Beiträge von Beorn

    Hi.


    Nun, das hübsche gelbschwarze Flügeltierchen dürfte ja eine Hornisse sein. Das sind nach meiner Erfahrung sehr nützliche und angenehme Zeitgenossen, zudem friedlich und weitestgehend harmlos.
    Die dicke Bremse darüber macht einen viel unangenehmeren Eindruck, Begegnungen mit diesen Biestern erzeugten bei mir schon Gänsehaut, vor allem wenn sie sich zu einer aktiven Verfolgungsjagd entschlossen hatten.


    Jedenfalls denke ich: Die bunten Piepmätze auf Hans Bildern werden mit beidem fertig. ;)
    Mein Schwager stellte mal die Theorie auf, daß alle Vögel in Afrika Papagaien sind. Störche allerdings bilden eine Teilzeit - Ausnahme: Solange sie sich auf europäischem Boden befinden, sind es Störche. Nur während des Aufenthaltes in Afrika wären es Papagaien. :evil:



    LG; Pablo.

    Hallo, Martin!


    Die Bilder sind ein Genuß! :thumbup:
    Suillus pictus wäre auch einer der Pilze, die ich irgendwann mal zu finden hoffe. Was aber schwierig wird, weil der ja nicht gerade dafür bekannt ist, an extravagant vielen Stellen in Europa Fruchtkörper zu bilden.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Ja, einleuchtend und nachvollziehbar. :thumbup:
    Noch ein kleiner Gedanke: Wenn du Lugol und KOH kombinierst, wird's auch wieder kritisch. Streng genommen wäre das so: Präparat in KOH3% - 5% einweichen, dann in Lugol betrachtet und die beobachtest eine hemiamyloide Reaktion. Dabei ist dann interessant, ob sich der Ascusporus rotbraun verfärbt.


    Ist auch manchmal wichtig und bestimmungsrelevant, meistens für Becherchen mit ohne Deckel auf dem Ascus (also inoperculate Becherchen).
    Um eine "saubere" amyloide Reaktion zu beobachten, sollte man auch auf KOH verzichten und entweder ein Präparat direkt ion Lugol legen, oder in ein in Wasser angesetztes Präparat das Lugol einströmen lassen.
    Spitzfindigkeiten, ist in diesem Fall auch nicht wirklich wichtig, kann aber woanders vielleicht mal von Bedeutung sein.


    Sitzt dein Bergauf-Bergab-Porling da an einem Laubholzästchen? Wenn ich raten sollte, wäre mein erster Vorschlag mal Skeletocutis. Was aber auch voll daneben sein kann, weil solche hellen, pileaten Porlinge gibts auch ein paar Bänke voll.



    LG, Pablo.

    Moin!


    Es ist jetzt auch nicht so, daß ich mir generell um die Pilze an sich Sorgen mache. Pilze wird es weiterhin geben, das Artspektrum verändert sich allerdings.
    Das größere Problem dürfte die Abnahme der Artenvielfalt sein: Interessante Frage, auf die es wohl keine Antwort geben kann: Wie viele Pilzarten sind in den letzten zwei/ drei Jahrzehnten in Mitteleuropa verschwunden, von denen wir noch nicht mal wussten, daß es sie überhaupt gibt?
    Aber das ist irgendwie ein anderes Thema, denke ich.


    Ausgehend von dem Inhalt hier - der ja einen gewissen ironischen Beiton besitzt: Ja, in anderen Gegenden sind die Folgen des Klimawandels wesentlich dramatischer. Aber auch hierzulande lassen sich Veränderungen beobachten. Und natürlich ist das längst ein globales Problem.
    Ob wir nun aber sorum oder andersrum unsere Beobachtungen irgendwie kategorisieren und werten (Gutes und schlechtes Wetter, häßlicher und schöner Pilz, leckeres und ungenießbares Getreideprodukt usw.): Wertungen sind immer subjektiv. Die Natur wertet nicht, da heißt es auch nicht: "Anthropogener Klimawandel ist gut / böse" sondern: "Anthropogen induzierter Klimawandel findet statt". Ebenso wenig fällt die Natur ein Urteil über die Folgen.


