Beiträge von Beorn

    MoinMoin!


    Die französische Pyreno - Seite kannte ich sogar. :)
    Die Enderle - Arbeit noch nicht, die habe ich natürlich gleich mal gespeichert. :thumbup:


    Mein Problem ist ja, daß auch Krusten und Porlingskrempel zu jeder Jahreszeit auffindbar sind. Aber manchmal braucht man (ich) etwas Auflockerung und muss mal was anderes untersuchen.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Hatten wir die Helmlinge nicht schon im Feld ganz stark bestimmt?
    "Boh, guck mal!"
    "Wasn das? Helmlinge?"
    "Sieht aus wie sylvae-nigrae..."
    "Kannste die Sterigmen schon makroskopisch abzählen oder was?"
    "Wasn das fürn Substrat?"
    "Holz. Nadelholz?" - "Nadelholz!"
    "Weiße Milch!" - Nee, doch nicht. Ach, schade, ja nun..."
    "Riecht nach..." - "...nach..."
    "BADEMEISTER!"
    "Stimmt." - Ja dann:"
    "Nadelholz, keine Milch, Chlorgeruch: Na ist ja klar, dann ist das irgend so'n Helmling!"


    Die Silvae-nigrae Idee war glaube ich von Stefan. Immerhin, nun ist klar: Er kann die Sterigmen an den basidien tatsächlich schon makroskopisch zählen. :thumbup:


    Freut mich natürlich, wenn die Nerpilzbilder doch so gut ankommen. Davon prdoduziere ich gerne noch mehr. :cool:
    Aber das ist ja auch das schöne an der ganzen geschichte: Mykologie ist so vielfältig, einer alleine kann nicht alle PIlze erforschen. Aber wenn viele durcheinander schreiben, und jede/r hat ihr/ sein Fachgebiet, dann bekommen alle was davon mit. Spannend.



    LG; Pablo.

    Hallo, Bernd!


    Diese Formen sind einfach faszinierend...
    Und diese Art habe ich vermutlich auch schon ab und an gesehen, bei all den Buchenästen, die mir so durch die Finger gehen.
    Also zumindest sollte es diese Art gewesen sein, wenn es nicht an Buche noch mehr Arten mit diesem Aussehen gibt.
    Müsste ich eigentlich wirklich mal einsammeln und auch mikroskopisch untersuchen, um den immerhin mal sicher bestimmt zu haben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Abeja!


    Wow, gigantisch. Ein wunderbares Frühlings - Gemälde. Auch wenn's Fotos sind.
    Wenn es nur etwas feuchter wäre... das dürfte bei dir ja kaum besser sein als hier.


    Bei Nummer 5 denke ich das gleihce wie Jan - Arne: Wenn irgendwo Orbilias mit solchen dicken Formen abgebildet sind, sind sie möglicherweise einfach fehlbestimmt.
    Das sollten schon Gallerttränen sein.
    Aber jetzt kommt der Witz: Nummer 6 ist sehr wahrscheinlich ebenfalls eine Gallertträne. Da gibt es eine ganze Reihe Arten, die auch noch jeweils sehr variabel sind. Ist makroskopisch nicht mehr zuzuordnen, ich hatte sogar schon ähnliche (in Form und Farbe) Fruchtkörper, die sich einfach als Dacrymyces stillatus (oder eine nahestehende, bislang nicht davon trennbare Art) entpuppt haben.


    Zu dem Eschen - Desaster sollte ich eigentlich gar nichts schreiben. Aber ich tue es trotzdem:
    Was da momentan passiert, ist nichts weiter als Dummheit, blinder Unverstand, sinnlose Zerstörung. Oder - wenn man es gut meint und den Verantwortlichen doch immerhin ein paar kümmerliche Überreste von Denkfähigkeit attestieren will: Geldgier.


