Beiträge von Beorn

    Hallo, Uli!


    Da bin ich wie Andreas überrascht.
    Daß es der gleiche Pilz ist, ist ja klar erkenntlich, aber die Farben so verändert? Um das Blau geht es mir gar nicht. Hier mal ein Bild von einem X. pruinatus, der auch nach fast einer Stunde nicht wirklich blauen wollte:

    Aber daß das Fleisch so weißlich wird?
    Gut, 30 Stunden sind schon eine längere Zeit. Aber wo es doch sogar beim Braten eigentlich leuchtend gelb bleibt...
    Am seltsamsten ist die Verfärbung der Huthaut. Da bin ich voll bei Andreas: Bei der Farbe hätte ich erstmal gar nicht an X. pruinatus gedacht. Die rote Subkutis meine ich ja beim ertsen Bild schon zu erkennen, aber daß die einfach verschwindet, kann doch fast nicht sein?


    Ed.:
    Ja, genau die Linie ist gemeint, Uli. :thumbup:
    "Skalpschnitt" wäre dann sowas hier:

    Wobei mir gerade auffällt, daß bei dem jetzt von mir gezeigten auch was olivliches am Hut ist. Sollte aber dennoch ein Stattlicher Rotfuß sein.


    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Schade. Der Deckel ist opak. Ist aber keine Dose, sondern ein Glas. Also alles gut: Die Wände sind hyalin. ;)
    Aber ich hab mal das feuchte Küchenpapier ein bisschen von den Bechern weggemacht. Müsste jetzt genug Licht drankommen.


    LG, Pablo.

    Hallo, Eike und Ingo!


    Ja, wenn ich die Bilder vergleiche, dann kommt das sehr gut hin. Ich hab den Stengel mal schön feucht gelagert, mal sehen, ob sich da was tut. Ob der für die Farbe vielleicht auch Licht braucht? :/



    LG, Pablo.

    Ahoi, Leute!


    Ich habe das Gefühl, da wurde was übersehen. Bei der Ansicht der eingesammelten und eingelagerten Stengel vorhin habe ich möglicherweise noch einen weiteren Becher gefunden. Eigentlich hätte das auch Trichopeziza mollisima sein sollen, es wächst an der selben Art von Substrat vom selben Fundort, nur an einem anderen Stengel. "Das selbe in jung und noch nicht reif," dachte ich.
    Aber das ist zweifelhaft. Die Haare sind nicht gelb. Und bei Tr. mollisima sind sie schon bei ganz kleinen, noch fast geschlossenen Apothecien gelb.




    Das ist also der andere Typ. Haben wir da noch was?



    LG, Pablo.

    Hallo, Zarko!


    Etwas zur Klärung der Unbekannten kann ich nicht beitragen.
    Aber die Bilder sind einfach grandios, da möchte ich schon noch einen kurzen Lobsermon anstimmen. :thumbup:
    Coprinus auricomus, der unbekannte Porling , der hyaline Tintlingshut, Ohrlöffelstacheling, Mycena acicula und auch der Schüppling zeigen eindrücksvoll, daß es nicht immer nur die kleinen Becher sein müssen. Auch die "Riesen" der Pilzwelt beherrschst du.


    Eine kleine Bitte noch:
    Du hast neulich ein >Portrait zu Phallogaster saccatus< erstellt. Kannst du das zweite und das dritte Bild (von Phallogaster saccatus) dort noch ergänzen?
    In dem Portrait werden die Bilder nämlich leichter wiedergefunden, und so in "vollreifem" Zustand ist die Optik ja auch wichtig.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Danke, alle Klarheiten beseitigt. :evil:
    Ich mache den Datenbanken keinen Vorwurf. Ich merke nur gerne mal an, daß es für Einsteiger und Laien sehr schwierig ist, das alles nachzuvollziehen. In vielen anderen Fällen sind die Datenbanken ja auch eine große Hilfe.


    Naja, Feldarbeit macht mehr Spaß.
    Wenn ich fündig werde, stelle ich es ein. Gibt's denn da rein optisch Verwechslungskandidaten?



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Heißt momentan gültig Moellerodiscus, ist aber normalerweise gar nicht haltbar, da stimmt zu viel nicht für die Gattung.
    Svrcek hat ihn später auch nochmal als Helotium tatrae beschrieben.


