Beiträge von Beorn

    Hallo, Heidrun!


    Kein Seitling, sondern ein Zähling.
    Meistens werden Bär und Biber (Lentinellus castoreus und Lentinellus ursinus, keine Ahnung welcher deutsche Name zu welchem Taxon gehört) über das Substrat getrennt. Ist meiner persönlichen Meinung nach eher unzuverlässig, aber andere Merkmale, wie zB Stärke der Amyloidität der Sporen und Hyphen sind wohl auch nicht eben so richtig konstant.
    Wie gesagt, nur meine persönliche Meinung, mich verwirren diese beiden Arten zutiefst.


    Noch ein >vielleicht ganz interessanter Link< dazu.



    LG; Pablo.

    Hallo, Chris!


    Ich finde, das funktioniert schon ziemlich gut. Sowohl die Kamera (also das, was du da rausholst), als auch das Stacking. :thumbup:
    Das fiel mir schon bei deinen Bildern zuletzt vom Lila Lacki auf, die waren ebenfalls schön anzuschauen.


    3 ist - wie schon erwähnt - ein Blauer Saftporling (Oligoporus caesius)
    12 müsste das >Zitronengelbe Sonnebecherchen< sein
    11 kein Heftnabeling, sondern eine Galerina (Häubling), da bekommen wir leider nix bestimmt ohne Mikros
    Auch bei 6. würde ich es bei "Entoloma spec." belassen, ist halt auch so eine ziemlich komplizierte Gattung.
    Bei den Tintlingen (8) ist es so, daß diese drei Arten aus der Glimmertintlingsgruppe im Grunde nur mikroskopisch trennbar sind. Auch das mit der mal sichtbaren und mal unsichtbaren Stielbereifung scheint nicht wirklich zu funktionieren.



    LG, Pablo.

    Hallo, Sunny!


    Das ist auch einer, nur eben etwas älter. ;)
    Du musst in deinem Pilzbuch dann halt mal gucken, welchen der Egerlingsschirmlinge die dort "Leucoagaricus leucothites" nennen.
    Unterarten haa der eigentlich nicht, nur halt noch verschiedene weitere deutsche Namen (wie zB "Rosablättriger Egerlingsschirmling"). Da es die mit Abstand häufigste Art der Gattung ist, sollte die in deinem Buch auch drin sein, wenn es da schon mehrere Egerlingsschirmlinge gibt.


    Vom verzehr rate ich ab. Die Art soll wohl schon des öfteren Beschwerden verursacht haben, und zum anderen reicht die Sciherheit einer Bestimmung über ein Forum generell nicht aus. Da müsstest du dir entweder selbst so dermaßen sicher sein, daß du bedenkenlos und guten Gewissens loslegen kannst, oder halt einen PSV in der Gegend aufsuchen, die / der die Pilze direkt beurteilen kann (siehe Link in der Signatur).



    LG; Pablo.

    Hallo, Leute!


    Solche Sachen wie eine Sieberdstern aufzustöbern ist kein Kunststück, wenn man den Standort kennt und an der Stelle eh vorbei muss auf dem Weg zu den Ritterlingen. ;)
    Viel witziger warr da der Dachpilz, der zwar kein perser ist, aber an einem Pappelstamm saß, wo ich auch immer wieder vorbeikomme, und den ich mir wegen vielfältiger Pilzbesiedelung auch immer wieder angucke. Selbst an solchen Stellen taucht halt immer was Neues auf.


    Peri hat fast recht: Ich habe zwar nicht keine Stöckchen gedreht, aber für meine Verhältnisse sehr wenig.
    Wen's interessiert, hier ein Drehergebnis (ist aber auch eher ein Stämmchen):



    Phlebia rufa 19.JPG



    ...
    hat sich aber nur als eine etwas komisch gestaltete Phlebia rufa (Rötender kammpilz) herausgestellt, die teils stark von einer Anamorphe befallen war und vielleicht darum keine typischen Hymenialformen entwickeln konnt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Sarah & Alle!


    Gerade bei den Hämolysinen dürfte es auch eine Frage der Menge sein. Und wie gut der Körper solche Verluste kompensiert (gut Epo - gedopte Ausdauersportler dürfen mehr essen!).
    Dazu kommen ja auch noch weitere hitzelabile Substanzen, die zB Magen-Darm-Probleme verursachen.
    Da kommt es dann acuh auf den jeweiligen Magen an, der sich mit dieser ungewohnten Kost zu beschäftigen hat.


