Beiträge von Beorn

    Hallo zusammen!


    Sowohl für die Phlebia tremellosa hier im Thema als auch für deinen Fund, Abeja, ist auf jeden fall im Portrait noch genug Platz. :)


    Eine Frage habe ich noch:
    Der letzte Pilz auf den Bildern von Rudi, der so ein wenig an eine Schmetterlingstramete erinnert, aber irgendwie doch keine ist: Der macht mich ganz nervös.
    Habt ihr da einen Namen zu?



    LG, Pablo.

    Hallo, Helmut!


    Tja, das ist auch so eine GEschichte...
    Als hätte man mit dem Krebs an sich nicht schon genug Ärger, man kommt unweigerlich auch noch in die Mühlen des Gesundheitswesens mit all seinen Facetten (Schulmediziner diverser Praxen und Krankenhäuser, Privatpraxen, Heilpraktiker, Krankenkassen...) - dabei hätte man doch Wichtigeres zu tun, als sich auch noch um die kümmern zu müssen.


    Einen wichtigen Fakt hast du durchaus kapiert - und das ist in der Tat ein Fakt und nicht irgendeine Meinung: In dem ganzen System geht es in erster Linie um den wirtschaftlichen Profit und erst an zweiter Stelle um die Gesundheit des Einzelnen. Ist halt so, dafür muss man den einzelnen Figuren in dem System auch keinen Vorwurf machen. Dieser Mechanismus hat sich verselbständigt und ist für ein Individuum nicht mehr kontrollierbar, egal welcher gute Wille dahinter steckt.


    Ein guter Arzt - egal ob Schulmediziner in einem Krankenhaus, Privatpraxis oder auch ein Heilpraktiker - kann damit arbeiten und findet die Balance zwischen dem eigenen interesse (will ja auch von was Leben), dem Interesse der "Big - Player" im System (vorwiegend Pharmaindustrie, wo Gewinnmaximierung und Profitsteigerung idealerweise auch eine Qualitätssteigerung der Produkte nach sich zieht, nur halt leider nicht immer), und dem Interesse des Patienten. Dabei ist es nie verkehrt, selbst informiert zu sein und das auch zu kommunizieren. Wichtigste Aufgabe eines Arztes ist erstmal: Zuhören. Das ist leider eine Sache, die bei den Krankenkassen nicht angekommen ist (weil der Erfolg schwer zu messen ist), Ärzte müssten im grunde viel mehr dafür bekommen, daß sie einfach mit den Patienten reden.


    Kompromisse muss man da finden als Patient. Sollte man aber auch nur dann machen wenn man die Bereitschaft bei einem Arzt erkennt, selbst Kompromisse einzugehen.
    Und was für die Schulmediziner im Kassenverband gilt, das gilt ebenso für die nur privat operierenden Kliniken und Ärzte. Und es gilt auch für alle Heilpraktiker: Da gibt es sone und solche, und dann gibt es noch ganz andere.
    Auch die Anbieter privater behandlungen haben ihren Profit im Auge, die wollen dir genauso etwas verkaufen wie die großen Pharmakonzerne über den Umweg über die Krankenkassen. Aber das muss ja nichts Schelchtes sein: Wenn du daburch ein Medikament entdeckst, daß schlicht und einfach besser ist als das "Kassenmedikament", daß du zuvor hattest, dann ist das ein Gewinn.
    Vorschlag: Hartnäckig bleiben und der Kasse immer konsequent auf die Nerven gehen. Die können erstaunlich kreativ werden, wenn man nur klar und deutlich macht, daß man sie nicht mehr in Ruhe zu lassen gedenkt. Jeden Tag anrufen, wenn nötig mehrmals, oder Mails schreiben; mit der enstprechenden Höflichkeit aber klaren Ansagen. Ist auch anstrengend, aber man muss ja nicht jeden Anruf selbst machen. ;)


    Wenn du den Krebs klein kriegst, dann schaffst du auch deine Krankenkasse.



