Beiträge von Beorn

    Hallo und Dankeschön an Ingo und Wolfgang!


    Das ist mal eine ziemlich gute Idee. Endlich ein Pilz, bei dem die Sporenform passt.
    Nur zu groß wären die Sporen nun. Ich grüble gerade nach, ob es mit dem Medium zu tun haben kann, aber selbst wenn die in KOH3% etwas aufquellen, macht das wohl kaum 2 µm aus? Jedenfalls hätte ich das noch nie bei einem Pilz so erlebt.
    Was daneben fehlt ist jeder Anflug von ockergelben Verfärbungen der Poren und Oberflächen.
    Inwieweit diese Färbung fehlen darf, mag ich nicht beurteilen.
    Nach zB >dieser Beschreibung< stellt sich mir auch die Frage mit den Skeletthyphen im Subikulum.
    Wenn ich das mit

    Zitat


    skeletal hyphae only common in the trams


    - wobei ich für "trams" lieber "trama" annehme, der Pilz kommt ja nicht nur in Straßenbahnen vor -
    richtig verstehe, dann ist Trama wie neulich diskutiert bei Porlingen im Sinne von Ryvarden nur die Röhrentrama, im Subikulum müssten dann Skeletthyphen "not common" (= nicht gemein / häufig) sein?
    Hier sind sie reichlich vorhanden:


    Und auch hier mag ich fast lieber von Skeletoiden Hyphen sprechen, da die septiert sind; die Septen mit dickwandigen Schnallen, teils als Doppelschnallen ausgebildet, manchmal auch hier wieder dünnwandige an einer Septe aprupt in dickwandige übergehend.
    Lang durchlaufende, unseptierte Skeletthyphen sind aber daneben auch zu sehen. Ebenfalls reichlich vorhanden.
    Ob das irgendwie auch ein Merkmal ein kann, weiß ich nicht. Habe ich nur bislang noch nirgendwo gesehen, aber ich habe bislang ja auch kaum Arten untersucht.


    Fazit: ich muss nochmal hin.
    Um neues Material zu holen (finde gerade keine Sporen zum nachmessen mehr in den Überresten) und um mal den Baumstumpf aufzupulen (Weißfäule vs. Braunfäule).


    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Klar, das Gebiet muss schon ein wenig stimmen. Sonst bringt Stückchendrehen nicht viel. Ich glaube, auch Pyrenos sind keine Selbstgänger. Mal abgesehen von ein paar Allerweltsarten, die wirklich überall sind (Diatrype stigma, Biscogniauxia nummularia, Daldinia cf concentrica, Hypoxylon rubiginosum, Hypoxylon fragiforme).


    Aber noch mal zu den farbveränderlichen Becherchen, denn der in der Dose firsch gewachsene sieht heute so aus:

    Also der untere. Gestern war der noch etwas blasser, nun wird er langsam bräunlich, nicht aber gelb (in die Dose kommt ja auch keine direkte Sonne rein).
    Die obere Gruppe dagegen verliert langsam ihre gelbe Farbe und wird ockerbräunlich, an den Fruchtkörpern hatte ich gestern aber auch rumgeschnippelt. Kann vielleicht also hier auch was mit der Verletzung zu tun haben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Rainer!


    Das ist auch gar nicht allzu schlimm.
    Heute habe ich meinen prophetischen Tag, da kann ich auch dir eine Prophezeiung senden:
    Du wirst noch ganz arg viele nicht klar bestimmbare Feuerschwämme finden.



    ;)





    LG, Pablo.

    Hallo, Anna.


    Ach ja. Völlig richtig. Das mit dem immer ist nur so, daß ich immer so furchtbar langsam bin...


    Blauracken gelten wohl deswegen als sehr selten bzw. ausgestorben in Deutschland, weil die natürlich an der Unterseite modriger Baumstämme sitzen. Man muss da nur ganz genau hingucken. ;)


    Und das mit dem Fußball hat sich wohl ohnehin bald erledigt, endlich hat das US - Justizministerium die SAche in die Hand genommen.
    Kann man nur hoffen, daß auch Blatter bald festgenommen wird, dieses ganze Gruselszenario genannt FiFA aufgelöst wird und wir haben unsere Ruhe, brauchen uns nicht mehr zu hetzen und können statt uns den Kopf mit Bällen und Messi vollzustopfen ganz gemütlich jeden liegenden Baumstamm nach Blauracken abklappern. :cop:



    LG, Pablo.

