Beiträge von Beorn

    Hallo, Abeja!


    Klar, wenn diese Porlinge komplett durchgetrocknet sind, dann wird es mit der Beurteilung der Konsistenz etwas schwer. Weil die dann fast alle einfach nur hart sind. manche etwas brüchiger, bröckeliger, manche sehr fest. Das kann auch ein Merkmal sein. Ein weiteres merkmal ist bisweilen das spezifische Gewicht der getrockneten Pilze. Das ist bei T. pubescens deutlich geringer als bei Skeletocutis. Das merkt man eventuell schon, wenn man jeweils ein gleich großes Stückchen Pilz in der Hand hat.
    Ansonsten sollten die Poren von Skeletocutis nivea deutlich feiner sein als die von Trametes pubescens. Das wäre auch noch ein ganz gutes Unterscheidungsmerkmal, wenn auch ddas natürlich etwas variieren kann. Antrodiella hoehnelii liegt irgendwo dazwischen.


    An der Bestimmung von Frank bei S. nivea habe ich ohnehin keine Zweifel.
    Das andere sieht für mich immer noch nach einer T. pubescens aus. Wenn auch nach einer etwas Gelben.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Stefan, dein Humor fehlt. Seht mal zu, daß ihr wieder hier ins Land kommt. Hier gibts ja auch einen Haufen Pilze. Weil kleine an Holz zählen sehr wohl. ;)


    Liebe HoBis: Es ist angerichtet. Wenn alles läuft wie geplant, stehen wir am Samstag im Wald im Regen. Wahrscheinlich auch mit Pilzen, weil kleine an Holz zählen sehr wohl.


    Mauscotty, beam doch einfach vom Saturn aus. Da ist es etwas kühler. Wo der Transmitter steht, sollte ja keine Rolle spielen, oder?
    Hier hat's aktuell 29 ° in der Stadt. Also vergleichsweise kühl. Das könnte man auch probieren.



    LG, Pablo.

    Hallo, Anna!


    In der Tat, fein geriefte Ringe habe ich bei A. eliae auch schon gesehen. So kräftig wie auf dem Bild hier und auf einigen der verlinkten Bilder noch nicht, aber gut: Variationsbreite. :thumbup:
    Die Form der Stielbasis und das völlige Fehlen irgendwelcher struppiger Bänder, Fetzen oder wolligen Fasern am Stiel ist schon ein recht harter Punkt gegen A. eliae, denke ich.
    Der wird aber hier wohl nicht aufzulösen sein, sofern nicht Nando noch ein paar Bilder hat und vielleicht ein Exsikat.



    LG, Pablo.

    Hallo, ihr Lieben!


    Ja, was sollte ich ohne Lea im wald machen. mal abgesehen davon, daß sie alle Pilze sieht, findet sie auch noch Schlüssel. Der lag allerdings nicht am Auto, wir waren mit den Fahrrädern da. Und dort hatte ich den wohl in weiser Voraussicht deponiert bzw. neben die Hosentasche ins Gras gesteckt.


    Die Mikrobilder...
    Ja, die werde ich aber mit meiner derzeitigen Fotoausrüstung kaum noch steigern können. Das Mikro ist halt gut, Kamera und Technik eher Durchschnitt; Kein vergleich zu Aufnahmen von Hartmut, Jürgen (Marqua), Klaas, Björn... Aber das Lob geht mir dennoch schön runter. :)


    Diese Pilze sind freilich nicht mit den Nordlings - Funden vergleichbar, aber es hat Spaß gemacht, mal wieder schön ein paar frische Porlinge und Cortis durchzuackern. Auch wenn das immer eine Mordsarbeit ist, und wie üblich auch noch nicht völlig abgeschlossen.


    Daß das Bild mit dem Riesenporling gut ankommt, hätte ich mir fast gedacht. Und gestellt ist es nicht, oder immerhin nicht wirklich mit der Zielsetzung. Lea sollte eigentlich da oben stehen, um den Pilz etwas abzuschatten.
    Nun ist es ja so, daß man beim Fotografieren von Pilzen ständig irgendwelche Füße im Bild hat, wenn man in der Gruppe unterwegs ist. Da war auch ein Bild im letzten Fotowettbewerb, das dafür einige Abzüghe bekommen hat (ich fand#s ganz gut).
    Und hier ließ es sich mal sogar richtig hübsch einbauen.


