Servus!
Nun auch hier - endlich - die Auflösung... Zumindest, soweit es möglich ist.
Erstens: Erster Pilz im Starbeitrag.
Geht schon mal gut los:


Da kann ich nicht mehr bieten als Corticium cf roseum.
Weil in mehreren Präparaten keine einzige Spore zu finden ist. Theoretisch gibt es noch zwei Arten (wenn denn beide tatsächlich eigene Arten sind), die sich wohl nur durch kleinere Sporen von Corticium roseum unterscheiden. Bis darauf sieht der so aus, wie andere Kollektionen von Corticium roseum, also würde ich da schon zu der häufigsten Art tendieren, aber eben ein cf stehen lassen.
Pilz 2:
Besteht ausschließlich aus Hyphen. Keine Sporen (weder Konidien, noch geschlechtliche, noch irgendwas). Auch keine Basidien, Zystiden und Sonstiges, sondern einfach nur Hyphen. Könnte man also höchstens genetisch irgendwie einzuordnen versuchen.
Pilz 3:
ist Gloiothele lactescens:




Der beleg sah makroskopisch etwas komisch aus, aber mikroskopisch ist die Kollektion dafür eindeutig.
Pilz 4 & Pilz 6:
Ist beides das Gleiche, wenn auch wohl in unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Fruchtkörper.
Beides ist Ceriporiopsis gilvescens.
Pilz 5:
Wie schon vermutet, ist das Coniophora puteana.
Dann kommt der Pilz in Beitrag #3:
Auch da waren wir schon in der richtigen Richtung unterwegs. Das ist Granulobasidium vellereum im letzten Zerfallsstadium. Also quasi aus nichts anderem mehr bestehend als aus den dickwandigen, cyanophilen Chlamydosporen - mit ganz vereinzelten Basidiosporen dazwischen, also dünnwandig und undeutlich warzig. Ohne die hätte cih da gar keine Bestimmung vornehmen können. 
Der letzte Pilz, in Beitrag #6 ist dann wieder was Hübsches (und eher Seltenes). Das ist Fibrodontia gossypina:


Auch da wäre es mal interessant zu wissen, wie viele Nachweise für den es in Österreich bisher gibt. Dürften auch nicht allzu viele sein, denke ich.
LG, Pablo.