Hallo, Juliane!
Klar ist 11 was Anderes als 12. Das könnte nicht Panellus stipticus sein, sondern - wie Christian schon schrieb - das ist >Panellus stipticus<.
Alle Fruchtkörper bei 12, von denen ich die unterseite sehen kann, sind auch ohne Restzweifel >Lenzites betulina<.
Bei denen, die man nur von oben sieht, kann noch >Trametes gibbosa< in Frage kommen. Ein Blick auf die Unterseite, und es ist natürlich sofort klar.
Trametes gibbosa und Lenzites betulina können auch vergesellschaftet sein, also in unmittelbarer Nähe am selben Substrat wachsen. Und selbstverständlich kann L. betulina auch an Eiche wachsen. Buche ist aber nach meinen Erfahrungen das Lieblingssubstrat der art.
Der Saftporling (Nummer 9) ist so erstmal nicht bestimmbar.
Nur anhand der makroskopischen Optik sind Tyromyces chioneus (Kurzröhriger Saftporling) und Oligoporus tephroleucus (Grauweißer Saftporling) nicht zu trennen.
Wenn das Substrat wirklich NAdelholz ist (was ich erstmal anzweifle), dann ist es wahrscheinlich Oligoporus tephroleucus.
Man kann noch gucken, ob das Holz eine Braunfäule (Oligoporus) oder eine Weißfäule (Tyromyces) aufweist, aber da ist noch was anderes am Stamm, wenn du am selben Substrat Pilze sitzen hast, die verschiedene Fäulen erzeugen, kannst du das als Kriterium vergessen.
Mit Schwefelsäure kannst du noch arbeiten, damit wird die Trama von Oligoporus erst rot, dann violettschwarz.
Ansonsten bekommst du die beiden Arten nur mikroskopisch getrennt (monomitisches vs. dimitisches Hyphensystem).
Oligoporus lacteus (Milchweißer Saftporling) ist das Gleiche wie Oligoporus tephroleucus. Die Art ist farblich recht variabel.
Ich fürchte übrigens, daß nummer 7 auch eine dieser beiden Arten ist. Die Anistramete sollte in dem Alter dunklere und gröbere Poren haben und keinen durchscheinenden Rand.
LG, Pablo.