Beiträge von Beorn

    Hallo.


    In der Nebenfruchtform wird man Hyphen entdecken und haufenweise Konidiosporen. Wie das aussieht, wäre schon mal interessant zu wissen.


    Ich finde, euer Fund sieht schon ziemlich gut aus. :thumbup:
    Die regelmäßig schrägen Röhren sind bei der Aufsammlung von Thorben (siehe Link in seinem Beitrag oben) noch deutlicher, aber da mutmaße ich mal, daß das auch mit der Lage des Substrats zusammenhängt.
    Natürlich wäre es bei so einem außergewöhnlichen Fund ideal, den so gut wie möglich fest zu zurren (auch Mikroskopisch, am besten auch mal ein Stückchen an Frank Dämmrich weiterreichen). Das hat er schon verdient, der Pilz. :)



    LG, pablo.

    Hallo, Bernd!


    Toll, da isser ja. :)
    Schöne Präsentation. Ich hatte mich schon etwas geärgert, daß ich nicht wenigstens ein paar Makroaufnahmen gemacht hatte. Aber nun ist er hier zu bewundern, das ist mehr als ausreichend. :thumbup:



    LG, pablo.

    Hallo, Andreas!


    Das ist doch absolut in Ordnung so. :thumbup:
    Es gibt ja auch einen >Schlüssel< zu Boletus im Forum, bei ein paar anderen Arten steht auch noch was zu verwechslungen.
    Die Bilder von dir und von Sepp Bilden die Art hervorragend ab. Alle wesentlichen merkmale wie das ziemlich prägnante, rote Netz auf gelbem Grund, das sehr spezielle Verfärbungsmuster und der verlauf der Hutfarben sind wunderbar in Szene gesetzt. Das charakterisiert die Art ja schon sehr klar.


    Ich habe den Eintrag von dir in der systematischen Übersicht gar nicht bemerkt, als ich das da eingetragen habe.
    Im alphabetischen Index hatte ich den Eintrag gesehen, allerdings farblich etwas verändert und alphabetisch geordnet ("r") :) .
    In der Systematik nehme ich mal eben noch einen der beiden Einträge raus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Juliane!


    Klar ist 11 was Anderes als 12. Das könnte nicht Panellus stipticus sein, sondern - wie Christian schon schrieb - das ist  >Panellus stipticus<.
    Alle Fruchtkörper bei 12, von denen ich die unterseite sehen kann, sind auch ohne Restzweifel >Lenzites betulina<.
    Bei denen, die man nur von oben sieht, kann noch >Trametes gibbosa< in Frage kommen. Ein Blick auf die Unterseite, und es ist natürlich sofort klar.
    Trametes gibbosa und Lenzites betulina können auch vergesellschaftet sein, also in unmittelbarer Nähe am selben Substrat wachsen. Und selbstverständlich kann L. betulina auch an Eiche wachsen. Buche ist aber nach meinen Erfahrungen das Lieblingssubstrat der art.


    Der Saftporling (Nummer 9) ist so erstmal nicht bestimmbar.
    Nur anhand der makroskopischen Optik sind Tyromyces chioneus (Kurzröhriger Saftporling) und Oligoporus tephroleucus (Grauweißer Saftporling) nicht zu trennen.
    Wenn das Substrat wirklich NAdelholz ist (was ich erstmal anzweifle), dann ist es wahrscheinlich Oligoporus tephroleucus.
    Man kann noch gucken, ob das Holz eine Braunfäule (Oligoporus) oder eine Weißfäule (Tyromyces) aufweist, aber da ist noch was anderes am Stamm, wenn du am selben Substrat Pilze sitzen hast, die verschiedene Fäulen erzeugen, kannst du das als Kriterium vergessen.
    Mit Schwefelsäure kannst du noch arbeiten, damit wird die Trama von Oligoporus erst rot, dann violettschwarz.
    Ansonsten bekommst du die beiden Arten nur mikroskopisch getrennt (monomitisches vs. dimitisches Hyphensystem).
    Oligoporus lacteus (Milchweißer Saftporling) ist das Gleiche wie Oligoporus tephroleucus. Die Art ist farblich recht variabel.


    Ich fürchte übrigens, daß nummer 7 auch eine dieser beiden Arten ist. Die Anistramete sollte in dem Alter dunklere und gröbere Poren haben und keinen durchscheinenden Rand.



    LG, Pablo.

    Hallo, Enrico!


    Ah, der Jahn - Schlüssel. Doch, in weiten Teilen ist der wohl nach wie vor durchaus tauglich.


    Um das über die Stabilität des Fleisches beurteilen zu können, bedarf es einiger Jahre Erfahrung. Ich kann's jedenfalls nicht, für mich fühlt sich Laxitextum nicht viel anders an als die meisten Stereum - Arten.
    Was mir bei deinem Fund auffällt, ist daß der ja sehr wenig zweifarbig ist für einen "Zweifarbigen Schichtpilz".
    Das sollte eigentlich schon gegeben sein.
    Eine gute Alternative fällt mir im Moment noch nicht ein - vielleicht eingetrocknete Eichenschichtpilze (Stereum gausapatum).
    Die röten nicht mehr, wenn sie trocken sind.



