Beiträge von Beorn

    Hallo, Karo!


    Ich finde zumindest ein Fläschchen KOH 20% kann sehr hilfreich sein. Das wird auch nicht so schnell gammelig. Auch Melzer (ist für makrochemische Reaktionen besser als Lugol) kann nicht schaden und kostet ja auch nicht viel.
    Alles andere ist schon eher recht speziell. Da lohnt es sich wirklich, erstmal möglichst viel makroskopisch auch ohne Reagenzien zu erforschen.



    LG, Pablo.

    Hallöle!


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    Die Exemplare, die ich bisher gesehen habe, wurden gefunden. Herzlichen Glückwunsch zu deinem tollen Fund.


    Kann das sein, daß dazu ein Portrait noch fehlt?
    Bilder hast du ja auch welche, ich habe vorhin mal ein wenig mikroskopiert, da kann man dann sicher eins backen.
    Ich drück dir die Daumen, daß der Regen die erwünschte Wirkung zeigt.


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    Also ich wohne ja so ziemlich nahe am Rhein und dessen Auwäldern. Mir reicht es jetzt schon, wenn ich gegen 19-20 Uhr mit meinen Hunde nochmal Gassi gehe. Das hält man kaum noch aus. Die SCHNOOGE-Bekämpfer hatten diesmal kaum Erfolg. Die Rechnen sogar mit 100% mehr Stechfießlinge als letztes Jahr.


    Das heute war auch das Heftigste, was ich bisher am Rhein erlebt habe.
    Glücklicherweise habe ich einen entscheidenden Vorteil: Die Stiche machen mir normalerweise nichts aus. Die nerven fünf bis zehn Minuten (juckt, klaine Schwellung), dann ist alles rückstandslos verschwunden.
    Nur eine Mückenart gibt es hier, die Probleme macht. Das erste Mal ist m,ir das in Italien passiert, dann noch zweimal in Süddeutschland. Die Stiche jucken wochenlang. Diese Art scheint aber ziemlich selten zu sein, heute haben mich nur "belanglose" Mückenarten angezapft.


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    Jetzt trinkst halt eine Weißherbschtschorle aus dem Dubbeglas, zum wieder Auffüllen...


    Aber Hallo!
    Das habe ich getan. Und mir geht's ganz gut. Ein bisschen Jammern konnte aber nicht schaden, für die Geschichte...


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    Nicht nur um den bombastischen Dachpilz, auch um den Rillstieligen Seitling beneide ich dich.


    Der Rillstielige ist hier in der Gegend nicht so selten. Der Dachpilz war ein Erstfund, aber den hoffe ich schon seit einiger Zeit hier in den Rheinauen zu finden. Immerhin ist die Oberrheinebene eines der wenigen Gebiete in Deutschland, wo die Art noch einigermaßen verbreitet sein soll.


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    Ich war heute in einem meiner Feuchtgebiete unterwegs und das einzige "Highlight" war ein mumifizierter schuppiger Porling.......
    Selbst bei dem "Unwetter" letzte Woche hat es gerade mal eine halbe Stunde genieselt...sogar die Pyrenos haben schon Sonnenbrand


    An den meisten Stellen siehts hier auch düster aus.
    Auch in den Auwäldern. Das Gebiet, wo ich heute war, ist durchzogen von vielen Altrheinarmen und Gräben, die sich bei Hochwasser füllen. Und Hochwasser war hier vor 2-3 Wochen. Nicht, daß es sehr viel geregnet hätte, aber der Rhein war eben voll. Als ich zu der Zeit da mit dem Fahrrad rumfuhr, sprudelte das Wasser bei Sonennschein lustig über die Wege. Das Holz mit dem Dachpilz lag zB direkt an so einem Altrheinarm, das muss noch vor zwei Wochen richtig nass da gewesen sein.
    Und der Pappelstamm mit dem Scheidling ist auch immer feucht, weil der Stamm eben so riesig ist und eine Menge Feuchtigkeit speichern kann.
    Der hat mich eh verwirrt. Ich dachte erst an einen Pappelschüppling und hatte den schon in der Hand, als klar wurde, daß das was Anderes ist. Hätte ich's früher gemerkt, dann hätte ich den garnicht abgemacht. Aber komplett geschlossen habe ich den einfach erstmal gar nicht erkannt.