    Aber wir dürfen das. Auch wenn wir nur ein Bestandteil von Natur und Evolution sind, eine im System verflochtene Komponente und nicht vom System losgelöst sondern in jeder Hinsicht darin eingebettet und davon abhängig, sind wir Menschen und wir dürfen werten. Ganz subjektiv und kontrovers. Auch diese unsere Eigenschaft ist Teil der Natur und der Evolution. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Verena!


    Jedenfalls sollte er einigermaßen nahe verwand sein.
    Der irgendwie doppelte Ring, die ringartigen velumwarzen an der Stielbasis, Farben und Form des Hutvelums sollten zu >Amanita cokeri< führen.



    LG, Pablo.

    Morgen, mein Lieber!


    In der Hoffnung, daß du schön reingefeiert hast und nun noch seelenruhig im Bette schnarchst, spare ich mir alle Rechenaufgaben um den Morgenkopf in Schwung zu bringen und wünsche einfach nur alles Gute und einen ruhigen und zufriedenstellenden Fluß der Ereignisse im kommenden Jahr. Was alle relevanten Bereiche des Lebens abdecken sollte, von Beruf über Gesundheit, Freundschaften bis zu Pilzen.


    In knapp drei Wochen stoßen wir darauf noch mal an!




    LG, Pablo.

    Hi.


    Also ich sehe bei den holzbewohnenden Lamellenpilzchen auf deinen Bildern auch deutliche Schüppchen an den Stielen. :thumbup:


    Der >FomPini< ist hier sehr typisch ausgeprägt. Eine weiße Linie sollte es bei der Art eigentlich gar nicht geben, das wären seltene Anomalien. Rote Linien oder gelbe, das darf jederzeit vorkommen, aber mehr oder weniger komplett rot oder in verschiedenen Zonen von gelb über rot nach schwarz gefärbt: Farblich ist bei der Art ziemlich viel möglich.



    LG, Pablo.

    Hej.


    Stimmt, Karl-Heinz.
    Es gibt deutlich unwirtlichere Gebiete auf dem Planeten.
    Beunruhigend bleibt dabei nur die Beobachtung, daß 2017 zumindest mal bezogen auf den südwestdeutschen Raum das vierte (bislang) deutlich zu trockene Jahr in Folge ist. Ich meine mich dunkel zu erinnern, daß es mal solche Ereignisse wie "Landregen" gab. Oder sogar Folgen von Tiefdruckgebieten, die sich in kurzen Abständen aneinanderreihten und auch im süddeutschen Raum noch konstante Niederschläge brachten.
    Beides gab es hier in den letzten vier Jahren nicht. Dagegen allerdings häufige Phasen von relevanter Trockenheit, also Intervalle von mehr als 3 Wochen komplett ohne jeden Niederschlag. Man kann das selbstverständlich schönrechnen, wenn man diejenigen Niederschlagssummen betrachtet, die sich durch kleinräumige HP - Gewitterzellen innerhalb kurzer Zeit an einzelnen Stellen akumulieren. Blöd nur, daß das Niederschläge sind, die nur sehr begrenzt auch eine relevante Bodendurchfeuchtung bedeuten, insbesondere wenn der Boden zuvor durch mehrere niederschlagsfreie Wochen stark ausgetrocknet war. Das ist in etwa so, als würde man über einem trockenen Schwamm einen Eimer Wasser auskippen. Aus dem Schwamm wird man danach weniger Flüssigkeit bekommen, als wenn man ihn langsam und quasi Tropfen für Tropfen ein normales Wasserglas aufnehmen lässt.
    Soweit mal nur die kurzfristige Beobachtung, in welcher Weise das mit dem globalen Klimawandel in Zusammenhang steht, kann ich nicht einschätzen. Daß es Zusammenhänge gibt, ist ja unstrittig, und genau diese Prozesse und Entwicklungen - egal wie viel wir davon überhaupt verstehen - laden nicht gerade zu Freudentänzen ein. Eher zu Regentänzen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Ui, den Joker hatte ich vergessen zu erklären. Tut mir leid. Aber Stefan hat das schon richtig gedeutet, so jedenfalls hatte ich es mir ausgedacht.
    Der Publikumsjoker war auch spitze, Hans. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Moin!


