Beiträge von Beorn

    Hallo, Ingo!


    Diese Mollisien an Kiefernzapfen, brauchen die zur Fruchtkörperbildung Feuchtigkeit? Also ein bis mehrere Moleküle H2O?
    Denn falls ja lohnt es sich eher nicht, hier danach zu suchen. :(
    Die Gegenden wo Kiefern stehen sind trocken.



    LG, Pablo.

    Hallo, Claudia!


    Das ist ein traumhaftes Bild. :thumbup:
    Auch der Abzug im Album. Sicherlich können Pilze prinzipiell alle Standorte besiedeln. Sobald es irgendwelches organisches Material zum Zersetzen gibt und ein oder zwei Moleküle Wasser tauchen Pilze auf.
    Solche Funde sind aus meiner Sicht dennoch immer etwas Besonderes.


    Zur Art mag ich nichts sagen (die Gattung Tulostoma ist eindeutig), außerhalb von Mitteleuropa hat man da schnell einen nahezu unüberschaubaren Artenwirrwar, Beschreibungen aus unterschiedlichen Ländern, oft nur anhand einzelner Kollektionen ohne weitere Funde. Abgrenzungen sind da nur noch mikroskopisch möglich - wenn überhaupt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Sporen eines anderen Pilzes in der Umgebung. Leider bin ich meilenweit davon entfernt, einen Pilz nur anhand der Sporenmorphologie bestimmen zu können. Aber das kann wohl ohnehin niemand. ;)
    Spontaner Gedanke: Manche Botryobasidium - Sporen sehen ähnlich aus.


    Immerhin: Die gezeigten stacheligen Sporen passen sehr gut zu Xenasmatella vaga. Die Größen mögen ein wenig größeren Schwankungen unterliegen, als in manchen Quellen angegeben wird.


    Thomas hat schon recht: Die Art ist makroskopisch ziemlich charakteristisch. Es gibt einige Arten mit sehr ähnlichem Aussehen, das sind aber alles mehr oder weniger seltene Sachen. Bei Piloderma gibt es was sehr Ähnliches, dann solche Sachen wie Cristinia helvetica:


    Oder Lindtneria leucobryophila:

    Die lustigerweise auch mikroskopisch ähnlich aussieht, allerdings sind da die Sporen deutlich größer und es gibt keine Pleurobasidien.



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Welche trennmerkmale würdest du denn als am solidesten verstehen, Safran?
    Schieß mal los, jede Idee kann wichtig sein. :thumbup:


    Mal eben was zu der Linie: Die ist eigentlich nichts anderes als eine sehr dünne, meist nicht in allen Teilen des Fruchtkörpers ausgeprägte trennschicht zwischen dem Hutfilz (Tomentum) und dem Hutfleisch (Kontext). Die Farbe dieser Linie ist nach meiner Erfarhung abhängig von der Farbe des Hutfilzes darüber, wenn auch gerne noch mal etwas dunkler.
    Diese Trennschicht gibt es sowohl bei Trametes ochracea als auch bei Trametes versicolor (und bei Trametes hirsuta auch, aber die lassen wir hier mal raus).
    Bei Trametes ochracea ist diese Schicht (Linie im Querschznitt) halt meist ockerbraun bis dunkelbraun (wo sie vorhanden ist), bei Trametes versicolor gerne dunkelbraun bis schwarz (wenn sie vorhanden ist). Wenig überraschend, daß die Farbe der Linie mit der des Hutfilzes korreliert.
    Um das nochmal zu untersteichen, was Ingo zu den Linien schreibt. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist das dennoch.
    Denn es gibt ja noch ein gut verschnürtes Päckchen mit allerlei weiteren ähnlichen Arten zwischen Antrodia, Trametes, Oligoporus s.l., Tyromyces und werweißwasnoch.
    Nimmt man zB mal die "Poroid Fungi of Europe" von Ryvarden zur Hand und schlägt die Seite mit der makroskopischen Abbildung von Trametes pubescens auf, wird man eventuell auch überrascht sein: Die sieht ja diesem Fund hier ganz schön ähnlich.
    Nicht, daß ich jemals eine so dunkle und sogar (undeutlich) zonierte Trametes pubescens in der hand hatte, aber man sollte davon ausgehen, daß Leif Ryvarden durchaus seine Pilze bestimmen kann. In dem Fall wäre diese Linie nämlich durchaus bestimmungsrelevant. Da muss man ruhig einige Schnitt machen durch diverse Bereiche verschiedener Fruchtkörper, weil wie gesagt: Auch bei Schmtterlingen ist die nicht immer im ganzen Fruchtkörper konstant ausgeprägt.