    Fakt ist: Der Pilz schädigt zwar die Eschen, aber die eigentliche Gefahr geht von den Menschen aus. Damit meine ich jetzt nicht die Klimaveränderung. Obwohl: Eigentlich auch. Denn die Stressfaktoren durch Überdüngung der Eschen - Habitate, Kanalisierung von Fließgewässern und zunehmende Austrocknung der Böden durch den Klimawandel sind ja auch anthropogene Probleme und es sind diese Stressfaktoren, die Hymenoscyphus fraxineus erst gefährlich machen.
    Der größte und dümmste Fehler passiert aber danach: Das flächendeckende, massenhafte Fällen von Eschen. Mal abgesehen davon, daß das neben den Eschen die Ökosysteme völlig zerstört, also auch alle anderen Pflanzen, Pilze und Tiere, die in diesen Wäldern wohnen: Was soll das? Mit einer Schutzmaßnahme ist das nicht begründbar. Wer sowas behauptet, kann ja 2 und 2 nicht zusammenzählen.
    Die Eschen können sich nur gegen den Pilz wehren, wenn sie Resistenzen entwickeln. Das ist immer möglich, aber eben nur, solange der Genpool einer Species groß genug ist. Was passiert, wenn man massenhaft Individuen einer Species ausrottet? Richtig, man verringert den Genpool und damit die Chancen, daß die Species einen Abwehrmechanismus entwickeln kann. Ergo: Die größte Gefahr für die Eschen geht momentan vom Eingriff des im Unverstand handelnden Menschen aus.
    Würde man den Eschen helfen wollen, müsste man jedes einzelne Individuum erst recht schützen, es dürften gar keine Eschen mehr gefällt werden. Auch keine, die bereits von dem Pilz befallen sind. Dann hat die Natur eine Chance, sich zu wehren.


    Die andere Option wäre natürlich, daß der Pilz jetzt eine hochwillkommene Ausrede ist, um mit dem nicht ganz uninteressanten Eschenholz, an das man normalerweise nicht so rankommt, den Reibach zu machen. Das wäre natürlich umso zynischer, weil es bewusstes Handeln voraussetzt, also die Gefährdung einer Species billigend in kauf nimmt, um die Gier zu befriedigen, und das ganze mit einer völlig unlogischen Mörderpistole vom Kampf gegen den bösen Eschenpilz absegnet.


    Sorry für die deutlichen Worte, aber das musste mal raus.um



    LG, Pablo.

    Hallo, zusammen!


    Den Portraitindex findet ihr auch, wenn ihr auf der Hauptseite des Forums runterscrollt, zum "Mykologischen fachbereich", da ins Unterforum >Portraits, Arten- und Gattungsbeschreibungen<. Dort sitzt der Index ganz oben bei "Wichtige Themen". Das ist natürlich weit davon entfernt, vollständig zu sein. Derzeit 758 portraitierte Arten, das ist ein kleiner Bruchteil all dessen, was in Europa vorkommt. ;)


    Nutrias gehörten früher zu meinen Lieblingstieren. Als Kind hatte ich ein Bild in meinem Zimmer hängen, warum weiß ich eigentlich gar nicht mehr.
    Schmetterlingstrameten und Birkenblättlinge sind klar, ich denke auch, daß Beli bei dem anderen Porling eine sehr gute Idee hatte: Wenn der so orange ist, wie es auf den Bildern aussieht, dann kann das gut ein Zinnoberschwamm (Pycnoporus cinnabarinus) sein. Näher ran, oder auch den Fruchtkörper abnehmen zur genauen Untersuchung, das erleichtert natürlich die Bestimmung.



    LG; pablo.

    Hallo zusammen!


    Also nun aber mit fahrplanmäiger Verspätung die Auflösung zur Runde 10.
    Gesucht waren Samtfußrüblinge (Flammulina velutipes sensu lato:(