    Hi.


    Ja, Tümpel und feuchte Stellen gibt es schon auch hier. Durchaus auch mit Erlen drum herum.
    Aber es ist dennoch erstaunlich, wie wenig an Pilzen hier zur Zeit auffindbar ist.
    Das ist schon komisch. Lezttes Jahr um die Zeit war es bedeutend trockener, aber doch nicht ganz so flau wie im Moment.
    Man kann das ja an verschiedenen Details festmachen. Beispielsweise die Mollisia-an-Stöckchen-Quote.
    Die lag im letzten Jahr bei etwa fingerdicken, entrindeten Stöckchen beliebigen Substrates mit bodenkontakt bei ~3:1 (also ein Fund bei vier umgedrehten Stöckchen), in diesem Jahr liegt sie unter 5:1. Immer dabei vorausgesetzt, daß man an einer nicht zu trockenen Stelle Stöckchen dreht.
    Oder auch die Wegrand-Glimmertintling-Verteilung. Die ist auch signifikant und ziemlich proportional zur Wegrand-Faserling-Verteilung. Die ist in diesem Jahr auch niedriger als im letzten (also deutlich mehr Schritte von einem Tintling /Psathyrella zum nächsten.
    Dann die Anzahl der indet. - Moosgalerinas pro Quadratmeter feuchter Wiesenfläche. Die war im letzten Jahr ungefähr 1, in diesem Jahr weit darunter.
    Dafür hat der Riesenträuschlings - Acker in diesem Jahr im Frühjahr geblüht, im letzten jahr im Herbst. Die Anzahl war etwa gleich: ~300 Fruchtkörper auf ~100 Quadratmeter.
    Festfleischige Porlinge sind irgendwie nicht betroffen, die sind einfach immer da.
    Die menge der Pezizas auf vermoderten Holzstämmen ist in diesem Jahr höher als im letzten, dafür ist die Menge der Pezizas an Wegrändern, Misthaufen, sonstigen feuchten Stellen auf Erdboden sehr viel niedriger, nämlich ziemlich genau 0.


    Also irgendwie liegt es nicht oder nicht direkt an der Niederschlagsmenge im Verlauf des Frühjahres.
    Das wäre auch sowas, was ich gerne besser verstehen würde. Warum welche Pilze wann was machen.
    Zum Beispiel gelb werden wenn sie weiß oder ockerlich sein sollten. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Na, das ist ja ein Ding. 8|
    Hätte ich nicht gedacht, in der Farbe. Aber gut vorstellen kann ich es mir, deine Mikro - Doku hat absoluten Wiedererkennungswert gerade. Das passt wirklich gut und viel besser als rokebyensis (bei dem mir auch die Sporen nicht nur spitzer, sondern insgesamt größer erscheinen).


    Hätten wir zu H. vernus ein Portrait im Forum, würde ich da die Bilder ergänzen. Damit man den mit den gelben Apos auch rasch wiederfindet bei Bedarf.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Hier nun also der zweite Antro - Pilz.
    Gefunden am 25.04 in der Viernheimer Heide, nördliche Oberrheinebene, an einem kleinen Kiefernstumpf in einer schattigen Kiefernschonung bei einer Wildschweinmulde. Dort hält sich lokal etwas Feuchtigkeit, ansonsten ist das Gelände mit sandigem ziemlich trocken.
    Die Fruchtkörper sind auch in dem verwitterten Zustand rein weiß, gilben und bräunen nicht, sind nur etwas von Algen bewachsen.
    Der Pilz ist vergleichsweise leicht und weich. Ich würde es nicht wattig nennen, aber er ist bis zu einem gewissen Grad zusammendrückbar und kommt anschließend langsam wieder in die ursprüngliche Gestalt zurück.
    Am Stamm des Bäumchens sitzt ein bis 2mm dickes, gut ausgebildetes "Subikulum", das noch etwas weicher ist als die darauf angeordneten Strukturen.
    Diese Unterlage ist vom Substrat gut ablösbar.
    Hütchen sind gut ausgebildet, dazwischen aber mit ausgeprägten, am Substrat herablaufenden Anteilen.
    Poren recht weit (~1-3/mm), geschlitzt, unregelmäßig langgezogen.
    Sieht in etwa so aus wie meine bisherigen "typischen" Funde von Antrodia albida, ist aber etwas weicher und etwas feinporiger.