    Ähm...
    Nochmal: Thema verschieben (Pilze allgemein) und oben als wichtiges Thema festpinnen?



    LG; Pablo.

    Hallo, Claudia!


    Stimmt, Pilze machen es uns oft nicht leicht. Aber lass dir Zeit, da kommt vieles mit ein wenig Erfahrung, und je mehr Funde du von einer Art (oder aus einer Artengruppe) beobachtet hast, desto einfacher wird die Beurteilung der Merkmale.



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi & Rudi!


    Die Farbe ist aber auch ein echtes Schauspiel bie diesem Fund. Ungewöhnlich, so habe ich das auch noch nicht gesehen. Ob da vielleicht noch ein Parasit draus sitzt?
    Bei Meruliopsis / Byssomerulius corium (Gemeiner Lederfältling) gibt es ja auch so einen, der eine ähnlcihe Farbe verursacht. Und bei Plicatura crispa (Krauser Adernzähling) sind es wohl Bakterien, die die Farbspiele in blau oder rot verursachen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Ein weiteres Mal absolut beeindruckende Bilder. :thumbup:


    Gerade bei Ascomyceten ist es ganz wichtig, alle Vitalmaße in "natürlichem Medium" zu nehmen. Also reines Leitungswasser, keine Chemie. Gilt sowohl für die Maße, als auch für die Beurteilung diverser Zellinhalte, egal ob Sporen, Paraphysen, Asci, Excipulumzellen...
    Auf jede Form von Chmie reagieren diese Zellen empfindlich und Vieles muss man in Wasser beurteilen. Die chmischen Reaktionen kommen dann danach, wenn man die Vitalmaße und Vitalzellinhalte beobachtet hat.



    LG, Pablo.

    Hallo, Heidi!


    Wenn ich das jetzt noch richtig in Erinnerung habe, dann ist der rote Holunder ja eher kleiner Strauch, an dem so gut wie nix Holziges dran ist. Und weil Judasohren Holz brauchen, dürfte man kaum welche an rotem Holunder finden.
    Es sei denn, man hätte mal einen, der ein paar kräftige, über Jahre verholzte Stämmchen bildet, dann können da natürlich auch Judasohren dran siedeln. Theoretisch.
    Oben wurde es schon erwähnt: Judasohren können prinzipiell an allem verholzten Substrat wachsen. Schwarzer Holunder ist der Lieblingswirt, mit einigem Abstand finde ich sie auch immer wieder an Rotbuche, etwas seltener an Hainbuche, Weide, Pappel und Ahorn. Weitere Substrate sind sicherlich ebenfalls möglich.
    Anfangs treten sie als Schwächeparasiten auf, bringen einen befallenen Ast oder ein Stämmchen aber recht bald zum Absterben. Danach können sie noch längere Zeit am Totholz erscheinen. Die Chancen stehen also gut, wenn man mal ein befallenes Substrat gesichtet hat, daß da in +/- regelmäßigen Abständen (und bei geeigneter Witterung) immer wieder neue Fruchtkörper auftauchen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Joe!


    Falls du eine neue Sammlung für die Post beginnen willst: Der hier wäre ein Anfang. ;)
    Die Zähnchen - Phlebia ist noch in Arbeit, und verwirrt mich immer noch. Kann aber auch sein, daß Phlebia nothofagi einfach sehr variabel ist in der Zystidenausprägung.



    LG, Pablo.

    Hallo, Joe!


    Annas Idee scheint mir momentan erstmal am sinnvollsten zu sein.
    So verwittert hatte ich Trametes cervina noch nicht in der Hand, aber die Richtung scheint zu stimmen. Trotz ziemlich dünnen Hütchen, aber auch das mag eben am Alter liegen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Claudia!