    Selbstverständlich hätte auch Flammulina elastica die volle Punktzahl gebracht. Makroskopisch sind die beiden nicht zu untescheiden. Mikroskopisch vielleicht, aber auch das ist strittig, weil es Untersuchungen gibt, nach denen die ITS - Sequenzen nicht mit den sporengrößen übereinstimmen.
    Flammulina fennae halte ich für eine gut abgrenzbare Art, schon makroskopisch wegen den sehr hellen Farben (ohne oder fast ohne orangegelbe Töne).
    Viele hatten den sehr schnell raus, für andere war das Rätsel wohl zu einfach. Man rechnete mit etwas vertracktem, mit einer Falle und wich auf andere Arten aus, die wohl aber auch ihre Berechtigung hätten.
    Allerdings: Braunhaarige Wurzelrüblinge (Xerula pudens) wachsen nicht büschelig (hier sind ja mehrere eng zusammenstehende Stiele zu sehen), Große Knoblauchschwindlinge (Mycetinis alliaceus) auch nicht wirklich (war aber eine durchaus gute Idee), Brennende Rüblinge (Gymnopus peronatus) schwärzen nicht von der Stielbasis her aber ein paar andere, nahestehende Arten).
    Egal, wer irgendwie solche ähnlichen Pilze mit "Rübling" im Namen genannt hat, bekommt schon noch ein paar gattunsgpunkte.
    Apropos Punkte: Ihr kennt's ja schon von Stefan: Liste reiche ich morgen nach. ;)
    ...
    und hier ist sie nun:
    01: Brassella (+10) & EberhardS (+10) -- 50 Punkte
    03: Romana (+10) & JanMen (+10) & Safran (+10) -- 48 Punkte
    06: Linnea (+10) -- 46 Punkte
    07: Lupus (+3) -- 43 Punkte
    08: Joe83 (+10) & Anja (+10) -- 40 Punkte
    10: Wutzi (+10) -- 36 Punkte
    11: Engelchen (+5) -- 35 Punkte
    12: beli1 (+10) -- 30 Punkte
    13: Climbingfreak (+10) -- 10 Punkte


    Vorerst werden mal die Schwierigkeitsschrauben neu justiert mit dem Rätsel nummer 11:

    Und nein, das sind keine Kernpilze / Pyrenomyceten. :whistling:



    LG, Pablo.

    Hallo in die Runde!


    So schön war's wirklich. :)
    Dieser Herzhaubenpilz ist mir gar nicht aufgefallen. Aber kein Wunder, aus dem Sumpf bin ich rasch geflohen.
    So klein sind die Sumpfhaubenpilze übrigens gar nicht, Claudia.
    >Hier< ist ein Bild mit Skala dabei, also auf normalkariertem Standardpapier (1 Kästchen = 5mm).
    Nur haben sie die Angewohnheit, im wahrsten Sinne des Wortes im Sumpf zu stehen. Am liebsten in flachem, langsam fließendem Wasser.


    Also ich werd' jetzt mal ein bissel nerdig.
    Wem das zu viel ist, einfach die folgenden Bilder rasch runterscrollen, bestimmt schreibt noch jemand was Spannendes. Stefan zB, aber der ist erst am Wochenende wieder zu hause. Und Norberts Bilder sind auch noch zu erwarten. Stimmt nämlich gar nicht, daß die nicht gut wären.


    Also wo sich die Meute am ersten Ziel zwischen den Lorcheln rollte, habe ich auch noch ein paar Nerdpilze gefunden.
    Darunter Hyphodontia alutaria (Ledergelber Zähnchenrindenpilz):




    an einem alten Kieferstamm, vergesellschaftet mit Resinicium bicolor (Harzzahn):


    Ein Stückchen weiter, an der Unterseite eines dicken Buchenastes eine schöne Kollektion von Ceriporia reticulata (Netzporiger Wachsporling):




    Noch einen Buchenstamm weiter eine Trechispora hymenocystis (Blasenzellen - Stachelsporling):






    Als ein paar Leute mit mir Stöckchen gespielt haben, war das erst recht erfreulich. Beim ersten Stöckchen kam Basidioradulum radula (Reibeisenpilz) raus:



    Das Stöckchen, das Peter für mich geworfen hat war dann umso iinteressanter und offenbarte eine ganz junge Kollektion von Cartilosoma rene-hentic (Ockerweiße Weichtramete):




    Auch wenn die Art wahrscheinlich nicht selten ist, könnte das ein Erstnachweis für Hessen sein. Immerhin wurde der Pilz erst vor wenigen Jahren beschrieben.


    Später verirrten wir uns auf eine Art Müllhalde in der Peripherie von Offenbach. Natur ist viel schöner als Stadt, weil die sich kümmert. Und zur richtigen Jahreszeit sehen Müllhalden dann auch mal so aus:

    Danke, Wald. :)
    Den ganzen Schrott überwachsen, und dazwischen auch noch Pilze.


