Beiträge von Beorn

    Moin, Pilzitte!


    Für einen Kerbrandigen Trichterling passen m.E. weder der Habitus (zu kräftig) noch der Lamellenansatz; der hier nicht herablaufend, sondern eher ausgebuchtet angewachsen ist (jetzt etwas gestreckt durch die niedergedrückte Hutmitte).
    Ich denke hier auch, daß das Sporenpulver braunrosa sein wird.
    Würziger Tellerling (Rhodocybe gemina) scheint mir aber nicht wirklich zu passen. Ist nicht leicht zu erklären, aber der sah bei meinen Funden immer etwas anders aus. Du könntest da mal noch ein schnittbild machen, damit man die Breite der Lamellen sieht (sind bei R. gemina meist eher schmal).
    Die Lamellen scheinen zudem hier einen gelblichen Farbton zu haben.
    Da müsste man über den Geruch schon noch mal nachdenken. Wenn du eine frische Salatgurke im Kühlschrank hast, dann schneide die mal auf, reib ein wenig am Fleisch und vergleiche den Geruch mal mit dem des Pilzes.



    LG, Pablo.

    Hallo, Michael.


    Die Lage ist - trotz des Regens - im Südwesten immer noch angespannt. Durch die extreme Dürre und Hitze in den letzten Monaten und im Frühjahr sind viele Mycelien extrem geschwächt. Das wird wohl etwas dauern, bis sich die erholt haben. Kritisch wird es dann, wenn jetzt nicht noch mehr Regen (und zwar langanhaltend, verteilt auf einen längeren Zeitraum) runterkommt. Wenn das nicht passiert, dann bleibt es in diesem jahr sehr mager und uns nur die Hoffnung, daß das Wetter im nächsten jahr im Frühjahr und Sommer deutlich besser wird.
    Aber Kopf hoch: An bestimmten Stellen, die eine günstige Lage haben, findet man auch jetzt noch hin und wieder ein paar Pilze. Und wenn das Wetter gut bleibt, dann kommt bestimmt noch was im September, Oktober und November.



    LG; pablo.

    Hallo, Mausmann & Peter!


    Achso, hier werden neuerdings die Bestimmungsanfragen eingestellt. Nicht ganz einfach zu finden, muss ich sagen. Aber das sind die Pilze an sich ja auch nicht. ;)


    Bei deinem Stacheling meine ich einige Flecken am Hut und Hutrand zu sehen, wo vielleicht mal Tröpfchen gewesen sein könnten, Peter. Das wäre schon ein Hinweis auf Hydnellum ferrugineum oder Hydnellum peckii (wenn schwarf schmeckend). Aber der ist komplex, siehe auch die Anmerkungen im anderen Thema von dir. Der Maggi - Geruch bei Phellodon kommt meist erst raus, wenn der Pilz getrocknet ist. Dann aber umso heftiger. Die Sporenpulverfarbe ist wie schon erwähnt auch ein sehr wichtiges Kriterium zur Unterscheidung der Gattungen. Aber: Phellodon sind in Mitteleuropa nur vier Arten. und da sagt meine Pilzerkennungsmatrix bei deinem Pilz: No match found (keine Übereinstimmung bei einer der vier Arten gefunden).
    Der sollte schon zu Hydnellum gehören. Dann brauchen wir Details: Unter anderem ist ein Schnittbild sehr wichtig. Wenn es am Fundort keine jungen Exemplare gab, dann muss man beosnders den Hutrand nach "Tropfkratern" absuchen. Geschmack ist auch ein wichtiger Hinweis. Und dann gehen wir in die Mikroskopie, aber eins nach dem anderen.


