Beiträge von Beorn

    Hallo!


    Gestern fiel mir dieses Thema durch Zufall in die Hände. Es war mir irgendwie entgangen. 8|
    Zum Glück habe ich es doch noch gefunden: Du machst echt gute Bilder, Uli. Und findest auch spannende Pilze dazu.


    Darum würde ich gerne noch ein bisschen Verwirrung zu dem Stachelbart stiften. Bist du sicher, daß das Substrat kein Nadelholz ist, bzw da irgendwo auch ein Fenchelporling wuchs? Denn die Wuchsweise da unten am Stamm wäre doch für den dornigen Stachelbart eher ungewöhnlich. Der will doch eigentlich schöne Hüte und Konsolen bildern, mit auch dornigen Stacheln auf der Oberseite.


    Eigentlich ist es wohl trotzdem ein Stachelbart, aber will dennoch die Aufmerksamkeit mal noch auf das Rasige Pfriempilzchen, Mucronella Calva Fries 1874 richten. Das darf immerhin laut Krieglsteiner gelegentlich auch mal auf Laubholz und ohne Gloeophyllum Odoratum fruchten. Der Zwillingspilz, Mucronella Bresadolae Corner 1970 wäre dann explizit an Nadelholz gebunden. Oder an Fenchelporling, der ja aber ebenfalls Nadelholz bewohnt.


    So zum Ansehen mal ein paar Links:
    >link1<
    >link2<
    >link3<
    >link4<


    Wahrscheinlich ist der Pilz oben aber auch irgendwie zu groß und doch ein Stachelbart.;)



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Erneut so eine brilliante Demonstration. Ich bin in der Tat begeistert. Übrigens hattest du doch nur von einem "Arbeitstitel" Lachnum Brevipilosum gesprochen? Da du vorher schon mal an anderer Stelle erwähnt hattest, daß die beiden Arten sehr eng beieinander liegen, hatte ich das vorläufig ohnehin als Lachnum Brevipilosum / Impudicum betitelt. Der erste Name fliegt also nun raus. :thumbup:
    Eine Frage noch dazu: Verfärbt L. Brevipilosum denn bei Verletzungen?


    Das die Bisporella vergangen ist, ist nicht weiter schlimm. Die taucht wieder auf. Irgendwann und irgendwo. Eher schade ist es wegen den Schlumpfkeulchen, aber das war in dem Fall leider so zu erwarten. Dennoch ärgert mich der Pilz. Für die, die hier mitlesen und nicht wissen, um was es geht: >Link<
    Auch der letzte Vorschlag von Ralf scheint mir da nicht das letzte Wort zu sein. Auch wenn ich es freilich nicht wirklich beurteilen kann.


    Die Frage ist jetzt: Noch mal hin? Mit Kettensäge, damit ich auch mal ein amtliches Stück des Ganzen mitnehmen kann? Ich bin da nicht abgeneigt.



    Übrigens @ Anna: Es ist Winter. Großpilze treten nur noch sehr spärlich auf. Höchstens mal ein paar Austern und Samtfüße. Da sind die Herausforderungen mit der Bestimmung ja eher gering. Also ist es doch alles andere als verschenkte Zeit, den Fokus mal in den Mikrokosmos der Pilzwelt wandern zu lassen. Im Gegenteil. Ich halte das für einen absoluten Gewinn. Auch wenn ich selbt ja nicht mikroskopiere, es schult dennoch die Sinne, es festigt das Wissen und erweitert...
    Jedenfalls, wenn man da geführt wird von so kompetenten Leuten wie Ingo, Ralf, Björn und co.
    Was soll man auch sonst tun? Fernsehen gucken? Na besten Dank. Da beschäftige ich mich lieber mit meinem Klotz.



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Ganz starkes Teil! :thumbup:
    Ich will auch, will auch, will auch da durch die Wälder streifen und Pilze finden. Die Bilder machen mich ganz duselig und hibbelig.


    Des weiteren verspüre ich den plötzlichen Drang, Dänisch zu lernen.


    LG, Pablo.

    Hallo, Matze!


