Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Auch da würde ein kurzer Blick ins Innenleben nicht schaden. Theoretisch könntest du damit schon die Sammlung für die nächste Sendung beginnen. ;)
    Auch wenn mir jetzt keine andere Art mit so satt dunkelvioletten farben einfällt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Du suchst ja dickwandige Elemente. Ein solches könnte das hier sein:

    Aber am besten wäre es wie Ingo meint, wenn man ein Präparat hätte, wo man auch ein paar zusammenhängende Strukturen erkennen kann. Also ein paar Hyphen und am besten mit einem Stück Hymenium dran. Ist aber natürlich nicht ganz einfach bei solchen dünnen Krusten.
    Am besten auch mal etwas anquellen lassen (KOH3% oder Wasser) und dann auch mal bunt machen. Kongo ist ganz gut, weil das halt recht speziell die Zellwände färbt. Das macht die sache deutlich einfacher, wenn man auf der Suche nach dickwandigen Strukturen ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli.


    Hm. Da bin ich ehrlich gesagt unsicher. Ob die Ausprägung der Riefung für die Bestimmung relevant ist, weiß ich nicht. Denn im grunde können viele Pilzarten bei guter Durchfeuchtung einen gerieften Hutrand haben.
    Meine Funde von Marasmius wynnei waren immer deutlich heller, aber ich bin auf dem Gebiet (Gymnopus, Marasmius usw.) alles andere als ein Experte.
    Wenn im Österreichischen Forum gute Leute wie Eberhard, Harald (Zuehli), Sepp oder Gerd da einen Marasmius wynnei erkannt haben, dann solltest du besser denen vertrauen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Claudia!


    Auf dem ersten Bild ist noch ein Porling dabei, den ich so nicht erkennen kann. Die Pilze, die dich interessieren, sind aber die >Herben Zwergknäuelinge<.
    Pilze Nr. 2: >Schmetterlingstrameten<, übrigens ein durchaus begehrter Heilpilz.
    Pilze 3: Die Poren waren aber vorher unten, bevor der Ast abgebrochen ist. Die Lageveränderung dürfte den Pilz irritieren, aber er wird's überleben. Ich vermute >FomPini<, der gelegentlich auch mal resupinat sein kann, wenn an den Unterseiten von Ästen und Stämmen wachsend.
    Pilze 4: Sind vermutlich noch zu jung, um eine sichere Bestimmung vornehmen zu können. Jedenfalls aus meiner Sicht. Die meisten Porlinge beginnen als mehr oder weniger weißliche Knubbel am Holz, bevor sie ihre spätere Form annehmen.
    Pilze 5: Ist heikel. Was oft makroskopisch so aussieht, ist die Gelbe Braunfäuletramete (Antrodia xantha). Da gibt es aber eine ganze Reihe ähnliche Arten, solche resupinaten, weißlichen Porlinge an Nadelholz sind mitunter ganz schön knifflig.



    LG, Pablo.

    Hallo, Rainer!


    Parmastomyces mollissimus (Zartrandiger Weichporling) vergesellschaftet mit Mucronella calva (Rasiges Pfriempilzchen) und Coniophora arida (Dünnhäutiger Kellerschwamm).


    Mit vielleicht. ;)


    Ich nehme mal an, du hast davon kein Stück mitgenommen und getrocknet, das nun bei dir noch rumliegt?
    Reinlinsen müsste man schon (nicht nur in den Porling sondern auch in die Mucronella und die vermutete Coniophora, wenn man die bestimmen wollte), aber beim Porling würde ich schon einige Chips setzen, daß da nichts anderes raus kommt. Der ist im Gegensatz zu Antrodia serialis weich, fast schwabbelig, (siehe auch die klaren Tropfen am Pilz), im Kontext mit komplett gelifizierten Zonen, so daß du da regelrecht Wasser rausdrücken kannst. Im Alter in allen Teilen mehr und mehr goldorange bis rostrot verfärbend und getrocknet hornartig brüchig.
    Wenn du bei Werner Pohl vergleichst: Nicht irritieren lassen von der angeblichen Seltenheit. Mittlerweile ist Parmastomyces zumindest in der Oberrheinebene keine Seltenheit mehr, den findet man hier und in angrenzenden Hügelländern immer wieder mal an alten (aber nicht zu vermorschten) Kiefernstämmen.