    Und wieder mal könnte ich die Wände essen (oder wie man da sagt)!
    Nach MB sind sowohl Moellerodiscus advenulus als auch Helotium tatrae valid und haben nichts miteinander zu tun. Zu allem Überfluss natürlich beides auch noch veschiedenen Familien zugeordnet.
    SF lassen wir mal raus. Die kennen mal wieder die Hälfte nicht.


    Hm. Ich trag das mal als Moellerodiscus bei Sclerotiniaceae ein.


    Aber den Pilz mag ich. Der nächste Lärchenwald wird mal ein wenig "unter die Lupe" genommen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan - Arne!


    Von dem ersten Pilz machst du am besten mal ein Sporenbild und erfasst die Bäumchen und Gebüsche in der Nähe. Schaut nach Entoloma clypeatum aus.


    Den Düngerling kannst du mal mit dem Heuschnittpilz, Panaeolus foenisecii vergleichen. Aber so 100% Gewissheit ist bei dergleichen Pilzen selten drin...



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario & Ingo!


    Ich würde sagen, ich lag falsch. Am Sonntag habe ich mal einen recht jungen samtigen Schichtpilz geschnappt, und da etwas drauf rumgekratzt und gedrückt. Also eine Verfärbung ist da schon erkennbar, allerdings nur ein leichtes Verdunkeln und ein Kräftiger - Werden der ohnehin vorhandenen ockergelblichen Farbe. Kommt auf dem Bild schlecht raus, das ist wohl das Hypholoma fasciculare - Syndrom:

    Was ich aber sicher sagen kann: Da war kein Belag zum Abkratzen. Allerdings wird die Fruchtschicht an geärgerten Stellen auffallend nass. Da tritt wohl Saft aus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Toffel!


    Ich habe mittlerweile so den Verdacht, daß die Datenbanken gar nicht anders können. Es ist in diesem Fall wohl wirklich etwas unglücklich, aber ansonsten hat man oft je nach Autoren widersprüchliche Gattungs - und Artkonzepte, die eben schon auch jeweils belegt sind.
    Wenn eine Datenbank dann also möglichst "wertungsfrei" agieren will, muss sie auch die gegenläufigen Konzepte aufnehmen, und so kommt es dort zu widersprüchlichen validen Namen.
    Für einen Laien wie mich wird das dann schnell unübersichtlich und verwirrend. :(



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Famos. :thumbup:
    Nun kommt also auch noch die "Flying Dutchman" ins Spiel. Also muss man da aufpassen, daß man nicht Teil des Sumpfs wird, wie die Crew von Davy Jones.


    [hr]


    Hallo, Daggi!


    Ich habe einen Kollegen, der für sein Navi irgendwie die deutsche Sychronstimme von Bruce Willis eingestellt hat. Besser, aber auch gewöhnungsbedürftig.



    LG, Pablo.

    Hallo und Willkommen hier, Jürgen!


    Ein paar mehr Angaben (Standort, Fundumstände, eine Erklärung, woher die rote Farbe kommt) wären schon hilfreich.
    Man kann trotzdem sagen, daß du da zwei Schopftintinge (Coprinus comatus) zeigst.


    Und (muss immer mal wieder erwähnt werden), auch wenn die Pilze nicht ohnehin zu alt wären, taugt diese Bestimmung nicht als Verzehrfreigabe. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Prima, dann hauen wir das mal durcheinander. :)


    Zitat


    03 könnten geschädigte Apos von Ciboria conformata (Erlenlaub-Stromabecherling) sein.


    Ulis 03 also. Schaut schön aus.

    Aber ist das ein Erlenblatt?
    Wir hatten die an verschiedenen Stellen, einmal direkt unter Hasel, einmal unter Hainbuche. Aber Erlan gab's da auch immer in unmittelbarer Nähe. Aber wenn ich das richtig verstehe, ist der auch gar nicht so auf ein Substrat festgelegt?


    Zitat


    Bei 04 würden mich die Fundumstände wieder interessieren.


    Ein teilweise im Erdboden vergrabenes Holzstückchen. Recht vermorscht und nicht mehr definierbar. Tendenz aber schon Laubholz, und sicher kein Stengel einer Grünpflanze. Also schon direkt auf Holz, Hymenoscyphus epiphyllus sollte ausscheiden.


    Zitat


    Pablos Nr. 10 ist Cyathicula cyathoidea (Pokalförmiges Krönchenbecherchen). Bei Substrat Brennnessel steigt die Sicherheit auf 99%.


