Beiträge von Beorn

    Hallo, Björn!


    Schade.
    Aber manchmal ist es einfach zu viel, was soll's.
    Das nehme ich mal als Anstoß, mich um solche Sachen möglichst bald selbst zu kümmern.


    Sei blos vorsichtig mit der Kiste. Da ist Lebendiges drin. Ich kann nicht garantieren, daß der Inhalt noch ungefährlich ist, wenn du sie in 3 Wochen doch noch aufmachst. :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo, Andre!


    Stimmt.
    Es ist nur so: Oft gehören zur Bestimmung einfach noch wesentlich mehr Details als zwei Bilder. Wenn da zB keine Buche in der Nähe war, oder du den Stiel nicht mal um 360 ° verdrehen konntest, ohne daß er abreißt, dann ist mein Buchenwald - Wasserfuß - Tip für die Tonne. Optisch ähnlich wären immerhin noch ein paar dutzend andere Arten.
    Darum hat Ingo das eigentlich eleganter gelöst als ich, und erstmal noch ein wenig nachgehakt. Und beim nächsten Mal, wenn du so einen Pilz findest, schaust du nach Buchen in der Nähe, und verdrehst mal den Stiel. ;)


    Edit:
    Der zweite muss auch nicht stimmen. Da gäbe es noch einige dunkel gestielte Arten, aber ich denke, daß die Stiele hier sehr hell sind.



    LG, Pablo.

    Hallo, Joli!


    Vielen Dank für deinen schönen Bericht (und da steckt soooo viel Mühe drin. Ich kann's gut nachempfinden. :thumbup: ), der nicht nur interessante Pilze zeigt, sondern einem auch die Landschaft und ihre Pflanzenwelt näher bringt. Es macht echt Spaß, da mitzugehen.


    Zur Frühjahrslorchel sage ich jetzt mal nix. Ich kenne die noch nicht so gut, habe sie aber bislang wirklich nur in diesem dunklen rotbraun gefunden. Auch in jung, also bei Exemplaren, die teils noch in der Erde (bzw. im Sand) steckten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Andre und Steffi!


    Das freut mich für euch ganz besonders!
    Auch wenn es dieses Jahr wahrscheinlich nichts mehr wird: Ich drücke die Daumen für ein paar üppige Funde dort im Nächsten. :thumbup:


    Der Becherling ist eine Peziza, da sind wir Makroskopiker bei der Artbestimmung eigentlich fast aufgeschmissen.
    Der erste Lamellenpilz ist wahrscheinlich ein Buchenwald - Wasserfuß (Hydropus subalpinus), der zweite ist ein Käfer von unten. Könnte aber ganz gut Waldfreundrübling (Gymnopus dryophilus) sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Günter!


    Ich zitiere da mal sozusagen Björn: "Nach Aussehen, Erscheinungszeit und Standort ist es sehr wahrscheinlich." Hat er wohl so nie gesagt / geschrieben, aber inhaltsmäßig trifft das zu. Eine 100%ige Gewissheit gibt dir da nur das Mikroskop.



    LG, Pablo.

    Trametes ochracea (Pers.) Gilb. & Ryvarden
    Ockerfarbene Tramete, Zonentramete
    Synonyme:
    - Boletus ochraceus Pers.
    - Trametes multicolor (Schaeff.) Jülich
    - Trametes zonata (Nees) Pilat
    - Trametes zonatella Ryvarden


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae --> Trametes --> Trametes ochracea



    Fruchtkörper: In der Form der Schmetterlingstramete recht ähnlich, allerdings meist kräftiger im Wuchs mit dicker Ansatzstelle am Substrat, wo der Fruchtkörper gerne regelrecht vertikal verbreitert ist und oberseits dabei meist ein höckerig –“ pickliges Aussehen zeigt; farblich in hellen Ocker- Zimt oder Gelbtönen zoniert und oft mit dunkleren Pukten und Flecken, auch mal rotbräunlich aber nie dunkelbraun, schwarz oder mit bläulichen Farben; zum Rand hin meist heller, cremeweiß oder grauweißlich


    Poren: recht fein, ähnlich Trametes versicolor ebenfalls rundlich bis eckig oder etwas geschlitzt bis zerrissen, meist aber schon deutlich früher mit ockergelblichem Farbton, der im Alter zunimmt und vor allem zum Hutrand hin deutlich ausgeprägt ist und dort dunkler (graubraun) wird