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    Von solchen Funden können wir hier nur träumen, denn die letzten ergiebigen Regenfälle waren im April. Dafür darf man einen gewissen Blutverlust in Kauf nehmen.


    Und wenn's in deinen Kalkwäldern und im Depot wieder losgeht, dann gerate ich hier ins Träumen.
    Es gleicht sich alles aus und dank dem Schoppele ist mein Flüssigkeitsverlust ja wieder ausgeglichen. ;)



    PS.:
    Was mir gerade auffällt: Die Bilder büßen viel Qualität ein. Die eigentliche Kantenlänge ist 1024, in den Beitrag eingebunden geht da viel verloren. Kann man mal anklicken, gerade bei dem Wulstling und den Seitlingen ist der Unterschied auch was die Schärfe ausmacht ziemlich groß.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Dazu jedenfalls artete es eben aus. Zu einer fast panischen und sehr verlustreichen Flucht.


    Das Problem war das Wochenende. Bei meinen Eltern am Kaiserstuhl war ich zu Besuch, hatte geplant ein paar Boleten und andere wärmeliebende kalkpilze aufzustöbern. Zweimal bin ich den Kaiserstuhl rauf- und wieder runtergerannt.
    Außer drei zertrockneten Täublingen (für mich unbestimmbar) und einem Fransigen Wulstling (Amanita strobiliformis)...

    ...gab es nichts zu sehen. Drückende Schwüle lastete in der Luft, Gewitter dräuten, lösten sich regelmäßig wieder auf, es wurde noch schwüler...
    ...kein Tropfen Regen fiel am Wochenende im nördlichen kaiserstuhl. Der Schwarzwald, und Teile von Bayern hatten großes, großes Glück letztes Wochenende.
    Aber all das war mir kein Grund zur Flucht. Heiß und etwas ärgerlich, aber gut auszuhalten. Nicht schlimm, geschwitzt hatte ich auch vorher schon mal und keine Pilze hatte ich auch schon mal gefunden.


    Die Flucht musste ich heute ergreifen, und das hängt mit dem Wochenende zusammen.
    Das ist nämlich so: Wenn ich ein paar Tage nicht genug Pilze sehe, bekomme ich ganz schlimme Entzugserscheinungen. Das mag man niemandem zumuten.
    Gestern war ich mal auf dem Friedhof, nach ein paar Filzröhrlingen gucken.
    Ohne Erfolg. Noch nicht mal die üblichen Verdächtigen (Champis, Raslinge, Faserlinge) ließen sich dort blicken.
    In der Folge quälten mich nervöse Zuckungen, Phantomschmerzen, Übelkeit und Soor, Wahnvorstellungen und Scheinschwangerschaft... Kurz: Pilzentzug.
    Nur wenn schon auf dem Friedhof nichts (also: garnichts) zu finden ist, dann sind die Laubwälder hier im planaren Bereich auch leer. Und bis in den Odenwald fahren ist nicht drin.


    Eine Lösung musste her, um nicht völlig zu Versteinern oder Schlimmeres, also um den Auswirkungen des Entzugs zu entgehen.
    Nässe wird gesucht. Nässe gibt's am Rhein.
    Wer geht schon im Sommer in einen Auwald? Im Frühjahr geht man da hin. Wegen den Morcheln. Da es die aber in diesem Frühjahr wie üblich wegen der Trockenheit nicht gab, konnte man ja mal...