    "relativ groß" muss man da aber auch im richtigen Kontext sehen. Für die Gattung vielleicht schon, aber mal vergleichen mit einem Zunderschwamm oder Lackporling doch auch wieder "relativ klein". ;)
    Jedenfálls habe ich oft große Schwierigkeiten, Pilze in der Größe und dann noch mit einer Form, die eben nicht innerhalb von einer geeigneten Schärfeebene liegt, so schick hinzubekommen. Und: Es muss nicht immer das gestackte Bild sein, wo man am ganzen fruchtkörper entlang jedes Haar scharf erkennt. Weil das sieht ja so auch nicht beim Blick durch die Stereolupe aus. Solche Aufnahmen sind toll, aber diese hier sind im grunde sogar authentischer.



    LG, Pablo.

    Ahoi, Peter!


    Die kleinen Borstlinge findest du wieder, keine Sorge. Soooo selten sind die nicht, und wenn du sie einmal in dem gebiet gefunden hast, findest du sie auch ein weiteres Mal. Alles zu seiner Zeit. :thumbup:


    Zitat


    Präparate in Wasser wären in diesem Fall aussagekräftiger meinst?


    Nicht in diesem Fall, aber im grunde genommen in jedem Fall, wenn du mit Frischmaterial von Ascos arbeitest.
    Was ich meine: Diese Art ist ziemlich unproblematisch in der Gestimmung. Bei anderen Arten wird es sehr viel komplexer und dann kommt es auf Nuancen an.


    Zitat


    Jajajaja, du wirst mir gleich erklären, dass KOH bei manchen Arten Strukturen zerstört, stimmt auch. Auf Melastiza trifft es nicht zu,


    Wenn du es eh schon weißt, muss ich es nicht mehr erklären, oder? ;)
    Und natürlich trifft es auch auf Melastiza zu, aber es ist wie schon erwähnt in der Gattung (und speziell bei der Art) unproblematisch. Du brauchst den Inhalt vitaler Sporen nicht zu beurteilen, auch nicht den Inhalt vitaler Paraphysen, du musst die Sporen nicht vermessen...
    Aber nur mal als Beispiel: Sarcoscyphas hast du ja auch schon untersucht. Ein wichtiger Fakor ist da der Inhalt der Sporen. Und der würde sich zB bei Lebendmaterial in KOH verändern, weswegen das - nur als eines von vielen Beispielen - nur eine sinnvolle Bestimmung ergibt, wenn man das Frischmaterial in neutralem Medium (sprich: Wasser) untersucht.


    Zitat


    warum soll ein Bad in Baumwollblau, übergeführt in KOH zu schlechteren Ergebnissen führen? Im Leitungswasser schwimmen Hinz & Kunz, ist eher ein trübes Medium.


    Baumwollblau wirkt noch viel tödlicher auf alle vitalen Zellstrukturen als niedrig dosiertes KOH. Das Zeug taugt im grunde nur zum Anfärben von Sporenornamenten, wobei du auch da damit rechnen musst, daß die Sporen selbst kollabieren bzw. sich mehr oder weniger deutlich verformen.
    Wenn du andere Zellstrukturen sichbar machen willst: Nimm Kongorot. Am besten verdünntes, und am besten das Präparat danach in Wasser überführen.
    Daß in Präparaten noch Zeug rumschwimmt liegt in der Natur der Sache. Wenn die Bakterienkolonien im Präparat zum Beispiel noch vergnügt umherpaddeln, dann weißt du daß das Medium stimmt, die Strukturen alle fit und gesund sind, und deine gemessenen Werte der Pilzsporen, Ascuslängen, Paraphysendurchmesser, Haarlängen, Durchmesser der Excipulumzellen usw. einigermaßen authentisch sind. ;)
    Durchspülen kann man Präparate auch mit Wasser.



    LG, Pablo.

    Moin!


    Bei den ersten beiden glaube ich durchaus auch an Lackporlinge, aber immerhin der erste sollte nicht >Ganoderma resinaceum< sein, weil der doch im Fleisch deutlich heller sein sollte im Frischzustand. Siehe erstes Bild von Karl im Portrait.
    Eher käme da >Ganoderma australe< oder Ganoderma pfeifferi in Frage, je nach dem, ob Brutzeltest auf Hutkruste positiv oder negativ ausfällt.
    Der zweite Lackporling dagegen kann natürlich durchaus wieder Ganoderma resinaceum sein, denn da sieht man ja kein Schnittbild. ;) Ganoderma australe würde ich bei dem eher ausschließen wollen, aber Ganoderma pfeifferi ist natürlich genauso möglich.