    LG, Pablo.

    Hallo, Yannick!


    Das ist >FomPini<.


    Ganoderma carnosum ist weicher, die Fruchtkörper sind einjährig: Werden im Sommer / Herbst gebildet und sterben im Winter ab.
    Die Art wäre zudem immer +/- deutlich gestielt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Enrico!


    Ob mono- oder dimitisch müsste ich nachgucken.
    Allerdings hat das erstmal nichts damit zu tun, ob Schnallen vorhanden sind oder nicht.
    Auch Pilze mit dimitischer Hyphenstruktur können Schnallen haben.
    Und natürlich gibt es noch einige mehr Schichtpilze mit Schnallen. Nur Stereum hat eben keine.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Auch hier wieder: Fruchtkörper trocknen und aufheben.
    Fayodia hat warzig - stachelige Sporen, sieht unterm Mikro hübsch aus, auch wenn die recht klein sind.



    LG, Pablo.

    > Bild 3, der linke Fruchtkörper auf der Hand: Ist das die Unterseite vom Pilz?


    Nein, das ist die Oberseite.


    OK, dankeschön! :thumbup:
    Dann hat sich das geklärt, da dachte ich fast, es wäre ein Schichtpilz mit reingerutscht.
    Dieser Fruchtkörper sieht dann aber schon ziemlich ungewöhnlich aus für Trametes versicolor.
    Das Problem ist allerdings nicht die Variationsbreite von T. ochracea, sondern die von T. versicolor. Diese Art kann in so unterschiedlichem Aussehen auftreten, daß das oft für Verwirrung sorgt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Dann behaupte ich jetzt mal, der zuletzt gezeigte Pilz "ist" ( ;) ) Fayodia bisphaerigera (Abgeflachter Rußhelmling).
    Ohne mikroskopische Untersuchung kann mir da wohl auch niemand das Gegenteil beweisen.


    Heißt natürlich garnichts, außer: Du musst dich von dem gedanken verabschieden, daß dieser Pilz makroskopisch bestimmbar ist. Ist er nämlich nicht.


    Hat sich Peter Specht inzwischen gemeldet?



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    "Sieht aus wie" ist niemals das Gleiche wie "das ist".
    Die entscheidende Frage ist nach wie vor: Rötet der Pilz beim Ärgern oder tut er das nicht?



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Die letzten drei Bilder: Astreine Trametes versicolor. :thumbup:
    Bild 3, der linke Fruchtkörper auf der Hand: Ist das die Unterseite vom Pilz?
    Kleine Anmerkung am Rande: ich finde Trametes ochracea recht oft am selben Stumpf /Stamm vergesellschaftet mit Trametes versicolor. Da können die Fruchtkörper der beiden Arten auch mal weniger als 1cm voneinander entfernt sein.



    LG, Pablo.

    Morgen, Dodo!


    Das freut mich, von dir wieder was zu lesen!
    Da wünsche ioch erstmal weiterhin gute Besserung, daß es bald wieder mehr und länger raus in die Natur gehen kann.


    Klar, bei den Bildern vom verwüsteten Wald mag man kaum hinschauen.
    Das hat in dem Fall ja nichts mehr mit schonender, ökologischer Holzwirtschaft zu tun, weil ja gerade die am Boden angerichteten Schäden immens sind.
    So läuft das leider ab, wichtig ist der Profit. Die Zerstörungen muss man dann in Kauf nehmen.
    Es ist bedauerlich. Natürlich wird sich das Waldstück erholen, aber das wird eine Weile dauern, so brutal und stümperhaft wie da der Maschinenpark durch die Natur geeselt wurde.



    LG, Pablo.

    Moin, Magellan!


    Das zu erkennen, daß man keine Ahnuung hat, ist ein ganz wichtiger Schritt!
    Ich selbst habe auch die meiste Zeit nach Pilzen zum Essen geguckt. Habe mir die gängigen Speisepilze und die enstprechenden giftigen Arten beigebracht. Zu der Zeit hatte ich noch richtig viel Ahnung, da wusste ich nahezu alles.


    Dann wollte ich wissen, was das andere alles ist, und wusste ab da gar nichts mehr. Das ist nach wie vor so. :)
    Und das kennzeichnet en Zuwachs an Wissen: Nicht, daß man mehr und mehr Arten bestimmen kann, sondern daß man sich mehr und mehr bewusst wird, wieviel man nicht bestimmen kann. ;)



    LG, Pablo.

    Moin!


    Ich muss gestehen, ich tue mich damit tatsächlich schwer. Hier kann ich ja nicht einschätzen, wie diese rundlichen Strukturen aufgebaut sind. Also wraus entspringen die, sind die septerit beim durchfokussieren, gibt es da Sterigmen (die ja idR. sehr prägnant sind, siehe Bild von Björn). Ich magÄs nach wie vor nicht ausschließen, aber da fehlt - mir zumindest - noch viel, um das als Basidien zu erkennen.


