Beiträge von Beorn

    Hallo, Peter!


    Du sollst die Pilze ja auch nur dokumentieren und Belege anfertigen, keinen Tee draus kochen. ;)



    LG, Pablo.

    Moin!


    Eine sehr üppige Kollektion vom 06.04.2017; Lampertheimer Staatsforst nördlich Viernheim; an feuchten, liegenden Rotbuchenstammstücken, vergesellschaftet mit Hypholoma fasciculare (Grüner Schwefelkopf) und Phlebia nothofagi (Scheinbuchen - Fadenstachelpilz):







    Die Fruchtkörper überziehen hier großflächig mehrere der Stammstücke, jeweils an den Unterseiten. Die Konsistenz ist wirklich deutlich wachsartig und auffällig sind neben den Knubbeligen Warzen vor allem die Rhizomorphen, die an einzelnen Stellen gebildet werden, an anderen aber wiederum fehlen.
    Mein erster Gedanke beim Einsammeln war übrigens erstmal "Radulomyces confluens", bis zum Blick durchs Mikro. Soviel also zur Möglichkeit, solche Pilze makroskopisch zu bestimmen. Klappt auch mit wachsender Erfahrung nicht zuverlässig.



    LG, Pablo.

    Ahoi.


    Ja, das ist schon ein komisches Frühjahr.
    Morcheln sind schon schön und lecker und ok, aber...
    Ein wenig Abwechslung wäre schon nicht schlecht. Meine drei Krusten pro Exkursion finde ich zwar immer, das ist es nicht. Aber auch dabei habe ich gerne mal hier und da was anderes dazwischen: Ein paar Lamellenpilzchen oder Becherlinge, die fehlen halt ziemlich.



    LG; Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Du machst mich wieder ganz neidisch. Hier gibt's derzeit kaum was, außer Speisemorcheln.
    Irgendwann, hoffe ich, verschlägt es mich auch mal in deine Gegend zur Frühjahrszeit. :)



    LG; Pablo.

    Hallo, Markus!


    Schon, nur Hyphensystem und die fehlenden Lamprozystiden passten ja auch nicht. Die Lamprozystiden bei Auriporia aurulenta sind nach meiner Erfahrung auch recht dauerhaft und verwittern nicht so leicht.
    Ich denke schon, daß Frank Dämmrich den Knoten gelöst hat. Ich selbst kann's ja nur nach Literaturangaben vergleichen, aber was ich da unterm Mikro hatte, passt sehr gut zu Frantisekia mentschulensis.


    Aber was ich interessant finde: Dann hattest du Auriporia aurulenta auch schon so knubbelig, also mit stufenartigen Pseudohüten wie hier gefunden?
    So ein wenig stufig hatte ich sie auch mal hier in der Ecke an Kiefer:


    ...vergesellschaftet mit Leucogyrophana mollusca und Coniophora puteana.
    Ist aber ja auch noch nicht so knubbelig wie der Fund von Romana.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Sehr schön! :thumbup:
    Der nächste Schritt wäre nun herauszufinden, warum dieses Taxon (also der Name "pallidoamethysteus") nicht in den taxonomischen Datenbanken auftaucht. Also weder als Varietät zu C. cibarius, noch als eigene Art. Auch nicht in den Synonymlisten.
    Möglich wäre natürlich, daß die Beschreibung von Prof. Ivan Focht irgendwie durchgerutscht ist, zB weil die Fachzeitschrift nur regional gelesen wird.
    Sicherlich müssten auch ein paar formellle Details drin stecken (Aufbau nach internationalen Regeln, mindestens eine Kurzdiagnose in Englisch oder Latein).


    Aber:
    Diese Pilze sehen in der Tat sehr "eigen" aus. und die Gattung Cantharellus enthält ja noch so das eine oder andere Problem, da ist wohl nicht alles bekannt und viele Fragen offen.
    Ideal wäre es nun, diesen Pilz wieder zu finden, einen Beleg anzufertigen, am besten auch zu sequenzieren und mit der Beschreibung von Ivan Focht abzugleichen.
    Wenn es dazu einen Originalbeleg gibt (also einen Typus: braucht es unbedingt für eine Erstbeschreibung) dann ließe sich dieser ja sicher auch sequenzieren.
    Damit könnte man schon die Erstbeschreibung von Prof. Ivan Focht so ergänzen, daß sie den internationalen Standards entspricht. Ist alles nicht so ganz einfach, aber so einen Pilz einfach unbeachtet zu lassen, das wäre schade.
    Leider habe ich keine Ahnung, wer und ob sich momentan mit Cantharellus beschäftigt. Meistens gibt es einen oder mehrere Experten, die speziell eine Gattung bearbeiten und dabei gerade an solchen Funden und Beschreibungen Interesse haben. Nur in diesem Fall weiß ich nicht, wer in europa da dran ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!