    Bestimmungstechnisch denke ich erstmal wie Wolfgang und Stefan. Finde deine Namen, die du den Pilzen gegeben hast, aber ausgezeichnet, weil sie sehr gut verschiedene Eigenschaften der gezeigten Pilze beschreiben. :thumbup:


    Was diesen schwarzen Drüsling am Ende betrifft: Ich kann es nach wie vor nicht mit Sicherheit sagen, das ist über Bilder oft so viel schwerer als mit dem Pilz in der Hand...
    Hast du mal geguckt, ob die Fruchtkörper eine stoppelige Seite haben oder ob sie überall gleich glatt sind?



    LG, Pablo.

    Hallo in die Runde!


    Das ist einfach gigantisch, was ihr da zusammengebracht habt. :thumbup:
    OK, der Schmalzler aus dem Tulpenbecher ist freilich die Krönung, das zeugt mal wieder von einer famosen Stimmung der Truppe. Kein Wunder wenn man liest, wer da zusammen unterwegs war.


    Und dann diese Pilze... unglaublich und unglaublich gut inszeniert.
    ein großes Dankeschön an Nobi, Hartmut und Rudi - und mit Hoffnung, daß von Eike und Gerhard noch mehr Bilder kommen?


    Einmal nachhaken will ich trotzdem:

    Zitat


    Orangeroter Kammpilz (Phlebia radiata)


    Würde ich jetzt eher für den >Gallertfleischigen< halten, der auch resupinat wachsen kann und wo die Form des Hymeniums und die weiß fransigen Ränder besser passen würden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Oha, ausgerechnet diese Gattung, die mit eine der schwersten überhaupt ist. Sogar noch mit Mikroskop und vernünftiger Literatur.
    Zu Risspilzen kann ich selbst nicht viel beitragen, aber ich glaube es sind auch nicht alles Risspilze. ;)


    4.: Das sieht sehr nach einem Gürtelfuß (Gattung: Cortinarius, Untergattung: Telamonia) aus. Was die Bestimmung aber nicht einfacher macht, sondern eher noch schwieriger.


    5.: Der hat echt braunes Sporenpulver? Weil sonst könnte das auch ein Ritterling (Tricholoma) sein.


    6.: Sieht sogar noch mehr nach Ritterling aus. Den glaube ich sogar zu kennen und vermute Tricholoma psammopus (Lärchenritterling).


    7.: Könnte noch ein Bildchen der Lamelllen gebrauchen.


    8.: ist ein Flämmling, könnte natürlich ein normalers Fleckblatt (Gymnopilus penetrans) sein, aber auch ein Seidiger (Gymnopilus sapineus). Da muss man bei dem Aussehen die Huthaut mikroskopieren, sonst tappt man im Dunkeln.


    10.: Möglicherweise ebenfalls eine Telamonia (siehe viel weißes Velum am Hutrand bei gleichzeitig recht glatter Huthaut).



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Hab' noch mal eine von gestern. An einem weiteren, liegenden Kiefernstamm, im selben Gebiet wie die beiden oberen Kollektionen:



    ...aber irgendwann hätte ich gerne mal richtig frische Fruchtkörper von der Art.
    Das ist dann wohl eine Aufgabe für den Spätherbst.



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Wie gesagt: Erscheinungszeit ist wie bei allen anderen Pilzen auch für die Bestimmung irrelevant.
    Der Fund von Anna und mir war ja immerhin gegen Ende Januar, also mag es die Art wohl in Mitteleuropa einfach am liebsten ausreichend feucht und nicht zu warm um Fruchtkörper zu bilden. Mehr kann man da eigentlich kaum ablesen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Wiltrud!


    Ein Tip: Vor dem endgültigen Trocknen einmal schockgefrieren. Also in den Tiefkühler bei -20 ° oder so für einige Stunden, dann sollten alle Tierchen und auch Eier das zeitliche gesegnet haben. Anschließend trocknen und in einem gut geschlossenen Gefäß aufbewahren.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Selbst habe ich Melanoleuca verrucipes auch noch niue an so solidem Holz gesehen. Nur auf Rindenmulch und auf Kleinholz - Detritus am Wegrand. Daher auch meine Skepsis.
    Mir fallen auch keine Literaturangaben ein, daß der an massivem Totholz gefunden wurde, aber das habe ich sicher auch nicht alles im Kopf und müsste nachgeforscht werden.