    Zum Schluss noch was zu den Mikros:
    In so einen Pilz reinzulinsen bringt meiner Ansicht nach nichts zur Unterscheidung von T. ochracea und T. versicolor. Aber eben um weitere Arten, insbesondere aus anderen Gattungen auszuschließen.
    Oben angeführtes Buch: Eines der Schlüsselmerkmale zwischen T. ochracea und T. versicolor soll dort die Sporenlänge sein: T. versicolor 5-6 µm <-> T. ochracea 6-8 µm.
    Es kann also durchaus sein, daß es einen Unterschied in der Sporengröße gibt. Selbst habe ich das noch nit oft genug vermessen, hatte aber schon durchaus sichere Trametes versicolor mit Sporengrößen von 5,5-7(8,5) x 2-3 µm (Variabilität innerhalb eines Fruchtkörpers, Sporen aus Abwurf, Maße in KOH 3%).
    Der Überlappungsbereich dürfte viel zu groß sein, um da ein solides Trennmerkmal draus zu basteln.



    LG, Pablo.

    Hallo, Romana!


    Ja, genau am selben Stamm, zur gleichen Jahreszeit (Winter, also eigentlich Spätherbst = Oberrheinischer Dezember / Januar). Der Ort ist aber reichlich abgelegen, vermutlich war ich einfach nicht oft genug dort.
    Die Dürre ist hier auch extrem. Was halt eher ungünstig ist, denn auch in den vergangenen drei Jahren hat es insgesamt sehr wenig geregnet. Das Gebiet zwischen Freiburg und Frankfurt müsste eigentlich "Sahara - Rhein" heißen. Wenn man hier momentan nach Grundwasser sucht, stößt man erst auf Neuseeland, dann auf Feuchtigkeit.



    LG, Pablo.

    Moin Moin!


    Welche bedeutung hätte denn das Schnittbild zur Unterscheidung der Lorchelarten aus der Gyromitra - Gattung? :/
    Das wäre mir neu, daß man mit dem Merkmal was anfangen kann. Mal bezogen auf Gyromitra esculenta: Da ist das Schittbild so dermaßen variabel, daß man im Grunde nichts rauslesen kann.
    Aber mal sorum ausgedrückt: Gyromitra esculenta kenne ich ja nun ziemlich gut, taucht hier jedes Jahr an verschiedenen Standorten auf, war am Sonntag noch woander üppig und reichlich zu bewundern. Dieses gelbe Pilzchen hier sieht nach meiner Erfahrung absolut nicht aus wie Gyromitra esculenta.
    Und da Gyromitra fastigiata wohl auch nicht in Frage kommt, bleibt im grunde nur Gyromitra gigas (Riesenlorchel) übrig, Schnittbild hin oder her.



    LG; pablo.

    Hallo, Frank & Stephan!


    Also doch ein größeres Problem.
    vermutlich ist das der Grund, warum ich mit den außereuropäischen Arten noch warte. Bislang kenne ich noch nicht mal alle zentraleuropäischen Lenti - Nüsse: Lentinus sulcatus (Zaun - Sägeblättling) fehlt mir noch. :)



    LG; Pablo.

    Hallo, Joe!


    Und eben gerade dieser Weidenbewohner, wenn er so dicke, schwere, unten am Substrat hängende Klötze bildet, ist für mich sowas wie der "ideale Feuerschwamm".
    Schon was Besonderes irgendwie. Auch wenn er eigentlich häufig sein soll, hier in meiner Ecke finde ich den nur ab und zu mal. Obwohl es genug alte, dicke Weiden gibt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Ich bin schon gespannt. :)
    Was bei Kollektion 8 auffällt: Die schimmernde, speckig wirkende Hutoberfläche. Kommt aber auch bei normalen Cantharellus cibarius gelegentlich vor (zB bei deiner Kollektion 2), insofern wären natürlich weitere Trennmerkmale interessant.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Xenasmatella vaga (= Phlebiella vaga = Trechispora vaga) passt trotzdem. :thumbup:
    Daß keine Schnallen an den Basidienbasen zu sehen sind hängt wohl damit zusammen, daß deine Kollektion so schön viele Pleurobasidien ausgebildet hat (übrigens ein weiteres gutes Erkennungszeichen, wenn die vorhanden sind). Pleurobasidien wachsen eben ansatzlos lateral aus einer Hyphe hinaus, also ohne Septe und auch ohne Schnalle.