    Man muss sich da durchklicken. Groß und mit Vollauflösung machts mehr Spaß. :thumbup:
    Den regen allerdings hätte ihr mitschieben müssen. Der wird hier dirngend gebraucht. Am besten so zwei drei Wochen am Stück ohne Untebrechung, um ein bisschen vom Defizit auszugleichen. Bei euch darf's dafür gerne sonnig sein.
    Immerhin sieht man: Die Sumpfhauben hatten's feucht genug. Stefan auch.



    LG, Pablo.

    Hallo, Maria!


    Ein Buchenschleimrübling (Oudemansiella mucida). Jetzt schon gefunden? 8|
    Das ist erstaunlich, zumal der Fruchtkörper schon etwas mitgenommen aussieht. Normalerweise taucht die Art so ab Juni / Juli auf. Zeigt aber dann mal wieder, daß erscheinungszeiten eben von den Pilzen selbst eher locker gehandhabt werden.



    LG, Pablo.

    Hallo, ihr beiden!


    20mm hatte ich jetzt auch noch nicht, aber hier mal eine Dacrymyces lacrymalis s.l. mit immerhin bis 10mm großen fruchtkörpern:



    Da geht sicher noch mehr, und ansonsten gibt es auch noch die eine oder andere Art aus dem Umfeld von Dacrymyces chrysospermus (Riesen - Gallertträne), die noch mal deutlich größer wird.



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Pycnoporellus fulgens hat eine anliegend striegelig - haarige Hutoberfläche, die auch kaum jemals verkahlt (oder so glänzig wird wie hier in den unangeknabberten bereichen). Die Poren sind eigentlich auch nicht so rötlich, sondern gehen im Alter von gelborange nach orangeocker oder orangebraun über.


    Ich würde hier schon eher an den Zinnoberporling (Pycnoporus cinnabarinus) denken. Das Substrat kann auch sehr gut Laubholz sein, den Bildern nach würde ich da jedanfalls Zweifel an nadelholz anmelden. Was an Bäumen drum rum steht ist ja für die Substratbestimmung unwichtig. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo,; Dieter!


    Traumhafte Bilder in diesen beiden Serien.
    Wie schaffst du das, so kleine Lamellenpilzchen, wo man ja echt nah dran muss, so schön und scharf abzubilden?
    Weil stacken tust du ja nicht, oder?
    Ich kriege da immer einen Föhn, wenn ich versuche solche Pilze irgendwie in eine Schärfeebene zu arrangieren...


    Fundnummer: 2016-06-03-1646
    Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica):
    Glaube ich eher nicht. Habt ihr mal reingelinst? Das sieht eher nach einer Dacrymyces aus, manche Aufsammlungen aus diesem lacrymalis - Komplex können recht dicke, große Fruchtkörper bilden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Ist ja top, mal wieder! :thumbup:
    Bei dem Mehlschirmling täten mich mal die Hymenialzystiden interessieren. Ich vermute nämlich fast: Der hat gar keine.
    Cystolepiota seminuda verfärbt ja auch von der Stielbasis her (und hat keine richtigen Cheilos). Bisweilen bildet die Art auch mal etwas kräftigere Fruchtkörper. Cystolepiota hetieri kenne ich mit etwas anderem Habitus. also kürzerem Stiel im Vergleich zur Hutbreite, und vor allem mit wirklich unmittelbar bei Berührung rötender Hutoberfläche. Später schwärzend. Ein Blick auf die Zystiden, und man hat das in trockenen Tüchern. Bzw... Mit Zystiden gibt es ja noch ein paar Nachbararten von C. hetieri...



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Darf ich auch antworten, ohne Markus zu heißen? ;)
    Dieses Jahr ist schon ein gutes und recht frühes Morcheljahr. Eigentlich. Wenn's nicht so trocken wäre, wär's noch üppiger hier unten.
    Aber bei euch geht's ja gerade erst los, da könnt ihr euch bestimmt noch auf einiges gefasst machen in den kommenden Wochen.


