Beiträge von Beorn

    Hi.


    Initial könnte man mit einem Sporenabwurf schon mal etwas weiter eingrenzen bzw. Einiges ausschließen. Wenn's braun wäre, dann wären schon mal sämtliche Holzritterlinge vom Tisch. Und bei weißem Sporenabwurf alle Flämmlinge.
    So richtig werde ich aus diesem Fruchtkörper bisher nicht schlau, aber Tricholomopsis rutilans ist schon ein optisch sehr variabler Pilz. Ein glatter Stiel darf da durchaus sein, auch die Farben der Schuppen sind sehr veränderlich. Allerdings sind solche ungewöhnlich ausgeprägten Exemplare dann nicht leicht zu bestimmen. Ich selbst könnte es zB kaum ohne Mikro, denke ich.
    Aber Christophs Einschätzung wäre schon interessant zu lesen zu diesem Fund, mal gucken, ob er das Thema findet.



    LG; Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Sieht ja super aus, dieser Pilz. :thumbup:
    Was ich mal sicher weiß, ist, daß ich sowas noch nicht in der Hand hatte. Wenn du den jemandem geben kannst, die oder der Interesse hätte, den auch mikroskopisch mal genauer zu untersuchen und mit aktueller Literatur gegenzuchecken, wär's natürlich umso besser. Das scheint ja nun doch eher was Seltenes zu sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Werner!


    Bei den Bestimmungen schließe ich mich den bisherigen Ideen an.
    Allerdings besteht - gerade beim zuletzt gezeigten (Leccinum variicolor) eine gewisse Unsicherheit, einfach weil ein paar entscheidende Details nicht zu beurteilen sind. Noch bewegt sich das hier ja im Rahmen von gut erkennbaren, einfach zu bestimmenden Arten. Aber meistens wird es irgendwann wesentlich komplizierter, und dann muss man viel mehr Details beobachten und berücksichtigen. Eine Anregung, wie man vorgehen kann, was man beobachten sollte und wie man es darstellt, findest du >hier<. Für den Vielfärbenden Birkenpilz (= Leccinum variicolor) sind zB die vollständige Stielbasis sehr wichtig, und auch ein komplettes Schnittbild vom Hutscheitel bis zum untersten Ende der Stielbasis.



    LG; Pablo.

    Hallo, Stephan & Frank!


    Ja, die dicke Schleimschicht hat mich auch irritiert. Ich kenne den Marzipanschneckling nur von einem Standort (Kohlhof - Park bei Heidelberg), die Hüte sind schon schmierig und bei Nässe glitschig, aber an so ein dickes Schleimpolster kann ich mich nicht erinnern. Hygrophorus mesotephrus kenne ich nicht, der könnte hier dann durchaus besser passen.


    Allerdings: Wenn du die nochmal findest (und idealerweise noch mit Zuehli dabei), dann bekommen wir ja eine Auflösung.
    Insofern mach ich mit, auch wenn ich die 5 Chips schon quasi abschreibe. :thumbup:
    Setze also dagegen und sage einfach mal: "5 auf Marzipangeruch."



    LG, Pablo.

    Hallo, Maria!


    Der Größte Scheidling ist recht variabel, was den Standort betrifft. Die Art bevorzugt schon einen gewissen Stickstoffgehalt im Boden, aber auch auf eher nährstoffarmen Böden begegnet mir der hin und wieder. In den Binnendünenlandschaften um Mannheim rum steht der dann zB mal an den Wegrändern, also da, wo auch Hunde vorbeikommen und ihr Bächlein machen.


    Geruchlich ist es in der Tat auffällig, denn auch meine Funde rochen meist immerhin beim Rubbeln rettichartig.
    Wenn du an der Stelle noch mal vorbei kommen solltest und noch Fruchtkörper findest, kannst du ja einen Sporenabwurf nachholen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Josef!


    Bei so schönen Funden kann ja eine Tour gar nicht enttäuschend sein.
    Schleierritterling und Buchsblättrigen Trichterling habe ich selbst zB noch nie gefunden. :thumbup:


    Einen richtig guten PSV hast du auch gefunden wie es aussieht: Denn sowohl der trichterling als auch der Erlenschüppling sind nicht einfach zu bestimmen und die Kenntnis der beiden Arten ist schon mehr als Basiswissen für einen PSV.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Der Wiesenchampi ist da allerdings ein schlechtes Beispiel. ;)
    Wenn der mal einen anisartigen oder bittermandelartigen Geruch haben sollte, dann müsste man schon sehr genau hingucken, weil dann ist es wahrscheinlich eher was Anderes.