    Die Stockschwämmchen heißen ja nicht umsonst mit zweitem namen "Pholiota" mutabilis, Peter. Das ist sogar ein ganz wichtiges Merkmal, daß der Hut jung geschuppt ist, denn das ist er bei Gifthäublingen und auch bei Schwefelköpfen nie. Nur eben bei anderen Pholiota - arten. Das hier waren schon sicher welche. Kannst das Bild ja mal anklicken (die sind alle anklickbar und werden dann größer und schärfer), dann sollte auch die Hygrophanität der Hüte erkennbar sein. Unter den Schuppen.



    LG, pablo.

    Hallo!


    Ah wie von Mausmann angedroht. Noch mehr bunte Pilze von Kuschel. :)
    Also echt, dabei...
    Ach nein, ich gönne euch das. wirklich. Jeden einzelnen Pilz und noch mehr. und ich mag sie auch sehen und angucken und drauf rumphilosophieren.
    trotzdem: Reparier mal deinen Beamer, Mauscotty!
    Es geht mir echt auf den Keks, daß die Wege immer so weit sind.


    Und danke der Nachfrage, es geht schon etwas besser. Immerhin eine Rauchen konnte ich wieder, also alles auf dem Wege der Besserung. Mein Doc meint, es hat vielleicht auch mit Ozon zu tun.


    Irgendwann bitte ich auch mal um eine Audienz bei diesen Sfranschirmlingen und Saftlingen. Bei mir muss sich niemand sorgen machen, daß ich müde werde. Solange Pilze da sind, ist physikalisch nicht möglich.



    LG, Pablo.

    Hallo.



    Hm, ja. Ungewöhnlich, durchaus. Die Riefung ist hier schon sehr extrem für den Grauen, sogar für excelsa var. excelsa.
    Das sieht ja meist eher so aus:

    Du dachtest an A. eliae? Farblich und wegen der Riefung kam mir der Gedanke auch. A. eliae wäre aber eine Laubwaldart (was jetzt nicht das Hauptproblem wäre). Was mich da stört, ist der kräftige, intensiv geriefte Ring und die Stieloberfläche unter dem Ring. Die sieht einfach kein bisschen zeerrupft / zerfleddert aus. Immerhin: Hinten am Moos hängt ein Fetzen, daß könnte durchaus der Velumrest einer Scheide sein. Aber die Stielbasis? Das sieht schon sehr knolig aus für A. eliae, dort sollte die Basis meist weniger verdickt und wenn knollig dann eben rübnenförmig also auf jeden Fall wurzelnd.
    Insgesamt schwierig, sich da zu entscheiden.
    A. gemmata wäre natürlich noch eine Möglichkeit (Nadelwaldart mit gerieftem Hutrand), aber da stimmt die Stielbasis auch nicht, denn die wäre da ja vom pantherina - Typ, was hier eindeutig nicht der Fall ist.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Zu dem letzten Bild habe ich noch die Vorstufe.

    Es ist schon spannend daß der für einen Stielporling so vergänglich ist. Normalerweise halten sich die Fruchtkörper in dieser Gattung sehr lange.
    Aber dann geht die Natur eben ihren Gang: Alles wird verwertet, alles ist im Kreislauf.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Nach wie vor: Viel zu trocken, viel zu heiß. Die kurzen Gewitterschauer bringen nicht wirklich was. Aber so ganz tot ist es nicht. Jedenfalls nicht überall. An manchen, örtlich stark begrenzten Stellen mit entsprechender Bodenfeuchtigkeit kann man auch jetzt noch und auch in den schlimmen Regionen noch ganz gut Funde machen. Wenn man sich denn mit solchen Funden überhaupt beschäftigen will.