    An einem ganz nass liegenden Laubholzstamm dachte ich makroskopisch erst mal an Phlebia livida, hat sich dann aber doch als Radulomyces confluens (Zusammenfließender Reibeisenpilz) entpuppt:




    In der Umgebung der Sumpfhauben - Standorte dann noch mehr Nerdpilze. Wie zB Eriopezia caesia (Braunscheibiges Wirrhaarbecherchen):




    Dacryobolus karstenii (Nördlicher Höckerrindenschwamm):




    An Weymouthkiefer... oder als was hatten wir diese fünfnadeligen Konipheren bestimmt?


    Dann gab's noch Anamorphes. Normalerweise nicht so meine Baustelle, aber der sah einfach zu putzig aus. Und dank Hermine weiß ich auch, daß der irgendwie bei Helicosporium eingeordnet werden sollte. Was die Nebenfruchtformen von Tubeufia wären. Verfallene Pyrenos sitzen jedenfalls genug drunter. Also sagen wir mal: Helicosporium cf vegetatum (= Tubeufia cf cerea):




    Der dünne, weiße Flausch daneben ist auch was Anamorphes. Sieht aus wie ein Haplotrichum (Anamorphe von Botryobasidium), aber ich kann es nicht bestimmen.
    Unbekannt:


    Das war bei den Buchenstämmen, wo man Pause mit FomFoms (Zunderschwamm, Fomes fomentarius) hatte:


    War ohnehin erstaunlich, was dort alles am Buchenholz in üppigsten Kollektionen hervortrat. Wie zB Trametes gibbosa (Buckeltrameten):


    Oder Trametes versicolor (Schmetterlingstrameten) + Trametes gibbosa (Buckeltrameten) + Daedaleopsis tricolor (Dreifarbige Blättertramete) + Inonotus nodulosus (Knotiger Schillerporling, verfallene Fruchtkörper):

    ... gemeinsam an einem Stammstück. Und hätte man noch einen näheren Blick riskiert, hätte man sicher noch weitere 5 bis 10 Arten daran finden können.


    Aber irgendwo muss mal schluss sein. Uli und Isa hatten Kartoffelsalat gemacht, und der war mal gut. Mit richtigen Kartoffeln, nicht mit dünnen Krümeln.
    Und nun wär's wieder Zeit für ein paar Bilder von richtigen Pilzen. ;)


    Alle Bilder in diesem Beitrag könnte man anklicken, die sind eigentlich deutlich größer als in der normalen Beitragsansicht. Könnte man, muss aber nicht.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Och, macht nichts. Diese Becherchen sind auch nicht so einfacj, aber tendenziell würde ich das sehen wie Mausmann: Von der Form her passt der Anemonenbecherling schon ziemlich gut.
    Vielleicht läuft dir mal wieder so was über den Weg, dann kann man ja genauer gucken.



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Nun hat Frank sich diese Mycoacia / Phlebia (also das Stacheldingens) auch angeguckt und kommt zu gleichen Ergebnis: Phlebia nothofagi.
    Die typischen Zystiden könnten seiner Einschätzung nach auch gut durch Alter der fruchtkörper kollabiert sein, aber immerhin so ein paar finden sich ja noch in der Trama.



    LG, Pablo.

    Hallo, Bernd!


    Juhu, mal ein kernpilzchen, das ich sogar kenne. :)
    Vor allem wenn's noch von der Anamorphe überwachsen ist denke ich immer beim Stöckchen Umdrehen: "Was ne schicke Tomentella."
    Ist aber "nur" ein schicker Kernpilz.


    Deine Portraits sind klasse, Makro- und Mikrobilder sowie Fundbeschreibungen...
    Könntest du theoretisch auch >hier< parken, auch wenn ich zu Pyrenos sonst nicht viel sagen kann, kann ich sie immerhin im Portraitindex einpflegen und so wiederfindbarer machen.