    Von wegen!
    Was es gab, waren Mücken. Solange man in rascher Bewegung bleibt, sind die nicht sehr gefährlich; etwa 10 Stiche in der Minute kann man verkraften. Doch sobald man innehält, aus irgendwelchen Gründen zur Reglosigkeit verdammt ist, geschehen schlimme Dinge. Solche Moskitowolken hatte ich zuletzt in Indien an manchen Orten erlebt. Und so aggressiv!
    Das war der Grund für eine überstürzte Flucht nach einer knappen Stunde. Unter schweren Verlusten (sicher mindestens 5 Liter Blut verloren) konnte ich "dem Schwarm" so eben noch entgehen.
    Nun, knapp überlebt, zuhause und: Alles halb so wild. Der Pilzentzug war schlimmer. Das hat sich (für die nächsten zwei bis drei tage) abgeschwächt.


    Ganoderma applanatum = Flacher Lackporling  Ganoderma australe = Wulstiger Lackporling:

    Sporen ~ 9 bis 10,5 µm lang (Endospor gemessen)


    Coprinellus cf micaceus = Glimmertintling  Coprinellus saccharinus = Überzuckerter Tintling:

    Wird noch genauer angeschaut. Feinste Häärchen am Stiel hat er schon mal.
    Siehe unten


    Fomes fomentarius = FomFom:

    Mit irgendwelchem Parasitenbefall, die Parasiten bohren winzige Löcher in die Zuwachszone, unter den Hüten hängt feines Gespinst, die Fruchtkörper sind wunderlich aufgeblasen.


    Pleurotus cornucopiae = Rillstieliger Seitling:


    Volvariella bombycina = Wolliger Scheidling:


    Pluteus aurantiorugosus = Orangeroter Dachpilz:



    Wer also noch zu trocken hat: Geht mal in die Auwälder. Mit Autanpanzer und Kamera.



    LG, Pablo.

    Jaha!


    Das hatte ich mir schon beinahe gedacht. Gefahr wäre eher für meinereiner bestanden.
    Aber zum Glück gibts in de Palz den Wein ja auch als Schorle. :yumyum:



    LG, Pablo.

    Hallo.



    Die Pilze sind ca. so groß wie die Stumpfe spitze Fläche einer Präpariernadel.


    Oh, dann hatte ich zu groß gedacht.
    Das ist freilich schon sehr winzig. Bei Björn bin ich manchmal ziemlich von der Rolle, was der für winzige Sachen sauber und ansehnlich halbiert, aber das ist eben auch ziemlich speziell und braucht wohl lange Übung.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Mannheim - Neustadt ist mit dem Regionalzug etwas mehr als eine halbe Stunde. ;)
    Dann noch ein Stück ins Bergland rein ist auch kein Problem.
    Aber es wäre in der Tat schwierig geworden, da in der Ecke viele Pilze zu finden. Die entsprechenden Stellen, wo man auch um die Zeit und bei schlechtem Wetter noch fündig wird, die kenne ich dort nicht.
    Wäre aber egal gewesen, es muss ja nicht immer um Pilze gehen.
    Mit 16 Turner/ innen habe ich auch noch nie in der Pfalz eine Weinstube besucht, das hätte interessant werden können.



    LG, Pablo.

    Hallo, Rainer!


    Das mit dem Geruch funktioniert freilich nicht mehr, wenn die Fruchtkörper weitestgehend hinüber sind. Also zB bickelhart, eingetrocknet oder voller Tierchen und in der Zersetzung begriffen. Vorhin lief ich an einigen dutzend P. squamosus vorbei, die waren entweder steinhart oder am Zerfallen. Gerochen haben sie dann entweder nach nichts oder nach Verwesung.
    In dem Fall sind die übrigen Merkmale relevanter, wenn man denn tatsächlich so olle Dinger bestimmen will.
    Bei den Funden die du zeigst, sind zumindest die auf dem ersten und auf dem dritten Bild noch "riechbar". Beim zweiten Bild wahrscheinlich auch, aber da es eh P. tuberaster zu sein scheint, kommt da auch kein Mehlgeruch.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tuppie!


    Na da schau her. So einiges kommt mir doch bekannt vor auf deinen Bildern. ;)
    Du hättest ruhig voirher mal klingeln können, für dich hätte ich mir mal einen halben Tag Zeit genommen für einen Streifzug durch die Pälzer Berge und / oder Ebenen.


