Beiträge von Beorn

    Bon Soir!


    Kurz zu der mehlartig riechenden Riecholoma (also weißer Stinkeritterling): Nö, in der FNE4 ist dazu nichts Stichhaltiges zu finden. Auch bei Riva oder Bon nicht.
    Es taucht hier und da eine "Tricholoma albidum" auf, die aber (wenn auch nicht ganz einheitlich) als weiße Form von einem der Gilbenden Erdritterlinge interpretiert wird - sowas meine ich aber nicht, denn das ist keiner der Gilber, die Lamellen sind anders, der Habitus ist anders und die Huthautstruktur ist anders - eben so wie bei den anderen Riecholomas (= weiße Stinkeritterlinge).


    20cm Hutdurchmesser ist ja schon für Tricholoma stiparophyllum am oberen Rand.
    Aber bei der Art wär's noch am ehesten im Bereich des Möglichen:



    Dann wäre die Herausforderung nun, die Birke im Umkreis von 15-20 metern zu finden.
    Wobei ich da auch schon mal das Problem hatte, auf geruchlich wie makroskopisch ziemlich eindeutige Fruchtkörper zu stossen, ohne daß die Birke in der Umgebung auffindbar war.



    LG; Pablo.

    Salve!


    Hm. Ja, da magst du auch wieder recht haben.

    Wenn man den Christan rasch durchblättert findet sich da auch die eine oder andere spärlicher verzweigte Art, aber eben doch noch mal mit etwas anderem Habitus.

    Insofern - stimmt, schon eher eine befallene rugosa vielleicht.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Bist du eigentlich im verteiler drin für die Exkursionen vom MAK, Peter?
    Am kommenden Samstag wollen wir auf eine ganz hübsche Wiese in der Pfalz, wo man noch auf ein paar Saftlinge hoffen kann. Und die Wälder drum rum sind auch ganz schick.
    Das aber nur so am Rande.



    LG; Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Also du meinst jetzt schon, daß Tricholoma saponaceum nochmal gesplittet wurde?
    Abgesehen von den ohnehin getrennten Tricholoma sudum, Tricholoma rapipes und Tricholoma boudieri?
    Dazu müsste ich dann echt mal auf Literatursuche gehen, denn dann wär's echt spannend, welche Loci da untersucht wurden. Mit ITS funktioniert's nämlich ja eher nicht, das gängige saponaceum - Gedöns in einklang mit morphologischen Formen zu bringen.



    LG; Pablo.

    Hey, guys!


    Da sind oben zwei Vergleichsbilder. Es ist tatsächlich bemerkenswert, wie schwer der Zugkarren / Hinterherziehschlitten in diesem Jahr geworden ist.

    Ich beantrage, als Ziehgehilfe (Zieh - Gehhilfe? Ziege, Hilfe?) noch ein Pferd oder Pfluft dazu einzuspannen.



    LG, Pablo.

    Schönen Guten Abend!


    Das ist es, Norbert!
    Meinte jedenfalls die Reiterin hoch zu Ross (Ross?) mit dieser Frage konfrontiert.

    Vielleicht nicht genau in dem Wortlaut, aber sinngemäß. Sie musste es wissen, weil sozusagen Expertin, saß ja auf einem PF-Erd oben drauf.

    Wichtig in dem Zusammenhang: Pegasus, das war kein Pferd sondern ein Pfluft.



    LG; Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Was für ein bemerkenswerter Pilz!
    Noch nie gesehen, noch nie davon gehört.

    Also: Doppelt danke für den beitrag und die schönen Abbildungen!



    LG; Pablo.

    Hallo, Werner!


    Tricholoma stiparophyllum ist in der Tat auch schon vom Aussehen her gut abgrenzbar, selbst in arg gemischten Habitaten und ohne riechen.
    Album und lascivum finde ich tatsächlich auch kritisch, nur vom Geruch her - da suche ich nach weiteren merkmalen. Das Verfärbungsverhalten schaue ich mir noch mal genauer an bei Gelegenheit. Geruchlich merke ich da schon einen recht deutlichen Unterschied zwischen den Eichenbegleitern und den Rotbuchenbegleitern.
    Doof nur, daß da wohl noch eine weitere Art versteckelt ist, ebenfalls in Buchenwäldern, aber gerne etwas basischer als lascivum und ohne "pissigen" Geruch (und auch nicht grau werdend, sondern eher ockerlich) - sondern ein Pilz mit deutlichem geruch nach "Mykologenmehl".

    Dir ist nicht zufällig dieses komische Ding schon mal in die Finger geraten?


    Weil bisher scheint kaum jemand diesen Pilz zu kennen und auch in gängiger Literatur ist da kein passender Artname zu finden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Romana!


    Du kannst mir die gerne alle schicken.
    Bei einigen wird's dann schnell klar sein, so wird sich der erste mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit als Cylindrobasidium laeve zu erkennen geben.
    Beim zweiten kann es passieren, daß gar nichts raus kommt, weil der noch kein hymenium entwickelt haben könnte (also keine Basidien, keine Sporen und dann leider unbestimmbar).

    Der dritte sieht aber durchaus hübsch aus, da bin ich mal gespannt.

    4 ist vermutlich eine Ceriporiopsis, die muss man eh mikroskopieren, um zu einer Artbestimmung zu kommen.

    5 ist auch makroskopisch schon recht klar (wie du vermutest Coniophora puteana), kann man also einfach rasch bestätigen.

    6 würde ich vorab mal eine Ceriporia vermuten - die müssen natürlich auch immer unters Mikro (aßer ganz typische Ceriporia excelsa und reticulata).



