Beiträge von Beorn

    Hallo, Björn!


    Oder du hast von vorn herein in KOH3% mikroskopiert. Wenn so, dann kannst du da gar keine Skeletthyphen finden. Die sind schon lange weg, sobald du das Präparat unter den Linsen hast. Ich hatte schon Präparate in (stark kalkigem) Leitunsgwasser, wo die Skeletthyphen partiell schon wenigstens am Quellen waren.



    LG; Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Entweder auch ein Stockschwämmchen - oder ein Ziegelroter.
    Ein Sporenabwurf würde es verraten (Stockschwämmchen braun, Schwefelkopf dunkler mit violetton).



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Scopuloides rimosa passt. :thumbup:

    Zumindest seitdem der von Scopuloides hydnoides nicht mehr getrennt wird (habe ich eh nie nachvollziehen können, wie das funktionieren sollte).
    Die komisch eingeschnürten, eher dünnwandigen, teils auch septierten, aber ebenfalls inkrustierten Zystiden neben den typischen lamprozystiden sind dir aufgefallen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Bei dem Porling kannst du mal 2 Dinge machen: Zum einen auf einen vertikalschnitt mal einen tropfen melzer geben (sollte blaugrau werden). Zum zweiten ein Präparat in Wasser machen, die skeletthyphen finden, dann einen Tropfen KOH einfließen lassen, und den Skeletthyphen beim verschwinden zugucken. g:-)

    PS.: Der Flaum um cinereomyces lindbladii rum: Ist das ein Botryobasidium oder eine Peniophorella?



    LG, Pablo.

    Tach!


    Die Stockschwämmchen sind eindeutig. Die können eben auch mal dick und groß werden. Schmecken dadurch aber auch nicht schlechter.
    Randnotiz: Auch Galerina marginata agg. kann beeindruckend große Fruchtkörper bilden, ist heir aber ja ganz deutlich auszuschließen. Die auf dem ersten Bild am Rand rechts sind schon Schwefelköpfe, vermutlich Grünblättrige mit schwacher Option zu Ziegelrot (Größe spielt auch da keine Rolle für die Bestimmung, H. fasciculare kann auch mal ziemlich riesig daherkommen).



    LG, Pablo.

    Hallo, Herriot!


    Bei deinen Bildern ist die Nebenfruchtform von Ascocoryne sarcoides klar. Die anderen Dinger dürften leicht verwitterte Fruchtkörper von Neobulgaria pura sein. Auf dem Bild vom 11.02. 2020 makroskooisch aber eher Ascotremella faginea.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Mit lichenisierten Ascomyceten kenne ich mich nicht aus. Flechten sind zwar auch Pilze, aber nicht so meine Baustelle.

    Es könnte aber hilfreich sein, für neue Anfragen jeweils ein neues Thema aufzumachen, denn sonst wird das schnell übersehen. Für lichenisierte PIlze gibt es hier sogar ein >eigenes Unterforum<, und auch einige Spezialisten die da reingucken und auch was zu schreiben können.

    Könnte sein, daß das mehr Erfolg vespricht deinem Fund da ein eigenes Thema zu widmen.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Die Idee mit Pholiota gummosa gefällt mir sogar ganz gut. Der bildet schon manchmal recht blasse Fruchtkörper, tendiert zudem noch dazu, bei Trockenheit noch heller zu werden, die Schüppchen am Stiel klaben sich dann mehr und mehr an und bilden sowas wie eine Natterung. Könnte aus meiner Sicht makroskopisch schon recht gut passen.



    LG, Pablo.

    Salve!


    Das mit den Skeletthyphen ist schwer zu sagen, finde ich. Es gibt halt dickwandige Hyphen, die keine Skeletthyphen sind (weil septiert). Manchmal ist es schwer, diese Septen zu finden - dann kann man das gar nicht so gut beurteilen. In dem Fall ist es aber nicht so wichtig, weil die übrigen Details (auch makroskopisch) schon sehr für den Lederfältling sprechen. Mit ein paar Sporen könnte es noch deutlicher werden, aber der Fruchtkörper scheint schon recht alt und verwittert zu sein, da sind dann oft keine Sporen mehr zu finden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Erich!


    Das ist Byssomerulius corium (Gemeiner Lederfältling).

    Wenn Hyphen sich direkt vor eine Septe verzweigen, dann sieht das im LM manchmal fast wie eine Schnalle aus, vor allem wenn die efferente Hyphe dann abknickt oder eben erst in der Entstehung ist (also nur einen kleinen Knubbel direkt vor der septe bildet). Erkennbar aber unter anderem daran: Eine Schnalle geht von der distalen Hyphe aus, gehört also zur distalen Zelle. Dann hat man idR. die Zellwand zwischen distaler und proximaler Zelle am proximalen ende der Schnalle, also umgekehrt wie hier.
    Die Hyphenstruktur bei Byssomerulius corium ist schwer zu beurteilen, weil gerade im Subikulum / Kontext oft sklerifizierte Hyphen zu finden sind, also stark dickwandig, aber eben dennoch meiner Ansicht nach als monomitisch zu interpretieren, weil die bei genauem Untersuchen eben doch auch septiert sind.