    Da wo die Römer hausten habe ich mich am Samstag mit Lea getroffen. Es war brütend heiß und schwül im Wald. Die alte Römervilla lag als Grundmauern danieder in der Tageshitze, dort merkte ich auch, daß ich unterwegs meinen Schlüssel verloren hatte.
    Ein schönes Waldstück ist das da oben über dem Neckartal. Der Boden scheint weitgehend kalkig zu sein, das Relief leicht wellig, die Höhe durchzogen von kleinen, flachen Tälern und Gräben. Viele Eichen und Buchen, leider keine Kastanien und keine Kaiserlinge. Die haben die Römer wohl damals wieder mitgenommen.


    Die meisten der im Folgenden vorgestellten Pilze fanden sich +/- an einer Stelle, so etwa im Radius von 10 Metern.


    Zum warm werden mal was Leichtes.
    Phaeolus schweinitzii = Nadelholzbraunporling


    Meripilus giganteus = Riesenporling


    Panus conchatus = Laubholzknäueling


    Tyromyces kmetii = Orangener Saftporling


    Kuehneromyces mutabilis = Stockschwämmchen


    Physisporinus sanguinolentus = Rötender Porenschwamm


    Physisporinus / Rigidoporus species = unbekannt


    Den werde ich die Tage noch als anfrage einstellen. Es kann freilich auch Physisporinus sanguinolentus sein, aber mit untypischer Farbreaktion. Dieser hier rötet halt nicht, sondern er graut. Und als er am nöchsten tag nach fleischfarben umgefärbt war, da bräunte er. Auch scheinen die Sporen einen Tik zu klein zu sein und vielleicht etwas zu rundlich.
    Also vorerst mal indet.


    Momentan spielt sich alles an Aststücken ab, die man so aus dem verrottenden haufen aus liegendem Stamm- und Astholz im feuchten Graben neben dem Weg zieht. Besonders geil sind solche Stückchen:

    Da hätte man 6 oder 7 Arten nur an dem einen Holzstück untersuchen können. Ich habe mich dafür entschieden, nur zwei anzugucken.
    Tomentella crinalis = Stacheliges Filzgewebe




    Was mal eine gut zu bestimmende Tomentella wäre, wegen dem stacheligen hymenophor und den braunen Farben. Dazu kommen 7-8 µm große, rundliche Sporen mit bi- (oder gar multi-)furkaten Stacheln, keine Zystiden aber etliche Zystidiolenartige Elemente, die wohl auch unreife oder verwachsene Basidien sein wollen. Generative Hyphen im Hymenium dünnwandig, im Subikulum auch dickwandig, immer mit Schnallen, in den Rhizomorphen auch "richtige" Skeletthyphen ohne Septen.
    Bestimmung selbstverständlich nach Tomentella.de.


    Den weißen Porling neben der Tomentella habe ich nicht angeguckt. Im nachhinein eigentlich sehr schade, aber leider hat der Tag nur 30 Stunden.


    Dafür fand sich am selben Holzstück noch ein auffälliger, erst weißer, dann cremeockerfarbener, dann sogar liecht ins Fleischige umfärbender Rindenpilz mit dicken, auffälligen Rhizomorphen (auf dem Bild mit blauem Rucksack links unten auf und unter der Rinde):


    Der heißt bei mir momentan Phanerochaete cf velutina (Flaumiger Zystidenrindenpilz). So ganz zufrieden bin ich damit aber nicht, da sind ein paar Punkte, die nicht so ganz passen wollen (Dicke der Rhizomorphen, Sporengröße, Hyphen im Subikulum).
    Muss ich auch noch mal extra einstellen.


    Recht nahe verwand ist
    Scopuloides rimosa (Körnchen - Zystidenrindenpilz):



    Der ist dünner, hat aber die selben, spitz zulaufenden, stark inkrustierten Lamprozystiden, statt dünnwandigen Leptozystiden hat er aber Septozystiden, also septierte, dünnwandige Zystiden.
    Sehr ähnlich wäre da noch Scopuloides hydnoides, der sich wohl nur makroskopisch durch die dichter stehenden, spitz zulaufenden Stacheln untescheiden lässt.


    Wer hingeguckt hat, sieht auf dem Stöckchen oben noch den obligatorischen Schleimpilz, der immer da sein muss, wenn man durch solche Haufen stöbert.
    In diesem Fall ist es
    Arcyria denudata = Rotwuschelpuschelschleimpilz (oder so)





    Allein durch anpusten ließen sich die Sporocarpien nicht lösen, aber beim Drüberstreichen kullerten sie doch ab wie Kegel.