    LG; Pablo.

    Hallo, Maria!


    Auch hier wieder: Schwierig, wie so oft.


    Nur so eine Vermutung, aufgrund der Bilder:
    Pilz 1 dürfte eine Wiesenkoralle (Ramariopsis) sein. Schwach bearbeitete Gattung, und leider auch noch mikrospflichtig.

    2, 3, 4: nach meiner Einschätzung am ehesten eine "echte" Koralle (Ramaria), aber eben teils befallen durch Fremdpilze, Bakterien oder was auch immer, darum das komisch verknorzelte Aussehen.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Der zweite ist schon ein (alter) Steinpilz.
    Wenn die Hutoberflächen so verkahlt sind, und dann noch feucht, ist es extrem schwierig, Boletus edulis und Boletus aestivalis auf Bilder auseinanderzuhalten.

    Vom Gesamteindruck wäre das für mich aber am ehesten Boletus aestivalis.


    Butyriboletus fuscoroseus und roseogriseus traue ich mir momentan nicht zu zu trennen - jedenfalls nicht nach Bildern.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Also ich kann laeticolor und helvola makroskopisch nicht auseinanderhalten. Mit den Sporen geht's, aber da war ich dann schon ab und an verblüfft, weil meine makroskopische einschätzung falsch war.

    Clavulinopsis luteoalba kenne ich mit blasseren Farben, gerne mit einer lachsfarbigen Tönung dabei. Das mag aber auch noch weiter variieren, dann wäre die da auch noch im Bereich des Möglichen...



    LG, Pablo.

    Hi.


    So richtig unangenehm und gasartig sollte album eigentlich nicht riechen.
    lascivum hat ielleicht dieses gasige, wobei ich da vor allem die stechende, grausige Komponente nach vollgepissstem öffentlichem Klo heftig finde.
    Natürlich ist das auch variabel, die Gerüche dieser vier Laubwaldarten sind ja sehr komplex.

    Tendenziell hier am ehesten lascivum, denke ich aber auch.



    LG, Pablo.

    Hallo, Marco!


    Seifenritterilnge sind extrem variabel - aber im Grunde schon recht gut bestimmbar. Nicht bestimmbare Ritterlinge sind meistens Andere, also oft die weißen oder die braunen.

    Hier sind's die Struktur der Hutoberfläche, Lamellenabstand, Stieloberfläche... Also halt das Gesamterscheinungsbild, was schon stark in die ecke passt.
    Wenn man den Geruch (siehe Ingos Tips) noch rauskitzeln kann, dann bekommt man mehr und mehr sicherheit bei der Art und kann ihr Merkmalsspektrum irgendwann ganz gut einschätzen.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Aber Mycena zephirus sieht doch nicht aus wie Mycena galericulata?
    Flecken hier und da hin und her, abre das machen ja ganz, ganz viele Hemlinge. Mycena zephirus ist doch vom Habitus her schon ein ganz anderer Pilz. Und hier würde ich auch vermuten, daß die auf Holz (ev. vergraben) saßen.

    Makroskopisch hatte ich jedenfalls schon oft Rosablättrige (Mycena galericulata) in der Hand, die identisch aussahen.



    LG, Pablo.

    N'Abend!


    Ich könnte mir schon vorstellen, daß das eine Ramaria ist.
    Die Clavulinas sind ja normalerweise etwass filigraner, also auch die von Hemlinthosporium befallenen cristatas und rugosas, und auch die "echte" cinerea sieht noch ein wenig anders aus finde ich.
    Aber Ramarienbestimmung ohne Mikroskopie und die Monografie ist schon sehr aussichtslos.



    LG; Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Aha! Guter Tip, das muss ich mal ausprobieren.
    So was leicht mehlartiges kann man in der Tat aus sehr vielen Ritterlingen rausrubbeln.
    Als hätte Oma den Müllerskittel auf dem Waschbrett ausgewrungen dann...



    LG; Pablo.

    Hallo, Peter!


    Bei Mauer? :)

    Den ersten Schneckling kenne ich nicht, bei dem anderen bin ich auch bei Hygrophorus persoonii.

    Habe ich bisher aber auch erst einmal gesehen, als Dagmar einige Fruchtkörper mitgebracht hat.



    LG; Pablo.

    Hallo, Paul!


    Optisch sind das für meinen Begriff typische spathulatas, genau. :thumbup:

    Vielleicht nicht ganz frisch, darum nicht "knorpelig", wobei das bei den dünnen Pilzchen auch nicht ganz einfach ist zu beschreiben.
    Man müsste am besten mal mit einer Hand ein paar retirugas knuddeln, mit der anderen ein paar spathulatas.
    Und dann natürlich gleich zum sequenzieren geben. Bin ich mal gespannt, was ihr da raus bekommt!



    LG; Pablo.

    Hej...

    Also zählen war ja noch nie so meine Stärke.

    Wie viele Lamellen erreichen den Stiel, wenn man drei von zwei wegnimmt, mit Melzer tränkt und dann im blauen spekulativ noch 5 im sinne weniger elf dazu das Kollar nicht mitrechnet und ann auf 15 kommt?


    Und den Bruder von Elvis kannte ich genauso wenig, wie Lothars Begrüßung an die Reiterin neulich im Sandkasten, die er mit dem Satz begrüßte: "Warum heißt das Pferd Pferd?"



    LG, Pablo.

    Tach!


    Oder aber beim kräftigen Rubbeln am stiel.
    Die sind bisweilen auch eher spärlich mit der Geruchsbildung, diese Typen.



    LG, Pablo.