Beiträge von Beorn

    Hallo, Norbert!


    In der Tat, schön wars.
    Auch wenn ich heute morgen mit leichtem Kopfweh erwachte. Das hat aber nichts mit gestern zu tun, sondern ist ausschließlich der Zeitumstellung geschuldet (totaler Unfug, gehört abgeschafft).


    Naja, viel habe ich noch nicht auf die Reihe gebracht, ist aber nicht meine Schuld, sondern das hat ausschließlich mit der Zeitumstellung zu tun (Winterzeit gehört abgeschafft).


    Ich tippe deine Liste jedenfalls mal ab und schaue, was mir noch an Ergänzungen einfällt.


    Tja, Hallimasch habe ich nicht abgelichtet. Aber Nebelkappen (Lepista nebularis), bei denen irgendwas schief gegangen ist:

    Leider ohne parasitische Scheidlinge.


    Die Butterpilze (Suillus luteus), die am verfallen waren:

    Hätten wir gerne zu was Spannendem gemacht, aber Butterpilz bleibt leider Butterpilz.


    Braune Ritterlinge gab's 4. Jedenfalls hatte ich vier Arten in der Hand. neben Tricholoma fulvum (Gelbblättriger Ritterling) und Tricholoma vaccinum (Bärtiger Ritterling) standen da noch Pappelritterlinge (Tricholoma populinum):


    Und Tropfige Ritterlinge (Tricholoma pessundatum):


    Mit den nicht radialstreifigen, klebrigen bis schmierigen Hüten, hier mal mit kaum Hutflecken.


    Mit vielem anderen brauche ich noch Zeit, ich habe eindeutig zu viel mitgenommen zum bearbeiten... X/



    PS.: Ich habe den Bericht mal "one level up" geschoben, also direkt ins Ausflugsberichtsforum. Dort springt er schneller ins Auge. ;)



    LG; Pablo.

    Hallo, Heidi!


    Wahrscheinlich Conocybe, ja, Aber eine kleine Option auf Galerina (Häubling) kann man mal noch offen halten. Ein Pilz fürs Mikro auf jeden Fall. In beiden gattungen ist das mikroskopisch ein ganz schöner Bestimmungsaufwand, weil man außer Sporen noch etliche weitere Details braucht (Huthaut, feine Lamellenschnitte, Präparate der Stieloberfläche...).
    Ich muss da für eine Conocybe bei mir immer an die zwei Stunden Mikroarbeit einrechnen, dann noch mal mindestens eine für den Bestimmungsversuch, dann eine weitere, weil ich doch zu keiner sicheren bestimmung komme und den Pilz als Anfrage an Andreas (Pilzmel) fürs Forum aufarbeiten muss.



    LG; pablo.

    Hallo.


    Nö, nicht halbieren.
    Nur einen Querschnitt machen. Also Lamelle von oben nach unten quer zur Laufrichtung der Schneide zerschneiden.
    Das angesprochene "V" ist der Querschnitt; unten die Schneide, oben der am Hutfleisch ansitzende Teil, die beiden Schnekel des V sind die Lamellenflächen, dazwischen die Lamellentrama.
    Ist aber auch nicht viel einfacher, weil idealerweise ist der Schnitt dünner als die Lamelle dick ist, sonst schmimmt er ja auf der Seite unterm Deckgläschen und man erkennt nicht das, was man sehen will. ;)



    LG; Pablo.


    D'Oh!!!


    Du warst gestern zum falschen zeitpunkt zu weit voraus... X/



    LG, Pablo.

    Hallo, Gerald.


    In der Tat, eine Hallimasch - Art (Armillaria sp.).
    ich würde das nicht unbedingt Forst"schädling" nennen. Jedenfalls richtet der exponentielll weniger Forstschäden an als der Einsatz von Kettensägen und Harvestern. ;)


    Hallimasch - Arten sind Schwächeparasiten udn Folgezersetzer. Sie können nur Bäume befallen, die krank und geschädigt sind. Und anschließend, wenn sie den Bäumen den Rest gegeben haben, räumen diese Pilze zusammen mit vielen anderen Pilzarten die Überreste ordentlich auf.
    Ein völlig natürlicher Prozess. In diesem Jahr sind Hallimasch - Arten besonders häufig, weil durch das katastrophale Frühjahr und den noch schliemmeren Sommer die Bäume in manchen Gegenden fast flächendeckend extrem geschwächt sind. Auch das ist ein natürlicher Prozess.