    Tja, was es sonst noch so gab...
    Ein Breitblatt, Behangenen Faserling, indet. Rädchentintlinge, ein Löwengelber Dachpilz und weitere Dachpilze:


    Pluteus salicinus = Graugrüner Dachpilz


    Pluteus cervinus = Rehbrauner Dachpilz (heute mal in weiß)



    Pluteus phlebophorus = Runzliger Dachpilz



    Merkt euch mal die Cheilozystiden (erstes Mikrobild) und die Pleurozystiden sowie die Sporen (2. Mikrobild).


    Also es sah irgendwie so aus, als wollte sich weit und breit kein Fund einstellen, der gleich auf den ersten Blick spektakulär war. Die Rede ist sowohl vom Kaiserling als auch vom Königsröhrling (beide in dem Gebiet wohl noch nicht nachgewiesen). Das mag wohl an der Hitze liegen, im nächsten Jahr werden sie dort sein.
    Jedenfalls fiel mir dann an der Römervilla auf, daß mein Schlüssel weg ist.
    Der Weg: Weit. Viele Gelegenheiten, den irgendwo im Graben oder im Totholz verloren zu haben. Toll. Und beim Suchen auch lange nichts, am liebsten hätte ich meine Brille dem Schlüssel hinterhergeschmissen. Aber das war leichter gesagt als getan, denn dann hätte ich ja immerhin ungefähr wissen müssen, wo der Schlüssel war.
    Das zumindest ist meine Entschuldigung, warum ich beim Rückweg an dem Holzhaufen noch einen Pilz eingepackt habe, ohen ihn am Standort abzulichten. Der wuchs an einem Stamm, der sich mit dem Stamm überkreuzte, an dem auch Pluteus phlebophorus wuchs. Entfernung kaum 1 Meter.
    Eingepackt. Sollte ja der Selbe sein, Zwei Fruchtkörper sind besser.


    Zuhause die beiden nebeneinandergelegt.


    Sieht recht ähnlich aus, oder?
    Der mit dem unkaputten Stiel ist der oben vorgestellte Pluteus phlebophorus.
    Die Hutfarben weichen etwas ab, das gehört zur variationsbreite verschiedener Arten.
    Auffällig: dieser Pluteus phlebophorus riecht deutlich spermatisch. ist mir bei vorigen Funden der Art nie aufgefallen. Der andere Fruchtkörper riecht absolut unbedeutend, möglicherweise ganz leicht nach Apfelsaft.


    Habt ihr euch die Zystiden und Sporen gemerkt?
    Ist doch quatsch. Muss man sich nicht merken, kann man doch hochscrollen, wenn's interessiert.
    bei dem mit dem kaputten Stiel und ohne spermatischen Geruch siehts's mikroskopisch so aus:


    Und die Huthaut als Bonus, die ist bei beiden ziemlich gleich:

    Also wenn nicht der Hut bei beiden fruchtkörpern bis zum rand fein runzlig wäre, würde ich den mit den rundlicheren Sporen und den oben meist deutlich abgeplatteten, wenig flaschenförmigen Pleurozystiden Pluteus pallescens (verblassender dachpilz) taufen wollen. Es gibt zwar bein den Sporen und Zystiden Übergänge, aber die Mehrzahl der Pleuros ist schon so fett und mehr sackartig wie die drei rechts. Und bei P. phlebophorus eben immer flaschenförmig, mit viel schlanker zulaufender spitze, mal dick mal schlank.
    So kann's gehen, auch ein Mikro ist kein Allheilmittel. ich bleibe noch unsicher und nenne den zweiten Pluteus cf pallescens.


    Und das war's. ich will mal gucken, ob das Wasser wieder angestellt ist, noch eine Aspirin auf die Nacht und dann ins Bett.
    In der Hoffung euch nicht zu sehr gelangweilt zu haben.
    Den für mich schönsten Fund hat Lea ganz am Ende der Tour gemacht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Melanie!