    Klar, kein Wunder!
    Es sind wohl nicht nur die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse, sondern auch generell die geringere Erschließung großer Gebiete. So ein Buch wie "Die Speisepilze Südamerikas und ihre giftigen Doppelgänger" wird man vergeblich suchen. In jedem Fall bin ich gespannt, was du in der Richtung noch ermitteln kannst. :thumbup:


    Jetzt eine bestimmte Agrocybe - Art rauszupicken würde allerdings kaum sehr viel versprechend sein. Allein die Gattung ist in dem Zusammenhang ja nur so eine vage Idee. Immerhin fällt mir ein, daß der voreilende Ackerling, Agrocybe Praecox einen jung ausgeprägten Ring besitzt. Aber der wird es eher nicht sein. ;)


    LG, Pablo.


    Edit:
    Und eben schreibt Nobi >was richtig Gutes<.

    Hallo Markus, Sabine und Holger!


    Und wieder eine Reihe sehr schöne Bilder von euch. :thumbup:
    Jetzt wünsche ich mir den Sommer wieder herbei.


    Das sind eben auch Pilze: Um schön zu sein, ein tolles Photomotiv abzugeben, muss es keine Rarität sein.




    LG, Pablo.

    Hallo.


    Alles in meiner "Wahlheimat": Valle Cannobina, Oberitalien, nähe Lago Maggiore. Von Cannobio aus mit dem Auto 20min bis zum Haus. Dann noch ein paar Stunden durch die Wälder und Berge gestapft und überall solche Landschaften.


    LG, Pablo.

    N'Abend!


    Nachdem sich hier der Winter ins Ekehalfte par Excellence kehrt, müssen mal ein paar richtig schöne Bilder her. Die sind nicht aus Deutschland und auch nicht aus diesem Winter. Aber so wie auf den Bildern mag ich Winter dann wieder ganz gerne:







    LG, Pablo.

    Hallo, Matze!


    Dann spekuliere ich mal wild drauf los. Die Trefferwahrscheinlichkeit ist für mich bei so exotischen Pilzen ja eher gering.


    Sicher ist Psathyrella eine Option. Der Ring jedoch sieht komisch aus. Und bei dem älteren Exemplar, wo der Ring größtenteils vergangen ist, stellt sich die Frage, ob die Lamellen für Psathyrella dunkel genug sind.


    Darum werfe ich mal als alternative Gattungen noch zwei Möglichkeiten in den Raum: Stropharia und Agrocybe. Bei beiden gibt es durchaus ähnlich beringte Arten. Lemellenfarbe müsste auch etwa passen. Gegen Stropharia spricht noch die totale Unschuppigkeit. Aber weiß ich, wie anders hier die südamerikanischen Arten aussehen? Nein. :)


    Btw: Gibt es eigentlich irgendwelche Literatur zu "exotischen" Pilzen?
    Da werden doch sicher schon mal Forscher, Mykologen losgezogen sein, die Pilzwelt der tropischen Regenwälder zu erforschen. Natürlich rechne ich nicht mit einem umfassenden Bestimmungsbuch. Wahrscheinlich schlummern in diesen Berg- und Regenwäldern noch ganze Gattungen, die noch nie beschreiben wurden. Aber so ein paar Ansätze muss es doch geben?



    LG, Pablo.

    Bonsoir!


    Ich zitiere mich mal selbst:


    Darf ich mir Hoffnungen machen, daß du auch zu den outgesorceten Bildern (Link zwei Beiträge weiter oben) noch eine Idee hast?


    Natürlich hatte Ingo. :)
    Mehr als nur eine Idee. Darum erlaube ich mir mal, sein ausgezeichnetes Portrait von Olla Transiens / Bärtiges Glashaarbecherchen hier zu verlinken:
    >Bitte klicken!<


    Und auch noch Lachnum Impudicum / Unverschämtes Weißhaarbecherchen:
    >Bitte klicken!<



    Nun?
    Wer bechert hier noch mit? :)



    LG, Pablo.

    Hallo,
    da bin ich wieder!


    Umberbraune Borstenscheibe? Gefällt mir eigentlich sogar viel besser. Nur kleine Stacheln kann ich nicht finden. Krieglsteiner beschreibt hier allerdings etwas anderes:

    Zitat

    Sporadisch von kleinen Wärzchen besetzt


    Aus "Großpilze Baden - Württembergs", Band 1, Seite 213.
    Gemeint ist hier wohl das Selbe, also die Seten.