    PS.: Ich würde hier nicht von "resupinat" sprechen. Der Porling hat ja deutliche, abstehende Hutkanten. Was er nicht immer haben müsste, aber hier ist das schon effus-reflex, würde ich sagen.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Schon, aber langweilig finde ich das nicht.
    Bis wir alle Wuchs- und Farbformen von Trametes versicolor durch haben, hast du noch viel zu zeigen, Rainer. ;)
    Es ist schon beeindruckend, wie unterschiedlich diese Art aussehen kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Maria!


    Das sollte der Kleine Nesterdstern (Geastrum quadrifidum) sein.
    Interessant: Unten im Boden befindet sich das "Nest" auf dem der Pilz sitzt. Wie eine kleine Schale, an der die Enden der vier Lappen festgewachsen sind.



    LG; Pablo.

    Hallo, zusammen!


    Das legt mal wieder den Finger in meine Wunde: ich muss auch endlich mal mein ganzes Pilz - Gerümpel ins Mykis eingeben und Dagmar geben. Dann die Bilder an Peter Karasch zu schicken ist (zumindest für mich :evil: ) kein großer Aufwand.


    Nein, Wolfgang hat schon ganz recht. Datenbanken gibt es, und je mehr es gibt, desto schwieriger wird es, den Überblick zu behalten.
    Aber nur mal laut und ganz unverbindlich nachgedacht: Das System von "Pilze-Deutschland" überzeugt mich mehr und mehr. Man wählt eine Art, bekommt die Fundorte angezeigt, ebenso wie die Bilder dazu (wenn welche hochgeladen sind). Mal angenommen, man würde die Bilder den jeweiligen Funddaten zuordnen können: Nach Anmeldung hat man ja beim Anklicken eines Fundortes ein kleines Menü an der linken Seite, das einem die Eintragungen zu dem Fundort anzeigt. Reine Gedankenspielerei: Wenn Bilder zu einem Fund hinterlegt sind, könnte man diese bestimmt dort so verknüpfen, daß sie sich zuordnen ließen. Wenn zu einem Fund eine Sequenz hinterlegt ist, könnte man diese ebenfalls dort eintragen. Oder aber einen Verweis, ob zu dem Fund eine Sequenz vorliegt und wo diese abrufbar wäre.


    Wie gesagt, nur eine Gedankenspielerei.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Da muss man immer etwas aufpassen: Ich hatte schon einige Male völlig geruchlose Agaricus xanthodermus in der Hand. Und auch solche, die nicht gilbten.
    Beides (Geruch & Verfärbung) ist manchmal nicht deutlich oder kann sogar fehlen.
    Auch hier muss man sich das Gesamterscheinungsbild einprägen: Da sind Details wichtig wie die Wuchsform (oft schlanker Stiel), die Form der Knolle (oft deutlich knollig), der Ring (häutig, beständig, hängend, dünn), die Hutoberfläche (breite, graue Schuppen), die jungen Lamellen bei noch geschlossenem Velum (intensiv pink, nicht graurosa). Das ist freilich auch Erfahrungssache: Im Stadtgebiet Mannheim ist Agaricus xanthodermus die häufigste Champi - Art auf Grünflächen (noch häufiger als Agaricus bitorquis), was natürlich gut ist, um sie in ganz unterschiedlichen Formen beobachten zu können.



    LG; Pablo.

    Hallo, Manfred!


    In der tat ein auffälliger Fund. 8|
    Irgendwie hat Ingos Idee schon was für sich, das ist doch sehr ausgeprägt lamellig.
    Ich hänge mal ein paar Bildchen von vor einigen tagen an, die Trichaptum hollii (= Trichaptum fuscoviolaceum) zeigen:


    Trichaptum hollii & Trichaptum abietinum im Vergleich:


    Trichaptum laricinum kenne ich noch nicht, das wäre hierzulande noch ein seltenerer Fund als Trichaptum hollii.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Sehr spannende Funde. :thumbup:
    Eine bunte Mischung von beeindruckenden Arten, alle Achtung!


    Der Schwindling (Nummer 4) allerdings ist kein Violettlicher. Marasmius wynnei hat einen viel helleren Hut und eine etwas andere Hutform:

    Auch wenn deine Kollektion etwas älter ist, färbt sich normalerweise nur der Stiel violett bis graubraun im Alter, nicht aber der Hut.
    ich denke dein Fund geht eher in richtung Marasmius cohaerens (Hornstieliger Schwindling).