    Mal so rum ausgedrückt: Auch Riesenschirmlinge (Macrolepiota spec) sind roh giftig. Trotzdem schneke ich gerne die Ringe von denen im Wald schon weg. Das sind halt nur geringe Mengen, selbst wenn ich hin und wieder mal auf ein gutes Dutzend verschnabulierte, rohe Schirmlingsringe am Tag komme. ;)
    Dabei ist noch nie was schief gegangen, aber mein Magen verzeiht auch eine Menge.


    Mit den rohen Schopftintlingen dürfte es ähnlich sein: Ein oder zwei Fruchtkörper wird bei den allermeisten Leuten keine Beschwerden verursachen.
    Ähnlich wird das bei Stinkmorchel - Hexeneinern, Mohrenkopfmilchlingen, Kaiserlingen usw. sein, von denen man halt mal roh ein Stücckchen nimmt, aber eben nie viel verzehrt.


    Steinpilze sind an sich weniger problematisch (gilt für alle vier Arten), aber auch da sollte man ab einer gewissen Menge zumindest mal mit Verdauungsproblemen rechnen.



    Lg; pablo.

    Hallo, Sunny!


    Das sieht sehr nach Egerlingsschirmlingen aus. Und wenn er nicht irgendwo gelb anläuft, dann sollte das der Gemeine Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites) sein, auch wenn die graue Hutoberfläche bei jungen Pilzen ungewöhnlich ist. Ist mir aber hier an ein paar Standorten auch schon so begegnet, vor allem im Spätherbst.



    LG; Pablo.

    Hallo, Ralf!


    Puh, Glück gehabt. Um ein Haar wär's mir entgangen, dieses Spektakel.
    Danke, daß du dir mit der Nachbestimmung Zeit genommen hast und so noch Beiträge nach kamen. :thumbup:


    Beinahe schon infam, wure Ausbeute (egal von wie vielen Wiesen), aber was soll man erwarten, bei der Truppe und der Orts- und Pilzkenntnis.



    LG; Pablo.

    Hallo, Marcel!


    Vielleicht braucht's etwas Geduld, und - wenn du sie wirklich abgeben willst - auch mal ein versuch bei ebay & co.


    nein, ich meinte oben wirklich nicht zu teuer. Im vergleich zu den Preisen, die dafür schon auf Auktionen in der letzten Zeit gehandelt wurden, ist es ein Schnäppchen.


    Aber auf der anderen Seite musst du auch davon ausgehen, daß du diese Bücher nie wieder bekommen wirst, wenn du sie jetzt abgibst.



    LG; Pablo.

    Hallo, Rotfüßchen!


    Merk dir mal den Klapperbaum. Dieser Fruchtkörper sind ein wenig zu alt, aber wenn du ihn jung und frisch hast, ist das meiner ansicht nach einer der besten Speisepilze überhaupt. Am besten aber nur ein Stückchen mitnehmen, so viel wie man halt für eine Mahlzeit zum Probieren braucht. Ist halt eine seltene Art, die ruhig ihre Sporen verbreiten soll.



    LG; Pablo.

    Hallo, Mischa!


    Noch mal einen in der Hand zerbröseln, die geruchliche Nähe zum Maipilz feststellen und einen Fruchtkörper über nach liegen lassen (gucken, ob der an verletzten Stellen gelblich wird) reicht schon, um in die richtige Gruppe zu kommen (gilbende Erdritterlinge).
    Dann müsstest du junge Fruchtkörper beobachten, ob sich da ein auffälliges Velum zeigt und ältere Fruchtkörper, ob die am Standort stark oder kaum gilben.
    Dann kommst du auch makroskopisch (ohne sporen) schon einigermaßen sicher zur richtigen Art.



    LG; pablo.

    Hallo, Chania!


    Du tendierst richtig. :thumbup:
    Wie Oehrling schon vermutet hatte, ist das ein Schüppling aus der Verwandschaft des Sparrigen (Pholiota squarrosa). Diese feinen hutschuppen sind nicht ganz gewöhnlich, die kenne cih etwas breiter und gröber. Wird aber wohl noch in die Variationsbreite der Art passen.



    Lg; Pablo.

    Hallo, Joe!


    Das sieht sehr ungewöhnlich aus. 8|
    War da Totholz in dem Topf? Und wenn vielleicht nur die Wurzeln der abgestorbenen Tomatenpflanzen?
    Der wäre jedenfalls auch interessant zu untersuchen. Möglich wäre hier sogar eine verirrte Sarcodontia crocea, oder auch ein Steccherinum.
    Für beides ist das aber nicht die typische Wuchsweise und auch ein merkwürdiges Substrat...


    ... hattest du nicht eh noch Sachen, die du schicken wolltest? Weil dann könnte der natürlich auch gerne noch dazu. :)



    LG; pablo.