    Du hast recht: Solche Biotope muss man absolut schonend behandeln!
    Auf der anderen Seite wäre es schon auch wichtig zu wissen, was da kreucht und fleucht. und das eben nicht nur bei Tieren und Pflanzen, sondern auch bei Pilzen, die einen ganz enormen Bestandteil dieses Ökosystems bilden.
    Untersuchen heißt: Zur richtigen Zeit und mit der gebührenden Umsicht. Es muss eine Zeit sein, in der sich das Moor regenerieren kann. Es darf nicht sein, daß 20 oder 30 Leute da durchs Wollgras wühlen.
    Immerhin: Bei diesem Moor sind die Menschen sensibilisiert drauf, dort nichts kaputt zu machen.
    Wenn ich die Flugsanddünen hier in meiner Gegend betrachte, dann wird mir oft ganz anders. Die sind sicher auf ihre art genauso empfindlich, aber darauf wird rumgelaufen, Hunde spielen dort in Rudeln, es wird ausgeritten kreuz und quer und Mountainbiker knallen auch lieber querfeldein durch extrem trittempfindliche, seltene Moose als auf den Trails zu blieben. Daß dort NSG - Schilder stehen? Stört keinen großen Geist.
    Schade.
    Dieses Venn sieht jedenfalls etwas weniger überlaufen aus, und das soll es auch bleiben.



    LG; pablo.

    Hallo, Mausmann!


    Bei dem, den du jetzt zeigst, würde ich noch mal genauer hingucken wollen. Das sieht schon nach einer anderen Knollenform aus.
    Die auf dem Photo von Anna kannst du mir heiß machen, die nehme ich gerne mit ein wenig Zwiebeln, einem Hauch Chili und einem Frischkäsesandwich. :P
    Chlorophyllum rachodes kann auch auf den Magen schlagen, aber nicht auf meinen. Das habe ich schon hinlänglich getestet. Es soll auch Leute geben, die Chlorophyllum brunneum gut vertragen. Das habe ich noch nicht ausprobiert und sehe dazu auch keine Veranlassung.
    Bestimmungstechnisch richte ich mich übrigens nach Vellinga bzw. Gröger bei dieser Gattung. Siehe auch Artikel von Gernot Friebes im Tintling vor zwei Jahren oder so bzw. Portraits hier im Forum. Wie andere Pilzler da bestimmen, darauf habe ich keinen Einfluss, aber mir ist bewusst, daß in dieser Gattung lange Zeit ein recht seltsames Verwirrspiel gespielt wurde, was Namen und Merkmalskombinationen betraf, die unter den jeweiligen namen verient wurden. Und nach wie vor wird in einigen Büchern in dem Bereich weiter verwirrung gestiftet. Klar, weil auch PdS und GPBWs zum Beispile da nicht auf einem aktuellen Stand sind, und die sind eben oft noch Grundlage für Bestimmungen bzw. dienen als Blaupause für die Beschreibungen weiterer Autoren.


    Aber was das angeht: Ich bezweifle keineswegs eure Bestimmungen aus den letzten jahren. Ich kann mir sogar vorstellen, daß da zwei Mycelien am selben Standort wachsen.
    Daß ein und das selbe Mycel im einen jahr Fruchtkörper von C. brunneum hervorbringt, im nächsten Jahr welche von C. rachodes, ist allerdings nicht möglich. Beides sind ja klar verschiedene Arten, jeweils mit eigener Sequenz. Und im Grunde auch makromorphologisch schon sehr gut definiert.
    Also: Ein Punkt mehr für die Artenvielfalt auf dem Ohlsdorfer! :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Ja, bis die große Trockenheit kam...
    Aber auch für die Zeit bis dahin sind das schöne Bilder von schönen Funden. :thumbup:
    Sommersteinpilze zum Beispiel in meiner Ecke bislang ganz mager, also kaum zu finden. So wie generell Röhrlinge, aber auch Täublinge.
    Ich drücke uns mal beiden die Daumen für besseres Wetter.



    LG, pablo.

    Hallo, Nando!