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Hier hat sich im grunde bestätigt, was man makroskopisch vermuten konnte. Manchmal erlebt man ja mikroskopisch Überraschungen, hier aber nicht. Brave Pilze. :)



    Pilz 1 - Dentipellis fragilis:


    Lustig, und mir nun zum zweiten Mal aufgefallen: Die getrockneten Fruchtkörper sind nicht wirklich brüchig. Im gegenteil sind sie steif - elastisch und fühlen sich ein bisschen wie eine uralte Badematte an. Die makrochemische Reaktion wird sich nur nachweisen lassen, wenn genug Sporen in den Stacheln hängen. Die sind es letztlich, die die tiefblaue Färbung verursachen.


    Pilz 2 - Ceriporiopsis gilvescens:


    Pilz 3 - Cinereomyces lindbladii:


    Interessant dabei, daß ich den hier auch oft steril vorfinde. So auch bei diesem Exemplar: Keine einzige Sporen zu finden. Zur Bestimmung ist das unerheblich, ich kenne keine andere Art mit dem Aussehen, wo sich die Skeletthyphen in Sekundenschnelle so komplett in KOH auflösen.


    Pilz 4 - Antrodia serialis:


    Danke für den Pilz. :thumbup:
    Neulich hatte ich mich geärgert, von dieser häufigen Art keine Mikrodoku zu haben. Dann die Feststellung, daß die in meiner Ecke das Flachland wohl meidet, um eine Antrodia serialis einzusammeln, hätte ich in die umliegenden Hügel fahren müssen, was nun nicht mehr nötig ist. :)


    Pilz ? - Phlebia nothofagi (= Mycoacia nothofagi):


    Hat mich makroskopisch erstmal verwundert, als das Exsikat aus dem Päckchen zum Vorschein kam. Den kenne ich normalerweise mit unregelmäßigeren Stacheln und heller. Aber monomitische Stachel-Phlebien (Mycoacien) mit solchen Sporen und diesen Lamprozystiden gibt es nur eine.
    Nur die Bilder finde ich nicht, wo du den vorgestellt hattest, Joe?
    Wenn du noch Makrobilder dazu hast, wäre das eine willkommene Ergänzung. Frisch riecht der übrigens auffällig nach - irgendwas Komischem. Der Geruch ist sehr intensiv und war bei bisher jedem meiner Funde ausgeprägt. Beschreiben kann ich ihn nicht, irgendeine Mischung aus Obstbrand, Vodka und Tapetenkleister, glaube ich. Komplexer, verwirrender und sehr charakteristischer Geruch.



    LG, Pablo.

    Hallo, Joe et Al.!


    Hier kann man Steccherinum bourdotii dranschreiben.
    Die Sporen sind ziemlich ramponiert und größtenteils in Auflösung, aber die die noch einigermaßen intakt sind, haben die klar rundliche "bourdotii - Form". Wenn auch größentechnisch eher am unteren Ende der Skala und auch wenn die Fruchtkörper recht große Resupinatanteile aufweisen, kann es im Grunde nichts anderes sein.
    Gattung ist klar (dimitisch, mit grob inkrustierten Pseudozystiden), ansonsten mit kugeligen Sporen um 4.5 µm, generative Hyphen und Basidienbasis mit Schnallen.



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Jetzt hätte ich fast geschrieben: Doch "nur" Auriporia. Aber es ist dennoch ein schöner Pilz, und insgesamt nicht gerade häufig. Wenn er in deiner Ecke an mehreren Standorten auftaucht, ist das doch umso besser, Joe. :thumbup:


    Ich kann ja noch mal zu >der Anfrage vom letzten Jahr< verlinken, die makroskopische Ähnlichkeit ist schon beachtlich, bis auf die KOH - reaktion, die da zumindest am Exsikat gleich null war. Aber eben am Exsikat. Also gut zu wissen, daß die hier gezeigte Reaktion noch für jede Hapalopilus Art zu schwach ist.



    LG; pablo.

    Hallo.


    Den Gedanken kann ich voll und ganz nachvollziehen, Harald. :thumbup:
    Irgendwie will es habituell nicht recht zu Helmlingen passen.
    Allerdings werden wir es in dem Fall kaum rausbekommen. Was aber auch nicht schlimm ist, sowas muss man einfach als Fehlversuch ad acta legen, beim nächsten Fund klappt's besser.