    Hi.


    Möglich ist hier im Grunde genommen Vieles. ;)
    Kann schon stimmen, Uwe, aber auf die Farben des Fleisches in den Hutrissen sollte man sich bei Filzröhrlingen nicht verlassen. Das ist ein sehr unsicheres Kriterium, weil viele Arten eben mal eine rötliche Subkutis entwickeln können, oder auch nicht.


    Zum bestimmen von Filzern braucht es halt vollständige Fruchtkörper. So kann man echt nru sagen, daß es höchstwahrscheinlich ein Teil eines Filzröhrlings ist, und daß der irgendwie zu alt zum Essen aussieht.



    LG; Pablo.

    Hallo, Black Lino!


    Das ist irgendwann eine Erfahrungssache, das baut sich auf bei Dutzenden von untersuchten Funden einer Art (oder Artengruppe).
    Dann hast du so ein Gesamterscheinungsbild im Kopf und kannst dann auch Nuancen in den Merkmalen (Hutform, Stielform, Farbverläufe von Befaserungen und Rinsgtrukturen usw) einordnen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Sarah!


    ich frage mich gerade, ob der Sieberdstern nicht in Griechenland sogar häufger als in Deutschland sein müsste. Hier gibt's im Grunde nur zwei verbreitungsgebiete: Die Sandheiden und Wälder in Brandenburg / berlin und die nördliche Oberrheinebene. Und dazwischen ein paar vereinzelte Streufunde.


    Die Haken beim Filzporling sind die hymenialsetae: Bei der Artengruppe klassisch gekrümmt wie Haken.


    Der Kammpilz heißt eigentlich "Heidenbeerfarbiger". Aber er ist eigentlich nicht heidelbeerfarben, nur die Fransen sind so gefärbt, manchmal auch irgendwelche alten und angegriffenen Stellen. Ich experimentiere mit den deutschen namen gerne etwas rum. Heidelbeerfransig gefällt mir viel besser und ist mal was anders als immer diese Farbverweise.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Hm, ihr meint den hier, also Tricholoma argyraceum (Bilder anklicken zum vergrößern, sonst ist das Velum ja gar nicht zu sehen):




    ?
    Der erscheint ja nun bei diesem Fund nicht so außerordentlich spitzbuckelig. Aber das ist ja auch zumindest nach FNE4 nicht entscheidend, sondern da spielen die Velumausprägung, die Intensität der Verfärbung und die Sporenform wohl eine wichtigere Rolle zur Abgrenzung zu Tricholoma scalpturatum (und Tricholoma inocyboides).
    Allerdings riecht der Pilz halt doch klar mehlgurkig, wenn man ihn zerknautsccht, und er schmeckt aauch so. Wie ja alle Arten aus der Gruppe.
    Dennoch könnte ich mir hier schon eine Geruchsabweichung vorstellen und dann könnte es einer der Gilbenden erdritterlinge sein, nur welcher, das könnte ich jetzt anhand der Bilder nicht sagen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Leute!


    Derzeit bin ich ja so ein wenig am >Ritterlinge jagen<, wenn ich denn mal raus komme. Dennoch bleibt es nicht aus, daß dabei gelegentlich ein anderer Pilz dreist vor die Linse springt. Was will man machen, irgendwo wollen die ja auch ins Rampenlicht, also dürfen sie auch.


    Funde der vergangenen Ritterlingsrecherchetouren, unkommentiert:


    01: Agaricus phaeolepidotus = Rebhuhnchampignon


    02: Artomyces pyxidatus = Becherkoralle


    03: Auriporia aurulenta = Duftender Goldporling


    04: Boletus satanas = Satansröhrling


    05: Callistosporium luteoolivaceum = Gelbblättriger Scheinrübling


    06: Chamaemyces fracidus = Fleckender Schmierschirmling


    07: Clitopilus prunulus = Mehlräsling



    08: Cortinarius croceus = Gelbblättriger Hautkopf


    09: Cuphophyllus russocoriaceus = Juchten - Ellerling


    10: Geastrum fimbriatum = Gewimperter Erdstern


    12: Gomphidius roseus (Rosenroterr Schmierling) an Suillus bovinus (Kuhröhrling)


    13: Helvella crispa = Herbstlorchel


    14: Lactarius pubescens = Flaumiger Birkenmilchling


    15: Lepiota ignivolvata = Gelbberingter Schirmling


    16: Leucopaxillus giganteus = Riesen - Krempenritterling


    17: Macrolepiota procera = Parasol


    18: Melanoleuca polioleuca = Gemeiner Weichritterling


    19: Mycena stipata = Büscheliger Nitrathelmling


    20: Myriostoma coliforme = Sieberdstern


    21: Onnia triqueter = Dreieckiger Kiefern-Filzporling



    22: Otidea onotica = Eselsohr


    23: Phlebia centrifuga = Heidelbeerfransiger Kammpilz


    24: Pholiota populnea = Pappelschüppling


    25: Pluteus aurantiorugosus = Orangeroter Dachpilz (mit Peziza spec.)