    Dazu mal zwei Bilder mit etwas näher ran:


    Und damit komme ich schon zu meinem neuen Problem.
    Ich habe also mal meine alte Lupe rausgekramt. Einerseits zum Anschauen, was ganz gut klappt. Andererseits aber wollte ich da mal durchphotographieren. Das klappt nicht so gut. Die Hantiererei mit Kamera, Lupe und Licht ist schon ein ziemliches Gefuddel. Da muss ich nochmal gründlich üben. Fazit: Von ungefähr 64 Bildern durch die Lupe habe ich circa 67 Bilder gleich wieder gelöscht.


    Das sähe dann nämlich etwa so aus:


    Pilz 2 (Hyaloscypha / Dasyscyphella):


    Pilz 3 (Mollisia):


    Pilz 4 (Orbilia):


    Das ist ohne Lupe fast noch besser (wieder die Orbilia):


    Da werde ich mal noch etwas Rumprobieren mit etwas mehr Zeit. Zu Weihnachten ist dann mal eine richtige Stereolupe angedacht. Bis dahin ärgere ich mich über den Autofokus der Kamera, die Tatsache, daß der reguläre Supermakromodus eigentlich besser vergrößert als die Lupe, starte da aber weitere Experimente. :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Bonus - Hinweis ist mir nur gerade als erstes Wort dazu eingefallen. Es gibt eine sogenannte "Rätselhilfe", nachzulesen im Startbeitrag unter "Rätselhilfe".
    Momentan habe ich allerdings schon vier Kandidaten, zu denen ich überlege, eine solche Hilfe zu beantragen. Darum die Idee, noch etwas zu warten. Denn wer (außer Anna) weiß was noch kommt. Aber die werde ich wohl dennoch irgendwann nächste Woche beantragen. Sonst wird's zu knapp.


    Zum Brot backen werde ich bis Weihnachten leider wohl kaum kommen.


    Ein paar Plätzchen vielleicht.


    Anna, es ist absolut beeidruckend, wie du das hier aufbaust. :thumbup:


    LG, Pablo.

    Moin.


    Nein. Ich glaube, in diesem Fall lehne ich den Verzehr entschieden ab. Ist aber nur so eine vage Idee. Doch wie lautet die gültige Regel?
    "Nur essen, was man zu 100% bestimmen kann" mit dem Zusatz "Gilt nicht oder nur bedingt für Täublinge".
    Und einen solchen habe ich zumindest mal ausgeschlossen.
    Da gehe ich lieber zum Bäcker, kaufe mir ein schönes, kruspriges Brot; wo beim Backen lecker die Kruste aufspringt und...


    Egal, ich glaube, dafür beantrage ich einen Bonushinweis.
    Oder ich warte noch. Kann man eigentlich die Bonushinweise erst ganz am Ende beantragen, also an Heiligabend, dann wenn alle gleichzeitig Hinweise beantragen sowie Lösungen schicken? Und bis wann müssen nochmal die endgültigen Lösungen vorliegen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Yippieh!
    Der Pilz hat einen Namen.
    Eine großartige Dokumentation ist das außerdem. Druckreif, würde ich mal sagen. Dafür ein richtig dickes Dankeschön. :thumbup:


    Und mal ganz ehrlich: Warum sollten es die kleinen Becher anders machen als die Großpilze? Gifthäublinge tarnen sich als Stockschwämmchen, Gallenröhrlinge als Sommersteinpilze, warum dann nicht auch Glashaarbecherchen als Staubhaarbecherchen?


    Ob man vielleicht diesen deinen Beitrag mit dem Portrait noch in der "Galerie" verlinken sollte? Dann wäre es dort auch für Interessierte zu finden.



    LG, Pablo.

    Nochmal Hallo!


    Diesmal mit dem Prädikat weltklasse! :thumbup:
    Ich würde wetten, daß das Sporenpulver hier weiß ist, und es sich ebenfalls um Armillaria handelt. Mellea passt hier nicht, Ostoyae eigentlich auch nicht, Borealis erst recht nicht.
    In diesem Fall vermute ich mal recht sicher den Wandelbaren, Armillaria Gallica. Dazu passen auch die gelben Schüppchen am Stiel zusammen mit den doch recht dunklen und gut schuppigen Hüten.