    Boah, das haut mich jetzt echt vom Hocker. Was für eine Pracht!
    Nicht nur die Funde, man muss die auch mal so in Szene setzen können. Das ist höchster Genuß beim Ansehen. und etwas Wehmut ist auch dabei, weil sich hier nach wie vor so wenig tut. Aber es ist dir sowas von gegönnt. :thumbup:


    Ein paar kleine Anmerkungen:
    16 ist wahrscheinlich ein ungewöhnlich blasser Grauer (Amanita excelsa).
    Bei 19 sehe ich nur Steinpilze mit glatter, glänziger Kappe (Bereifung zählt nicht). Das sind alles Fichtensteinpilze (Boletus edulis).
    24: Kreisling, würde ich auch sagen. Im Wasser eingesammelt? Das Stöckchen sieht so nass aus. Da würde ich an Cudoniella clavus (Wasserkreisling) denken.
    26: Ich vermute einen Spindeligen Rübling (Gymnopus fusipes). Der Stammfuß einer alten Eiche war da sicher nicht weit weg.
    30: Hast du da mal ein paar fruchtkörper mitgenommen und getrocknet? Oder absporen lassen? Ich vermute fast, daß dieses dünnstielige Pilzchen ein Weisßsporer ist, der getrocknet intensiv nach Maggi riecht.
    Hydnellum suaveolens sollte eigentlich ein viel kräftigerer Pilz sein, der im Jungstadium durch blaue Farben auffällt (was noch einige andere Arten können, Hydnellum ist eine recht schwere Gattung).
    Wenn ich aber recht habe und das ein nach Maggi riechender (Frischgeruch ist dann irrelevant) Weißsporer ist, dann kannst du da guten Gewissens Phellodon melaleucus / connatus (Schwarzweißer Duftstacheling) dranschreiben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Anna!


    Och, so schlimm ist die Gruppe doch gar nicht. Sind doch blos drei Arten bei Chlorophyllum in MItteleuropa.
    Und Rötilnge finden wir auch ein andermal ein paar. Kein Problem. Spätestens auf der Blödwiese bei Speyer im Oktober.
    Hatte ich dir da eigentlich das Ergebnis für den komischen stinkenden Rötling im Schilf mitgeteilt?



    LG, Pablo.

    Hallo, Abeja!


    Die Spitzwarzige Tramete (Antrodiella hoehnelii) habe ich auch schon an anderem Substrat gefunden und ohne Schillerporlinge.
    Es ist nicht ganz klar, welche Beziehungen da tatsächlich bestehen.
    Eine weitere Option für diesen Pilz wäre vielleicht noch Trametes pubescens, die ich aber bislang mit etwas anderer Wuchsform (nicht so als Pilzstraus) gefunden habe. Gilben kann die durchaus, die Konsistenz ist etwas anders als bei A. hoehnelii (fester, aber auch brüchiger). Ich aber, du hattest ja selbst schon mal T. pubescens gefunden, oder? Dann hättest du da einen Vergleich.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das kommt noch. Am besten einfach dieses Bild angucken (warum muss ich gerade immer an Babuschka denken?) und über die nassen Pilze meditieren. dann zeiht vielleicht mal ein schöner Landregen auf.



    LG, pablo.

    Hallo, Matthias!


    ich musste gerade herzlich lachen!
    Was macht man bei diesem Shietwetter? Klar, zur Abkühlung ins Tropenhaus. :thumbup:
    Logisch, leuchtet mit sogar ein.


    Immerhin gibt's da ja sogar Pilze. Und wenn man die dann noch so präsentiert bekommt... wundervoll.
    Jetzt müsste nur noch jemand einen nordpolarischen garten erfinden, dann hocke ich mich da rein und gucke deine Bilder. Dann wär's perfekt.



    LG; Pablo.

    Hallo, Alex!