    Dein Fund sollte zu Laccaria gehören, Mausmann. Auch hier lief kurz die Matrix druch und gab bei Cuphophyllus (= Camarophyllus) und Hygrocybe (s.l.) ebenfalls "no match found" raus. Kurz blieb sie noch bei Camarophyllopsis (Samtschnecklinge) hängen; die Gattung hat sich mir aber bislang noch mit keinem Fund gezeigt. Gehört dennoch auch da nicht rein.
    Laccaria passt, zur Art sage ich aber nichts, ohne die HDS - Struktur, die Basidien und die Sporen zu sehen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Geh doch Schritt für Schritt vor.
    Erstmal Ansicht von außen, dann Schnittbild, dann Geruch, dann Sporenpulverfarbe. Dann einen teil auf die Seite legen, wenn trocken auch da Geruch testen.
    Dann erst Mikroskopie. Das ist dann gar nicht mehr so viel, was du noch rausfinden musst. :)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Noi!
    Ich verstehe das schon! Ich versuche nur, das nachzuvollziehen und manchmal klappt es, manchmal nicht.
    Eigentlich könnte ich bei fast jeder Tour auch einen Taschen - Ingo gebrauchen, der mich in Sachen Geruchsdefinition bzw. Einschätzung in die richtige Richtung schubst.
    Am Samstag saßen wir im Kreis und haben alle an Mycoacia nothofagi gerochen. Ein Pilz mit einem ganz außergewöhnlichen Geruch!
    Und für jeden verschieden, meist schwer zu definieren. Die Idee "Stachelbeertäubling" kam noch am nächsten dran, war aber auch kein Volltreffer.
    Das ist eben auch eine Materie, in die man sich reinarbeiten muss.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Ich glaube, Mausmann meinte nicht die Form, sondern die Farbe. Form ist ja bei vielen Thelephoraceen recht ähnlich, aber bei den Stachelingen hast du durch die Farbe dann schon mal die Gattung raus (Phellodon = weiß, Hydnellum = braun).



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Nun mache ich mir doch ernsthafte Sorgen um mich, wenn für mich Camembert nach Sperma riecht. 8|
    Bislang hat mir der Pilzkäse eigentlich geschmeckt.
    OK, sobal es Pilze gibt: Ich besorge mir einen Eimer Mehlräslinge, einen Eimer Camemberttäublinge und einen Eimer Rißpilze (indet, wird anschließend an Ditte weitergeleitet).
    Und dann wird Geruch trainiert.



    LG, Pablo.

    Hallo, Magellan!


    Die Dokumentation über das Heranreifen des Schwefelporlings ist erste Sahne. :thumbup:
    Überhaupt sind das etliche schöne Funde für die Trockenzeit.


    Zur Bestimmung kann ich nur bestätigen, was schon gesagt wurde:
    2 & 17 sind Graue (Amanita excelsa), Amanita eliae hat keine solche Stielbasis.
    Vielleicht zur 8 noch ganz interessant: Das ist schon ein Parasol im weiteren Sinne. Aber die Stielrinde dürfte beim Kratzen leicht gerötet haben. Da hast du es mit einer "forma" zu tun, die von manchen Autoren sogar als eigene Art angesehen wird (auch wenn bisher m.W. keine Kollektionen mit eigener Sequenz, also genetisch von M. procera s.str. verschiedene, gefunden wurden).
    Deinen Fund würde ich vorläufig mal als Macrolepiota procera forma fuliginosa bestimmen.
    13 wäre auch dann eine Netzhexe, wenn das Stielnetz gar nicht ausgeprägt gewesen wäre. Farbverläufe und Farbnuancen an Hut und Stiel passen viel besser zu B. luridus als zu B. erythropus. Beim Durchschneiden hättest du es dann absichern können (Roter Röhrenboden = "Bataille - Linie" und viel rotes Stielfleisch, sowie stark vermadet im Inneren).
    Durchschneiden hilft auch bei der Bestimmung von 14. Auch hier ist es - wenn man beide Arten kennt - ein ziemlich klarer X. rubellus. Im Schnitt sieht man aber die Unterschiede sehr eindeutig und da gibt's dann auch keinen Variationsspielraum mehr angesichts der total verschiedenen Farbverläufe im Hut- und Stielfleisch.


    Prima Bilder jedenfalls, danke für's Zeigen!



    LG; pablo.

    Hallo, Armin!


    Ein herzliches Willkommenh in den derzeit pilzbegünstigten Norden!
    Wenn du dich im Wald gut aufgehoben fühlst, dann hoffentlich auch hier. Ich freue mich schon darauf an deinen Funden teilhaben zu dürfen. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hallo, Ralf!