    Klar, so rein makroskopisch und ohne Berücksichtigung des Substrates würde es schon passen.
    Aber...



    LG, Pablo.

    Hej.


    Dabei wollte ich doch gerade weg von der Expertendiskussion.
    War aber doof geschrieben dann, weil im grunde kannst du einen Großteil ignorieren von meinem beitrag oben. Vor allem das Gedöns zu den lateinischen Namen.
    Das hier reicht im Grunde:


    Der Warzige Drüsling (=Exidia plana = Exidia nigricans) ist der mit den breit am Substrat haftenden Fruchtkörpern, die recht unterschiedlich geformt sind, meisten grauschwarz sund mit vereinzelten Drüsenpunkten bedeckt. Die Unterseiten der Fruchtkörper haben die gleiche Struktur wie die Oberfläche. Der Pilz heißt auf lateinisch Exidia plana und Exidia nigricans. Wobei Exidia nigricans wohl der aktuell gültige Name ist, Exidia plana ein gängiges Synonym. Lange Zeit wurde der Pilz in diversen Büchern auch als Exidia glandulosa bezeichnet, doch das ist falsch.
    Im Unterschied zum Warzigen Drüsling sind die Fruchtkörper des Abgestutzten Drüslings (= Exidia glandulosa ss.orig = Exidia truncata) nur an einem Punkt fest mit dem Substrat verwachsen. Ältere Fruchtkörper sitzen damit an sowas wie einem kurzen, kreiselförmigen Stiel. Junge fruchtkörper liegen noch dem Substrat auf, sind aber dennoch nur an einem kleinen Punkt damit verwachsen. Das sieht man dann oft erst beim Abmachen der Fruchtkörper. Dazu schmiegen sie sich gerne dicht aneinander, so daß sie sich gegenseitig deformieren. Was dazu führt, daß sie jung noch mehr wie Warzige Drüslinge aussehen.
    Ein weiteres Merkmal ist die Unterseite bzw. Außenseite der Abgestutzten Drüslinge zur Anwuchsstelle hin: Die ist nicht glatt mit einzelnen Drüsenpunkten, sondern dicht mit körnigen, stoppeligen Haaren bewachsen. Und ohne Drüsenpunkte. Bei ganz jungen Fruchtkörpern sind diese Haare auch mal noch nicht so gut sichtbar, macht dann eben die Unterscheidung zusätzlich schwer.


    Theoretisch müsstest du die beiden so schon selbst unterscheiden können. Theoretisch weil: Manchmal machen es die Pilze einem ganz schön schwer. Also schadet es nichts, den nochmal zu zeigen, wenn du ihn wieder findest.



    LG; Pablo.

    Hallo, Rainer!


    Sieht jetzt erstmal eher aus wie Trametes versicolor (Schmetterlingstramete) vergesellschaftet mit Trametes pubescens (samtige Tramete).
    Um das etwas besser einschötzen zu können, müsste man aber die Fruchtkörper in der hand haben.



    LG; pablo.

    Hallo.


    Puh...
    Wäre es nicht sehr viel einfacher, hier mal die deutschen namen zu verwenden?
    Weil das ganze taxonomische Problem, was da im Hintergrund schwelt, daß Exidia nigricans / plana lange Zeit als Exidia glandulosa fehlinterpretiert wurde und so, das ist zwar eine nette Geschichte für Taxonomen, wird aber sicher für die Interessierten leser hier ganz schnell sowas von unverständlich, daß kaum noch was dabei rauskommt.