    Das sind ja klasse Funde für diese Zeit. Alle Achtung. :thumbup:
    Und auch gut in Szene gesetzt, damit kann man arbeiten.
    Zu deinen Vermutungen:
    1) aber sicher. :thumbup:
    2) ich kenne Russula rosea eigentlich mit recht interessantem Geschmack, als ob man auf einem Bleistift rumkaut. Kostprobe gehört bei Täublingsbestimmung immer dazu. Meist finde ich die Art mit einer eher stumpfen Huthaut, matt, fast feinsamtig, nie glänzend. Aber ich kenne mich mit Täublingen auch nicht wirklich aus, also warten wir mal besser Vorschläge ab.
    3) Treffer, der ist es. :thumbup:
    4) Makroskopisch identisch sind >Coprinellus saccharinus< und >Coprinellus truncorum<.
    Coprinellus micaceus soll gegenüber den beiden Arten eine deutlichere Stielbereifung haben (Einschlaglupe benutzen). Allerdings hatte ich bei den beiden anderen Arten auch schon mal eine ganz feine Stielbereifung gesehen.
    5) ebenfalls korrekt. :thumbup:
    Der verrät sich durch schwache, aber an den Röhren gut erkennbare Blaufärbung und rot durchfärbtes Stielfleisch (je älter, desto mehr Rot im Stiel. nicht am Stiel, die Außenfarbe ist irrelevant)
    6) Blaut viel zu stark für X. porosporus und passt auch habituell nicht richtig. Ich wette, der blaute sogar beim Kratzen an der Hutoberfläche. Den kannst du mit >Boletus pulverulentus< betiteln.
    7) ist gerade nicht einfach einzuschätzen, da ich aus den Einzelbildern keinen Gesamteindruck hinbekomme. Ist aber auch mein Problem, bin irgendwie völlig verschnupft gerade. Tylopilus felleus will ich nicht ganz ausschließen, glaube aber eher an den Steinpilz.
    8) Und erneut: Sporenfarbe?
    9) Kaum eine chance ohne folgende Details zu kennen: Aufbau / Hyphen / Pigment der Huthaut, Schnallen ja oder nein, Lamellenschneide mit oder ohne Zystiden, Sporenform und -größe. Jedenfalls für mich nicht, vielliecht kann jemand mehr sagen, der schon ein paar hundert Rötlinge untersucht hat (auch mikroskopisch).



    LG, Pablo.

    Hallo, Anna!


    Herrlich, vielen Dank! Natürlich auch an Torsten und Mausmann noch mal für die Bilder. :thumbup:
    Das stellt meine masochistische Ader voll und ganz zufrieden. Solche Füllen an bunten Pilzen sind momentan doch schwer zu verarbeiten.


    Aber immerhin: Hat mich mein Sensor doch nicht getäuscht. Eure Schirmlinge sind astreine >Chlorophyllum rachodes< Wunderbar keulig die Stielbasis, nicht im geringsten gerandet oder abgesetzt. Was mich bei der Ansicht von oben irritiert hatte, waren die Hutschuppen. Die kenne ich von C. brunneum deutlich gröber, es sind insgesamt dann auch weniger und in der Hutmitte stärker zusammenhängend. Die Hutschuppung wie hier zu sehen kenne ich von C. rachodes ganz gut.
    Das ist allerdings kein wirklich sicheres Merkmal, sondern nur ein Detail, das mal zum genaueren Hingucken verleitet.


    Von den Rötlingen hättest du gerne die zwei hübschesten Kollektionen einsammeln und trocknen können, Anna.
    Gute Makroaufnahmen von den frischpilzen hast du ja immer, den Mikrokrempel mache ich in der Gattung mittlerweile ganz gerne.



    LG, pablo.

    Hallo, Alex!


    Warum so kompliziert, wenn es auch einfacher geht?
    Wenn das Sporenpulver des zweiten Pilzes braunrosa ist, kann es schon kein Trichterling mehr sein. Zur Not ruhig auch mal mehrere Fruchtkörper absporen lassen. Dann blieben Rötlinge, Tellerlinge und Räslinge. Weil Dachpilze und Scheidlinge ja freie Lamellen haben.
    Weiße Rötlinge mit herablaufenden lamellen bilden nicht so große Fruchtkörper.
    Tellerlinge mit den Farben haben meist auch nicht so deutlich herablaufende lamellen und tun gerne auch irgendwie verfärben.
    Bei den Räslingen gibt es nur eine Art mit so fleischigem habitus. Manche sehen zwei, aber den, den Steffen oben erwähnt hat, halte ich momentan eher für ein Phantasieprodukt. ;)