    Tja, war auch in der Tat etwas abwegig, die Idee.
    Am besten betrachtest du das wie eine Scutellinia - Kollektion bestehend aus insgesamt drei unreifen Fruchtkörpern. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan-Arne!


    Danke dafür. Aber es macht ja auch Spaß, auch wenn's mühsam ist.
    Daß mit den unbekannten Pilzen liegt daran, daß ich auch immer wieder Pilze zeige, die mir selbst völlig unbekannt sind. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Nando!


    Wow, wenn ich bei der Hitze noch so dichten könnte... :thumbup:
    Sehr schön geschrieben.



    Wohl war. Und bei einem Blick auf die schönen Bilder und tollen Funde lässt sich auch wunderbar träumen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mausmann!


    Da es sich leider kaum einrichten lässt, daß einzutragende Termine als Blinke - Notiz bei Moderatoren automatisch auftauchen (Technik, alles recht wunderlich und komplex), folgende Bitte:
    Bei Terminen, die im Kalender erscheinen sollen, am besten gleich eine PN an die Moderation absenden. Idealerweise an mich, Ralf, Jan-Arne, Frank (Takumi). Eben an die mit der höchsten Aktivität. ;)



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ich glaube, rein makroskopisch kommt man da in die Gruppe, aber nicht zu einer 100% sicheren Bestimmung.
    >Psilocybe phyllogena< zum Beispiel könnte ich nicht makroskopisch abgrenzen.
    Bei deinem Fund bin ich nicht ganz sicher, Ralf. Einige deiner Sporen sehen schon etwas eckig aus. Auf Eikes Bildern ist es leider recht unscharf, aber Karl hat ja unten im Portrait eine Zeichnung ergänzt. Theoretisch sollten die Sporen von P. crobula ja schon uneckig - slliptisch sein, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Wie gesagt: Theoretisch. Bisher hatte ich ncoh nicht die Möglichkeit, auch nur eine der beiden Arten zu mikroskopieren.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf!


    Ömmige Stiele sind öxtröm nörvig!
    Aber das hat man ja oft, bei eher unfrischen Exemplaren. Wenn da mal die Schnecken drauf Walzer getanzt haben, oder eine Bakterienkolonie Springbreak gefeiert, dann ärgert sich der Fachmann mit dem Mikro.


    Ach, eine Frage hätte ich noch: Waren da bei den Cheilos auch welche mit Schnabel? Also so wie >hier<? Makroskopisch ist es vielleicht etwas weit hergeholt, aber kleine Sporen hat der ja auch, Huthaut sollte dann mit einigen blasigen Zellen dabei sein. Und die Stiele sind so dunkel hier, Hut ja auch, dann die Riefung...
    Das Rosa auf dem Hut ist wohl eher durchscheinend von den Lamellen her. ich denke, das ist nicht physiologisch so.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf!


    Nach dem Gröger sollte P. pusillulus wenigstens andeutungsweise flaschenförmige Cheilozystiden haben. Allerdings: Wenn wir uns in der Gruppe bewegen (HDS nur aus gestreckten Elementen, nichts blasiges oder birnenförmiges dazwischen, Pleuros durchgehend dünnwandig und Stiel ohne Kaulozystiden, dann kommt mit der Sporengröße und Form wohl nur P. pusillulus in Frage.
    Bei der HDS könnte man aber schon noch mal gucken, ob da noch andere Zellen dabei sind. und Kaulos könnte man mal suchen (sollte schon mit Stereolupe als Bereifung erkennbar sein).


    Wenn ich solche Pilze mit hjaufenweise Sporenstaub an den Lamellen habe, dann spüle ich meist kräftig. Gerne dabei auch immer mal etwas quetschen und herumschieben, um viele Sporen vom Präparat wegzubringen. Das kann schon sehr nervig sein...



    LG, Pablo.

    Hallo, Christian!


