Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Von der Beschreibung her wäre eine Inonotus - Art schon mal naheliegend. Aber es gibt sicher weitere Optionen: Porlinge gibt's ja einen ganzen Haufen. Ebenfalls recht weich und von der Farbbeschreibung her im Rahmen wäre zB Hapalopilus nidulans (Zimtfarbener Weichporling), wobei ich den noch nie an lebendigem Substrat gesehen habe.
    Der Riesenporling (Meripilus giganteus) sitzt entweder im Wurzelbereich (Fruchtkörper erscheinen dann auch auf dem Erdboden), oder am Stammfuß. Den würde ich hier nach der Beschreibung ausschließen.


    Nur so ganz am Rande: Der Phellinuis igniarius auf Sorbus heißt Phellinus alni. ;)
    Und ist natürlich auch bickelhart. Morphologisch sind die eh nicht trennbar, nur über das Substrat (und ITS - Sequenz, bzw. sind in Kultur nicht kreuzbar).



    LG, Pablo.

    Moin.


    Zu den Cantharellales gibt es auch meines Wissens (noch) keine aktuelle, monografische Bearbeitung. Da ist Vieles Stückwerk.
    Den Samtigen (den ich hier auch sehe) kann man aber ganz gut makroskopisch bestimmen, die mikroskopischen merkmale sind da viel diffuser.
    Das gilt meines bescheidenen Wissens auch so für fast alle Leistlingsarten. Auch Cantharellus subpruinosus ist makroskopisch viel besser abzugrenzen als mikroskopisch: Die kräftigen, bei Verletzung gerne rostfleckigen Fruchtkörper haben zumindest frisch diesen sehr auffälligen, hellen Hutfilz im KOntrast zu den satt orangenen Leisten, das ist zusammen mit der kräftigen Wuchsform meist schon recht eindeutig.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    OK, wenn die Lamellen bei der 3 frei waren...
    Ich hatte an einen Ritterling gedacht: Tricholoma argyraceum ist der Gilbende mit dem etwas helleren Hut und dem +/- ausgpeägten Buckel, aber dann lag ich wohl daneben.
    An dem Rillstieligen Helmling hatte ich nicht gezweifelt, der ist recht variabel und du sagst ja, daß der Stiel lägsrillig war. Die 9 ist doch das Stummelfüßchen, und die Gattung macht bisweilen Schwierigkeiten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Alex!


    Ja, Körnchenröhringe. :thumbup:
    Der Ringlose Butterpilz hat eine leicht rosane Stielbasis und eine etwas andere Hutoberfläche. Und die Tröpfchen müssten hier milchig sein, die vom Ringlosen sind eher etwas bernsteinfarben.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Klar, die Velumreste des Hutes sind vergänglich, und wenn's stark regnet sowieso. Ein paar kleine Flocken meinte ich zu sehen, aber das mag auch nur Erde sein.
    Bei meinen Funden konnte ich noch nie schartige Lamellenschneiden sehen, sondern immer nur beflockte.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tobias!


    Um es wirklich sicher zu sagen, müsste man die Pilze in der Hand haben, aber: Wenn Flockis mal ein paar Stunden rumliegen, bilden sie oft an den Stielen unten einen feinen, meist weißlichen Mycelfilz. Was ganz und gar unbedenklich wäre, weil es zum Pilz selbst gehört und zeigt, daß der noch so frisch und vital ist, daß er neune Hyphen bilden kann. Ob's das hier auch auch ist, keine Ahnung.



    LG, Pablo.

    Ahoi.