    Eine maximale Länge von 10 µm wäre bei Exidiopsis effusa schon ziemlich klein. Auch wenn ich bislang nur die Nachbarart (Exidiopsis grisea, mikroskopisch wohl ziemlich ident) untersucht habe, da sind sie schon größer.
    Aber imerhin: Vuilleminia comedens scheidet auch aus, der hat noch sehr viel größere Sporen. ;)



    LG, Pablo.

    Morgen, Enrico!


    Die HFF vom Tschaga hatte ich auch noch nicht in der Hand. Kann also auch nur Mutmaßungen anstellen.
    Allerdings kommt mir der andere Porling sehr bekannt vor. Ich denke mal, der hat eine gelatinöse Schicht zwischen Röhren und Hutfleisch und kann ganz gut mit Gloeoporus dichrous (Zweifarbiger Porling) angesprochen werden.


    Bei Inonotus obliquus ist halt wichtig, ob die Fruchtkörper auf oder unter der Rinde gewachsen sind. Sie sollten darunter entsanden sein und diese dann mit sog. Stemmleisten aufgehebeln.
    Das Problem ist, daß es auch noch ein paar resupinate Phellinus - Arten gibt, die Birke bewohnen können, wie zB >Phellinus laevigatus<. Der wäre auch nicht viel häufiger, wächst auf der Rinde oder auf dem Holz (wenn keine Rinde vorhanden) und ist im frischen Zustand eben Phellinus - typisch hart.
    Dazu müsste man aber eben frische Fruchtkörper beurteilen, wenn trocken ist auch Inonotus bröckelig und hart.
    Phellinus ferruginosus kann freilich auch an Birke vorkommen.



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Ehrlich gesagt: Ich habe keinen Plan was mit dem Forenstammbaum gemeint ist. :shy:
    Das ist so das Problem mit features, die ich irgendwie noch nie benutzt habe.
    Ich finde den Forenstammtisch, der wird aber noch immer ganz normal angezeitr. Ich kann mir einzelne Themen auch in Baumstruktur anzeigen lassen, was ich verwirrend fiden, aber das ist nicht gemeint, oder?


    Bei den PNs: Da hast du schon im Ausgang geguckt, neehme ich mal an, wie das aussieht.
    Schreibst du mit Quelltext oder mit diesem Gedöns, daß dir alle Textveränderungen gleich angezeigt werden?
    Weil normalerweise kann das nicht sein. Wenn du einen Code [ color=#ff3333 ]xyz[ / color ] drinstehen hast, dann steht der drin. Wie sollte der beim Abschicken gelöscht werden?
    Also müsste der Code von vornherein funktionsunfähig gewesen sein, so wie der Farbcode oben (wegen den Leerzeichen).


    Das mit dem Bilder einbinden von fremnden Seiten klappt bei mir nach wie vor. Nutze ich zwar auch eigentlich nie, hab's aber eben mal getestet (Bild von 123-Pilze), das wird ganz brav angezeigt... :/



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Wie groß sind denn die Sporen? So ganz grob würde schon mal reichen, Sporen von Exidia + Exidiopsis sind ja doch recht groß, meist deutlich üner 10 µm lang.


    Zystiden sind bei Exidiopsis selten. Soll es bei E. umbrina geben, aber ob die dort so aussehen?
    Immerhin erscheint mir das, was du zeigst, doch eher dickwandig zu sein? Oder ist das ein Artefakt?
    Dickwandige Zystiden (Lamprozystiden) sollte es da nicht geben.
    Für Basidien (oder BAsidiolen) halte ich das eher nicht, die spindelige Form passt da eher weniger dazu.



    LG, Pablo.

    Hallo, Magellan!


    Das sind sehr schöne Aufnahmen.
    Auch beeindruckend finde ich bei dir den raschen Zuwachs an Artkenntnis. Das freut mich. :)
    Bestimmungstechnisch sehe ich hier kaum Anlass für Kritik, höchstens bei Nr. 9 könnte man - wegen dem hymenium in warmen und recht dunklen ockertönen auch an stereum gausapatum (Eichenschichtpilz) denken. Der wächst je nach Alter und nach Lage des Substrats schon auch mal ziemlich reflex bis fast resupinat.


    Nummer 11: Müsste aktuell wohl eher bei Hyphodontia eingeordnet werden. Ist aber eine Spitzfindigkeit. Da handelt es sich aber um einen Artenschwarm, der (zumindest für mich) momentan nicht bestimmbar ist.
    Packen wir ein "s.l." hinten dran, dann ist das in trockenen Tüchern. ;)


    Nummer 15 hat gute Chancen, daß Peniophora incarnata (Fleischroter Zystidenrindenpilz) rauskommt, wenn man mit Mikro reinguckt. Jedenfalls kann der ganz gut so aussehen.



    sollte eigentlich bei Berichten von Exkursionen rein - vielleicht kann das ja noch gemacht werden -


    Ist erledigt. :thumbup:



    LG, pablo.