    26: Sparassis crispa = Krause Glucke


    27: Suillus collinitus = Ringloser Butterpilz
    Suillus collinitus 05.JPG


    28: Tapinella panuoides = Muschelkrempling
    Tapinella panuoides 03.JPG


    29: Tulostoma fimbriatum s.l. = Bewimperter Stielbovist


    30: Hypholoma fasciculare = Grünblättriger Schwefelkopf (am Rand mit Lepista nuda)
    Hypholoma fasciculare 07.JPG


    Soweit für's erste... Da kommen bestimmt noch ein paar dazu. So zB die nicht forschungsrelevanten Ritterlinge. ;)



    LG; Pablo.

    Hallo, Sarah!


    Ich würde ja sagen: alleine die Aussichten sind es wert. :thumbup:
    Die Unterkunft ist auch ein ziemlicher Hit, ich glaube ähnlich spektakulär wäre nur noch Bocchetta di Campo.


    Und ein paar Pilze habt ihr ja sogar noch zusammen bekommen. Ich drücke trotzdem mal die Daumen, daß es bei euch nochmal regnerisch und mild wird und in dieser Saison sich noch was tut.


    08/09: Würde ich auch sagen: Einer von den Hautköpfen mit orangenen Lamellen. In der Optik ist es in Deutschland in Nadelwäldern meistens Cortinaraius cinnamomeus. Ob in Griechenland auch?
    14: Geil. 8|
    18: >Guck mal hier<
    21: Auf keinen Fall varius, weil Stielbasis viel zu knollig, sieht sogar gerandet aus. Bei varius einfach keulig.
    Auf diesen bergwiesen da oben kann ich mir echt bei besserem Wetter ein spannendes Saftlings - und Nabelings - und Keulchengebiet vorstellen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Für mich sind diese Buchenwälder genau das richtige, vorausgesetzt es bleibt genug auch dickes Totholz drin liegen.


    Mit diesen Zählingen muss ich aber irgendwie noch ein Hühnchen rupfen, wenn wir mit den Ritterlingen durch sind. Klar gibt es die hier auch, und zwar auch nicht so selten, nur die Bestimmung ist ein Grauen. Das ist meiner ansicht nach derzeit noch ziemlcih random, was man da für einen Namen dran schreibt. Drei verschiedene Autoren und fünf verschiedene Ansichten, wie Lentinellus ursinus und castoreus und was noch alles und ob überhaupt zu trennen sind. Alles, was ich bisher rausfinden konnte: Substrat ist nicht kongruent mit irgendwelchen morphologischen Kriterien. Amyloidität von Sporen und Hyphen ist viel mehr abhängig vom alter der Fruchtkörper, korreliert auch nicht mit anderen merkmalen. Behaarung ist eh vergänglich und variabel, Größe ganz besonders, und die Farben sind variabel.


    Also ich kümmere mich derzeit lieber um Ritterlinge und hübsche Krusten. :)




    LG, Pablo.

    Hallo, Joe!


    Der erste sieht spannend aus, der zweite auch.
    Beide könnten ganz gut irgendwo bei Oligoporus oder Tyromyces einzuordnen sein. Man wird reingucken müssen, makroskopisch ist denen nicht beizukommen.
    Der zweite erinnert gerade sehr an Oligoporus luecomallelus, dem ich hier gerade an jeder Ecke begegne (scheint ein gutes Jahr zu haben), aber auch da muss man durch die Linsen gucken.


    Der verwachsene Zaunblättling macht von der Lamellenform auf mich gerade mehr den eindruck eines Tannenblättlings (Gloeophyllum abietinum).
    Der Gallertbecher stimmt schon, der kann auch an Nadelholz. wenn du die anamorphe dazu (3. Bild) in unmittelbarer Nähe gefunden hast, kannst du den als Ascocoryne sarcoides abhaken.


    >Gallertfleischiger Fältling< passt, der >Orangerote Kammpilz< auch. :thumbup:
    Deine Rauchporlinge sind allerdings alles >Angebrannte<, denn der >Graugelbe< hat eine andere Porenfarbe und einen anderen Habitus.



    LG, Pablo.