    Hallimasch - arten sind extrem robust. Wenn du heißes Wasser draufkippst, dann erwärmst du etwas das Mycel, was den Pilz nicht im geringsten interessiert. Das Ausgraben müsste dann etwas großflächiger geschehen, um wenigstens eine geringe Aussciht auf Erfolg zu haben. Also im Umkreis von etwa 5 Metern um alle Fruchtkörper müsste der Boden etwa auf 1,5 bis 2 Meter Tiefe entfernt werden, mitsamt sämtlichem Holz darin natürlich.
    In aller Regel werden durch solche Maßnahmen eher die weiteren Bäume auf dem Grunsdtück geschädigt als der Hallimasch.
    Man kann noch Fungizide einsetzen, was dann dazu führt, daß man die Pilzarten im Boden, die sehr viel sensibler sind als der Hallimasch, ausrottet. Das führt dann dazu, daß dem Hallimasch die Konkurrenz fehlt und er sich nocoh viel ungehinderter Ausbreiten kann.
    Die Methode, die den größten Erfolg verspricht: Alle anderen Bäume auf dem Grunstück gut pflegen, so daß diese gesund bleiben. Dabei am besten auch beachten, daß Pilzwachstum (vieler anderer Arten) die Gesundheit von Bäumen befördert.
    Wenn alle anderen Bäume und Sträucher auf dem Grundstück fit sind, dann kann sich der Hallimasch nicht weiter verbreiten und verschwindet von selbst, sobald er das Holz im Boden aufgeräumt hat.



    LG, Pablo.

    Hallo, Steffen!


    Da schließe ich mich gleich an udn wünsche auch alles Gute für ein neues Jahr. Lass dich ordentlich feiern und genieße ein paar schöne Pilze. Nicht nur heute, sondern am besten immer, wenn die Gelegenheit es zulässt.


    Grußpilz mit glatten Sporen:



    LG; Pablo.

    Hallo, Peter!


    Ah, zu Ehren der tapferen, pilzbegeisterten und zaubertränkigen Gallier.
    Hast du den neunen schon?
    Ich habe sie früher als Kind verschlungen, latürnich, viel besser als Micky.


    Die Gallische Lösung ist immer noch die Beste, auch wenn's mal Kopfstand bedeutet.


    Nummer 2/3 (Clavulina rugosa) kannst du so abspeichern.
    Nummer 4 = Jungfernellerling (Hygrocybe / Cuphophyllus virgineus)
    Nummer 5: Guck mal, ob der ganz oben an der Stielspitze oder zwischen den Lamellen nahe am Stielansatz grüne Farben hat. Dann wärs Hygrocybe psittacina (Papagei), ansonsten (wenn nur gelb) wohl eher Hygrocybe chlorophana (Stumper Saftling).
    Nummer 6 = Lärchenschneckling (Hygrophorus lucorum).



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Es könnte sich lohnen, die Augen aufzuhalten. Cordyceps militaris hat anscheinend ein gutes Jahr: Ist mir schon mehrmals begegnet und wird auch in den Foren gerade recht regelmäßig gezeigt.
    Und jetzt scheint gerade eine ganz gute Fruktuationsperiode dieser Art zu sein.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Die Lamellenschneide ist zu betrachten.
    Dazu am besten diese sehr fein von der Lamelle lösen und dann ab unters Mikro.
    Die sterilen Zellen an der Schneide sind dann entweder blasig, fast globos, oder sie sind keulig.
    Um die von basidien zu unterscheiden, kannst du auch erstmal einen lamellenquerschnitt machen (Dünnschnitt), so daß du im Präparat an den Seiten die fertilen lamellenflächen hast, die wie ein V zur Schneide zusammenlaufen. Der Scheitelpunkt des V ist die Schneide, dazwischen die Lamellentrama.
    So siehst du dann den Unterschied zwischen den Zellen auf den lamellenflächen (Basidien, Sporenträger) und denen auf der Lamellenschneide (Zystiden, steril, keine Sporenträger).



    LG; Pablo.

    Hallo, Zäpfle!


    Aber dein Fund wäre bei einer Knautschprobe sicher als Falscher Pfiffer enttarnt worden.
    In dem Zustand haben die ihre elastisch - wattige Konsistenz durchaus, die sie so leicht von allen Leistlingen unterscheidbar macht.
    Bei dem oben gezeigten Fruchtkörper könnte man schon vermuten, daß der in der Konsistenz nicht mehr typisch für den Falschen Pfifferling war. Also härter und zäher, weil eben im Wachstum gestört und mögcliherweise gut eingetrocknet.
    Ansonsten ist die Konsistenz aus meiner Sicht ein hervorragendes merkmal, viel besser, als lernen zu müssen, was nun Lamellen und was Leisten sind, viel leichter, als die enormen Variationsbreiten bei den farben in beiden unterschiedlichen Gruppen kennen zu lernen.