    Ich hatte erst nicht erwartet, an so einer verwitterten Gestalt noch etwas aussagekräftiges zu finden, aber Basidien sind da und Sporen ebenfalls, wenn auch recht spärlich.
    Die Sporen messen ~7-9,5 µm und sind zumeist allantoid gebogen. Das allerdings ist in der Zeichnung unten etwas zu überzeichnet, ein wenig schwächer ist die Krümmung eigentlich.
    Zystiden oder Zystidiolen finden sich keine, an den Porenmündungen dünnwandige Hyphidien.
    Röhrentrama mit reichlich sehr dickwandigen Skeletthyphen; einige dickwandige Hyphen würde ich eher "sekeletoide Hyphen" nennen, da diese mit dünnwandigen Hyphen (mit Schnallen) verbunden sind.
    Reaktionen mit Melzer nirgendwo beobachtet.
    Skeletthyphen in KOH unverändert.


    Ein paar Bilder:






    Immerhin bei der Gattung bin ich mir einigermaßen sicher, aber dann?
    Möglicherweise ist der Pilz für eine schlüssige Beurteilung auch einfach zu alt.
    Am ehesten lande ich bei Antrodia ramentacea, aber da will weder die Optik noch die gebogene Form der Sporen zu passen.
    Antrodia heteromorpha sollte ja auch geradere Sporen haben und dürfte ökologisch als montane Species auch nicht passen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Wenn es für das Pilzchen einen Namen gibt, bin ich schon mal sehr zufrieden.
    "Marginalzellen" hatte ich gestern in meiner Doku fürs Archiv sogar wohl instinktiv richtig benannt.


    Nein, einen Schlüssel habe ich für die Gattung nicht.
    Ich nehme an, ich finde auch keinen zuverlässigen im Netz? Bei Zotto vielleicht?



    LG, Pablo.

    Hallo, Juliane!


    Egerlingsschirmling ist richtig, sehr wahrscheinlich der Gemeine (Leucoagaricus leucothites).
    Der Rübling ist einer der Zapfenrüblinge (Strobilurus sp.).



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Ich hatte auch erst dann eine einzige Art vermutet, als die eben mikroskopisch so ähnlich aussahen.
    Pilz - WGs sind ja keine Seltenheit, im Gegenteil.


    Jedenfalls: ich habe eben noch etwas rumgeschnibbelt.
    Der Erdboden - Becher ist leider flüchtig. Ein Apothecium hatte ich ja gestern verbraucht, das andere war heute nachmittag einfach Weg. ich habe Tierchen im Verdacht.


    Denen auf der Buchecker geht es aber gut, da ist sogar ein neues gewachsen. Das ist übrigens cremefarben, nicht gelb. Mal gucken, wie das morgen aussieht, ob die immer anfangs so hell sind, oder ob das an der Döschengeburt liegt.


    Signifikante Unterschiede stelle ich immer noch nicht fest. Dafür hatte ich jetzt gerade Probleme, reife Sporen zu finden. Obwohl ich zwei gut reif aussehende Becherchen geopfert habe.
    Ich finde es schwer zu beurteilen, wie genau die geformt sind. Auf jeden Fall etwas regelmäßig. Wenn da etwas zugespitzt ist, dann an dem "dickeren" Ende. Die breiteste Stelle der Sporen ist nicht in der Mitte, sondern etwa 1/3 zu einem der Pole hin verlagert.
    Feine Tröpfchen allerdings sind schon da, aber echt sehr fein. Und sind auch eher an den Sporenenden zu sehen.
    Auch auffällig: Eine Seite der Sporen ist eigentlich immer etwas eingedetscht / abgeflacht, macht also keinen Bauch wie auf der anderen Seite.
    bei folgender Zeichnung ist die "Spitze" etwas übertrieben dargestellt:

    Lieber noch ein Photo hinterher:


    Bei den Haken bin ich mir sicher, da ist nichts.


    Ebenso beim Anfärben des AP, da färbt tatsächlich nur der Zylinder un terhlab der Spitze.
    Es ist nach wie vor für meine Kamera nicht wirklich zu erfassen.


