Beiträge von Beorn

    Hallo, Nobi & Matthias!


    Ist das schön! :)

    Es erinnert an einige Fleckchen im nördlichen und südlichen schwarzwald, aber vielleicht sogar noch einen Tick wilder.

    Zu den Birkenpilzen direkt nach den Rotkappen: Man kann das alles (auch die Weißen, siehe Struktur der Stielschuppen) als "Leccinum cyaneobasileucum s.l." bezeichnen.

    Wobei man vermutlich noch verfeinern müsste, Leccinum nucatum und Leccinum brunneogriseolum könnten durchaus auch eigene Arten sein, die ich aber momentan nicht wirklcih gut trennen kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Ein Traum! :thumbup:


    Und bei der Trockenheit noch solche Pilzfunde, das ist fantastisch. Darunter auch so viele Arten, die hier gar nicht zu finden sind. Kein Wunder, die Ökologie dort ist schon sehr speziell, spannend und eigen.

    Eigentlich müsste jetzt dort in Sachen PIlze so richtig was los sein, nach dem vielen Regen dort in der letzten Zeit?



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Jetzt habe ich den vierten Teil vor den ersten dreien angeguckt - aber macht nichts.

    Ich freue mich schon auf die anderen Teile, so nach und nach gucke ich die verpassten Themen durch.


    Diese Wälder auf den Kalkböden dort sind schon absolut faszinierend. Sogar richtige Zypressenwälder gibt es, wie ich sehe! :thumbup:


    Eine Frage zu Pilz Nr. 7: Sind da irgendwie Bilder durcheinander geraten? Der sieht ja total aus wie Tricholoma fracticum (= Tricholoma batschii = Fastberingter Ritterling). Eine Art, die du aber kennst, oder? Darum dachte ich, daß da vielleicht was vertauscht ist.


    Pilz Nr. 4: Kann schon Phellodon niger sein, glaube ich. Wenn du einen mitgenommen hast, dürfte der getrocknet stark nach Maggiwürze riechen. Die Hyydnellum - Arten riechen getrocknet nach allem Möglichen, aber nicht nach Maggi.
    Hydnellum caeruleum hätte orangenes Fleisch in der Stielbasis, Hydnellum suaveolens hat blaues Fleisch, aber nicht so dunkel wie hier.


    Pilz 5 & Pilz 6: Sieht für mich beides aus wie recht typische Hydnellum concrescens, 6 eben eine Kollektion von jüngeren Fruchtkörpern. Man könnte die noch mikroskopieren, um Hydnellum scrobiculatum ganz sicher auszuschließen, aber der sollte eigentlich schon vom Habitus her anders aussehen.


    Pilz 12: Könnte so vom Aussehen her ganz gut Pluteus dietrichii seiin.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Die BIlder in den Links von dir hätte ich dagegen jetzt sofort als Mönchsköpfe erkannt.
    Bei Walleos Pilz ist irgendwas anders - einerseits die Struktur der Hutoberfläche, aber auch das Hutfleisch, das offenbar so dünn ist, daß zwischen den Lamellen Licht durchscheint. Das dürfte bei Mönchsköpfen eigentlich nicht passieren.
    Es ist schwer zu erklären warum nun genau bzw. es an einzelnen merkmalen fest zu machen, aber ich glaube da immer noch nicht an einen Mönchskopf.



    LG; Pablo.

    Salut zusammen!


    Es gab (gibt) schon sowas wie einen Index, aber dann kam die Softwareumstellung, und etwas ist schief gegangen. Jedenfalls waren alle hinterlegten Links im Mors, und jemand (wer wohl) müsste die wieder herstellen. In Einzelarbeit, also jedes Portrait raussuchen, Link kompieren, einbinden...
    Der Jemand entdeckt dann dabei immer all die Fehler, die sich - teils Buchstabensalat durch dei Softwareumstellung, teils eigene Fehler in den Beschreibungen - über die Jahre angesammelt haben, und will diese eigentlich korrigieren, und dann ist es irgendwie 00.40 oder 01.50 nachts und jemand muss um 06.45 wieder aus dem Bett. :gzwinkern:


    Es gab mal den Plan, alle Portraits ins Lexikon zu übertragen, weil sie da auch viel besser abrufbar und suchbar sind. Aber auch da gibt es einige Probleme im Hintergrund, bei denen ich eher skeptisch bin, ob die irgendwann noch behoben werden. So zB daß man auf ein fertiges Portrait dort nicht einfach eine "Antwort schreiben" kann, in der man eigene Bilder von neuen Kollektionen hochläd.
    Denn das finde ich wichtig, um den "Portraits" etwas zu geben, was ein auf Papier gedrucktes Pilzbuch nicht kann: Die ständige Erweiterung durch findige Mitglieder, die ihre Kollektionen dokumentieren und einstellen, und dadurch ein immer besseres Bild der Variationsbreiten einer Art entsteht. Das macht meiner Ansicht nach aber nur Sinn, wenn es in der normalen Beitragsform passiert, so daß jede/r auch eigene Bilder hochladen und als eigenen beitrag dazustellen kann.