    Falscher Pfiffer:
    Kannst du in der Hand zusammenknautschen, der ist weich, leicht, fluffig - elastisch, da geht nicht viel kaputt.
    Echte Pfifferlinge:
    Kannst du beim Zusammendrücken nur zerbrechen. Fleisch ist hart, starr, brüchig, kompakter.


    Lässt man sich idealerweise ein paar Mal direkt am Objekt zeigen. Oder man nimmt halt mal einen Fruchtkörper im Supermarkt mit, als Anschauungsobjekt, um das mal kennen zu lernen.



    LG, pablo.

    Hallo, Sarah!


    Ich kann Hühner so schlecht auseinanderhalten...
    Aber Agaricus moelleri und Agaricus phaeolepidotus habe ich noch nicht gerade oft gefunden. Soweit ich mich erinnern kann, rochen beide schwach, beide haben am Hutrand nicht verfärbt. Agaricus moelleri hatte die dunkleren Schuppen, vor allem in der Hutmitte mehr zusammenhängend (was halt bei Champis sehr altersabhängig ist). Farbe der Schuppen dort fast schwarz und wenn heller dann mehr grau als braun.
    Bei Agaricus phaeolepidotus habe ich die Hutschuppung mehr bräunlich erlebt, aber teils auch sehr dunkel, insgesamt irgendwie feiner, aber auch zusammenhängend in der Hutmitte (altersabhängig). Insofern ist bei beiden Arten die Hutmitte glatt, wenn da die Schuppen noch zusammenhängen. Möglich, daß das bei Agaricus phaeolepidotus schneller auch in der MItte aufschuppt und dann eben schneller unglatt wird.


    Getrennt habe ich beide bei meinen sehr spärlichen Funden (meist Einzelfruchtkörper oder eher unfrische Kollektionen) dann nach Zystidenform. Deiner ist hlat jünger als alles, was ich bisher von den beiden arten in der Hand hatte, da tue ich mich schwer mit einem Urteil.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Doch, Macrolepiota mastoidea hat schon auch einen genatterten Stiel. Aber die Natterung ist anders, viel feiner und heller, daher auch oft undeutlicher.


    Was du zeigst, ist nach meiner Meinung auch Macrolepiota procera s.str. (Parasolpilz im eigentlichen Sinne), nur eben kleiner. Da sind mir in diesem Jahr auch verstärkt solche Mini - Fruchtkörper aufgefallen. Aber das kann gut eine Art Hungerform wegen des katastrophaalen Frühjahrs und Sommers sein. Ich kann bei diesen kleinen Formen kein einziges "hartes" Merkmal erkennen, was da eine trennung rechtfertigen würde. Und mir ist auch keine beschriebene Art bekannt, die dem entspricht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jonas!


    Mit dem Aufschirmen der Hüte verändert sich auch der Lamellenansatz. Aber der ist bei fast allen Röhrlingen ohnehin recht variabel und nie ein Bestimmungsmerkmal. Mit wenigen Ausnahmen: Wenn Röhren gleichzeitig stark herablaufend und sehr kurz, dann vergleiche mit Gyrodon lividus (Erlengrübling), wenn Poren gleichzeitig stark herablaufend und schon jung sehr weit, unregelmäßig sinuos, dann vergleiche in den Gattungen Suillus bzw. Boletinus.


    Da die Röhren hier aber hier lang sind und die Hutoberfläche für keiine in Frage kommende Art bei Suillus und Boletinus passt, kann man das Merkmal ignorieren.
    Dann ist natürlich schon mehr zu berücksichtigen, als nur das gelbe Basismycel.
    Neben der Farbe des Fleisches im Schnitt (darf auch bei X. ferrugineus mal etwas rosabräunlich sein, aber nie deutlich gelb) ist auch die Beschaffenheit der Hutoberfläche (nicht feldrig oder rissig aufreißend und gleichzeitig filzig, nicht verkahlend) und das völlige Fehlen von jeglichen verfärbungen zu beachten.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Ich glaube, Stephan hat recht: Das muss mehr in den Fokus. Im Unter- Unter- Unterforum "Tricholoma" geht das zu schnell unter.
    Ich hab's mal wieder bei "Wissenschaftliches" geparkt und sticky gemacht.


    An deiner Bestimmung habe ich nach wie vor keine Zweifel, Mario. Die Guajak - reaktion habe ich nie getestet. Dazu müsste ich die Susbtanz erst mal bestellen. Das werde ich mal tun.
    Wichtig wäre ann auch zu wissen, wie das bei anderen weißen Ritterlingen aussieht, aber die muss man dann eben erstmal finden.



