Hallo, Markus!
Prima. Es kann weiter gestritten werden. ![]()
Aber eigentlich möchte ich da gar nichts Wesentliches Neues sehen. Am interessantesten finde ich den blau ausgeixten beim Zippo. Schade, daß der nie zur Reife kommen wird.
Was die Beurteilung erschwert ist vielleicht hier ganz interessant:
Die meisten Flockies (B. erythropus) laufen ja beim Berühren des Stieles und des Hutes erstmal rasch blitzeblau an. NAch einiger Zeit werden diese Stellen aber braun. Bei einem normal gefärbten Exemplar ist das dann kaum noch zu sehen, weil der Hut ohnehin braun ist, bzw das Rot des Stieles die braunen Flecken schwer erkennbar macht. Nicht so bei den gelben Varianten, egal ob es jetzt einfach nur Babies sind, oder doch die var. junquilleus bzw. B. pseudosulphureus. Da sieht man die braunen Flecken noch längere Zeit. Ist auf den Bildern von Andreas ja auch sehr schön zu sehen.
Hier ist es natürlich so, daß schwer zu erkennen ist, was da nun braune "Druckstellen" sind, und was vielleicht schon die spätere Hutfarbe. Zumindest bei dem rot geixten ganz Kleinen im dritten Bild, meine ich auch einen roten Hauch auf dem Stiel zu erkennen.
Und jetzt wird's ganz diffus: Offenbar kann ein und das selbe Mycel sowohl normal gefärbte, als auch gelbliche Fruchtkörper hervorbringen. Oder wachsen hier getrennte Mycelien nebeneinander?
Mein eindeutigster (also auch erwachsen komplett gelber) Fund (Für mich also Boletus pseudosulphureus) wuchs an einer Stelle, wo ebenso auch diverse normal gefärbte Flockies wohnen.
Warum aber sollte ein Mycel unter identischen Umweltbedingungen neben völlig normalen Fruchtkörpern auch einzelne Fruchtkörper komplett ohne rotes und braunes Pigment hervorbringen? Vor allem zur gleichen Zeit?
Vielleicht bringt mir der kommende Sommer da mehr Aufschlüsse.
Vielleicht bringt dir schon die nächste Zeit interessante Aufschlüsse. Einfach mal die Stelle im Auge behalten und hoffen, daß da niemand dran geht. Am besten Stacheldraht drum rum bauen. ![]()
LG, Pablo.