    Die Bilder sehe ich aber so oder so gerne, es ist schon eine wunderschöne Gegend.
    Dein Pilz am ende heißt Amanita gemmata, aber das weißt du sicher sowieso.



    LG, Pablo.

    Hallo, Safran!


    Das ist nicht ganz leicht zu erklären. Letztlich läuft es auf einen Erfahrungswert hinaus, da entsteht ein Gesamteindruck; die Pilze auf den Bildern von Rainer passen in das Raster.
    Die Details, die mir dabei ins Auge fallen, sind zum Teil wahrscheinlich kaum nachvollziehbar:
    - Die eher zentrischen Stiele
    - Das Wachstum an eher dünnen Stämmchen
    - Die Dicke und Länge der Stiele im vergleich zur Hutbreite
    - Ein gewisses Aussehen der Poren, verbunden mit Dicke und Form der Porenwände und Porenform und Farbe
    - Farbe und Gestalt der Schuppen am Hut (die Art, wie sie bei kleinen Pilzen aufgerichtet sind)
    - Die Art, wie der Hutrand aussieht und färbt bei den alten Exemplaren...
    Solche Unterschiede sind schwer in Worte zu fassen, zumal weil es dann auch fließende Grenzen gibt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!



    Was haltet ihr (speziell du, Nobi) davon, das Thema >hierher< zu verlegen?
    Noch tut sich ja nicht viel bei den Jungen Mykologen, so eine schöne Sache würed aber schon da rein passen.


    Kannst du gern verschieben, Pablo.
    Ich hatte selbst schon überlegt, ob ich das Thema nicht besser bei unserem Nachwuchs posten sollte.


    Dann mache ich das gerne. :thumbup:
    Vielleicht kommt langsam etwas Leben in die Abteilung.
    Es soll sich aber niemand gehemmt fühlen, weiter dazu zu schreiben. Auch die älteren Semester nicht. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Torben!


    Günstig sind: Laubwälder mit vielen alten, auch geschwächten Buchen und Eichen, gerne auch mit alten Baumstümpfen.
    Ebenso Parks (hier bleiben alte Bäume auch lange stehen, weil sie nicht als Brennholz gefällt werden).
    Der Pilz bevorzugt warme Gegenden ("thermophil") wie Südhänge oder offenen Baumbestand. Der Boden aber sollte nicht zu trocken sein, sobald Staunässe oder Sumpf im spiel ist, wird's aber keine Fruchtkörper geben. Ob kalkig oder sauer spielt keine große Rolle. Auch in hohen Lagen scheint der Pilz nicht gerne zu wachsen, am liebsten in planarem bis collinem (hügeligem) Gelände.


    Wie Safran schon geschrieben hat, ist die Art nur regional häufig, in manchen Gegenden aber nur schwach verbreitet und selten.



    LG, pablo.

    Hallo, Rainer!


    Sehe ich genau so wie du und Ingo. :thumbup:
    Der gebräuchlichere lateinische Name für den maiporling dürfte Polyporus ciliatus sein, aber P. lepideus ist ein bekanntes Synonym.
    Bei der Unterscheidung Sklerotienporling vs. Schuppiger Porling kannst du dich nicht unbedingt auf die Größe verlassen. Das beste Merkmal ist der Geruch, auch ob der Stiel mehr zentral oder mehr seitlich sitzt kann ein guter Hinweis sein, sowie die Haptik (P. tuberaster weicher, Röhren fast etwas gelatinös beim Anfassen).
    falls es interessiert: Einen Schlüssel für die in Deutschland vorkommenden Arten der Gattung hatte ich >hier< mal zusammengeklebt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Die mikroskopischen Strukturen, die du zeigst, sollten zu einer Nebenfruchtform gehören (für mich unbestimmbar).
    Ich habe aber auch hier einen verdacht, daß deine Makrobilder wieder unterschiedliche Arten zeigen könnten.
    Oder einen Pilz in unterschiedlichen Entwicklungsstadien (eben anfangs hauptsächlich Anamorphe, später mit darunter entwickelnder Teleomorphe).
    Wichtig wäre bei solchen Pilzen auch die Haptik (weich ---> Becherchenartiger, (wahrscheinlich) inoperculater Ascomycet; hart ---> Pyrenomycet). Wobei Pyrenomyceten gerne auch weiche Anamorphen bilden.
    Ein Querschnitt durch so einen fruchtkörper wäre durchaus hilfreich, wenn's auch schwierig ist. Björn (bwergen) macht solche Querschnitte bei Pyrenos, das ist oft bestimmungsrelevant. In seinem letzten Thema müsste auch so was drin sein als Anschauungsmaterial. Ich bin ziemlich überzeugt, daß du die Abbildungt eines solchen Schnittes auch astrein hinbekommst.