    Wenn das Substrat von Trichopeziza mollisima nicht Brennessel ist, ist das auch keine. Der Stengel steckte im selben Haufen, also ein Bündel Grünschnitt aus irgendeinem Garten in der Nähe. Ich denke, daß alle Stengel dort gleich waren.
    Aber den lese ich mir auf jeden Fall nach. :thumbup:


    Zitat


    Nr. 13 müsste C. clavus (Wasser-Kreisling) sein. Kann man theoretisch auch an den Fundumständen festmachen. Wenn nass, wasserumspült, submers gewachsen wie z.B. die Mitrula, dann ist er es.


    Genau so. Die Stengel und Blättchen damit sind direkt aus dem Wasser geklaubt. So wie auf Bild 15 von Uli traumhaft schön in Szene gesetzt.

    Zitat


    H. vernus wächst auch feucht bis nass, aber eher tümpelhaft oder am Rand von Gewässern, die Art würde verletzungsröten.


    Nö, da rötet nichts. Hätte ich gestern zuhause beim rumhantieren mit dem Pilz merken müssen.


    Vielen Dank für deine Hilfe! Ist immer wieder faszinierend, wie weit man sich auch bei solchen Pilzen mikrolos an eine Art annähern kann, wenn man nur genug Merkmale und Fundumstände berücksichtigt.



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Trotzdem krame ich mal, evtl. finde ich ja doch noch was Nettes.


    Das will ich doch sehr hoffen!
    Red' dich blos nicht raus, ich weiß genau, daß du noch einige Kleinodien auf Lager hast. Zum Beispiel diesen Orbiliateppich auf dem dicken Stamm, wo meine Bilder alle irgendwie verwackelt sind. :cursing:


    Uli, du wirst mir lanagsam unheimlich. Bei deinen Sumpf - Bildern hatte ich vorhin eine minutenlange Absence. Als ich daraus erwachte, haben meine Mückenstiche wieder gejuckt. 8|



    LG, Pablo.

    Hallo, Eike.


    Tja, nun, also ich weiß nicht so recht. Ist mir nicht unbedingt unsympatisch, der Typ. Hat ja immerhin ein paar Kumpels in Mannheim. Die sicher bei mir um die Ecke wohnen (Neckarstadt WEST). :D


    Meine Musik ist es nicht so, weißt du ja.
    Darum mal was richtig Hartes als Kontraastprogramm. Hart: Weil sprachlich und musikalisch brilliant, bissig, böse, ehrlich, politisch unkorrekt und einfach schön. Auch wenn ich das Meiste sowieso nicht verstehe. Irgendwann muss Anna mir mal die ganzen Brassens - Texte übersetzen. Oder 10 Pilzportraits schreiben. :evil:


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    LG, Pablo.

    Hallo, Jan - Arne!


    Ja, das kenne ich nur zu gut. Wenn ich früh genug Feierabend habe, dann zieht es mich wie einen Magneten nochmal kurz irgendwo in den Wald. Muss nicht lang sein, aber eben mal so ein knappes Stündchen, bisschen was gucken, das ist manchmal schon drin.


    Irgendwas findet sich da immer. :)


    Dein Breitblatt hat Harry ja schon treffend bestimmt. Die Zundeschwämme sind wohl Rotrandige Baumschwämme ohne roten Rand. Zunderschwämme mit so weißen Poren sehe ich eigentlich nie, und Tröpfchen passen auch besser zu Fomitopsis pinicola.
    Ob der Becherling ein Blasiger ist, wird sich ohne Mikro wohl schwer klären lassen. Da gibt's bei Peziza einfach zu viele zu ähnliche Arten. Vielleicht kann das jemand mit Mikroskopie- und Funderfahrung besser eingrenzen. Der letzte ist nicht Ps. piluliformis. Der hat keinen so grob radialfaserigen Hut. Lamellenbild würde mich da mal interessieren. Irgendwie denke ich an Lacrymaria lacrimabunda, habe den aber selbst noch nie gefunden. Ist also nur so eine ganz inoffizielle Idee.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jessica!