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    In Anlehnung an Fahrplanmäßigkeit bei gewissen, deutschen Logistikunternehmen täte ich mal sagen: Eher morgen als heute. ;)
    Also morgen abend (gegen später, weiß nicht, wann ich daheim bin) kommt eine Auflösung und ein neues Rätsel.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Was mir so am Rande auffiel die letzten Tage:
    Coriolopsis gallica kann auf Druck röten. Jedenfalls das Hymenium bei frischen, fertilen Fruchtkörpern. Das sieht ein wenig ähnlich aus wie bei Daedaleopsis confragosa und kann auch noch etwas deutlicher ausfallen als auf dem ersten Bild erkennbar ist:


    Mikrodoku dazu:



    LG, Pablo.

    Hallöle!


    Also dieser Porling hat mich jetzt durch mehrere gattungen und Arten gegrübelt. Das Mikroskopieren war gar nicht der Rede wert (dank gutem Material), aber daraus eine Bestimmung abzuleiten gab ganz schön Dampf unter der Rübe.


    Im grunde passt sehr Vieles zu Antrodia serialis: Konsistenz (des trockenen Pilzes, frisch kann ich nicht beurteilen), Porenform und-größe, Struktur und Färbung der Hutoberseite, Farben der Poren, Röhren und des Hutfleisches. Mikroskopisch passen Hyphenstruktur (im vergleich zu anderen Exsikaten) sehr gut und die Sporen immerhin gut: Das sind nur halt nicht allzu viele und halt nicht alle deutlich verschmälert. Aber das variiert immer innerhalb einer Kollektion.


    Was zu denken gibt, sind zwei Punkte: Die Wuchsform, so ganz ohne effuse / resupinate Anteile und das Substrat (Rotbuche). Nun wird erwähnt, daß die Art in seltenen Fällen auch mal auf Laubholz ausweichen kann. Ist mir selbst noch nie begegnet, dafür sind mir schon ab und an Kollektionen aufgefallen, wo unmittelbar neben "normal" ausgeprägten Fruchtkörpern (effus - reflex mit weit herablaufendem Resupinatanteil) auch vereinzelt rein pileate Fruchtkörper saßen. Allerdings eben immer in direkter Nähe zu größeren, flächig gewachsenen Fruchtkörpern.
    Daß zwei "untypische" Faktoren zusammentreffen, veranlasst natürlich eingehendere Recherche.
    Darum wurden gleich mehrere Gattungen überprüft.
    Trametes: Hier kommt man zu keiner Bestimmung. Es gibt immer irgendwelche harten Kriterien, die nicht passen.
    Perenniporia: Ebenso, auch die seltenen, pileaten Arten neben Perenniporia fraxinea sehen völlig anders aus.
    Antrodiella: Kann man vergessen, da gibt es nichts mit solchen Sporen.
    Letztlich blieb nur noch Antrodia, also so ziemlich die komplizierteste Gattung mit solchen Porlingen.
    Die Einzelheiten spare ich hier mal aus. Nach "Poroid Fungi of Europe" sind in der Gattung 31 Arten in Europa zu berücksichtigen. Von denen ich bislang nur ganze sieben aus eigener Anschauung kenne. Also Literaturangaben vergleichen, letztlich blieben neben Antrodia serialis nur noch zwei Arten übrig, die einigermaßen Sinn ergeben würden.
    Erstens: Antrodia malicola. Die Art kenne ich glücklicherweise, kann sie in dem Fall ausschließen, weil die Farben (insbesondere Fleisch und Poren) anders sind, die Poren zudem größer, und auch die Sporen etwas anders aussehen (breiter, regelmäßiger elliptisches Profil).
    zweitens: Antrodia minuta. Kenne ich nicht, hier würden der pileate Wuchs und auch die Sporenform und -größe wohl ganz gut passen. Allerdings soll das ein viel kleinerer Pilz sein ("minuta"), mit dünnen, kleinen Hütchen. Dokumentiert wäre diese Art bisher nur aus Westrussland.


    Insofern bleibt es hier wohl bei einer ziemlich ungewöhnlichen Antrodia serialis:




    Das also war der spannende Teil diener Zusendung, Peter.
    Nun werde ich mich dem wohlschmeckenden teil zuwenden. Und wenn du mich bis nach Kärnten laut schmatzen hörst, dann heißt das: Vielen Lieben Dank!
    Damit hast du selbstverständlich eine Menge zukünftige Pilzuntersuchungen (mit Doku)mehr als abgegolten. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Michael!