    LG; Pablo.

    Hallo, Lubeca!


    Schmetterlingstrameten sind in der Tat sehr variabel im Aussehen. Die Nummer 9 & 10 haben beide ein atypisch ausgeprägtes Hymenophor (Hymenohor = Fruchtschicht), also diese zerschlitzten, daedaloiden Poren hat man normalerweise nicht so oft bei Schmetterlingstrameten. Kann aber eben schon vorkommen.


    An Fichtenzapfen können eine Menge Pilze wachsen, die normalerweise eher an "Totholz" wachsen. Nur enthalten Zapfen ähnliche Stoffe wie das Holz der entsprechenden Bäume, so daß der Pilz eben auch daher seine Nährstoffe ziehen kann. Auch da würde ich natürlich Werners Vorschlag unterstützen.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Auch die zweite Kollektion oben im Startbeitrag halte ich nicht für X. ripariellus, sondern für eine Hortiboletus - Art (engelii, rubellus oder bubalinus).

    Die Fleischfarbe in der Stielbasis passt nicht, wenn X. ripariellus überhaupt rötliches Fleisch in der Stielbasis entwickelt, dann sollte es weinrot sein (siehe Aufnahmen von Werner), nicht so orangebraun wie hier.
    Punkte sind schön, wenn sie da sind, aber die können auch bei engelii und rubellus immer fehlen. Bei engelii sind sie meistens deutlicher und regelmäßiger ausgeprägt als bei rubellus. Bei bubalinus quasi gar nicht. Nach wie vor: Die HDS - Zellen passen auch bei der dickstieligen Kollektion sehr gut zu rubellus, aber eher nicht so gut zu ripariellus.


    Deine zweite Kollektion (H. bubalinus) ist ja sehr eindeutig, Werner, bei der ersten glaube ich eher an eine Art aus der ripariellus - Ecke (kann auch fennicus sein, auch wenn das rote Stielfleisch ungewöhnlich für beide ist). X. dryophilus (agg.) sollte nicht blauen, ode wenigstens nicht so deutlich, denke ich?


    Und, kleiner Nachtrag: Es gibt rote (rothütige sowie rotstielige) Formen von sowohl Xerocomellus porosporus als auch von Xerocomellus pruinatus.

    Die sollten hier aber für keine der gezeigten Kollektionen in Frage kommen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Die Urnen werden wirklich erst super spät reif. Ist im grunde so wie bei Gyromitras, nur daß bei Urnula das Fruchtkörperwachstum insgesamt noch langsamer ist.

    Die Paraphysen sind generell sehr variabel bei der Art, und das auch noch altersabhängig (ähnlich wie bei Peziza). Vor allem im unteren Bereich kommen auhc gerne mal stark aufgeblähte Segmente der Paraphysen vor. Die Paraphysen sind schon immer septiert, dazwischen findet man vereinzelt aber auch unseptierte, teils schwach dickwandige Setae.


    Reife Fruchtkörper würden so aussehen:


    Und reife Sporen so:



    LG, Pablo.

    Hi.


    Auf Index Fungorum sollte man sich da nicht verlassen, was Synonymien betrifft. Da sind auch Neoboletus erythropus und Neoboletus luridiformis zwei verschiedene Arten.
    Man müsste entsprechende Studien suchen, in denen die beiden Taxa verglichen werden, am besten ach genetisch, und sich dann ein Bild machen. Sieht aber so aus, also wären die sich zumindest sehr ähnlich.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Oh, stark. :thumbup:
    Ganz heißer Tip von Beli, und dann macht das auch Sinn.
    Ich finde übrigens, daß man da jetzt auch nicht so hart mit dem Händler ins Gericht gehen sollte. Wenn das denn alles Zuchtpilze sind, darf man ruhig von ihrer Ungiftigkeit ausgehen. Egal ob der Händler nun einen wissenschaftlichen Namen dafür weiß oder nicht. Türlich wär's schon, Genaueres erfahren zu können, aber so wie ich das jetzt einschätze: Der Stand in Münster kauft seine Ware eben von anderen Händlern weltweit. Wenn er danach guckt, daß er eben nicht mit Wildpilzen, sondern mit Kulturarten handelt, ist er (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit) auf der sicheren Seite.



    LG; Pablo.

    Hallo, Ditte!


    D'oh... Am Sonntag an diesem Steinbruchsgelände bei Nußloch hatten Alex und ich noch einen in der Hand - ein Naturexsikat vom letzten herbst natürlich. Der liegt er nun und staubt vor sich hin...

    Die Frage ist natürlich auch: Wäre so eine Mumie denn noch verwertbar? Ich meine außen sammelt sich sicherlich allerhand Fremdmaterial an im laufe des Winters. Aber innen müsste man ja noch recht reine Sporenmasse vorfinden - nur, taugt die denn zum Sequenzieren? Oder würde man da besser einen frischen fruchtkörper einsammeln und trocknen, wo es auch noch ein paar Hyphen (und weniger reife Sporen) gibt?