    LG; Pablo.

    Hallo zusammen!


    Was man ja gerne mal wahr nimmt, ist Cordyceps militaris. Klar, so ein auffälliger Pilz...
    Aber hier ist es ja wie in allen fachbereichen: Die Geheimnisse spielen sich meist im verborgenen ab. Es ist weniger das auf den ersten Blick spektakuläre, sondern die ganze Art und Weise des Lebenszyklus, der hier auch eine Vielzahl von arten hervorbringt.
    Definitiv ein spannendes Forschungsthema, hier mal wieder mit tollen Bildern anschaulich gemacht. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Juliane!


    Mir gefiel diesmal auch die Puppenkernkeule ganz ausgezeichnet.
    Und die tolle Aufnahme von Klapperschwamm & Begleitung.


    Bei den Flämmlingen glaube ich aber, daß das Fleckblattflämmlinge (Gymnopilus penetrans) sind.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf!


    Nun, zur Taxonomie kann ich natürlich hier nichts sagen. Das müssten Leute klären, die da auch viel mehr Funderfahrung haben und die entsprechednen Arten öfter in der Hand hatten. Theoretisch könnte man aber mit Sequenzierungen einiger gut ausgewählter Kollektionen (sowohl typische als auch untypische beider Arten) ein paar Fragen klären.
    Das übersteigt aber momentan meine Möglichkeiten.


    Der graue Filz fiel mir auch auf, aber ich hatte dem keine Bedeutung beigemessen. Oben ist der auf dem letzten Makrobild zu sehen, aber nur bei den Fruchtkörpern, die ich für "jung" hielt.
    Apikalapparate schaue ich mir auch noch an. Sieht jedenfalls elegant aus.


    Auf die von Nobi angekündigte Hyocopra bin ich allerdings auch schon sehr gespannt. :P



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Das ist doch was, dann haben wir auf jeden Fall den in der Tasche. :thumbup:
    Allerdings werde ich unbedingt noch einige Fruchtkörper durchmessen müssen, denn ich hatte anfangs ja schon einige, bei denen die Sporenmaße deutlich über den für Poronia punctata zulässigen Größen lagen.


    Die Funde werde ich bei dem Kartierungsprokekt der DGfM eingeben. Kann ein Weilchen dauern, bei all dem, was ich da noch einzutragen habe (bis ich da bei "P" angekommen bin...); als Bestimmer schreibe ich dann am besten dich rein und Ralf.
    Es freut mich außerordentlich, daß eine Art, die möglicherweise kurz vor dem Aussterben stand, nun doch wieder mit mehr Funden in ganz Deutschland vertreten ist.


    Und diese winzigen, sehr schnell vergänglichen Tintlinge waren dann also Parasola misera, auch das ist gut zu wissen.
    Ob ich auch noch Sporormiellas und Hypocopras finde, das muss man mal schauen.
    Es wäre echt nicht schlecht, wenn hier in der Gegend jemand auftauchen würde, der sich etwas verstärkt mit den Copros befassen mag. Ich vermute da ein recht großes Potential. Und "unterkartierte" Gebiete versprechen ja immer einige interessante Funde.


    Die aber schon jetzt vielen Dank für die Untersuchung, Nobi!



    LG; Pablo.

    Hallo, Steffen!


    Das hängt dann aber ein wenig davon ab, wie die Arten zu trennen sind. Wenn also die Tramafarbe im Schnitt und die KOH - reaktion irrelevant sind, dann kann man nach der Farbe des Hutfilzes gehen. Dann müssten aber einige Bilder von Abjea und mir >hier raus< und zu Coriolopsis gallica gestellt werden, die es dann halt auch mit negativer KOH - Reaktion und mit hell holzfarbenem Kontext gibt. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Die Verfärbung beim Riesenporling verläuft manchmal sehr zögerlich. Da muss man auch schon mal 20 Minuten warten, bis da was passiert. Aber wenn man einen Fruchtkörper abmacht und transportiert, sind spätestens zu hause die Bruchkanten und die Hutränder, wo man angefasst hat, schwarzbraun bis schwarz.
    Vom Habitus her und von den Farbverläufen würde ich hier auch zum Klapperschwamm tendieren.
    Beide Arten sind allerdings Schwächeparasiten (und Folgezersetzer) mit einer Vorliebe für Eiche. Ökologisch sind sie also ungefähr auf einer Wellenlänge.



    LG, Pablo.