Beiträge von Beorn

    Hi.


    Wenn man nun noch den Stiel so sehen könnte, daß sich die Pseudoringzone auch beurteilen ließe... ;)
    Wenn die fehlt, dann ist es halt auch nicht fracticum (oder >baatschii<, wenn man die synonymisieren will).


    Das wäre dann allerdings keine der Arten, die wir suchen, weil die braunen Ritterlinge bei Kiefern mit Pseudoringzone haben wir erstmal ausgeklammert, das wäre nochmal ein Kapitel für sich.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Xerocomellus marekii ist im Grunde ohne Mikroskopie von anderen Röhrlingen aus der Gruppe nicht abgrenzbar, soll aber ein ziemlcih kleiner, schlanker Pilz mit +/- rötlichen Hutfarben und durchgehend blauendem Fleisch im Schnitt sein.
    Die Bilder bei 123 zeigen höchstwahrscheinlich nicht X. marekii, sondern viel eher X. chrysenteron oder X. porosporus. Leider fehlen da sogar aussagekräftige Schnittbilder, so daß sich das nicht wirklich solide eingrenzen lässt, was das in Wirklichkeit für Pilze sind.
    Eine Darstellung von echten X. marekii gibt es >hier<.


    Die hier vorgestellten Pilze sind höchstwahrscheinlich einfach >X. chrysenteron<. Es könnte sich der eine oder andere Düstere Rotfuß (Xerocomellus porosporus) dazwischen geschlichen haben, auch von der Art gibt es Formen mit rotem Stielfleisch, aber der blaut normalerweise auch deutlicher und rascher.



    LG, Pablo.

    Moin.


    Ja, vermutlich übrigens eher eine Art der Gattung Clavulina, weniger eine Ramaria.
    Aber eine Krause Glucke sieht definitiv ganz anders aus. ;)



    LG; Pablo.

    Hallo, Leute!


    Ich hab' das hier nur mal so überflogen, aber irgendwie...
    Hm.
    Nein, ein paar feine Madengänge in einem ansonsten makellosen Pilz sind ansich nicht bedenklich und auch nicht gesundheitsgefährlich.
    Nur je mehr Würmfraß man in einem Pilzfruchtkörper feststellt, desto mehr ist es ein zeichen, daß der eben nix mehr für die Pfanne ist. Gar nicht mal so sehr wegen den Tierchen selbst, sondern weil diese Tierchen auch sonstige Verwesungsprozesse in einem Fruchtkörper beschleunigen. Einerseits durch ihre Ausscheidungen, aber auch durch das Zersetzen von Hyphengewebe, daß dann viel schneller verfault.


    Das ist vergleichbar wie mit verfaultem Fleisch oder Obst. Je nach dem, wie verwest das ist, muss es nicht unbedingt gefährlich sein. Kann es aber. und Pilze sind keine Ausnahmen davon, sondern in der Hinsicht eben wohl mit Fleischprodukten vergleichbar. Und wer möchte schon ein grünlich schimmerndes, wässriges, Madendurchsetzes Schnitzel essen?


    Vorsicht halte ich durchaus für geboten, man tut sich letztlich keinen Gefallen, wenn man alles im Wald einsammelt und aufisst, was mal gerade so eben noch nicht völlig verflüssigt ist.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Aber ob's auch der Weißviolette ist?
    ich gehe da mittlerweile schon nach der seidig glänzenden Haut, aus meiner Sicht eines der besten Merkmale.
    Einen der Funde aus den letzten tagen habe ich mal als Doku zusammengebastelt, übrigens eine Kollektion aus reinem Rotbuchenwald ohne Birke (das geht ja auch).
    Cortinarius alboviolaceus:





    LG, Pablo.

    Salut!


    Stimmt: Vermutlich wirst du ihn schon bestimmt haben, sobald er getrocknet ist. ;)
    Ich nehme den trotzdem, wenn du magst. Stachelpilze sowie Porlinge und Krusten interessieren mich halt, da sag' ich nicht nein.
    Aber wenn er tatsächlich getrocknet nach Maggi riecht, musst du nicht wegen mir das Porto raushauen, weil für eine solide Bestimmung wäre das dann gar nicht mehr nötig.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Ist Eagle FFM nicht ein Frankfurter Radiosender? Ich glaube, den hatte ich schon einigemale drin, wenn ich durch das Gebiet fuhr. :)


    Dein Fund gehört schon zu den Riesenschirmlingen (Gattung: Macrolepiota), aber um die Art näher einzugrenzen, müsste man den Pilz wohl >detaillierter beobachten<.
    Besonders Sporenabwurf und Schnittbilder (mitsamt Stielbasis!) wären da interessant.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Theoretisch ja, also zumindest bei den bekannt essbaren Wulstlingen geht das ganz gut.
    Ungeeignet wären meiner Ansicht nach Semmelstoppelpilze und auch Pfifferlinge, weil die so bockelhart werden und auch nach langem Einweichen nachher wie Steinchen eine unangenehme Konsistenz entwickeln.



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Durchaus möglich. Bei C. alboviolaceus hat man normalerweise diesen seidigen Glanz auf dem Hut, auch bei alten fruchtkörpern noch. Ganz junge Fruchtkörper sehen witzig aus, wenn sie noch fast völlig violettblau sind und nur der Hut so weißglänzig überfasert.