    Insofern: Sieht eher so aus, als würde das im "normalen" Forum bleiben.
    Falls jemand Zeit und Lust hätte, einen Index zu erstellen (mit der neuen Software könnte man glaube ich sogar einen Index erstellen, der an sich durchsuchbar, sogar nach Synonymen sein könnte?): Immer her damit!

    Sowas könnte man gut ins Lexikon einbinden. Dort sollte eigentlich jede/r mit einer MIndestanzahl an geschriebenen Beiträgen im Forum auch tätig werden können.
    Oder muss man immer noch eine Freischaltung beantragen? Das wäre dann komplizierter als nötig.


    Bis dahin bleibt vorerst nur die Suchfunktion, so wie oben beschrieben.


    Für das, was Fredy vorschwebt, ist das Lexikon auch gedacht: Eben als Lexikon für Begriffe, oder so kleine Guides wie zB "Erstellen einer aussagekräftigen Pilzdokuemntation in Wort und Bild", oder "wie beobachtet man welche Merkmale am besten".



    LG, Pablo.

    Hi.


    Lenkt mal das Augenmerk von den Kiefern weg und auf die umstehenden Hainbuchen.
    Die Richtung "Schneckling" sollte allerdings passen. So vom Aussehen hätte ich als erstes an die Art gedacht, die zum erwähnten Baum gehört.
    Es gibt allerdings noch ein paar weitere mit solchem Aussehen.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Ich finde, der sieht sehr komisch aus für einen Mönchskopf. So glatt auf dem Hut, so speckig, vielleicht sogar hygrophan? Jedenfalls wäre das eine arg ungewöhnliche Erscheinung für Infundibulicybe geotropa.
    Vom Gesamteindruck her jedenfalls bin ich da skeptisch. Wüsste aber auch nicht, welche Art man da nun vorschlagen sollte. Eine andere Trichterlingsart vielleicht? Oder einer der diversen hellen Rötelritterlinge?



    LG; Pablo.

    Hallo, Claudia!


    Rochen die denn im Anschnitt immer noch so spülwasserartig, also kein bisschen mehlartig?
    Bei den Schwarzfaserigen, die ich so in den Fingern hatte, kam spätestens beim Anschneiden und Reiben doch ein wenig Mehlgeruch raus.


    Zu den MIkros: Alle Ritterlinge haben Sporen mit Öltröpfchen. Zumindest, wenn man vitale Sporen mikroskopiert, also die nicht ein paar Jahre rumlagen und abgestorben sind. Oder in einem Medium mikroskopiert, was den Öltropfen kaputt macht. Falls jemand so ein Medium findet: Bitte Melden! Ich wüde den nämlich oft gerne verschwinden lassen, besonders bei den Arten, wo der Tropfen mehr oder weniger die ganze Spore ausfüllt. Diese Sporen sind dann nämlich scheuslich zu fotografieren, man bekommt immer nur den Tropfen scharf und nicht die Sporenwand.


    Die Sporengrößen: Jede Art hat ihre Variationsbreite. Literaturangaben geben den meistens nicht komplett wieder. Da muss man etwas flexibel sein.

    Vor allem: Wenn du tatsächlich viele zweisporge Basidien im Präparat siehst, dann darfst du ruhig annehmen, daß die Sporen auch im Mittel über den Literaturangaben liegen.


    Aber: Auf deinen Bildern sehe ich jetzt nur viersporige Basidien. :gzwinkern:


    Es gibt dennoch ein sicheres mikroskopisches Merkmal, um Tricholoma saponaceum s.l. und Tricholoma portentosum zu trennen: Bei deinem Pilz kannst du so viele Hyphensepten in diversen Strukturen mikroskopieren, wie du willst, du wirst keine einzige Schnalle finden.
    Die Seifenritterlinge (Tricholoma saponaceum s.l.) haben aber immer irgendwo Septen mit Schnallen. Am besten meistens in Huthaut und Lamellentrama zu beobachten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Den hätte ich tatsächlich auch vorgeschlagen, habe ich aber noch nicht selbst mikroskopiert. Und auch erst ein mal in der Hand gehabt.