    Wo gibt es denn solche Gegenden, wo die Böden noch feucht sind? 8|
    Und wo sich zudem noch gutes Wetter abzeichnet? Hier bleibt es wohl weiterhin schlecht, was der Morchelei wohl ein rasches und verfrühtes Ende setzen dürfte.


    Der farbenfrohe Porling ist >FomPini<.
    Bei dem Becherling müsste man gucken, ob da Anemonen in unmittelbarer Nähe waren. Oder ob man den Stiel bis zu einem Substrat (irgendwelche Kätzchen, Zapfen usw) zurückverfolgen konnte. PS.: Ob das Kätzchen nicht eher im Hintergrund auf dem Boden liegt? Es ist unschärfer als der Pilz und irgendwie stimmen die Größenverhältnisse nicht.
    Der Faserling sollte schon eine Art aus dem Umfeld sein, makroskopisch kann ich da keinie solide Einschätzung abgeben (Psathyrella niveobadia zB sieht genauso aus).
    Die Maiporlinge sind sicher >Maiporlinge<. Die Hutfarben spielen eigentlich keine Rolle für die Bestimmung, viel wichtiger sind Porengrößen und Stieloberfläche.



    LG, Pablo.

    Guten Abend!


    Freut mich, daß der Joker gefällt. Auch ohne musikalische Noten. ;)
    Daß man ihn in verschiedene Richtungen interpretieren kann, hat Beli eindrucksvoll bewiesen. :thumbup:
    So am Rande: Die Farbe des Kätzchens ist nicht bestimmungsrelevant.


    Wie steht ihr zu einer Auflösung morgen abend oder am Freitag abend?



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Ui, Pilz Nummer 1 wäre doch mal ein schöner Kandidat für einen Sporenabwurf. So rosa überlaufen hatte ich die Lamellen noch nie bei einem Weichritterling.
    Möglich ist alles, sicher ist die Farbe des Sporenpulvers letztlich nur an einem Abwurf zu beurteilen.


    Nummer 4 ist sicherlich ebenfalls ein Weichritterling. Allerdings wird der nur nach Ansicht einiger Mikromerkmale bestimmbar sein. wenn überhaupt.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Das musste ich jetzt mal in meinen Bildern nach gucken. Überprüft hatte ich es demzufolge nur bei zwei Funden (jeweils aber mit KOH3%), wobei einmal die Reaktion nur sehr undeutlich und brüchstückhaft war (rotbraun, nur einzelne Fasern schwärzend), bei der anderen Probe satt violettschwarz.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Ein schöner Fund ist das auf jeden Fall. :thumbup:
    Ich sehe das wie Nobi und bin auch bei Mycenastrum corium, auch wenn ich den mit etwas dunklerem Sporenpulver kenne:



    Aber das mag variabel sein, siehe das sechste Bild in Nobis Link.
    Was ich nicht weiß: Ob es in Südeuropa da noch weitere, makroskopisch ähnliche Arten geben könnte.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Eine Gute Nachricht, jetzt kommt ein Beitrag mit ganz schlechten Nachrichten!
    Denn: In meinem Textverarbeitungsprogramm finde ich keine Schrift mit altdeutschen Lettern Sütterlin (danke, Claudia!).


    Darum nun ganz schnöde einen Joker als kleines, aber wohl einfaches Bildrätsel:
    >Quelle 1< + >Quelle 2<



    LG, Pablo.

    Salut!


    Kommenden Sonntag ist Mikrotag beim MAK. Also muss ich Samstag eh raus und die Umgebung einiger Wasserlöcher absuchen, also um die Bereiche aus rissig eintrocknendem Schlamm rum. Oder in der Peripherie einiger Wadis stöbern. Kann nicht schaden, dabei ein paar Zapfen zu beobachten. Ich kann nur nicht versprechen, daß ich umfassende Mikrodokus basteln kann, falls sich was auffinden lässt. Wenn ja: Proben möglichst eilend und frisch an dich und an Florian?



    LG, Pablo.