Hallo.
Neulich hatte ich einen Ablösenden Rindenpilz von "Magellan" zugeschickt bekommen. Mit der stark effusen Wuchsform war der etwas ungewöhnlich und eben auch schon recht alt. Zu sehen >in diesem Thema<, als "Pilz 2".
Die Untersuchung hatte schon >hier< gezeigt, hänge die Bilder aber noch direkt ins Portrait.
Das sah bei mir so aus:


Da darf man freilich nicht mehr erwarten, daß das mikroskopisch alles wie aus dem Ei gepellt daher kommt.
Erst recht, wenn man dann auf dem Hymenium solche Strukturen findet:

Da hat sich ein weiterer Pilz breit gemacht und so ein Befall führt natürlich auch zu allerhand Veränderungen beim Wirt.
Allerdings nicht nur der, sondern auch Alter und Witterung können sowohl die makroskopischen als auch die mikroskopischen Merkmale beeinträchtigen.
Was in jedem fall noch gut zu erkennen ist, ist das monomitische Hyphensystem aus hyalinen Hyphen mit Schnallen, die Hyphen hyalin, dazu stellenweise stark angereichert mit Tröpfchen:

Dieser Inhalt in den generativen Hyphen soll ja auch recht typisch für die art sein (in Verbiundung freilich immer mit anderen Merkmalen).
Die sporenbildende Schicht wiederum ist in dem Zustand erstmal verwirrend:

Die Sporen sind überreif, teils schon am keimen, Basidien und Zystiden bilden irreguläre Auswüchse, sind teils gar nicht mehr voneinander zu unterscheiden.
Da muss man ein wenig suchen, bis man noch einigermaßen gut ausgeprägte findet:

Basidie blau, Zystide grün.
Die Sporen überreif, Septen weredn (zumindest in meiner Literatur) nicht erwähnt, aber auch sowas kann eben vom Alter und den Bedingungen abhängig sein.

Sporen in Melzer mit granulösem Inhalt, inamyloid:

Ist eben nicht immer alles hübsch und und so wie im Buch abgebildet. 
LG, pablo.