    Die Gerüche liegen nahe zusammen (Anis und Marzipan / Mandelmehl), aber bei den meisten Champis der "Anisgruppe" rieche ich viel eher Marzipan, als den Anisgeruch, wie er zB beim Aniszähling (Lentinellus cochleatus) auftritt. Aber das ist natürlich auch eine Sache der individuellen Empfindung, darum schreiben die meisten soliden Autoren "anisartig" und fassen die Mandel- / Marzipangerüche darunter mit ein.



    LG, Pablo.

    Moin!


    Ich denke, Sarah hat da schon die richtige Spur. Beim Größten Scheidling (Volvopluteus gloiocephalus = Volevariella gloiocephala) ist die Scheide oft vergänglich, und dann macht sich der Pilz einen Schabernack mit den Bestimmern. ;)
    Wenn ein Sporenabwurf hier rosabraun wäre, könnte man den aber dennoch so abheften.



    LG; Pablo.

    Hallo, Frank!


    Soweit ich weiß, brauchst du das KOH vor allem bei den weißlichen Arten. Allerdings sind Schnecklinge nicht wirklich meine starke Seite, also kann es nichts scahden, einen Tupfen Reagenz aufzubringen (Stielspitze am besten).
    Wenn diese Pilze nach Marzipan riechen sollten, dann würde ich das schon für Marzipanschnecklinge (Hygrophorus agathosmus) halten.



    LG; Pablo.

    Hallo, Helge!


    Wenn du solche Champis (also +/- gilbende Arten) zum Essen sammeln willst, dann solltest du - eben um >Karbolis< auszuschließen - auf den Marzipangeruch achten. Was deutlich nach Marzipan riecht, ist essbar. Deutlich rötende Arten sind essbar. Alles andere ist in der Gattung mit erhöhter Vorsicht zu sammeln.



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Oder - nach dem zweiten Blick bei Tageslicht: Eher was aus der Gruppe um Macrolepiota mastoidea (Zitzen - Riesenschirmling), auch da gibt es mehrere Arten.
    Was die Abgrenzungen betrifft: Das ist bei den europäischen Macrolepioten in manchen Gruppen wirklich reichlich verzwickt. Die Arten sind schon verschieden (genetisch, und dabei auch nicht kreuzbar), aber die morphologischen Unterschiede sind entweder nicht umfassend genug beobachtet oder tatsächlich so fließend, daß die Trennung im Feld bisweilen kaum möglich ist.
    Immerhin die Safranschirmlinge sind in Europa klar abgrenzbar und gut zu bestimmen.



    LG; Pablo.

    Salut!


    Ok, klar. Das ist schon auch ein Faktor, daß eben macnhe Gebiete kaum besucht werden von Kartierern, oder eben auch Pilzvereinen mit ihren Kartierungsexkursionen.
    Um Mannheim rum wird und wurde immer schon recht fleißig kartiert (MAK macht's möglich), andere Regionen sind da weniger begünstigt.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß "Daldinia spec." (mit der Bestimmung einzelner Arten habe ich mich da noch gar nicht befasst) in meiner Ecke massenhaft vorkommt, zu manchen Zeiten und in manchen Gebieten (insbesondere Habitate mit Auwaldcharakter) ist Daldinia eine der häufigsten Gattungen. Und ich bin ziemlich sicher, daß es da um mehr als eine Art geht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Doris und Helmut!


    Auch wenn der Harz in diesem jahr phasenweise doch deutlich zu viel abbekommen hat vom lebensspendenden Nass: Für irgendwas muss es ja gut sein. Die Pilze scheinen sich nicht nur wohl zu fühlen, sondern wirken auch besonders fotogen so blankgeputzt und glänzend. :)


    Zu einigen Aufnahmen füge ich mal noch Bestimmungsideen an:
    2 = Tricholomopsis decora (Olivgelber Holzritterling)
    3 + 18 = Fichtensteinpilz (Boletus edulis)
    4 = Grauhäutiger Scheidenstreifling (Amanita submembranacea, 1 könnte auch einer sein)
    5 + 20 = Königsfliegenpilz (Amanita regalis)
    6 + 21 = Imleria badia (Maronenröhrling)
    10 = Pholiota flammans (Flammenschüppling)
    11 = Lycoperdon pyriforme (Birnenstäubling)
    12 = Laccaria amethystea (Lila Lacktrichterling)
    13 = Kahler Krempling (Paxillus involutus s.l.)
    14 = Kammkoralle (Clavulina coralloides)
    16 = Safran - Streifling (Amanita crocea)
    17 = Erdwarzenpilz (Thelephora terrestris)


    LG, Pablo.