    Zum Aufbau der etwas hilflose Versuch einer schematischen Zeichnung:


    Medulla nochmal:


    Ectal Excipulum:


    Außenseite nochmal mit einer dünnen Lage Hyphen mit kurzen, keuligen Endzellen, mit reichlich Öltröpfchen drin:


    An der Stielbasis außen auch mit etwas deutlicheren "Haaren":


    Nach wie vor nichts dabei, was gestern nciht auch bei dem Anderen zu sehen gewesen wäre.
    Aber du hast schon recht Ingo: Besser erstmal nur diese hier an der Fruchtschale beurteilen.



    LG, pablo.

    Hallo, Dieter!


    Ich kann es nicht beurteilen. Ich kann auch nicht beurteilen, ob der Schlüssel so funktioniert.
    Bislang habe ich mich mit den Unterscheidungen in der Gattung nicht wirklich beschäftigt, ohne eigene Untersuchungen wäre meine Menung dazu wenig hilfreich.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Klar, auch so ist es möglich. Man kann wohl davon ausgehen, daß auch Phellinus tuberculosus solche Fruchtkörper bilden kann.
    Nach GPBWs macht der sich übrigens auch an anderen Obstgehölzen wie Sorbus und gelegentlich auch malus zu schaffen, das wäre dann kein KO - Kriterium, aber erschwert bei so konsoligem und großem Wuchs die Unterscheidung von Phellinus alni ungemein.
    Das müsste ich dann auch erstmal recherchieren, wie die beiden sich mikroskopisch unterscheiden...



    LG; pablo.

    Hallo, Ralf!


    Bei mir siehts ähnlich aus wie bei Stefan.
    In manche nasse Reifenspur habe ich reingeguckt: Tote Hose (bis auf die in der Anfrage gezeigten Becherchen).
    Auch an Holz ist wenig zu finden.


    Aber das kommt noch.
    Das Übersichtsbild ist wunderbar. Da freut sich doch des Pilzfans Herz.



    LG, Pablo.

    Hallo, Streithennen und -hähne! ;)


    Seit einigen tagen verfolge ich ja schon mit mindestens einem halben Auge das Vorspiel zu diesem Wettstreit. Die Idee ist einfach genial, die Umsetzung nicht minder.
    Eben habe ich mir die beiden Berichte schon (zum ersten Mal) durchgeguckt.
    Was soll man sagen: Ich hätte bei beiden dabei sein wollen.
    Du liebe Zeit, das wird echt schwer mit der Abstimmung, das weiß ich jetzt schon. Auch wenn noch nicht alle Bilder da sind.
    Eine Frage noch: Je zwei Bilder zu jedem Thema pro Exkursionsteilnehmer oder nur zwei pro Thema für die gesamte Exkursion?
    Ich nehme mal an das Zweite, weil sonst wird's ja etwas kompliziert, nicht wahr?



    LG, Pablo.

    Hallo, Anna!


    Aber wie soll ich das denn machen?
    Sobald ich anfange, eine vielversprechende, moosig-feuchte Traktorspur oder einen feucht liegenden, völlig vermoderten Baumstamm genauer zu begutachten, rennst du mit Stefan immer über alle Berge.
    Vielleicht sollte ich demnächst immer ein paar blaue Vogelatrappen mitführen, die ich an günstigen Standorten ausbringe, um zumindest Stefan dort eine Zeit lang festzuhalten.


    Und seit wann interessierst du dich für Fußball?
    Das ist natürlich eine schöne Steilvorlage (Achtung, Messi mit Abstauber) um mal die Chancen des KSC in der Relegantion ausgiebig zu diskutieren. :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Stimmt, da hatte Frank mal einen französischen Schlüssel bereitgestellt, den Fredy dankenswerterweise übersetzt hat.
    Habe ich jetzt auch nicht mehr im Kopf, wo der war und was en detail drin stand, aber gespeichert hatte ich was (Übersetzung von Fredy). Müsste auch ein LInk zur Quelle hier im Forum dabei sein, siehe Anhang.


    Eine Holzbestimmung wage ich hier nicht, Heterobasidion löst Weißfäule aus, da kann auch Laubholz mal so aussehen.



    LG, Pablo.

    Hallo, ihr Leute!