    Ich finde, die drei Pilze schreien regelrecht danach, in einem eigenen Thema für eine Gegenüberstellung verwendet zu werden. :evil:


    LG, Pablo.

    Hallo, Abeja!


    Treffer. Zweifellos Armillaria Ostoyae in verschiedenen Entwicklungsphasen. EIne sehr schöne Dokumentation übrigens, gerade zusammen mit der vorgestellten Mellea im anderen Thema.


    Du hast nicht zufällig vor, da mal eine schöne Gegenüberstellung auszuarbeiten?


    LG, Pablo.

    Hallo, Abeja!


    Da bin ich ganz deiner Meinung. Auch das Substrat (Laubholz) spricht dafür. Laut Krieglsteiner soll sich die Art bevorzugt an beeinflussten Biotopen (Gärten, Friedhöfe, Parks...) tummeln. Aber das sollte schon variablen sein.


    Alles Weitere spricht glasklar für Armillaria Mellea.
    Im Auge behalten könntest du noch den wandelbaren Hallimasch, Armillaria Gallica. Der soll angeblich jeder anderen Art ähnlich sehen dürfen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jorge!


    Und dann - vermute ich mal - nimmt der Ralf den hier rot eingrahmten Ausschnitt als Bild für's Forum. ;)



    Das ursprüngliche Bild dürfte ja dann eine höhere Auflösung haben. Bei mir ist es ja ähnlich: Richtig tolle Makrophotos sind mit meiner Kamera ja kaum möglich. Da habe ich - wenn's gut läuft - einen scharfen Bereich in der Mitte, und ca. 90% vom Bild außenrum sind für die Tonne. Dann heißt es ausschneiden.


    LG, Pablo.

    Hallo, Lara!


    Dankeschön für die Bilder aus dem verschneiten Kiew!


    Ich denke, wenn wir uns die Seitlingsähnlichen irgendwie genauer anschauen, dann kommt da der gelbstielige Muschelseitling, Sarcomyxa Serotina raus.
    Aber ich finde ja auch den anderen Baumschmuck famos. Ist das übrlich in Kiew, die Bäume mit bunten Stofftieren zu schmücken? das ist echt ein Hingucker.


    LG, Pablo.

    Hi.



    cf. (conferatur - lat.: man vergleiche)


    Wow! Na endlich klärt mich da mal jemand über den genauen Wortlaut auf.
    Danke, Nobi! :thumbup:
    Danach hatte ich schon zwei oder drei mal beiläufig gefragt, ist jedes Mal untergegangen. Und nun taucht es ganz beiläufig auf, und ich weiß endlich wirklich, was die ganzen cf's bei meinen makroskopisch bestimmten Pilzen im Archiv heißen.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ich denke doch, der Pilz hat Poren?
    Eben sehr feine, so wie zB Polyporus Badius. Das würde zu einem Stielporling führen. Eine Möglichkeit. Allerdings ist die Porenfarbe ja nun creme - gelblich und auch der Hutrand ist - wie Matze auch schreibt - etwas ungewöhnlich für die Gattung. Da gibt es noch mehr Punkte, aber klar war: Da muss was anderes her.


    Jetzt ist es echt schade, kein Schnittbild zu haben.


    Trotzdem habe ich etwas gefunden, eine Gattung die lt. Krieglsteiner in Europa mit einer Art, weltweit jedoch mit acht Arten vertreten ist. Eine Art ist wohl in Brasilien zu finden. Leider verläuft meine Suche danach im Web ergebnislos. Noch nicht mal ein verlässliches Bild kann ich finden. ;(
    Nur ein Eintrag bei SpeciesFungorum zu >Gyrodon Adisianus<. Ich bin frustriert. Ich will was über diesen Pilz wissen, ihn hier zumindest mal ausschließen können. Oder auch die ganze Gattung.


    Kennt irgendjemand die Art? Hat jemand Infos dazu?
    Wäre es nicht vielleicht sinnvoll, das Thema in die Bestimmungsabteilung zu verschieben? Da hätten sicher mehr Kenner einen Blick drauf.


    LG, Pablo.