    War ich so lange nicht mehr auf deiner Seite, oder bin ich blind?
    Jedenfalls habe ich eben erst den Schlüssel gefunden. Der ist ja spitze! :thumbup:
    Da kann sogar ich mich trauen, was Hypogäisches einzusammeln, um den mal auszutesten.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ein Schleimpilz, ganz bestimmt. Wahrscheinlich eine Lohblüte (Fuligo sp.), wobei es da mehrere Arten gibt.
    Fakt ist: Das ist absolut ungiftig und schadet auch den Pflanzen im Hochbeet nicht das geringste. Ein Schleimpilz kein Pilz, sondern mehr sowas wie ein amöboider Einzeller. Im Vorstadium (was du zeigst, ist der fertige Fruchtkörper) ist das wie eine einzige, riesige Fresszelle, die durch den Humus in dem Beet wandert, und Bakterienkolonien, abgestorbene Pflanzenreste und andere Pilze aufisst. an lebende Pflanzen oder deren Wurzeln geht der nicht dran. Im Grunde macht er also nichts, als das Beet aufzuräumen.



    LG, Pablo.

    Hi.


    och, der Hals ist wieder klar. Das eine Auge ist etwas dicker als das andere, aber das ist wohl nur ein Verschleiß durch die Hitze. Man müsste mal einfach wieder eine Nacht oder zwei richtig schlafen können, und das bei angenehmen Temperaturen (16-20 °).



    LG; Pablo.

    Hi.


    Ach ja, natürlich. Sowas hatten wir ja auch noch. Schade, daß es insgesamt so wenig war. Aber am Samstag...



    LG, Pablo.

    Hallo, Mausmann!


    Davon kannst du gerne ein paar Bilder im Portrait abstellen. ich galube, da haben wir noch keine Kollektion mit solchen Rottönen außen am Stiel. Die roten verfärbungen innen im Schnitt sind allerdings nichts Besonderes, die sieht man öfter, gerade bei älteren Exemplaren.



    LG, Pablo.

    Hi, Stefan!


    Sommerloch. :)
    Ich sagte ja, immer mit der Ruhe. Wir sollten nur darauf achten, daß vor dem APR aufgelöst wird. ;)
    Mir schmort seit Wochen das Gehirn, wie soll man da irgendwas denken.
    Am Wochenende wird's kühler, dann feiere ich vielleicht mal wieder den einen oder anderen gedanken. Aber bis Sonntag abend bin ich auch erstmal weg, also: Gemach, gemach.
    Kommt Zeit, kommt Pilz.



    LG, Pablo.

    Hallo, Feinschmecker!


    Da einer meiner Freunde (Stefan) ja auch ein begeisterter Vogelangucker ist, versuche ich mich hin und wieder an einem Bild. Aber wirklich nur selten, weil: Diese flattrigen Gestalten sind ja meist viel schwieriger zu fotografieren als Pilze.
    Und wenn sie sich doch mal irgendwo absetzen, dann dort, wo irgtendwas den Blick verstellt.
    Angesichts dieser Schwierigkeiten sind das sehr gelungene Bilder. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Danke, Mentor!
    Aber wir fanden sehr wohl was zum Futtern. Auf dem einen steht Lea. Der war abner ein wenig alt. Schwefelporling gab es auch, auch zu alt. Die Stockschwämmchen zu jung. Aber dafür fanden wir fünf Pfifferlinge, die sogar schon fertig getrocknet waren! Sahen fast so lecker aus wie ein die in Plastik eingeschweißten beim Billigdiscounter des Vertrauens.


    Dir drücke ich die Daumen, daß es bald aufwärts geht mit den Funden, Ulla.
    Zu Arcyria denudata hatte ich irgendwo auch schon andere deutsche Namen gelesen. Sogar einige verschiedene. Nur davon file mir gerade keiner ein, also ein guter anlass, mal kreativ zu werden.
    Tyromyces kmetii scheint sich wie etliche Arten so langsam von Süd nach Nord auszubreiten. In der Oberrheinebene ist er inzwischen nicht mehr selten, für mich war das schon der fünfte Fund (an unterschiedlichen Standorten).
    Aber schön ist er einfach immer wieder.



    LG, Pablo.