    Ich glaube, zwei Fragen standen eigentlich schon mehr oder weniger im Raum.
    Eine um die Gattung abzuklären, eine um die Art einzugrenzen.
    "Wohlschmeckend oder nicht" ist halt immer etwas heikel, weil eben sehr individuell. Ob der Pilz als "essbar" eingestuft wird, das ließe sich beantworten.
    In dem Fall würde ich mich prinzipiell nach der aktuellen Positiv - Liste der DGfM richten, möglciherweise mit Zusatzinfos, wenn dahinter eine Kontroverse versteckt ist.


    Die Farben auf dem Bild zueigt hier mein Monitor übrigens ziemlich originalgetreu. Aber auch in die Richtung könnte eine Frage interessant sein. Oder Strukturen von Oberflächen, Fleischfarben, Schnallenverhältnisse und Sporengrößen...
    ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Zum Färbeverhalten des Ascusporus kann ich gleich was sagen: Nach deinen Bildern und Erklärungen Hymenoscyphus - Typ.
    Da färbt sich nur ein kleiner Zylinder innerhalb der Ascusspitze, die Spitze selbst und die Außenwände sind unverändert.
    Das spielt sich in einem Größenrahmen ab, der für meine Kamera nicht mehr darstellbar ist, zumal auch der Kontrast fehlt. Durchs Okular ist es gut zu sehen, und schon ein famoser Anblick, der kleine blaue Ring oben im Ascus.


    Zu den Sporen kann ich sagen, daß es schon einen Inhalt gibt. Der ist meist wirklich ganz, ganz fein, gelegentlich bei einigen Sporen aber auch etwas gröber. Wirkt fein körnelig. Ich mache das morgen mal bunt und bringe dazu ein paar Bilder.
    Zur Form der Sporen: Da scheint ein Ende runder zu sein als das andere. Aber das sehe ich mir nochmal genau an.


    Hast du den Verdacht, daß es doch zwei unterschiedliche Arten sein könnten?
    Die Mikrobilder, die ich bisher gezeigt habe, gehören alle zum ersten ("Erdbodenbewohner").
    Beim denen auf der Schale habe ich gar nciht so viel geknipst, das sah alles so gleich aus...
    Da lege ich mal morgen auch ncoh eine Dokumentation nach.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Eine feine Riefung kann schon sein beim Ring von Amanita eliae. Der Ring ist aber insgesamt sehr vergänflich und muss nicht vorhanden sein. Bei eigenen Funden war die Riefung dann nur am Stiel oberhalb der Manschette erkennbar, und auch nur fein.
    Das ist schon recht kräftig hier, aber die anderen genannten merkmale sprechen mir doch zu deutlich gegen einen Grauen (oder Eingesenkten) Wulstling.


    Amanita gemmata hat allerdings nie einen gerieften Ring, auch ist die Riefung des Hutrandes nur im Alter erkennbar und dann auch undeutlicher. vertrackterweise gibt es aber auch bei der Art Fruchtkörper, die etwas im Boden stecken und ähnlich wie beim Pantherpilz können die Velumgürtel an der Stielbasis schon mal etwas Volvaartig hochstehen.
    Der hätte allerdings auch eine deutlicher verdickte Knolle, hier ist ja nichts dergleichen zu erkennen. Das sieht höchstens keulig aus, wobei wohl ein Teil der Stielbasis sogar ncoh im Boden steckt.


    Soweit jedenfalls meine Interpretation.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Ja, die Glibberdinger werden doch oft etwas stiefmütterlich behandelt. Nur wenige Pilzfans setzen sich intensiv damit auseinander, wie mir scheint. Aber ist ja klar, man kann nicht alles machen.


    Exidia repanda müsste eine anders gefärnte und geformte Art sein. Recht ähnlich wie Exidia recisa, aber ohne scharfe Kanten, sondern mehr Knopf - oder linsenförmig. Wenn man da im netz Bilder sucht, kommt viel fehlbestimmtes. >Dieses hier< (oberes Bild) würde ich aber ohne zu zögern glauben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Melanie!


    Kino, Yippieh! :)
    Wenn's keine Pilze zum dokumentieren gibt, dann dokumentiert man eben Anna. Eine sehr gute Möglichkeit und durchaus unterhaltsam.
    Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, daß Stefan sein fernglas gezückt hätte, um auffliegende ABchstelzen zu beobachten, wenn ihr Baden gegangen wärt.
    Könnte ich mir vorstellen, wenn ich es nicht besser wüsste.