    Gut, hatte ich also richtig getippt. Gab ja bei den Bildern auch trotz fehlender Stielbasis eigentlich keine ernst zu nehmenden Konkurrenten zum Grünen Knolli.
    Die Nebelkappe (Lepista / Clitocybe nebularis) wird - wenn ich das gerade richtig im Kopf habe - in Deutschland zumindest meist als giftig bzw. giftverdächtig aussortiert. Offenbar kommt es da bisweilen auch gekocht zu Vergiftungserscheinungen, Langzeitwirkungen der Giftstoffe sind bislang noch nicht erforscht.
    >Hier mal ein Link<
    Pilze besichtigen im Sumpf...
    Das ist sicher nicht für jedermann (und natürlich -frau). Aber wenn man es auf sich nimmt, dann gibt es viel zu entdecken. Siehe Link im Beitrag oben. Ansonsten mal einen neuen Wald ausprobieren. Mausmann hat gerade seinen ersten perlpilz entdeckt, wie er am Stammtisch schreibt, auch die Hexen sind da, teils sogar schon recht üppig, und Maipilze sind auch noch gut im Rennen. Steinpilze und Pfifferlinge werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Bei den >Doppelpilzen< wurden auch schon die ersten Sommersteinpilze gezeigt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Melanie!


    Die (von mir jetzt) nicht näher definierte Amanita und die Nebelkappen hat die Pilzberatungsstelle aber doch hoffentlich nicht frei gegeben? 8|
    Sonst solltest du vielleicht mal die Beratungsstelle wechseln.


    Andererseits:

    Zitat


    Leider ist das Waldstück momentan ein einziger Sumpf.


    Was willst du mehr? Das sind doch >beste Voraussetzungen<! :thumbup:


    PS.:
    Beim zweiten Pilz setze ich mal 50 Chips auf Grüner Knolli, Amanita phalloides. :evil:



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    In der Tat, diese Fango - Packung hatte mehr Nährwert als Kosmetik. Das war nicht nur so wegen den Pilzen.
    Daher der Dank an die gesamte Crew:
    Captain Malone,
    Adele auf vier Beinen zumindest gefühlte erste Offizierin,
    Am Periskop Erebus
    Kommunikationsoffizierin Isa
    Admiralin Pilzauge
    und ich als Kampftaucher mit Ladehemmung (akulärer Kamera).


    Jedenfalls zogen sich von den Einschlagzentren gefundener Pilze in engen konzentrischen Kreisen weitere Funde durch den Wald, bis der Treibsand der Entdeckungen uns zu veschlingen drohte. Aber irgendwie gelang es, den Sumpfmonstern zu entkommen, und bei der Admiralität zum Spargelessen im sicheren Hafen einzulaufen.


    Auch wenn "Nessi" (Verpa bohemica var. edulis-parasiticans) irgendwo in ihrem Loch stecken blieb, geriet bei der Tauchfahrt genug anderer Krams ins Visier.


    Triviales
    01.: Gesäter Tintling - Coprinellus disseminatus


    02.: Breitblatt - Megacollybia platphylla

    Dank an Isa für Zielkoordinaten. :thumbup:


    03.: Der Grünblättrige - Hypholoma fasciculare


    Ok, alles schon dutzende Male gesehen. Kanonenfutter.


    Etwas ausgefallener


    04.: Helmlingsschimmel - Spinellus fusiger


    05.: Achtung, volle Deckung! Ein UMO! (momentaner Favorit: Galerina mit ca. 8mm Gesamthöhe)


    06.: Hundsrute - Mutinus caninus


    07.: Teilweise gigantische Schildborstlinge (Scutellina spec.) schieben sich unter Stämmen und aus dem Sumpf hervor


    08.: Etwas Bekanntes zwischendurch, Zigarettenpause mit Neodasyscypha cerina


    09.: Immer wieder erstaunen die prachtvollen Wohngemeinschaften von Mollisia und Orbilia


    10.: Unbekannter Heliotaler an vermuteter Brennessel



    11.: Der Gelbe. Danke, Ingo, daß du uns da die Arbeit abnimmst. Ich war eben erst bei Trichopeziza nylanderi (oder Dasyscyphus sulfureus?) gelandet. Aber wenn du zu 90% bei Trichopeziza mollisima bist, dann reicht mir das mal. Mit cf.


    12.: Und dann noch das Highlight, die Wasserschlacht mit Sahnehäubchen - Mitrula paludosa


    Da ging meiner Kamera schon die Puste aus. Aber bleiben wir ganz ruhig, es kommen ja noch Bilder von Peter und Uli. :thumbup:


    13.:
    Sahnehäubchen übrigens vergesellschaftet mit dem (Hoch)wasserkreisling, Cudoniella clavus. Auch mit cf, sowas wie Hymenoscyphus vernus muss man im Hinterkopf behalten.


    Studioaufnahmen. ;)


    Leute, Verpel auf Boletus dann beim nächsten Mal.


    Edit:
    Uli, das nennt sich Timing! :D



    LG, Pablo.