    Jedenfalls: Auch das ist ein schöner Fund, weil erstens ein sehr hübscher Pilz und zweitens wohl auch nicht besonders häufig.
    Die gezeigten sporen sind in der Tat verwirrend, das muss man schon sagen. Zumal es ja auch ein paar Rötlingsarten mit eher undeutlich eckigen Sporen gibt, so daß man hier sehr wohl auf die Idee kommen kann, eben bei entoloma zu suchen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Hast du bei der Phlebiopsis gigantea auch die basalen Hyphen (Subikulum, substratnah) angeguckt?
    Irgendwie sieht die komisch aus. Phlebiopsis bildet ja normalerweise ziemlich fette, fruchtkörper mit allerhand komischen Oberflächenstrukturen und bildet Fruchtkörper meistens an sehr frischem, noch komplett berindetem Nadelholz.

    Kann zwar auch gut sein, daß die Bestimmung so passt, denn wenn sie sich entschließt, an einem so ziemlich verbrauchten Substrat nochmal Fruchtkörper zu bilden, dann dürften die auch anders aussehen (zB viel dünner, wie hier). Oder aber, du hast doch eine Phanerochaete gefunden. Wo die eine oder andere Art bis auf die basalen Hyphen wirklich erstunlich ähnlich sieht.



    LG; Pablo.

    Hallo, ihr "Zufallspilzentdecker"!


    Aber ohne Suchen auch keine Funde, noch nicht mal Zufallsfunde.
    Die Arbeit auf Knien und Händen, die Bestimmungsarbeit und dann die wahnsinnig schönen Bilder - dafür meine Hochachtung.

    Ein Genuß, dieser Beitrag! :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Die Schicht aus gelifizierten Hyphen zwischen Röhren und Kontext ist in der Regel auch gut makroskopisch zu beobachten.

    Mir sind des öfteren auch schon kleinere, gelifizierte Bereiche in der Röhrentrama selbst aufgefallen. Kann sein, daß das hier was Ähnliches ist.

    Bei der Art finden sich aber zudem immer wieder mal Stellen, wo zwischen den Hyphen mehr oder weniger stark irgendwelche Exsudate oder auch kristalline Strukturen abgelagert sind. Die Hyphen an solchen Stellen erscheinen dann stark verklebt, schwer zu beobachten, manchmal fast phlebia - artig diffus.

    Ich denke aber nicht, daß das für die Bestimmung eine Bedeutung hat. Die Art ist ja recht variabel, schon was ihr makroskopisches Erscheinungsbild betrifft. Die Merkmale der Hyphen könnten auch gut abhängig sein von Alter, Wachstumsgeschwindigkeit, äußeren Umständen (Witterung) usw.

    Es gibt ja zB Kollektionen, die viele gloeoplere Hyphen (also mit Öltröpfchen gefüllt) enthalten, manchmal findet man die nur ganz vereinzelt, und manchmal gar nicht.


    Und ja, die meisten weißen Flecken in den Kartierungsdatenbanken solltenhier schon einfach ur Kartierungslücken sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Maria!


    Die Frage scheint mir fast eher zu sein: Sandborstling, Braunhaarborstling oder Borstling?
    Theoretisch wäre Humaria hemisphaeria (Halbkugeliger Borstling) eine Option. Je nach Größe auch ein paar Branhaarborstlinge (Trichophaea s.l.). Mit dem Standort hat man aber auch die Option auf mehrere Geopora - Arten (Sandborstlinge).
    Letztere sind vor allem jung normalerweise komplett im Erdboden eingesenkt (solange sie noch geschlossen sind), und erst wenn sie sich öffnen, gucken sie ein wenig aus der Oberfläche, siehe hier bei Geopora arenicola:


    Und dann noch etwas reifer:


    Aber auch die anderen Arten können mal etwas im Boden eingesenkt sein,

    darum ist es eben so kompliziert und nicht einfacher als wie Felli schon schrieb: Nix Genaues ohne Mikroskopisches.



    LG; Pablo.

    Hallo, Maria!


    Das können viele "Pilzparasiten" eben auch.
    Vergleichbar ist es mit den zwei Waldstücken, eins links vom Bach und eins rechts davon. In beiden Waldstücken wächst zahlreich die selbe Rotfußröhrlingsart.
    Aber während am selben Tag in Waldstück eins nahezu alle fruchtkörper völlig vom Goldschimmel überzogen sind, sind die Fruchtkörper in Waldstück zwei noch ganz schön frisch und munter.