    Denn auch wenn die Farbe stimmt, bleiben noch mehr als genug Optionen. Wir wissen ja noch nihct mal, ob es ein Dunkel- oder ein Hellsporer ist. Alleine die Gattungen Psathyrella (Faserlinge) und Gymnopus (Blassporrüblinge) bieten so einige Optionen für Pilze mit ähnlichem Aussehen...



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Ja, hm. Schwierig. Ich gestehe, daß mir da auch die Erfahrung fehlt, mit diesen Dunkelsporern beschäftige ich m,ich ja meistens nicht.
    Du wirst dann wohl recht haben, es gibt ja eine ganze Reihe kleiner Hebelomen. Ich fürchte, daß die einigermaßen zuverlässig auch nur mit dem dicken Wälzer von Baker, Eberhardt & Vesterholt zu bestimmen sind.
    Und den habe ich nicht.



    LG; Pablo.

    Hallo zusammen!


    Ja, in der Tat eine harte Nuss ohne wenigstens einen oder zwei umgedrehte Fruchtkörper, um die Lamellen zu sehen. Daß die schon ganz schön angeschrumpelt sind, macht es nicht einfacher. ;)


    Allerdings kann ich sagen, was ich nicht glaube: Das wären Gelbstielige Nitrathelmlinge (Mycena renati).
    Dagegen dürften die stielfarben (sehr dunkel, gar nicht gelb) bei den beiden jungen Einzelfruchtkörpern links unten und oben sprechen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Rainer!


    Wenn du getrocknete Exemplare hast, vielleicht schon.
    Es ist mitunter ziemlich schwierig zwischen diesen beiden Arten. Mikroskopisch geben die wenig bis nichts her, makroskopisch ist es die farbe der Linie zwischen Hutfleisch und Hutfilz, dann die Dicke der Fruchtkörper, die Farben der Zonierung der Hutoberfläche und des Oberflächenfilzes. Aber jedes dieser Merkmale für sich ist nicht ganz konstant, es ist immer ein Gesamtbild, das man haben muss, und das idealerweise von einer möglichst vollständigen Kollektion.



    LG, Pablo.

    Hallo in die Runde!


    Die wunderlichen Gestalten Pilz 2 im Startbeitrag sind in der Tat Schmetterlingstrameten (Trametes versicolor). Manchmal kommt das vor, daß diese ein +/- irpicoides Hymenophor ausbilden. Es kann sein, daß da sogar mal eine extra Varietät beschrieben wurde, da müsste ich auf die Suche nach enstprechenden Angaben gehen.


    Hier kommen zwei Faktoren zusammen, die die Schmetterlingstrameten ungewöhnlich aussehen lassen: Die zahnförmige Fruchtschicht und das junge Alter.
    Denn bei solchen jungen Kollektionen ist die Form noch etwas anders (die Hütchen noch viel dicker und kürzer) und um eine dunkle Linie unter dem Hutfilz zu finden, muss man sehr geduldig scheibchenweise am Pilz rumschnippeln.
    Erste Versuche im Skalpschnitt:

    Noch nichts zu sehen.
    Aber an einigen Stellen deutet sich diese Linie durchaus schon an:

    Siehe Pfeilchen. Nur der schwarze Pfeil signalisiert keine Linie, sondern ein bisschen dreck, der im Hutfilz eingewachsen ist.


    Ansonsten hat man einen PIlz mit etwas zu langen Sporen (6-8 x 2-3), aber das macht nichts, die sind ohnehin bei T. versicolor deutlich variabler als oft in der Literatur angegeben. Und deckt sich mit meinen Maßen von ganz normalen Kollektionen der Art. Hyphenstruktur ist ausgeprägt trimitisch (Generative Hyphen mit Schnallen), was dann auch einen Haufen von anderen Gattungen und Arten rausschmeißt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Leucopaxillus gentianus hatte ich einmal in der Hand, sah makroskopisch etwas anders aus, aber das ist nicht schlimm. Pilze sind halt variabel. Dein Fund passt optisch sehr gut zu (den sehr spärlichen) verlässlichen Abbildungen wie zB der Zeichnung von Erhard Ludwig im Pilzkompendium I.
    Ein paar mehr Merkmale rauszuholen wäre natürlich super, makroskopisch kann man noch den Geschmack testen (extrem bitter, schlimmer als Gallenröhrling). Was man auch machen kann: Sporenabwurf auf einem Glasplättchen anfertigen und dann den weißen Sporenstaub mit einer Rasierklinge in ein Tröpfchen Melzers Reagenz schieben. Dort sollte das weiße Sporenpulver blau werden. Die Sporen wären damit amyloid, was ein gattungsmerkmal von leucopaxillus ist gegenüber zB Gattungen wie Clitocybe und Lepista mit inamyloiden Sporen. Denn auch in den Gattungen gibt es noch die eine oder andere sehr ähnliche Art.


