MOIN!
Nach langer Zeit bin ich endlich soweit. Zumindest einige der gefundenen und untersuchten Pilze kann ich kurz vorstellen.
Zur Einleitung der zweite und dritte Pilz, den ich am Samstag fotigrafiert habe.
Nämlich einen FomPini neben einem Leuchtenden Weichporling (Pycnoporellus fulgens):

...zwei Arten, die uns quasi auf der gesamten Exkursion begleiteten.
Weiter oben, kurz vor der Heide, hatte mich jemand auf einen kleinen, resupinaten Porling an einem Stück Laubholz aufmerksam gemacht. ich denke es war Matthias. Der Pilz ist jedenfalls eine Junghuhnia, und da besteht oft eine gewisse Schwierigkeit in der Trennung von Junghuhnia nitida und Junghuhnia lacera (Junghuhnia nitida var. separabilima). Hier habe ich mich wegen der doch ziemlich breiten Poren und den fransigen, immerhin ansatzweise rhizomorphigen Rändern für Junghuhnia lacera (Weitporiger Resupinatporling) entschieden.



Auch toll: Diesen liegenden Rotbuchenstamm hatten Florian und ich etwas zerpflückt.

Die Braunfäule sollte vom FomPini kommen, der auch die Rippen und Wellen der Rinde verursacht. Neben den Rotrandigen fanden wir direkt innerhalb der zerklüfteten Stelle an Bröckchen des Braunfaulen Holzes neben einer unbestimmten Mollisia auch noch einen weiteren, resupinaten Porling.
Nämlich Schizopora radula (Grobporiger Spaltporling):



Und einen weiteren Pilz fand Florian, kaum zu erkennen, nur winzige, weiße Zähnchen auf braunfaulem Buchenholz.
So sieht Mucronella calva (Rasiges Pfriempilzchen) aus:



Schon fast auf dem Rückweg noch an einem weiteren Rotbuchenstamm, Antrodiella serpula (= Antrodiella hoehnelii = Spitzwarzige Kleinsportramete):



Der eine mitgenommene Fruchtkörper war noch zu jung, der andere quasi hinüber und von innen zernagt, aber auch ohne eine einzige Spore ist die Art solide zu bestimmen anhand der makroskopischen Merkmale (zB auch die feste, hartelastische Konsistenz) und mikroskopisch durch das trimitische Hyphensystem mit Bindehyphen vom Bovista - Typ: Das sind die auf dem Bild, die spitz und knorzelig auslaufen. Ist nicht immer einfach zu sehen (erst recht nicht auf dem Bild), aber wenn vorhanden ein interessantes merkmal dieser Art.
Am Sonntag ging's los mit einem klassischen und hübschen Bewohner liegender Nadelholzstämme, Dacryobolus karstenii (Nördlicher Höckerrindenschwamm):



Und endete mit Peniophora limitata (Eschen- Zystidenrindenpilz):




An einem Eschenast. Die Bestimmung bestätigt hier Stefans vermutung schon beim Einsammeln. 
Die Art zeichnet sich makroskopisch durch (für die Gattung) mitteldicke, recht helle, graubraune Fruchtkörper mit dunklerem Rand aus. Und, daß sie eben gerne an abgefallenen Eschenästen wächst. Mikroskopiert werden sollte trotzdem, diese Gattung hat ein paar abgefeimte Fallen eingebaut.
Ein paar mehr habe ich noch, aber die kommen am Freitag. Hoffe ich. Die Bilder kann man übrigens allesamt anklicken, die sind größer, als es auf den ersten Blick scheint.
LG, Pablo.