    Bei Champisporen ist es auch längst nicht so einfach. Viele Arten haben da recht ähnliche Sporen, so daß man eben noch ganz andere Mikromerkmale zur Bestimmung braucht (vor allem Zystiden, bisweilen Velumzellen). Agaricus bitorquis ist aber eine makroskopisch schon sehr gut festgelegte Art.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das wird ja nun etwas unterschiedlich gehandhabt. Generell kann man die Rosasporer zu den Dunkelsporern zählen, weil das Pulver ja eigentlich braun mit rosa bzw. fleischfarbenem Beiton ist.
    Ich persönlich würde die aber schon extra hinstellen und also in Hell-, Dunkel- und Rosasporer trennen.
    Ein richtiger Dunkelsporer mit solchen verfärbungen fällt mir allerdings gerade nicht ein. bei den Rosasporern müsste ich nochmal in einer Gattung gucken, bei den Hellsporern gibt es einige.
    Also wäre eine Frage nach der Pulverfarbe sicher nicht verkehrt, aber schwierig.
    Ich glaube übrigens, daß diese Art einen normalerweise sehr deutlichen, auffälligen Geruch hat. Das könnte man auch fragen (vielleicht als drittes).



    LG; Pablo.

    Liebe Lara!


    Von dir habe ich auch einige Zeit nichts gehört und gelesen. Wo immer du bist und was immer du machst: Ich wünsche dir dabei alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg. Und dabei auch etwas Zeit für Pilze und vielleicht Forum. Auch wenn andere Dinge eben manchmal wichtiger sind.
    Wenn wir uns mal wieder über den Weg laufen, freue ich mich. :thumbup:


    Nachträglich also alles Gute und einen speziellen Waldgeist für dich:



    LG, Pablo.

    Hallo, Carmen!


    In diesem Sinne ein herzliches Grüezi in die Schweiz. Pilze sind ja auch einfach was Faszinierenden, egal wie man an die Sache herangeht und mit welcher Zielsetzung. Mit den großen Fotografen hier im Forum kann ich auch nicht mithalten, muss ich auch nicht. ich genieße die Bilder, aber auch nicht ganz so perfekte aufnahmen sind doch schön anzugucken.
    Also viel Spaß und immer los mit den Pilzen, wenn es denn bei dir mehr gibt als hier im Moment.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Vielen Dank für deine Vorstellung!
    Dann immer herein in die gute Stube. Auf deine Funde aus diesem schönen Gebiet freue ich mich jetzt schon. :thumbup:
    Wobei es dort wohl momentan auch ganz zäh ist. Knochentrocken wahrscheinlich. Aber das magh ja noch kommen, ich drücke mal die Daumen für ausgiebig Regen und baldige Pilze.
    Und zwar in allen Farben und Formen, ganz gleich ob zum Essen oder nicht.


    Ich nehme jetzt mal an, mit 40 zählst du dich nicht unbedingt zu den jungen mykologen zwischen 10 und 16. Darum gebe ich dem Thema noch einen kleinen Schubs zu den vorstellungen der "jung gebliebenen Erwachsenen und co.". ;)



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Hui, das Thema war mir durchgerutscht. Gut, daß ich es wieder gefunden habe. Schöne Pillenwerfer, Peter 1!


    Und an Peter 2: Die Wette hätten wir beide verloren. Nach erneuter Betractung des Bildes, dem lesen der Größenangabe und Betrachtung der Form der Schüppchen auf dem Hut würde ich sagen: Es ist Polyporus tuberaster. ;)
    Passt auch besser mit dem gut entwickelten, zentrischen Stiel und der Porengröße zusammen.



    LG, Pablo.

    Hallo.



    Wenn man will, kann man ja dann noch C. cystidiatus abgrenzen. ;)


    Was wohl auch nicht so schwer ist. Man muss ja nur einen bestätigten C. prunulus zwei Tage ins Gemüsefach legen und - oh Wunder! - ist es auf einmal eine ganz andere Art mit Zystiden. :)
    Es gibt auch noch ein paar mehr Pilze, die das können.


    Ich finde übrigens, daß mehlig riechende Pilze oft durchaus eine spermatische Komponente haben. Bei C. prunulus ist sie sogar recht deutlich. Gut möglich, daß das auch erst beim Antrocknen rauskommt, Ingo, das sollte ich mal prüfen. :thumbup:



    LG, Pablo.