    LG, Pablo.

    Ahoi, Leute!


    Nun, wie ist die Lage?
    so einige richtige Lösungen sind schon eingetrudelt. Die Entscheidung überlasse ich euch, ob ihr morgen abend einen Joker sehen wollt, oder lieber eine Auflösung (die dann am Mittwoch). Joker gerne auch mikroskopisch, wenn das denn so gewünscht sein sollte. Und natürlich ausschließlich in lateinischer Sprache mit altdeutschen Lettern geschrieben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Oder du klingelst mal Ingo raus, mittels einer PN mit Link hierher zum Beispiel.
    getrocknet sind diese Becherchen normalerweise nicht mehr definierbar, es könnte höchstens sein, daß man über die Randhaare noch was rauslesen kann. Dürfte dann aber auch stark erfahrungsabhängig sein.



    LG; Pablo.

    Hallo, Veronika!


    Bei Byssomerulius gibt es noch ein paar weitere, seltene Arten in der Gattung. Aber ich denke schon, daß du hier den normalen Byssomerulius corium (Gemeiner Lederfärltling) gefunden hast. Die Farben sind da recht variabel, auch weil sich oft parasitische Pilzchen und / oder Bakterien drauf ansiedeln, die die Farben verändern.


    Beim ersten würde mich die Wuchsweise nicht stören für Trametes versicolor. Die kann durchaus an senkrechtem Substrat Resupinatanteile bilden, an Substratunterseiten wächst sie auch gelegentlich rein resupinat ganz ohne Hütchen. Viel eher könnte die undeutliche Zonierung auf eine andere Art hindeuten. Allerdings ist Trametes versicolor so eine dermaßen variable Art, daß auch das noch in die natürliche Variationsbreite passen könnte. Jedenfalls fällt mir im Moment nichts ein, was besser passen würde. Man müsste da wohl mal durchs Glas gucken, um das wirklich abzusichern.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Tropische Röhrlinge: Ganz kompliziertes Kapitel; ich habe keine Ahnung.
    Für den zweiten dürfte Chalciporus schon eine gute Spur sein, aber recht sicher nicht Chalciporus piperatus, sondern eine andere Art der Gattung. Da gibt es noch einige mit rötlichen Röhren, wie zB >Chalciporus amarellus<, der das aber vermutlich auch nicht sein dürfte.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Ob ich den selbst so bestimmen würde: Keine Ahnung. Momentan kenne ich noch nicht mal einen Bruchteil der europäischen Pilze, mit den außereuropäischen Arten habe ich mich noch so gut wie gar nicht beschäftigt. Gut möglich, daß Frank (Tomentella) mehr dazu sagen könnte.
    Auf jeden Fall ein sehr hübsches Pilzchen, daß du da gefunden hast. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Wenn du deine Kollektionen 7 und 10 (beides Cantharellus subpruinosus = Bereifter Laubwaldpfifferling) mit den weißen Pfifferlingen von Kollektion 1 (Cantharellus cibarius var. pallidus) vergleichst, siehst du den Unterschied: Die Farbe der Leisten.
    Cantharellus cibarius ist eine sehr variable Art im Aussehen. Ich denke, deine Kollektion 2 könnte eine Übergangsform zwischen normalgefärbten Pfifferlingen und der var. pallidus sein.
    Cantharellus friesii ist klar. Die Kollektion 5 ist schwierig: Auch zwischen Cantharellus amethysteus und Cantharellus cibarius gibt es Übergangsformen, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen. Es hieß vor einigen Jahren mal, daß jemand eine Leistlings - Monografie in arbeit hätte. Das wäre eine tolle Sache, wenn dazu mal was raus käme. Denn so ein paar Fragezeichen gibt es schon bei diesen Arten.
    Kollektionen 8 & 9: Vermutlich ist beides Cantharellus cibarius s.str., aber es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Arten in der Gattung, wo ich nicht weiß, wie das im Mediterranraum aussieht, was dort noch für Arten vorkommen können.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hartmut!