    PS.: Das ist sogar besonders tricky, was Stephan hier schreibt: Weil bei meinen ersten Funden von C. alboviolaceus dachte ich auch "das muss doch ein Schleimkof sein", eben weil die Hüte so geglänzt haben. Nur glänzen die zar, sind aber eben nicht schmierig oder klebrig. Das ist vermutlich auch einer der Tricks, die diese Art relativ leicht ansprechbar machen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Warum nur halbherzig? Stachelinge sind doch toll. Und falls es nachher mit der Bestimmung haken sollte: Ich bin da immer bereit, ein zugesendetes Exsikat nach Strich und Faden auseinanderzupflücken. ;)
    Also wenn du einen Beleg mitnimmst und Interesse hast, wird der nicht namenlos bleiben.



    LG; Pablo.

    Salut.


    Es ist hier nicht zu beurteilen, ob die Pilze, die ihr gegessen habt, die gleichen waren, wie der auf diesem Bild. Wenn ja: Gibt's höchstens ein wenig Bauchgegrummel und Durchfalls, wenn die Fruchtkörper zu alt waren oder halt doch ein >brunneum< dabei war.
    Wenn das alles solche schuppigen Schirmlinge mit verschiebbarem Ring waren und kein Knolli dabei, dann entspannt euch.
    Dann wird nichts lebensbedrohliches passieren. Wenn es zu Kotzerei, argen Bauchscmerzen und heftigem Durchfall kommt, dann solltet ihr die Pilzreste einpacken und ein Krankenhaus aufsuchen,a ber vermutlich wird das nicht passieren.



    LG; Pablo.

    Hallo, Miknaz!


    Ich glaube die viel wichtigeren Infos für dich sind >diese hier<. ;)
    Vor allem zur Bestimmung vorgesehene Pilze zu waschen ist ein No-go.
    Der Täubling wird einer der Schwarztäublinge sein, aber bestimmungstachnisch kann ich dazu nichts sagen.
    Der klatschnasse Röhrling eventuell ein Raustielröhrling, aber auf keinen Fall ein Kornblumenröhrling. Mehr lässt sich aus den Bildern leider nicht rausholen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Frank.


    Panther sind generell bodenvag. Kommen also auf sauren wie basischen Böden gleichermaßen vor.
    Auch da kann der Ring mal vergänglich sein, wie bei allen Wulstlingen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Nö, da kann ich nicht helfen. Es sei denn, einer der Kollektionen hätte stark nach Mehl gerochen, aber dionysae hättest du dann eh selbst erkannt.
    Eigentlich wollte ich nur kurz auf "gefällt mir" drücken.
    Hoffentlich schneit noch jemand mit Phlegmacien - Erfahrung rein.



    LG; Pablo.

    Hallo, Tobias!


    Wenn du Verzehrfreigaben willst, musst du zu einem PSV (siehe Link in Signatur), die gibt es hier nicht.
    Wichtig wäre auch >ein Blick hier hinein<.
    Bild 1 & 2: >Sandröhrlinge<, die vermutlich teils schon zu alt zum Essen wären.
    Bild 3 & 4: vermutlich Fragmente von >Butterpilzen<, die zum Essen definitiv zu alt wären.
    Bild 5: Diverse Filzröhrlinge, >Maronen< sind auch dabei, aber nicht nur. Da ist nicht wirklich was rauszuholen, woran sich eine Bestimmungsarbeit zufriedenstellend erklären ließe, darum nochmal der Wink mit dem Zaunpfahl zum ersten verlinkten Text. ;)
    Letztes Bild: >Amethystschuppige Pfifferlinge<.



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Beim >Isabellfarbenen< sieht die Stielbasis schon deutlich anders aus, die Farbverläufe des Hutes sind geringfügig unterschiedlich.
    Aber es ist eine Verwechslungsmöglichkeit, keine Frage. Auch den Panther muss man da im Auge behalten, von dem es auch gelbhütige Formen gibt und der dann besonders ähnlich aussieht.



    LG; Pablo.

    Hallo, Marco!


    Das ist >der hier<.
    Die Präsentation ist soweit ok, aber bei den Schnittbildern wäre auch Vollständigkeit gut: Also eben mitsamt Stielbasis. Auch diese gehört mitgeschnitten, da sind im Inneren bisweilen sehr spannende Merkmale zu sehen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Joseph!


    Ja, so ist es in der Tat: Kompliziert. :)
    Aber da stößt man auch als fortgeschrittener Hobbymykologe mit Mikroskop und doch wenigstens rudimentär mit allerhand Fachliteratur ausgestattet an Grenzen: So kann ich zB keine Sequenzierungsreihen bei mir in der Küche durchführen...


    Nein, wichtig ist ja nur, daß man sich das am Rande mal durch den Kopf gehen lässt: Pilze sind Lebewesen, und wir sind eben erst dabei, sie nach und nach zu erforschen. Da ist sehr Vieles, was wir nicht wissen und noch einiges mehr, was wir zu wissen glauben, aber gelegentlich korrigieren müssen, wenn es zu neuen Erkenntnissen kommt.
    Und natürlich kommt man da nicht an Büchern vorbei, das ist wesentlich fundierter als jede beliebige Seite im Netz (auch wenn es da gute, weniger gute und schlechte gibt), aber eben auch nicht der Weisheit letzter Schluss.



    LG; Pablo.