Hallo, Thorben!
Nach welcher Technik fertigst du den Lamellenpräparate an?
Weil es ist ja wichtig zu wissen, ob man gerade die Lamellenschneide oder die Lamellenfläche betrachtet.
Da gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Du machst einen Querschnitt (von der Lamellenbasis bis zur Lamellenschneide). Der sollte halt recht dünn sein, daß du unterm Mikro nichtt mehr groß quetschen musst und du quasi an den Außenseiten das Hymenium hast, dazwischen die Trama und an einem Ende eben die Lamellenschneide.
So kannst du auch die Lamellentrama beurteilen, das ist hier nicht von Bedeutung, aber bei anderen bestimmungen (wenn's zB um die Gattung geht) schon wichtig.
- Du trennst mit der Rasierklinge nur die Lamellenschneide ab (also nur die allerobersten 50-100 µm oder so) und schaust dir nur die an. Dann hast du quasi Cheilos "solo" (oder auch nicht, wenn der Pilz halt keine hat, oder mit basidien dazwischen, wenn die Schneide eben nicht steril ist).
Ich mache in der regel beides, einmal das erste, um die Gesamtheit und die Lamellentrama zu sehen, dann das zweite, um nur gesondert die Cheilos inspizieren zu können.
PS.:
Wenn alle Bilder im letzten beitrag nur die Lamellenschneide zeigen, dann hast du auf Bild 11 sterile, blasige "Zwischenzellen", die auch wichtig, aber keine cheilos sind. Auf Bild 13 hast du eine Cheilozystide. Es sei denn, das Objekt stammt nicht von der Lamellenschneide, sonder von der lamellenfläche: Dann wäre es eine Pleurozystide.
LG, pablo.
LG, Pablo.