Hallo.
Jetzt müsste man sich echt mal überlegen, ob es stimmt, daß die Art nur einmal im Leben Fruchtkörper bildet. Letzte Woche saßen an dem Substrat, von dem der oben vorgestellte Fund stammt, nämlich neue Fruchtkörper.
Auch ein alter vom letzten jahr war noch da, und auch an benachbarten Stämmen zeigten sich einige dieser wunderbaren, seltenen Pilze.
Ob das nun wirklich der selbe Organismus ist, der sich entschlossen hat, doch noch ein paar fruchtkörper zu entwickeln, oder ob da mehrere Organismen der gleichen Art sitzen, müsste man wohl genetisch untersuchen.
Wer dazu Lust hat: Beleg zu dem oben vorgestellten Fund ist bei Frank Dämmrich, der zu dem neuen bei mir.
Mikroskopisch war auch hier wieder alles steril, im hymenium findet sich nicht eine Basidie, geschweige denn eine Spore dieser Art.
Nur recht unterschiedlich geformte, dickwandige Pseudozystiden:
Das Hyphensystem dieser Art ist trimitisch, besteht also aus dickwandigen Skeletthyphen, die recht lang und kaum verzweigt sind, sowie dünnwandigen generativen Hyphen und dazwischen verästelte, ebenfalls dünnwandige, oft gekrümmte Bindehyphen.
Alle Hyphen sind hyalin, die generativen und die Skeletthyphen gelegentlich aber mit Tröpfchen im Inneren, Bindehyphen und generative Hyphen mit Schnallen.
LG, pablo.