    Hi zusammen!


    Oder - was auch öfter mal vorkommt: Man hat eben lange Zeit nicht gewusst, daß es da mehr als eine Art gibt. Als Kartierer muss man darauf ja auch erstmal aufmerksam werden, daß es neue Forschungen gibt und Arten getrennt werden müssen, die man bisher zusammengefasst hat. Irgendwie scheint es mir selbst noch nicht lange her zu sein, daß man alle Holzkohlenkugelpilze einfach makroskopisch als "Daldinia condentrica" zusammengefasst hatte, weil einfach nicht bekannt war, daß das mehrere Arten sind.



    LG, Pablo.

    Hej.


    Wenn wirklich keine Kiefer da war, müsste man wohl an einen ungewöhnlichen Fremdgänger denken.
    Aber: Könnten das nicht Kiefernnadeln auf dem ersten Bild rechts oben sein? Vielleicht stand da ja bis vor einem Jahr eine Kiefer, die dann gefällt wurde? Der Pilz könnte dann immer noch ein bis zwei Jahre Fruchtkörper bilden.



    LG, Pablo.

    Salut!


    Sicher auch hier keine anderen Nadelbäume anwesend, nicht vielleicht doch eine kleine Fichte irgendwo 10 Meter ums Eck zwischen den anderen Bäumen versteckt?
    Aber wenn er nach Marzipan gerochen hätte, wäre dir das sicher ohnehin aufgefallen...



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Ob die Kiefer vielleicht etwas abseits stand und / oder noch recht klein war?
    Ein Chroogomphus rutilus (Kupferroter Gelbfuß) ist das schon, jedenfalls die Gattung sollte klar sein, und mit dem glatten Hut in diesen Farben kommt sonst keine Art in Frage, denke ich.



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Mit dem genatterten Stiel sieht das trotz mehr oder weniger einfachem Ring eher aus wie eine Art aus dem Macrolepiota - procera - Komplex. Für einen "echten" Parasol im strengen Sinne sieht der ziemlich wunderlich aus, aber eine Art aus der Gruppe sollte das schon sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Den Zweifarbigen Lacktrichterling (Laccaria bicolor) kenne ich eher als schlankeren Pilz und mit glatterem Stiel und Hutoberfläche.
    Der violette Mycelfilz allerdings blasst rasch aus und ist vor allem bei jungen, frischen Exemplaren sichtbar. Manchmal hilft noch schräges Anschneiden der Stielbasis, weil auch die Stielrinde oft etwas violett ist (und länger so bleibt als der Filz).
    Bei deinem Fund könnte ich mir ganz gut Laccaria proxima (Ähm... Braunstieliger Lacktrichterling?) vorstellen, aber mit Ausnahme von eindeutigen L. bicolor und den Violetten (L. amethystea) sollte man eigentlich alle Funde der Gattung auch mikroskopisch untersuchen. X/


    Die Saftlinge sind so interessant wie hübsch. In der Gruppe dürftes du richtig liegen, aber ich kenne daraus bislang nur H. cantharellus (Pfifferlings - Saftling), H. calciphila (Kalkliebender Saftling) und H. helobia (Knoblauch - Saftling) aus eigener Anschauung. Bei keiner dieser Arten habe ich bisher so kräftige Fruchtkörper gesehen, Wenn es eine der drei Arten wäre, dann aus meiner Sicht am ehesten H. helobia (der meistens nicht oder kaum nach Knoblauch riecht).



    LG; Pablo.

    Hallo, Leute!


    Es kann auch sein, daß der Stachelbart noch ziemlich jung und eher ungewöhnlich gewachsen ist. Sich spaltende Stacheln gibt es schon hin und wieder, von der Form und dem Gesamteindruck ist das für mich schon ein Dorniger.
    Mein Avatarbild ist vielleicht etwas zu klein, um es zu erkennen, aber das gibt's ja auch noch etwas größer: >Vorletztes Bild im Portrait<. ;)


    Was würdet ihr bei dem Schwindling von Marasmiellus ramealis (Ästchen-Zwergschwindling) halten?



    LG, Pablo.