    LG; Pablo.

    Naaaaaaaa guuuuuuuuuuuuut...


    ...ich glaube dir mal.
    Vielleicht brauche ich bald ein Hörgerät (= Ohrmikroskop).


    Ich hoffe ja, daß wir uns in baldiger Zukunft mal wieder begegnen und ein paar unbestimmbare Pilze bestimmen.
    Oder bestimmbare aufessen oder wie auch immer. :)



    LG; pablo.

    Hallo, Hans!


    Da bin ich gerade drüber gestolpert, sozusagen beim Aufräumen.
    Eine leckere Sache.
    Meine Liste, was ich mal alles nachkochen will, wird länger und länger. :)


    Apropos Aufräumen: Das Thema habe ich mal ein weiter zu den Rezepten verschoben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Torben!


    Naja, was bei Pflanzen die Samen sind, sind bei Pilzen eben die Sporen. Sehr vereinfacht ausgedrückt. Der Vermehrungsmechanismus ist dann schon noch mal sehr verschieden. So reicht bei einer Pflanze ein Samen, bei Pilzen brauchst du zwei keimende Sporen von zwei unterschiedlichen Organismen der selben Art. Insofern läuft das mit dem Klonen etwas einfacher, also so, wie Dodo schon vorgeschlagen hat. Ein Pilzfruchtkörper besteht aus Pilzhyphen, also aus sowas wie verdichtetem Mycel. Gelegentlich können diese Hyphen - wenn die Bedingungen passen und sie nicht abgestorben sind - weiterleben, wachsen und ein neues Mycel in einem Substrat bilden.
    Bei Austernseitlingen zB funktioniert das.
    Ob es bei Riesenporlingen auch geht, das kann ich nciht sagen. Die Art ist i9n ihren ökologischen Ansprüchen komplizierter als Seitlinge.
    Am liebsten mag der Riesenporling Eiche, Rotbuche und viele andere Laubhölzer gehen auch. Der Pilz besiedelt in erster Linie alte, schwächelnde oder abgestorbene Wurzeln (darum erscheinen die Fruchtkörper am und um den Stammfuß herum). Anders habe ich den in freier Wildbahn noch nie wachsen sehen.
    Ein Mycel bekommst du sicher auch auf einem passenden Nährboden geklont, aber damit der Pilz Fruchtkörper bilden kann, wird er wahrscheinlich die Voraussetzungen brauchen, die er auch in der freien Wildbahn hat: Alte (kränkelnde) Wurzelsysteme von Laubbäumen, eventuell auch bereits abgestorbene, noch im Boden steckende Stümpfe.


    Einen versuch könnte es wert sein, leider verstehe ich von Zucht viel zu wenig (bin "Freipilzfanatiker"), um da kokretere Hinweise zu geben.
    Nur eine Sache solltest du bedenken: Wenn du im Garten, wo du den Pilz anbauen willst, noch andere, alte Hartholzbäume hast, besteht ein Risiko, daß der Pilz auf diese überspringt und sie schädigt.