    Auf der Wiese stehen bestimmt irgendwelche Rosaceae verstreut, Apfel, Birne oder Weißdorn, irgend solches Zeug?
    Da kenne ich auch die eine oder andere esculenta - Stelle, wo das ohne Eschen und nur mit Rosaceae wunderbar klappt.



    LG, Pablo.

    Moin!


    Mit dieser offenen Falte auf dem Hut könnte man noch auf Gyromitra fastigiata (Zipfellorchel) kommen, aber die darf wohl nicht so dunkel sein, glaube ich.
    Also anders gesagt: ich denke da auch an eine Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta).



    LG, Pablo.

    Hi.


    Jaaaaaa, wenn's denn regnet. Ich fand gestern an ein paar Standorten immer nur so vereinzelte Morcheln vor. Nicht üppig, eher spärlich. Ganz zu schweigen von so ziemlich allen anderen Pilzen (Krusten mal abgesehen): Die gab's nämlich schlicht und einfach nicht. Material für den Mikrosonntag habe ich gesucht, das war eher bescheiden.
    OK, ich weiß jetzt, was ein Thanatephorus ist. Auch nicht schlecht. :D



    LG, pablo.

    Gudn Tach!


    Mal so sagen: Bisher gab es interessante Ergebnisse in den Tips. Ich bin durchaus zufrieden, sage aber nicht warum.
    Wichtig ist auch die Größe der Sandkörner in der Umgebung, fürchte ich. Und man sollte immer wissen, wo man sein Handtuch hingehängt hat, allerdings gibt es für "42" als Antwort keine Punkte. Ausnahmsweise.


    PS.: Ich melde mich nach diesem Rätsel mal bis zum 24.04. ab.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan-Arne!


    Langsam wird die Zeit ja knapp (die Pilze leider auch), also mal noch eine kurze Frage zu den Eckdaten (hoffentlich habe ich das nun nicht irgendwo übesehen):
    Gesamtgröße der Bilder analog zu allen anderen Wettbewerben, also bis 1200 x 900 und bis max. 800kb?



    LG, Pablo.

    Hi.


    Es geht übrigens noch nerdiger: Stefan hatte mir ein paar getrocknete (!) Krustis mitgebracht, die ich mir noch angeguckt hatte.
    Kann man sich auch noch kurz angucken, wenn man mag.


    Peniophora lycii (Lilagrauer Zystidenrindenpilz):

    Mikroskopische Kurzdiagnose:


    Radulomyces molaris (Reibeisen - Rindenpilz):


    Porostereum spadiceum (Rußbrauner Schichtpilz), in zwei Kollektionen.
    Einmal mit ausgeprägten Hütchen:


    Einmal nur mit kleineren Hutkanten und insgesamt heller:


    Ist aber beides das gleiche, also beide Kollektionen ohne subulate Gloeozystiden, deren Inhalt sich in Sulfovanillin verfärben würde.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Wenn man dann wenigstens so ehrlich ist und das auch so kommuniziert: "Eschen gleich fällen, weil bald ist das Holz nichts mehr wert", dann kann ich damit noch eher was anfangen. Aber das Märchen, daß das im Sinne des Umweltschutzes sei, das ärgert mich einfach.
    Aber du hast schon recht: Es ist auch in meiner Gegend eher punktuell, vor allem an die größeren Bestände in Naturschutzgebieten kommt man wohl nicht so einfach ran. Wäre auch fatal, da durch das Herausnehmen der Altbäume sich ein Ökosystem extrem verändert (und es vor allem massiv geschädigt wird).
    Hat aus meiner Sicht übrigens nichts mit den Morcheln zu tun, die kommen schon klar. Auch ohne Eschen.
    Aber lassen wir das mal. Wie schon oben erwähnt: Eigentlich sollte ich dazu besser nichts schreiben.


    "Antrodia serialis an Brennesselstengel" finde ich knuffig. :D
    Hast du den Fruchtkörper so vom Substrat gelöst, oder ist das ein bearbeitetes Bild?


    Die Gallerttränen sind nicht leicht zuzuordnen. Theoretisch kann es das omnipräsente Chamäleon Dacrymyces stillatus sein, aber zumindest bei deiner 5er Kollektion glaube ich eher an eine Art aus dem einigermaßen diffusen Dacrymyces-lacrymalis-Komplex.



    LG, Pablo.