter 3 cm)
    - keiner bis kaum wahrnehmbarer Hof um das Peristom
    - Septen der Capillitiumhyphen zwar teilweise verdickt wie bei T. brumale, aber in eher geringerer Anzahl (etwa 50% nur)
    - Hyphen wie bei T. brumale mit feinen Kristallen inkrustiert, zusätzlich aber auch große Kristalle in den Zwischenräumen (viertes Bild, links rechts oben).


    Ein paar Bilder:




    Meine Fachliteratur zu der Gattung ist begrenzt. Und gerade zu den Kristallen finde ich nichts. Tulostoma kotlabae sollte eine kleine Art mit unbehöftem Peristom sein, aber kommt das in Frage?
    Zumal das als Trennmerkmal zu T. brumale ohnehin etwas heikel wäre, da auch der schon mal unbehöft erscheinen kann...



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Ja, das ist schon immer ein gewisser Konflikt. Einfach nur Wandern, ganz ohne Pilze gucken? Das bringe ich nicht fertig. Da sind meine Begleiter aber auch immer ganz tolerant. Auch wenn ich mal mitten in einer Unterhaltung, mitten in einem Satz, plötzlich weg bin. Drei Schritte zurück am Wegrand zu Boden gefallen und Pilz in der Hand.
    Ansonsten geht man ja auch mal Kompromisse ein. Ich schaue mir nicht jeden Pilz an. Und genieße das auch, mal einfach in die Landschaft zu gucken. Wenn man dann noch so ein Schauspiel geboten bekommt, ist das mehr als nur eine gute Entschädigung für entgangene Pilze.


    Zitat


    ein Nebelbogen ist anscheinend größer, deutlicher abgegrenzt und weiß. Ich denke daher, dass es sich bei deiner Beobachtung um eine Glorie handelt.


    Oh, das ist es, Steffen! :thumbup:
    Danke dir.
    Also eine Glorie mit einem Brockengespenst.
    Den Titel lasse ich aber mal so, auch wenn das nun geklärt ist.


    Zitat


    Ich denke mal das ist nur ein Flüchtigkeitsfehler, da C. calolepis eine Art mit glatten Sporen ist.
    Was Crepidotus cesatii var. spaerosporus betrifft, bist Du auf dem richtigen Weg.


    Ähm...
    Absolut, Karl. Gut aufgepasst, ich habe das oben korrigiert.
    Es kann ja schon sein, daß es eine weitere Crepidotus Art mit Merkmalen gibt, die zur var. subsphaerosora passen. Aber das hier eher nicht. Und wenn, dann müsste man das mal durchsequenzieren und nach geeigneteren Trennmerkmalen forschen, als die beschriebenen.


    Zitat


    meines Erachtens nach E. grisea, denn E. effusa kenne ich tatsächlich hauptsächlich von Laubholz und bunter, u.a. mit viel Rosa, wie du bereits sagtest.


    Das Substrat hat mir zusammen mit der Farbe immerhin gereicht, den "cf grisea" zu nennen.
    Etwas verwirrend finde ich die Sache aber schon. Rosa besteht aus den Komponenten Rot und Weiß. Lila aus den Komponenten Rot und Blau.
    Wenn man nun übergenau sein wollte, müsste man wissen, was nun für welche Art relevant ist.
    Das Fehlen von blau?
    Das Fehlen von Rot?
    Das Vorhandensein von Blau?
    Das Vorhandensein von Rot?
    Wie ich's da auch drehe und wende, wenn der pilz lila / violett ist, dann wäre es nach dem Schlüsselpunkt entweder beides oder keins von beidem.
    Bei sowas fänd ich's immer toll, noch ein hartes Merkmal zu haben, zB Haare an den Schnallen bei der einen und ein großer, roter Punkt auf den Basidien bei der anderen Art...


    Dir ein Dankeschön, Tuppie. Ich merkte schon, daß ich mich nervös umschaue, ob auch ja niemand kritscih guckt. ;)


    Zitat


    Den "Aha"-Effekt der gelatinisierten Lamellenschneiden von Panellus mitis hatte ich auch erst vor kurzem.


    Dann wissen wir immerhin das. Danke Ulla.
    Zu den Kristallen in der Huthaut weißt su aber nicht auch zufällig was?


    Lea, wir sollten uns mal wieder treffen. ich hab' noch was für dich.


    Und:
    Wen der ungeklärte Corti ganz am Ende noch interessiert, kann das >hier< weiter verfolgen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Ich hatte >in dieem Thema< schon kurz angedeutet, daß es an dem Zweig mit Panellus mitis und Exidiopsis grisea noch einen weiteren Pilz gab.
    Aus dem werde ich nicht schlau.
    Fundort ist eine kleine, schattige und feuchte Mulde neben einem Wanderweg im Odenwald auf ca. 400 m üNN; Fichtenhochwald; liegender, teils in Moos eingewachsener Fichtenzweig.


    Der Pilz ist dünn, vielleicht maximal so 500 µm.
    Nicht ablösbar (fest mit dem Substrat verwachsen), die Oberfläche glatt, etwas mehlig - körnelig.
    Der Geruch ist unbedeutend, mit KOH 20% zeigt sich keine Reaktion.
    Rhizomorphen sind nicht festzustellen, auch ein klar erkennbares Subikulum fehlt.


    Die Makroansicht:


    Zu den Mikrodaten:
    Der Pilz scheint keinen wirklichen Kontext zu besitzen, was ich erkenne sind viele Basidien und darunter eine dünne Schicht eher kurze, generative Hyphen mit Schnallen. Nur direkt am Substrat finden sich vereinzelt breitere, lange Hyphen, die aber auch dünnwandig zu sein scheinen. Also monomitisch?


    Etwas unsicher bin ich bei den Basidien. Sterigmen sehe ich nur zwei oder drei, aber an einigen Basidien scheinen mehr als vier Sporen anzusitzen.


    Dazu gibt es lange, zylindrische Zystiden, die recht weit aus dem Hymenium herausragen. Diese sind mit Tröpfchen gefüllt, sollten also schon Gloeozystiden sein. Dazu sind aber teils feine Kristalle zu erkennen, wenn auch wenige. Mit Melzer (letztes Zystidenbild) färbt sich der Inhalt an, läuft aber auch zusammen.




    Die Sporen sind elliptisch, bis maximal 8 µm lang und mit recht vielseitigem Inhalt gefüllt. Glatt, dünnwandig, amyloid (letztes Bild in Melzer, siehe auch letztes Zystidenbild oben. Sieht in meinem Mikro immer irgendwie türkis aus).


    Dazu gab's noch kleinere, runde Kügelchen, ebenfalls amyloid und nicht glatt. Das könnten Konidosporen oder Fremdmaterial sein.


    Wenn ich jetzt mal voraussetze, daß die Basidien mehr als vier Sporen tragen, dann lande ich am ehesten bei Sistotrema. Nur sollten dann die Sporen imalyloid sein?
    Amyloid sind sie. Dann wären die Basidien viersporig, der Eindruck fünfsporiger Basidien einer Überlagerung geschuldet, und ich komme immer noch nirgendwo raus mit der Merkmalskombi. Dann passt immer irgendwas nicht (Sporenform, Schnallen, Zystiden).


    Weiß jemand Rat?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Bei der 8 schließe ich mich Mario an, ein Synonym zu Lopharia wäre Porostereum spadiceum. Die Farben sind schon typisch, auch mit dem weißen Zuwachsrand in dem Entwicklungsstadium. :thumbup:



    LG, Pablo.