    Der dritte Pilz ist wohl schon ein Inonotus, dürfte aber ohne einen Blick auf die Oberseite kaum bestimmbar sein. >Inonotus dryadeus< glaube ich eher nicht, denn die Art würde in aller Regel sehr weit unten am Stamm Fruchtkörper bilden. Wobei man "Ausreißer nach oben" nicht völlig ausschließen darf, aber wie gesagt: Da müsste man mehr von sehen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Bei so schönen Pilzen in so einer schönen Landschaft, da wird man ganz sehnsüchtig. :)


    Nummer 6 (die Saftlinge): Wenn es keine gelben conicas (also Schwärzende Saftlinge = Hygrocybe conica = Hygrocybe nigrenscens) sind, also nicht beim liegenlassen grauschwarz angelaufen sind und Huthaut eher speckig bis schmierig als radialfaserig, dann kämen noch spitzgebuckelte Saftlinge (Hygrocybe persistens / Hygrocybe acutoconica) in Frage.
    Nummer 10 könnte auch einer der Scheinhelmlinge (Hemimycena) sein, da gibt es einige Arten mit ganz dünnen, ganzweißen fruchtkörpern, während Helmlinge meistens nicht so ganz rein weiß sind.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Oh ja, tatsächlich!
    In Mainz war es offenbar sogar noch knapper daneben als bei mir: >Niederschlagssummen 48h RLP<  
    Aber du kannst wenigstens ein Stück nach Norden in den Taunus ausweichen, da sieht es wohl ganz ordentlich aus.


    Alors, better luck next time.


    Kommen wir mal zur Auflösung von Runde 20.
    Das war offenbar wenig schwierig, denn letztlich hatten alle den gesuchten Eichenwirrling schnell erkannt.

    Ist natürlich auch so eine Sache, wenn das Ursprungsbild noch im >Portrait< drinnen ist. Aber auch darauf muss man ja erstmal kommen und da braucht es dann schon eine Idee, nach welchem Pilz denn zu suchen wäre.


    So errechnt sich folgender famoser Punktestand:


    1. 50Pkt.: JanMen (+ 10)
    2. 48Pkt.: Romana (+ 10); nochn Pilz (+ 10)
    4. 46Pkt.: Brassella (+ 10); Safran (+ 10); EberhardS (+ 10); beli1 (+ 10); Malone (+ 10)
    9. 44Pkt.: Wutzi (+ 10); ipari (+ 10)
    11. 42Pkt.: Linnea (+ 8)
    12. 41Pkt.: Joe83 (+ 10)
    13. 37Pkt.: Texten (+ 10)
    14. 34Pkt.: Engelchen (+ 10); Lupus (+ 10)
    16. 30Pkt.: Climbingfreak (+ 10)


    [hr]



    Nicht so einfach werden sollte nun Runde 21.
    Gesucht ist ein Pilz, zu dem folgender Bildausschnitt passt:



    LG, Pablo.

    Moin.


    Ach ja, das schöne Wetter...
    Mich verwirrt die verdrehte Wahrnehmung vieler Mitmenschen auch oft, die sich sogar in den Medien festgesetzt hat. Selbst Kolleginnen und Kollegen haben es nicht verstanden, wie es wirklich ist. Wie zB Verabredungen zum Grillen wegen dem "Guten Wetter". Hä? Dann muss ich immer umdenken, also verkehrt rum. Weil eigentlich ist es unlogisch: Bei gutem Wetter zu grillen macht gar keinen Sinn, weil dann ja das Grillgut nass wird.
    Die meinen aber mit "guten Wetter" was ganz anderes, auch wenn es in Wirklichkeit völlig abwegig und unlogisch ist, das so zu charakterisieren.
    Richtig ist es ja so rum:
    Gutes Wetter = :rain:
    Schlechtes Wetter = :sun:
    Grillen, Radtouren, Baggersee usw. macht man also klassischerweise bei schlechtem Wetter.