    Bei dem Tellerling (Rhodocybe) erkennt man nun richtig gut das fleischrosa Sporenpulver in den lamellen. :thumbup:
    Wie bei einem Rötling, aber Rötlinge mit dem Aussehen sind mir keine bekannt, also sicher die Gattung Rhodocybe.
    Rhodocybe popinalis könnte sicher hinkommen, aber auch Rhodocybe obscura, Rhodocybe cedretorum und Rhodocybe parilis dürften noch ähnlich sein.
    Da bin ich aber ein schlechter Ansprechpartner, denn aus der Gattung hatte ich bisher nur Rhodocybe gemina und Rhodocybe caelata in der Hand.


    Der Champignon ist definitiv Agaricus xanthodermus. :)
    Auch wenn er in der Stielbasis eher schwach gilbt und vielleicht der Karbolgeruch nicht ausgeprägt war: Da bin ich sehr sicher mit dem Karbolchampi, auch ohne mikroskopische Details.
    Auf Kartierungsdaten würde ich mich nicht unbedingt verlassen, eine Art kann auch mal dort auftauchen, wo sie noch nicht beobachtet wurde.

    Zitat


    Agaricus arvensis kommt nicht in frage weil Fleisch gilbend .


    Agaricus arvensis gilbt aber sehr wohl. Vor allem Huthaut und Stielrinde, nach längerem liegen auch schwach im Fleisch. Das tun allerdings Agaricus macrosporus und Agaricus nivescens auch. Alle drei Arten riechen auch frisch und beim Zerdrücken nach Marzipan.

    Zitat


    Agaricus macrosporus kommt auch nicht in frage , hat unten Ring schuppige Stiel und Fleisch leicht rötend .


    Eigentlich nicht. Wenn, dann nur schwach schuppig, das ist ein variables Merkmal. Und kann ebenfalls auch bei A. nivescens und A. arvensis auftreten.
    Große, erst weißliche dann gilbende Champis mit marzipanartigem Geruch und deutlich schuppigem Stiel sind meist eher Agaricus leucotrichus oder Agaricus fissuratus.
    Rötendes Fleisch kommt bei Agaricus macrosporus (= Agaricus urinascens) nicht vor. Gelegentlich gibt es im Schnitt leicht rosa oder rosabraun färbendes Fleisch ind der stielspitze und im Hut, so wie bei fast allen Champi - Arten. Das ist aber nicht vergleichbar mit einem richtigen Röten wie zB bei den Blutegerlingen aus der Gruppe um Agaricus sylvaticus. ;)



    LG; Pablo.

    Hallo, Nochmal!


    Der oben vorgestellte Pilz, den ich als "Ceriporiopsis resinascens" bezeichne, ist wohl doch keiner.
    Irgendwie kam ich neulich auf die Idee, noch mal allerhand Sporen nachzumessen. Und komme bei der Breite noch maximal auf 2,1 - 2,2 µm. 8|
    Und auch das sind schon eher die Ausnahmen.


    Warum bei der ersten Messung die Sporen breiter waren, ist mir noch rätselhaft. Entweder gab es in einem teil des Fruchtkörpers überdurchschnittlich viele Freaksporen, die einfach zu groß geraten sind (hinter sowas stecken manchmal 2-sporge Basidien), oder es waren doch noch Fremdsporen dabei, die ich als solche nicht erkannt habe.
    Messokular habe ich auch noch mal nachkontrolliert, das passt. Also eher keine Fehlmessung.


    Blöder, peinlicher Fehler, aber das passiert.
    Also muss er wohl doch Ceriporiopsis gilvescens heißen, wenn auch makroskopisch etwas komisch ausgeprägt.
    Oberer Bildteil zeigt nochmal die Hyphen an den Röhrenmündungen, unten die neu vermessenen Sporen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Romana!


    Nein, eine wirkliche Idee habe ich jetzt nicht. Könnte Creiporiopsis sein, kann aber auch was Anderes sein.
    Er ist mir nur aufgefallen, obwohl die prachtvollen Dachpilze schon der Hingucker auf dem Bild sind.
    Apropos Ceriporia... da fällt mir noch was ein. PN kommt.



    LG, Pablo.