    Nuja, die Unterseite des Hutes ist bei allen Arten der Gattung +/- identisch. ;)
    Relevant zur Bestimmung ist in erster Linie die Farbe und Farbverläufe der Hutoberfläche, Farbe und Beschaffenheit der Stielschuppen und immer auch das verfärbungsmuster im Schnitt sowie ob die Stielrinde im Bereich der stielbasis grünblau fleckt.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Wenn es denn an dieser Stelle von Interesse sein sollte: Um die einzelnen Arten der Rotfußröhrlinge zu bestimmen, braucht man immer die komplette Stielbasis und ein vollständiges Schnittbild. Ich vermute da mal zum einen den Starkblauenden (Xerocomellus cisalpinus, im Käfertaler Wald eine mittelmäßig häufige Art), eventuell hat sich noch der eine oder andere Düstere (Xerocomellus porosporus, im Käfertaler Wald erst ein Mal gesehen) reingemogelt.
    Die häufigste Art ist in dem gebiet aber der Eichenfilzer (Hortiboletus engelii), und der ist mir dort auch mal mit so dunklen Fruchtkörpern begegnet und kann ja auch mal recht stark blauen. Also auch an den Poren und im Hutfleisch, was ja der Bereifte Rotfuß (Xerocomellus pruinatus) nicht kann. Der aber auch im Käfertaler Wald vorkommt.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    "Kiesig" ist eher nichts für Papagaien, die mögen es erdig. Aber andere Saftlinge könntest du da durchaus finden.
    Papagaiensaftlinge richten sich am ehesten nach der Feuchtigkeit, können theoretisch schon so im August / September erscheinen und dann bis zu den ersten Frösten Fruchtkörper bilden. Wenn's bis Weihnachten nicht friert, sind sie auch dann noch zu finden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Karotte!


    Die Schnittstelle an dem einen Stückchen sieht schon sehr nach Haiunbuchenröhrlings - Grauviolettblau aus. :thumbup:
    Die Hutoberfläche ist nicht allzu typisch, passt aber. Auch in der Stielspitze sieht man im neuen Schnitt schon einen Hauch altrosa, das sollte sich in den nächsten Minuten noch verstärken. Wenn ja, dann kannst du den als Heinbuchenröhrling (Leccinum carpini = Leccinum pseudoscabrum) abhaken.
    Die Art ist im Grunde eher häufig, ähnlich wie der gemeine Birkenpilz (Leccinum scabrum). Daß alle Arten der Gattung "geschützt" sind, hat nichts mit der tatsächlichen Häufigkeit zu tun. und sammeln zum Eigenverzehr darf man sie sowieso in angemessener Menge. Nur gut erhitzen muss man sie, roh sind alle Arten der Gattung giftig.



    LG, Pablo.

    Hallo, Konrad!


    Hoppla?
    Da habe ich wohl gelesen, was ich lesen wollte.
    Klar, Cortinarius cinnabarinus gibt's ja auch noch, aber der sollte ja farblich etwas heller sein, im Wuchs etwas kräftiger und vor allem eine Laubwaldart, wenn ich das richtig im Kopf habe.
    Das auf dem Bild sieht für mich einfach total nach dem Blutroten (C. sanguineus) aus.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Nachvollziehbare Idee von Alex, aber irgendwie... nicht so ganz. Weder der Fahle (Boletus impolitus) als der verdallerte (Boletus depilatus) können blauen.
    Im amerikanischen Raum gibt es noch ein paar Röhrlingsgattungen, die in Europa gar nicht vorkommen, aber deren Arten einigen europäischen Pilzen sehr ähnlich sehen.
    Insofern bin ich persönlich da immer zurückhaltend mit Bestimmungen, weil ich die amerikanische Funga so gut wie gar nicht kenne.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Ganz so einfach ist das nicht. Generell hast du aber auf ungedüngten Magerwiesen die besten Erfolgsaussichten. Extensiv bewirtschaftete Weideflächen oder grasig - möösige Brachflächen haben auch oft was zu bieten. Magere Wiesen erkennt man meist daran, daß sie bunt sind (nicht grün), weil die Artenvielfalt sehr viel höher ist als auf gedüngten Fettwiesen. Oft sind das zugleich Standorte für Orchideen und andere seltene Blütenpflanzen. Das Gras ist vielfach mit Moosen durchsetzt, Löwenzahn wächst dort so gut wie gar nicht. Der Untergrund spielt im Grunde keine Rolle, das kann kalkig oder sauer sein, lehmig oder sandig. stark sumpfigen Untergrund tolerieren nicht alle Arten, auch auf sehr trockenem Gelände findet man wieder nur manche Spezialisten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Wow, was für eine erlesene Sammlung. :)
    Glückwunsch dazu und zum Schein. :thumbup:


    Die nummer 3 ist schon ganz hübsch in der Ausprägung, oder? Hast du mal geguckt, wie lange der braucht bis die Lamellen gelb werden?
    Zu nummer 5: Wird der nun freigegeben oder nicht?
    Ist bei nummer 9 die Huthaut so gummig wie beim Dehnbaren helmling, oder musste das Mikroskop ran?
    bei 10: Ja, nicht lange genug gekaut. ;)
    die nummer 14 kannst du so abhaken, da passt mE nur der Berindete (Pleurotus dryinus)
    nummer 19: Such mal nach einem Trichterling mit ganz viel "ph" und "th" im lateinischen Artnamen.
    nummer 20 soll ein ganz toller Pilz zum silieren sein
    bei nummer 22 sollte der stiel schon wenigsten an der Basis weißlich flauschig bereift sein, dann kannst du Gymnopus impudicus (unverschämter Rübling) dranschreiben.
    nummer 24 würde ich eher bei Lepiota als bei tricholoma vermuten, könnte was Wolliges sein.


    So einen schönen Korb würde ich auch zu gerne mal wieder zusammenstellen...



    LG, Pablo.

    Hi.


    Oder Pappeln vielleicht?
    Jedenfalls ist es ein Rauhfußröhling, soviel kann man schon sagen.
    Zur Bestimmung braucht es da (wie eigentlich bei allen Röhrlingen) immer einen Längsschnitt vom Hutscheitel durch den Stiel bis runter zum untersten Ende der Stielbasis.
    Die verfärbung (wenn es eine gibt) kann sich etwas Zeit lassen, also am besten einmal direkt nach dem Durchschneiden gucken und dann noch mal nach 5, 10 und 15 Minuten.
    Wenn sich bis dahin immer noch keine Farbveränderung nirgendwo gezeigt hat, dann musst du doch die Birke suchen. ;)



    LG; Pablo.

    Hallo, Volkmar!


    Was du auf jeden Fall machen kannst: Leg dir ein paar Butterbrottütchen in den Korb. Oder ein paar Tupperdosen. Darin kannst du die unbestimmten / potentiell giftigen Pilze separat verpacken und nichts kommt durcheinander. :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Tolles Ding: Noch nie gesehen, noch nie davon gehört und optisch absolut ein Hingucker. :thumbup:
    Danke für die Bilder (hier und auf deiner Seite).



    LG; Pablo.

    Hallo!


    Ja, der Blutrote Hautkopf gehört mit seiner krassen Farbe zu den am besten bestimmbaren Schleierlingen. Und ist immer wieder ein Augenschmaus.


    So als Paukenschlägel mag ich Parasole übrigens auch am liebsten. :P



    LG, Pablo.

    Hi.


    Da hast du auch recht. Also beim nächsten Mal wieder.
    Übrigens: Wenn ich die Bilder richtig deute, wart ihr im Dossenwald. Das ist zum teil NSG, aber eben nur zum Teil. Glücklicherweise macht man da auch außerhalb der "Sperrzone" die leckersten Funde. Zitzen - Riesenschirmlinge habe ich da auch schon gesehen und eingesammelt, schmecken genauso gut wie alle anderen Riesenschirmlinge. Und im Winter ist da ein El Dorado für Samtfüße und Austern.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mister!


    Da staune ich dem Ralf nach.
    In der Tat wunderschöne Aufnahmen. Und überhaupt, daß du Glückspilz Pilze findest... Hier ist (noch) eher Ebbe. Nur langsam regt sich was.
    Aber das sieht schon mal gut aus und macht Hoffnung.



    LG, Pablo.

    Hallo, Uwe!


    Geht mir auch so: An einem stehenden, noch belaubten Baum habe ich noch keinen Harzporling gefunden. Weder die Laubholzvariante (Ischnoderma resinosum) noch die Nadelholzvariante (Ischnoderma benzoinum). An einem abgestorbenen stehenden Baum aber durchaus (beide "Arten"), da sind dann auch 2 Meter Höhe drin.
    Von der Optik her kommt hier wohl nichts anderes raus als I. resinosum. Der Tropfende Schillerporling (Inonotus dryadeus) hat ganz andere Farbverläufe und sitzt zudem auch eher am Stammfuß der befallenen Bäume.



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Was man makroskopisch mit einem Sporenabwurf noch machen kann: Melzers Reagenz drauf tropfen und die Farbreaktion beobachten. Wenn der Staub blau wird, sind die Sporen amyloid. Das ist auch an einigen Stellen bestimmungsrelevant.


    Vom Gefleckten Rübling (Rhodocollybia maculata) gibt es auch eine Farbform mit +/- einheitlich ockerbraunem Hut.



    LG, Pablo.