    Besonders deprimierend sind diese Wetterteaser, wie gestern wieder in Monnem passiert: Man radelt nach hause, im Westen eine dunkle Wolkenbank, die Ambosswolke der Schönwetterfront hängt schon über einem, Blick von unten offenbart sogar wunderschöne Mammatuswolken. In der Folge fielen drei Tropfen Regen.
    Und das wars. Das gute Wetter rotiert wie üblich nördlich vorbei und / oder löst sich einfach auf.


    Ächz!


    Mal gucken, ob die sich vage abzeichnende Wetterbesserung mitte nächster Woche tatsächlich kommt, oder ob das wieder nur Frust statt Regen gibt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Maria!


    Eigentlich sollte man auf andere Videoseiten ausweichen (Vimeo usw.). Andererseits: Wenn ich das richtig verstanden habe, hat sich nichts geändert. Der Unterschied sit Folgender: Bisher haben alle Google - Dienste (sowie die meisten anderen Webseiten auch) die Daten einfach so abgegriffen. Das dürfen sie jetzt nicht mehr, jedenfalls nicht mehr ohne Zustimmung. Die Lösung für die Anbieter ist dabei ganz einfach: Wer nicht zustimmt, kann nicht mehr gucken.
    Man kann das im Grunde so verstehen: Daten sind sowas wie eine eigene Währung. Den Konsum der aufgerufenen Seiten bezahlt man zwar nicht mit Cash, aber dafür mit dem Datenprofil, das man beim Surfen auf den Seiten hinterlässt.
    Ist nicht unbedingt schön, aber es gibt Schlimmeres (zB Trockenheit).



    LG, Pablo.

    Hallo, Hartmut!


    Ich glaube, das sind mit die schönsten Podospora - Makroaufnahmen, die ich bisher gesehen habe. :thumbup:
    Sehr gelungene Darstellung, mikroskopisch ja sowieso, aber ich genieße es immer, von so einem Pilzchen auch ein Gesamtbild zu sehen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Uwe!


    Ob man viel schreibt oder nicht, ist nicht das Wichtigste.
    Ich freue mich jedes Mal über deine Bilder, auch wenn sie nicht auf den Treppchenplätzen mitspielen. :thumbup:
    Das ist für den Wettbewerb meiner Meinung nach ebenso wichtig, daß nicht jedes Bild auch gleich "Profiniveau" erreicht. Auch wenn man nicht das Equipment und / oder die Zeit und / oder die Erfahrung hat, ein Hochglanz - Bild einzuschicken: Es tut gut, wenn es im Wettbewerb die Vielfalt gibt von unterschiedlichen Perspektiven und Eindrücken. Also bitte weiter machen. Das betrifft aber alle Pilzfotografen: Immer her mit den Bildern, da muss sich niemand zurückhalten, weil "die Bilder ja eh nicht mithalten können".
    Der Wettbewerb ist für alle da. :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Sehr schönes Portrait! :thumbup:
    Wenn du bei "Substrat" außer Weide noch andere Gehölze angibst, muss man eigentlich "Phellinus igniarius s.l." dranschreiben.
    (s.l. = sensu lato = im weiteren Sinne)
    Der an Erlen und diversen Obstbäumen vorkommende Phellinus alni ist wohl ebenso wenig kreuzbar wie der ausschließlich an Moorbirken vokommende Phellinus nigricans (= Phellinus cinereus), sind also streng genommen eingene Arten. Weder makro- noch mikroskopisch von Phellinus igniarius (s.str., also dem ausschließlich an Weiden vorkommenden P. igniarius) abgrenzbar, aber dennoch wohl nicht genetisch kompatibel.


    Das ist aber auch eine ganz verezwickte Gruppe, bei der man eventuell auch Phellinus alni nochmal weiter aufspalten kann.
    Am praktikabelsten ist es aber wohl so, wie es auch im neuen Ryvarden gehandhabt wird: Man fasst einfach alles zu Phellinus igniarius s.l. zusammen und notiert das Substrat dazu. Bei Funden an Weide kann man auch einfach Phellinus igniarius s.str. notieren.