    Danke für die schönen Eindrücke!



    LG, Pablo.

    Hallo, Freunde der inoperculaten Becherwelten!


    Da wäre folgender Fund von gestern für mich nicht zu klären.
    Es handelt sich eigentlich um zwei Funde, sieht aber mehr wie eine Art aus.
    Die beiden Aufsammlungen lagen etwa 30cm voneinander entfernt, in einem zermatschten Seitenstreifen eines Waldparkplatzes. Tief in die Krume gefräste Reifenspuren, Holz- und Pflanzenschredder darin eingebacken, das Ganze schön feucht und eben dabei, sich mit Moos und Gräsern zu bewachsen: Bessere Suchgebiete gibt es momentan ja kaum.


    Die ersten saßen in der Flanke einer Reifenspur:



    Sieht aus, als würden die zwei Becherchen auf Erde wachsen. Allerdings sind da auch Hozreste mit eingebacken, Pflanzenreste, vielleicht Bucheckern...
    Wenn ich dran rumbröckele, finde ich erstmal nur undefinierbare Zweigbröckchen.
    Der Scheibendurchmesser ist bis zu 2mm, die Becher sind gestielt, Rand - ich sag mal: etwas aufgerauht, wirkt wie ganz fein bekörnt.
    Stielbasis fein weiß befilzt, nicht bräunend oder schwärzend (jedenfalls bis jetzt nicht).


    Der Becherrand setzt sich aus eher kurzzelligen Hyphen zusammen, die einzelnen Glieder werden nach außen zu immer dünner, ganz außen fast haarartig. Die Palisade aus tonnenförmigen zellen darunter wirkt etwas verklebt, da habe ich jedenfalls Schwierigkeiten mit der Darstellung (soll ichs zeichnen?).

    Das Ectal - Excipulum besteht aus blasigen zellen, darüber ein paar fein haarartige Hyphen, die zum Großteil mit reichlich Blubberbläschen gefüllt sind, so wie die Paraphysen.

    Die Medulla dagegen besteht aus dünnen, zylindrischen Hyphen längerer Bauart, die zum Subhymenium etwas aufgelockert sind, ansonsten recht dicht verflochten.

    In "Haaren", Ectal - Excipulum und Medulla lässt sich nicht viel an chemischen reaktionen beobachten, allerdings habe ich auch nur mit Lugol und KOH rumgemurkst und wahrscheinlich die wichtigen Sachen gar nicht gemacht.
    Der in H2O eher hyaline Inhalt der Außenzellen lässt sich mit Lugol etwas anfärben, das ist alles.


    Asci und Paraphysen in Wasser:

    Blöd dabei: Ich finde keine Haken. Dabei sollten da doch welche sein, oder?
    Wahrscheinlich sehe ich sie entweder nicht, wenn die ASci noch festsitzen oder sie gehen beim Quetschen kaputt, wenn ich mal ein paar Asci aus dem hymenium rausgelöst sehen will.


    Das ganze in Lugol:

    Ascusporus IKI+, ist blöd zu sehen so, das macht meine Kamera nicht wirklich mit.
    unteres Ascusdrittel teils rotbraun. Paraphyseninhalt färbt sich etwas an, ansonsten kaum verändert.


    Sporen (in Wasser):

    ~10-14 x 3-4,5 µm
    unseptiert, Inhalt diffus, keine erkennbaren Tropfen, sehr selten mal mit zwei kleinen Bläschen gegen die Enden zu. Ob das nicht eher Zellkerne sind?


    [hr]
    [hr]



    So.
    Und die anderen saßen - wie erwähnt - 30 cm entfernt an einer im Mtasch steckenden Buchen - Fruchtschale.


    vergesellschaftet mit Xylaria carpophila, etwas größer und ausgewachsener, aber ansonsten sehe ich weder makro- noch mikroskopisch Unterschiede zu den oben gezeigten, nur die Tröpfchen in den Zellen der Außenseite sind etwas spärlicher vertreten. Und die des Ectal - Excipulums etwas größer, was aber wohl an unterschiedlichen Reifezuständen liegen mag.


    Ich vermute mal, daß beides zur selben Art gehört.


    Nur: Zu welcher?



    LG, Pablo.