    Auch solche Parasiten haben also eine flächenbedingte Ausbreitung. Weniger durch ein Mycel im Boden, sondern weil ihre Konidien / Sporen eben ein bestimmtes Gebiet verstärkt erreicht haben. So erklärt es sich, warum manchmal in einem Gebiet viele bis alle Fruchtkörper einer Art vom gleichen Parasiten befallen sein können.



    LG; Pablo.

    Hallo, Ingo!

    Das müsste ich nun auch ersteinmal recherchieren.
    Die Namen gibt's ja schon lange, aber gut möglich, daß die zwischenzeitlich mal in die Synonymie verwiesen waren.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Ja, das ist er. :thumbup:
    Ich finde den übrigens weder bei Ceriporiopsis noch bei Gloeoporus so überragend gut aufgehoben.

    Ist aber nur eine Nebensache. Viel interessanter, warum der >so selten dokumentiert< wird?
    Die Art ist zumindest in der Oberrheinebene und angrenzenden Gebieten total häufig, und gerade im Winterhalbjahr an altem Laubholz zu riesigen, sehr auffälligen fruchtkörpern auswachsend.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Wegen den Sporen: Hat man da ein paar zweisporige Basidien drin, dann hat man halt auch eine entsprechende Anzahl an "größeren" Sporen.

    Passiert gar nicht so selten. Und gerade bei komischen Witetungsverhältnissen sind Sporenmaße nicht mehr so zuverlässig, wie man glauben könnte, vor allem, wenn es um Abweichungen von nur 1 oder 2 µm geht.


    Also alles in allem: Astreine Schwefelritterlinge, die sich geruchlich halt einfach dezent verhalten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jörg!


    Ja, Pleurotus pulmonarius ist eine klassische Sommerart. Mit viel stärker abgegrenztem phänologischem Maximum als Pleurotus ostreatus.

    Ausreißer sind natürlich trotzdem immer möglich.
    Die Färbung der Fruchtkörper kann man bei deinen Funden jetzt mal ignorieren, vor allem weil Pleurotus ostreatus halt auch oft sehr hell bis weiß sein kann.


    Die Wuchsform allerdings, mit den langen & eher dünnen Stielen und die dünnfleischigen (jung Löffelförmigen) Hüten passr durchaus viel besser zu pulmonarius als zu ostreatus.

    Dennoch bleibe ich zurückhaltend: Es gibt oft (Sommer wie Winterhalbjahr) scheusliche Kollektionen, die sich icht sinnvoll einordnen lassen.

    Hatte ich schon mal diesen vagen Verdacht geäußert, ob pulmonarius und ostreatus vielleicht gar Hybriden bilden können?
    Jedenfalls gibt es eben wirklcih Kollektionen, die sich morphologisch nicht zuordnen lassen (und zwar gar nicht mal selten). Die könnte man dann noch sequenzieren lassen. Und eigentlich sollte man das auch tun, denn dann würde sich vielleicht endlich mal rauskristallisieren welche Merkmale wirklich irgendeine Bedeutung für die Unterscheidung haben. Oder man stellt halt fest, daß es da auch zB ein oder zwei dutzend "genetische Sippen" gibt, statt nur zwei (oder drei, wenn man cornucopiae noch berücksichtigt).



    LG; Pablo.

    Hallo, Claudia!


    Das ist ja total schön! :thumbup:

    Schon gleich das erste Bild, mit der wunderbaren Stimmung.


    Deine Ritterlinge halte ich übrigens auch für Schwarzfaserige (Tricholoma portentosum), der eben oft auch nur undeutlich und nur verletzt mehlartig riecht.
    Einen leicht seifigen geruch kann man dann zuvor schon auch mal reininterpretieren, aber die Lamellen von Trichooloma saponaceum sehen schon noch etwas anders aus (dicker, entfernter), die Huthaut mit einer etwas anderen faserung (wenn überhaupt erkennbar) und einem anderen farbspektrum.

    Blaue Trameten = Blauer Saftporling (Postia caesia / Oligoporus caesius).

    Rasig wachsende rosa Helmlinge: Mal ein paar fruchtkörper umdrehen und mit der Einschlaglupe einen Blick auf die Lamellenschneide werfen. Wenn die rosa ist, dann wären das Rosaschneidige Helmlinge (Mycena rosella).

    junge strieglige Trameten = Orangener Saftporling (Tyromyces kmetii).

    letztes Bild: Enrom üppiger Fruchtkörper der Röhrigen Keule (Macrotyphula fistulosa).



    LG; Pablo.