    Mikroskopisch sind übrigens die eher spärlichen und kleinen Setae mit geraden Spitzen und die chaotisch verflochtenen Skeletthyphen der Röhrentrama wichtigere merkmale als die Sporen, weil Anatomie der Setae und Hyphenverlauf ganz nützlich sind zur Abgrenzunge von einigen ansonsten sehr ähnlichen Arten. Vor allem, wenn man das Substrat nicht bestimmen kann oder es sich um Funde an Pappel oder Birke handelt, oder die Fruchtkörper ungewöhnlich knollig bis resupinat gewachsen sind.


    hier noch ein paar Bildchen, substrat ist jeweils Weide (Salix spec.), damit Phellinus igniarius s.str.:





    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Siehe >hier< unter "Associated records". >PD< kennt offenbar nur zwei Varietäten. Aber ich kenne mich doch mit solchen Pilzen überhaupt gar nicht aus, ich musste die art ja nur in den Datenbanken nachschlagen um sie in den systematischen Index einbauen zu können.
    Wenn das bei Klenke/Scholler nicht getrennt wird, dann sind es dort wohl entweder eigene Arten oder sie werden gar nicht als eigene Taxa angeführt, weil es zB keine morphologischen (und ökologischen) Trennmerkmale gibt.
    Ich kann halt mangels Ahnung nix dazu sagen, bin nur drüber gestolpert und dachte, du wüsstest vielleicht, wie sich das verhält.



    LG; Pablo.

    Hallo, zusammen!


    Nicht doch... :D
    Die Auflösung wollte ich doch machen.
    Ist vielleicht aber auch ganz gut so, weil irgendwie bin ich heute abend reichlich platt. Wenn ich nicht einschlafe, dann vielleicht später noch, ansonsten morgen nachmittag.


    Irgendwie zieht das ganze gute Wetter gerade ganz knapp an Mannheim vorbei. Deprimierend ist das. X/



    LG; Pablo.

    Hi.



    Nenenenene, nicht im Hinblick auf deine Bestimmung. Sondern um mögliche Wettinteressierte noch etwas zu verwirren, da hätte man noch mit ein paar mehr Namen jonglieren können.
    Ackerling also der vermutete vervactii... Und wenn das anhand der Sporen so einfach gehen täte, dann war's wohl doch eine der großsporigen Formen von Agrocybe pediades. Aber Achtung: Auch Agrocybe putaminum kann recht große Sporen (lt Lit. bis 15, wenn nur genug zweisporige Basidien im Spiel sind, selbst habe ich noch nie was größeres als 12 gemessen).



    LG, Pablo.

    Salut!


    Normalerweise ist es nicht Sinn der Sache, die Sporen rauszuquetschen. Die müssen ja reif sein, daß heißt von selbst und ohne Druck aus dem reifen Ascus schlüpfen. Für die Sporenbeurteilung bei Becherlingen ist wie bei eigentlich allen Pilzen auch ein Abwurfpräparat Gold-Standard. Dann braucht man halt reife Apos, nimmt also schon am Standort mehrere Becher mit, darunter auch welche die schon mal so richtig alt aussehen.
    Weil wenn man Sporen im Ascus vermisst, oder Sporen, die aus einem unreifen Ascus rausgequetscht wurden, dann stimmen die Messungen meistens nicht. Auch das Ornament kann anders ausgeprägt sein bei solchen unreifen Sporen.


    Ist aber mehr so als allgemeiner Tip zu sehen, weil hier zieh ich trotzdem mit: Daß die Haare braun sind, sieht man ja makroskopisch, mikroskopisch sieht man, daß sie gerundet sind (die hättest du besser in Wasser fotografieren können, man muss ja eh mindestens ein Präparat in Wasser machen). Also: Gattung passt. Und das Sporenornament passt dann nur noch zu eben der Art. Melastiza cornubiensis = Melastiza chateri = menningeroter Borstling. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Moin!


    Ja, Bestimmung stimmt: >Schwefelporling<.
    Der Stamm gehört zu einem Kirschengewächs (Prunus spec) und der Porling ist schon etwas verblasst, also vermutlich nicht mehr der Jüngste. Geschmacklich wäre der wohl darum nicht mehr so der Knüller.



    LG, Pablo.