    Geil: Hymenochaete cruenta! :thumbup:
    Fehlt mir auch noch in meiner sammlung. Und bisher sah ich meistens Bilder, wo die an dünneren, frisch abgefallenen Ästchen sitzt. Die Kollektion hier ist aber noch beeindruckender, so üppig und mit der schönen Hütchenbildung.



    LG, Pablo.

    Moin!


    Schöne Präsentation, Mario!
    Das ist ein makroskopisch wie mikroskopisch sehr spannender Pilz, macht immer wieder Spaß zu untersuchen. :thumbup:


    Hier noch ein paar Bilder:




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    Ein weiterer deutscher Name für die Art, der mir sehr gut gefällt, wäre übrigens "Harzzahn".



    LG, Pablo.

    Hi.


    OK, jetzt habe ich Angst.
    Hatte ich vorher auch schon, gestern hatte ich Horrorliteratur gelesen (Artikel über Monsanto), aber das hier ist fast ebenso gruselig.
    Vergesst Saw und all den anderen Horror - Quatsch. Solche Sachen, die sind richtig beängstigend. Egal ob fiction oder non-fiction, aber Bood & Gore, Zombies und Monster, Dämonen, der Weiße Hai und Killerinsekten: Voll niedlich im Vergleich zu solchen Geschichten wie Monsanto oder Trump oder die genetisch zu Allergikern veränderten Pilze.



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Also bei mir funktioniert es auch nach editieren der Links zu https nicht mir der Anzeige.
    Ich muss vorest auch noch Chrome anweisen, die "unsicheren Scripte zuzulassen", aber ok, ein Drama ist das jetzt vorerst nicht, solange man es ja wieder umstellen kann.


    Wie das letztlich zu lösen ist weiß ich nicht, aber ich habe das Thema mal in die Problemrubrik transferiert.



    LG, Pablo.

    Moin in die Runde!


    Ihr könntet euch ja mal bis Sonntag abend (oder Montag) überlegen, ob es dann überhaupt einen Joker benötigt für dieses Rätsel.
    Vielleicht hätte ich doch das Bild von dem nur einen Stielhaar nehmen sollen...



    LG, Pablo.

    Guten Morgen!


    Sehr gut, daß es jemanden gibt, der ein paar wichtige Termine im Auge hat. ;)


    Lieber Markus, so sicher wie ich glaube, daß diese tage in diesem Jahr schon etwas angenehmer aussehen als in 2016, so wünsch ich vor allem, daß bis 2018 um diese Zeit nochmal ein wenig mehr Entspannung und Glück eingekehrt ist.




    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ich schließe mich Nobi an: Eine holzbewohnende Peziza mit so einem auffälligen, gefalteten Stiel kenne ich jedenfalls nicht.
    Wenn das Substrat tatsächlich Laubholz sein sollte, müsste man mikroskopieren. Scheibenlorchel (Gyromitra ancilis = Discina perlata) und Schildlorchel (Gyromitra parma) sind morphologisch nur durch die Sporenanhängsel zu unterscheiden. Aber ausgehend von der Ökologie: Selbst wenn es Laubholz wäre, könnte es auch ein "Übersteiger" von Gyromitra ancilis sein. Gyromitra parma ist eiine (sehr seltene) Art der Auwälder oder Schluchtwälder. Wäre also hier ein ganz ungewöhnliches Habitat.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Es gibt noch einen Pfifferling mit weißlich bereiftem Hut, aber satt orangegelben Leisten (wie beim normalen Pfifferling). Der ist meistens auch etwas dicker und stämmiger, wohnt gerne bei Laubbäumen und wird zur Zeit als eigene Art geführt: Bereifter Laubwald - Pfifferling (Cantharellus subpruinosus). Dann soll es noch einen Pfifferling geben, der sich von C. cibarius nur durch rasch rotbraun verfärbendes Fleisch unterscheiden soll, das soll auch eine eigene Art sein (Cantharellus ferrugineus), von dem müsste es auch blasse Varianten geben. Ist mir ein wenig suspekt, weil zumindest amethystschuppige Pfifferlinge (Cantahrellus amethysteus) und auch Cantharellus subpruinosus auch rotbraun verfärben können.
    Es gibt auch noch eine blasse Variante vom Amethystschuppigen Pfifferling, also so wie deine weißliche C. cibarius oben, nur halt mit violetten Schuppen. Das Ding kann auch mal etwas verfärben, hat aber soweit ich weiß keinen eigenen namen.



    LG, Pablo.