Hallo @ All!
Dann sei auch mal die Frage erlaubt, wie viel Zeit zwischen dem Aufschneiden des Pilzes und der Aufnahme des Photos vergangen ist. So ein Hauch von gelb ist da ganz am unteren Rand der Basis nämlich schon noch zu sehen.
Da frage ich mich jetzt auch, ob sich A. Xanthoderma da ähnlich verhält, wie andere Champis: Je kälter, desto weniger Verfärbung? So beobachtet habe ich das zumindest bei A. Silvaticus. Auch wenn es da ja um Rot geht...
Auffällig ist ja auch die kastige Hutform, wobei das schon ein sehr unsicheres Merkmal ist, an dieser Stelle sich aber in ein gewisses Gesamtbild fügt. Der Geruch nach Tinte, Desinfektionsmittel etc. kann übrigens auch bei kaltem Wetter wenig ausgeprägt sein. Da wäre eventuell mal ein kurzes Erhitzen sehr aufschlussreich.
Also hier eine (noch) sehr unsichere Sache. Entweder A. Xanthoderma s.lat. oder aber A. Essettei s.lat.
A. Arvensis würde ich mal vom Standort und der Größe (Habitus) der Fruchtkörper ausschließen wollen. 
VG, Beorn.
Edit @ Pilzkäppchen:
Auch wenn da die Abgrenzung umstritten ist: Einen meist recht schwachen, anis - oder fenchelähnlichen Geruch nehme ich bei von mir als Agaricus Silvicola eingestuften Exemplaren wahr. Agaricus Essettei und A. Arvensis riechen für mich wesentlich kräftiger und eben mehr nach Bittermandel bzw. Marzipan. 
Wobei ich "Marzipan" eigentlich mehr bei zB Hebeloma Radicosum rieche. Die dickeren Anischampi - Arten sind in meiner Dufterkennung unter "mandelig" eingeordnet.
Aber die Geruchswahrnehmung ist eben auch eine sehr individuelle Geschichte. Und darum für eine Pilzdiskussion aus meiner Sicht nicht unbedingt ein hartes Kriterium. 
Zur persönlichen Absicherung / Ergänzung zu anderen Merkmalen aber schon immens wichtig.
LG, Beorn.