    LG, Pablo.

    Bon Soir!


    Ob man die Längsstreifung der Sporen tatsächlich im LM sehen kann? Also bei pruinatus zB sehe ich normalerweise nichts davon im Lichtmikroskop. Vor allem, wenn die Sporen aus einem Gewebepräparat und nicht vom Abwurf eines gut alten Fruchtkörpers sind. :gzwinkern:
    Spielt aber in dem Fall keine Rolle: Xerocomellus ripariellus sollte doch vor allem im Schnitt und da besonders im Stielfleisch viel stärker blauen. Zudem: Ich meine da in der untersten Stielbasis orangerotes bis orangebraunes Fleisch zu erkennen, evnetuell sogar mit den Hortiboletus - typischen, karottenroten Minipünktchen. Wären diese vorhanden, wäre Xerocomellus ripariellus eh raus. Auch die eher schlanken Terminalzellen der Huthauthyphen passen viel besser zu Hortiboletus rubellus, der ja zumindest teilweise fette, fast rundliche terminale Elemente haben sollte.
    Die makroskopische Struktur der Huthaut erinnert zwar an X. ripariellus, aber das hier kann H. rubellus eben auch.
    Übrigens ist das aus meiner Sicht auch der klassische, echte Hortiboletus rubellus, und eben nicht eine der rötlichen Formen von Hortiboletus engelii oder Hortiboletus bubalinus, mit dem typischen Farbspektrum, dem (jung) deutlich rot beflockten (nicht gestreiften!) Stiel, deutlich blauenden Poren und ziemlich konstant schlankem, "xerocomiden" Habitus.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    So ein ernster Blick von Matthias... dabei ist der Lila(braune!) Schirmling doch eher ein Grund zur Freude.
    Ist aber in Ordnung, wenn er so konzentriert drein blickt. So es denn hilft, solche schönen Bilder zu generieren. :thumbup:
    Oder liegt's am Namen dieses Schirmlings? Weil der ist bei mir in der Gegend nicht selten, und ich kenne den auch immer nur so, wie auch hier von euch gezeigt: Braun, und nicht lila.



    LG; Pablo.

    Hallo, Nosozia!


    Das sieht für mich nach eeiner sehr plausiblen Bestimmung aus. :thumbup:
    Die Besiedelung von verbautem Holz finde ich etwas ungewöhnlich, bei mir ist das ein Massenpilz an relativ frischen, liegenden Nadelholzstämmen und Stümpfen. gerne an Stapeln, die auf den Abtransport warten. Ungewöhnlich - aber vermutlich nicht unüblich, angesichts der enormen Häufigkeit dieser Art, daß die auch mal an soclhem Holz herumfuttert.



    LG; Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Sehr richtig. :thumbup: Rein theoretische Überlegung. Vor allem: Wo hin sollte ich die bitte auch verkaufen? Denn ein Abnehmer würde sich in dem Fall ja ebenfalls strafbar machen (auch wenn's wohl nur als OWI läuft).
    Lustigerweise in dem Fall schon, nicht so aber beim Kaufen von unbekannten (und eher undefinierten) Pilzen aus anderen Ländern. :gzwinkern:


    Es gibt in Deutschland übrigens auch Sondergenehmigungen, die glaube ich auf Ebene einzelner Gemeinden ausgestellt werden, damit zB Restaurants mit heimischen Wildpilzen (in überschaubaren Mengen) beliefert werden können.
    Was ich eigentlich gar nicht schlecht finde, wenn denn die vergabe der Lizenzen mit einem gewissen Augenmaß erfolgt (die Sammler also sowohl Formen- und Artenkenntnis als auch ökologisches Verständnis nachweisen müssten).
    Flockis sind da noch eher unkritischer als edulis, weil viel weniger Leute die sammeln. Gerade im Odenwald und Pfälzerwald stand ich schon in Wäldern, wo so dermaßen viele waren, daß man auch 100 Kilo hätte einsammeln können und es wären immer noch reichlich rumgestanden (alte und kleine halt). Das hatte ich ganz so krass mit edulis bisher nur in Norditalien gesehen. Da sammeln aber die Leute noch massiver, und natürlich viele auch kommerziell. Was man den Wäldern halt auch stellenweise ansieht. Es fehlt "Biomasse".



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Das wäre den Typen allerdings zuzutrauen, daß die mit der Kamera irgednwelchen Schabernack veranstalten.

    Doch nein, geplant war das nicht. Nur: Seit ich immer nur noch ganz billige Plastikmesser mit in den Wald nehme, verliere ich die nicht mehr (lohnt sich ja nicht, wenn eins nur 2 eu kostet). Weil man aber in regelmäßigen Abständen irgendwas unbedingt im Wald verlieren muss (und ich die Brille generell eher aufbehalte), war wohl eben die Kamera dran.



    LG; Pablo.