    Weil nun alle Namen durch diese Diskussion geistern, muss ich das kurz auflösen:
    Es gibt einen Warzigen Drüsling, der manchmal auch Hexenbutter genannt wird (ungeschickt, weil auch der Schleimpilz "Gelbe Lohblüte" manchmal so genannt wird)
    Das ist der mit den breit am Substrat haftenden Fruchtkörpern, die recht unterschiedlich geformt sind, meisten grauschwarz sund mit vereinzelten Drüsenpunkten bedeckt. Die Unterseiten der Fruchtkörper haben die gleiche Struktur wie die Oberfläche. Der Pilz heißt auf lateinisch Exidia plana und Exidia nigricans. Wobei Exidia nigricans wohl der aktuell gültige Name ist, Exidia plana ein gängiges Synonym. Lange Zeit wurde der Pilz in diversen Büchern auch als Exidia glandulosa bezeichnet, doch das ist falsch.


    Denn die Originalbeschreibung von Exidia glandulosa beschreibt den Abgestutzten Drüsling, der auch Stoppeliger Drüsling genannt wird. Der Stoppelige Drüsling (also Exidia glandulosa im Sinne der Originalbeschreibung, nicht im Sinne späterer Autoren) hieß dann lange Exidia truncata, weil man ja den ursprünglichen namen für einen anderen Pilz verwendet hatte.


    Langer Rede, kurzer Sinn:
    Wir haben es hier mit zwei Arten zu tun. Dem Warzigen Drüsling (wie oben beschrieben) und dem Abgestutzten Drüsling, der in der Tat manchmal ganz schön ähnlich sehen kann. Vor allem junge Fruchtkörper, weil da die Unterschiede noch gut versteckt sind. Im Unterschied zum Warzigen Drüsling sind die Fruchtkörper des Abgestutzten Drüslings nur an einem Punkt fest mit dem Substrat verwachsen. Ältere Fruchtkörper sitzen damit an sowas wie einem kurzen, kreiselförmigen Stiel. Junge fruchtkörper liegen noch dem Substrat auf, sind aber dennoch nur an einem kleinen Punkt damit verwachsen. Das sieht man dann oft erst beim Abmachen der Fruchtkörper. Dazu schmiegen sie sich gerne dicht aneinander, so daß sie sich gegenseitig deformieren. Was dazu führt, daß sie jung noch mehr wie Warzige Drüslinge aussehen.
    Ein weiteres Merkmal ist die Unterseite bzw. Außenseite der Abgestutzten Drüslinge zur Anwuchsstelle hin: Die ist nicht glatt mit einzelnen Drüsenpunkten, sondern dicht mit körnigen, stoppeligen Haaren bewachsen. Und ohne Drüsenpunkte. Bei ganz jungen Fruchtkörpern sind diese Haare auch mal noch nicht so gut sichtbar, macht dann eben die Unterscheidung zusätzlich schwer.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Mir sind auch schon solche ähnlichen Pilze begegnet, die sich dann beim Unetsuchen als Rehbraune Dachpilze herausgestellt haben. Den gibt es ja auch in weiß, aber irgendwie wär's dann gut, wenigstens mal ein bisschen rosa in den lamellen zu sehen. Oder einen Sporenabwurf zu haben.
    Weichritterling: Auch möglich, aber da habe ich die gleichen Bedenken wie Harald. Ich habe noch nie einen Wiechritterling so an Holz wachsen sehen.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Erstmal Folgendes: Die Bilder sind durchaus in Ordnung!
    Da habe ich schon deutlich schlechteres gesehen. Pilze so an einem Ast sind gar nicht einfach zu fotografieren, und du hast auch den Fokus auf den Pilzen und nicht irgendwo im Hintergrund.