    Das Thema verschiebe ich aber mal ins Kulturforum. In der Hoffnung, daß sich da noch jemand der Spezialisten mit ein paar Gedanken zu wort meldet.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ich glaube, Exidia pithya ist recht stark an Nadelholz gebunden. Exidia nigricans (= Exidia plana) kommt allerdings auch an Nadelholz vor (ist halt insgesamt viel häufiger).
    Auf dem Closeup - Bild ( c ) von Karo ist ja ein Größenbalken eingeblendet. Ausgehend davon ist der Pilz hier nicht flach genug für E. pithya, auch wenn es Nadelholz wäre (sieht aber eher nach Esche oder Ahorn oder Hasel aus).
    Da bin ich mir aus der ferne schon ziemlich sicher mit Exidia nigricans (Warziger Drüsling). :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Das ist ja allerliebst. :)
    Eine Superlandschaft, vieles natürlich farbenfroh konderbunt, aber dadurch nicht weniger schön! Manche Arten meine ich sogar ohne mikroskopische Untersuchung eingrenzen zu können.
    Und da ist ja einiges an Spaß geboten, aber: Sieht recht leer aus. Schade. Hätte ich Kinder, da würde ich auch Station machen.


    Apropos:
    Was haltet ihr (speziell du, Nobi) davon, das Thema >hierher< zu verlegen?
    Noch tut sich ja nicht viel bei den Jungen Mykologen, so eine schöne Sache würed aber schon da rein passen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Intressant, danke für das Update! :thumbup:
    Mit der Insektenbestimmung ist es ja oft auch nicht einfacher als mit den Pilzen. Da bietet sich aj eine ebensogroße Artenvielfalt.
    Wenn noch etwas rauskommt, dann würde ich mich über eine kurze Meldung freuen. Du kannst aber auch gerne einen Link zu den enstprecehnden Diskussionen in den anderen Fachforen hier einstellen, wenn du magst. Dann kann man auch da reingucken.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Klar, bei Handys und I-Phones und Samsungs und dergleichen bin ich maximal unwissend. Wie auch: keine Basidien, keine Schläuche, keine Sporen... Wie soll man da denn was bestimmen können? :(


    Bist du sicher mit Ygritte?
    Ich meine, in der OV sagt die immer: "You know nothin, Jon Snow," worauf der sagt: "I know some things, Ingrid." Jedenfalls verstehe ich immer Ingrid. Aber vielleicht versteht Jon Snow von Frauen auch soviel wie ich von Handys, da sind gewisse Fehler einzukalkulieren.


    Und guck mal raus am WE.
    Markus hat in der Hinsicht eben ein positives Zeichen gesendet: Erster Sommersteinpilz erfolgreich aufgestöbert.



    LG; pablo.

    Hallo, Karo!


    Klingt lecker.
    und: Wenn ich das so lese, scheint der Aufwand nicht allzu groß zu sein. Lasagne mache ich eh viel zu selten, mit Pilzen wäre das mal einen Kochabend wert.


    Kleinen Hinweis zu den vermeintlichen Wieseltäublingen (Russula mustelina): Es sind keine (jedenfalls nicht die auf dem Bild), sondern Schwarztäublinge, sehen sehr nach dem Dickblättrigen (Russula nigricans) aus. Es wäre aber eine verzeihliche Verwechslung, da auch der nicht giftig ist. Wenn auch halt nicht so unheimlich lecker wie die "Täublinge mit den Steinpilz - Hüten". ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Das mit der IKI - reaktion ist schon mal ein Punkt.
    Aber kann das sein, daß die Sporen bei dem Fund nicht völlig reif sind?
    Ich verstehe ja eigentlich nichts von der Gattung, hatte aber im letzten Jahr bei dem Fund Sporen, die mir immerhin ein wenig breiter erschienen und einen auffälligen, an den Polen konzentrierten Inhalt hatten:


    Blöde Bilder, halt noch mit dem alten Mikro, aber es dürfte ungefähr zu erkennen sein, was ich meine.
    Wobei ich nicht weiß, inwiefern das variabel ist oder altersabhängig.



    LG, Pablo.