    Hier gab's auch schon Anfragen, da hätte man auf deinem letzten Bild den Hund scharf gesehen und etwas Verschwommenes im Vordergrund. ;)
    Also das klappt schon recht gut, Natürlich kann man immer noch irgendwas verbessern. Dabei hilft es auch mit den technischen Möglichkeiten der Kamera einfach rumzuspielen und Dinge auszuprobieren.
    Was auch gut ist: zwei oder drei Fruchtkörper aus einer Kollektion mit nach hause nehmen und da nochmal angucken. Schnittbilder und so weiter kann man auch zuhause machen, und oft sind Pilze unter "Laborbedingungen" (= am stabilen Tisch auf einem weißen Blatt Papier) einfacher zu fotografieren als im Wald.


    Natürlich ist es so, daß die Unterseiten (Poren) bei der Striegeligen tramete eher grau werden, bei Schmetterlingstramete und Ockertramete mehr ocker. Das kann aber auch mal variieren, aber man hat ja immer noch die Oberseite mit den abstehenden, in konzentrischen Zonen angeordneten Haaren.



    LG, Pablo.

    Moin, Sabine, Holger & Murph!


    Murph steht dem Frühling in den Startlöchern. ;)
    Es sieht schon schön aus, nur immer diese schweren Forstschäden durch Bewirtschaftung im Unverstand sehen gerade im Frühjahr nochmal schlimmer aus, als sie ohnehin schon sind.
    Aber kommt Zeit, kommt Pilz. Und bringt die Sache wieder in Ordnung.



    LG, Pablo.

    Salut!


    Auch was den Nutzen der Kartierungsarbeit betrifft, kann man ja ganz verschiedene Interessen haben. Am besten fragt man sich auch selbst: "Was erwarte ich vom Abrufen einer Kartierungsdatenbank?" Je nach dem, wie die Antwort ausfällt, in die Richtung wird wohl erstmal auch eine Beteiligung an Kartierungsarbeiten gehen. :)


    Man kann beim WIE der Kartierungsarbeit vieles hinterfragen. Die "Unterkartierung" vieler Arten ist eine Sache. Mit Sicherheit reichlich enthaltene Fehlbestimmungen eine andere. Natürlich wurde ein im Jahre 1960 eingetragener Risspilz nicht nach der in ungewisser Zukunft erscheinenden Monografie von Bandini & Oertel bestimmt. Und ein 1980 eingetragener Filzröhling hat auch eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, nicht die Art zu sein als die er kartiert wurde. Damals gab's noch nicht mal den Ladurner / Simonini. Das setzt sich durch nahezu alle Gattungen fort. Aber schmeißt man deswegen alle Kartierungsdaten fort, blos weil sie älter sind? Das wäre ja auch Unfug.


    Was man natürlich machen kann: Pilze tauschen!
    Das ist ein ganz famoser Vorteil der vernetzten Welt, daß man mit Spezialisten in Kontakt treten kann, die ihre Gattungen einfach viel besser beherrschen als man selbst. So kann man pilzchen sammeln in Gebieten, in die niemals ein solcher Spezialist seinen Fuß setzen würde. Man sammelt ein paar Risspilze, Erdsterne, Faserlinge, kleine Becherchen, Kernpilze, macht schöne Fotos, notiert Fundort, Substrat (und vielleicht auch Hangneigung, Windrichtung und das Chi der umstehenden Bäume, wenn man das für sinnvoll hält), bestimmen muss man die Funde nicht, sondern nur wissen, wer sich wofür interessiert. Ohne das zu übertreiben, versteht sich: Daß Ditte nicht drei Dutzend Kollektionen Inocybe geophylla (Erdblättriger Risspilz) aus dem selben Messtischblatt braucht, dürfte logisch sein. ;)


    Aber zurück zu den Belegen:


    Oh, ja, völlig richtig, Craterelle.
    Da stapelt sich bei mir auch ein haufen Kruscht, der muss dringend mal mit standardisierten Zetteln versehen und abgegeben werden. Karlsruhe wäre für mich das naheliegendste...
    Bis auf die Sachen, wo ich davon ausgehe daß ich sie noch brauche. Zum Vergleichen zum beispiel ist es manchmal ganz hilfreich.



    LG, Pablo.