    Fleisch: weiß; zähelastisch, allerdings anfällig für Parasiten, dann auch krümelig –“ wattig; recht dick, vor allem zur Ansatzstelle hin, Geruch meist unauffällig, immer ohne schwarze Schicht zwischen Kontext (Hutfleisch) und Tomentum (unterste Huthautschicht)


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß


    Vorkommen: an verschiedenen Laubhölzern, meistens wohl an Birke, gefolgt von Pappel und Buche; gerne an dickerem Substrat; bevorzugt an feuchten, aber lichten Standorten, gerne in Wassernähe; in Norddeutschland häufiger, nach Süden zu eher selten und zerstreut, in Skandinavien ein Massenpilz und häufiger als die Schmetterlingstramete


    Verwechslungen: Das Problem liegt in der Variationsbreite der einzelnen Trameten –“ Arten. So können untypisch ausgeprägte Fruchtkörper von der striegeligen Tramete (Trametes hirsuta) mit der Ockerfarbenen verwechselt werden, wenn die auffälligen Haare fehlen oder schwach ausgeprägt sind; Trametes hirsuta hat jedoch wie T. versicolor eine dunkle Schicht unter der Huthaut.
    Auch die Samtige Tramete (Tr. pubescens) kann zu Verwechslungen führen, wenn diese mal kräftiger gefärbt und dabei undeutlich zoniert auftritt. Hier sollte man sich genau die Fleischbeschaffenheit ansehen.
    Die meisten Verwechslungen kommen aber wohl mit der Schmetterlingstramete (Trametes versicolor) vor. Gerade bei ungewöhnlich hellen und dickfleischigen Fruchtkörpern (oft an Obstholz, siehe link zum Portrait von T. versicolor unten) ist die Unterscheidung schwierig. Ein gutes Merkmal ist hier die dunkle Schicht unter der Huthaut bei der Schmetterlingstramete (Vgl. auch Bilder dort im Portrait).
    Auch der Graubraune Rauchporling (Bjerkandera fumosa) kann Anlass zu Verwechlungen geben. Außer den Mikroskopischen Trennmerkmalen ist dort aber auch eine dunkle Schicht zwischen Röhren und Hutfleisch zu finden, die bei T. ochracea immer fehlt


    Wissenswertes: Aufgrund der Variationsbreite der Art und der nahestehenden Arten, sowie teils mangelnder Kenntnisse und Erfahrungen, dürfte die Ockerfarbene Tramete zu den am häufigsten fehlbestimmten Porlingen gehören.



    Bilder:


    2 Bilder von erebus:


    Danke! :thumbup:



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Trametes versicolor = Schmetterlingstramete<
    >Trametes pubescens = Samtige Tramete<
    >Trametes hirsuta = Striegelige Tramete<
    >Bjerkandera fumosa = Graugelber Rauchporling<
    >Antrodiella hoehnellii = Spitzwarzige Tramete<

    Moin!


    Komisch, der Fund mit Peter, Isa und Uli war wohl die Initialzündung. Nun sind sie überall:

    Schildborstlinge (Scutellina spec.)
    Anklicken für größere Ansicht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Ein Super Portrai, das natürlich auch gerade topaktuell ist!


    Den Schlehen - Rötling, Entoloma sepium mit rotfärbendem Fleisch (besonders bei Fraß und Parasitenbefall / ähnlich wie Perlpilz) kann man noch als Verwechslungsmöglichkeit nennen, was hiermit getan ist. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Jovo!


    Naja, schwäbische Alb ist immerhin schöner Kalkboden. Der Schwimmbadgeruch ist ein konstantes Merkmal, der bei den Scheibenlorcheln nicht auftritt. So würde ich mal meinen ersten Eindruck bestätigen: Ist die Flatschmorchel / Morchelbecherling / Disciotis venosa. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Jovo!


    Es "sieht aus" wie eine Flatschmorchel (Disciotis venosa). Aber der Standort ("an Fichte") wundert mich da sehr. Also vielleicht eher mal an einen etwas verwachsenen Scheibling (Gyromitra ancilis) denken. Da gibt es aber dann noch mindestens eine Verwechslungsart. Wenn auch dann wieder der Standort seltsam ist. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Melanie!


    Ich fürchte schon sehr, daß es in Hornberg enormement lustig wird. Weiterhin habe ich schon Angst, daß die Woche viel zu schnell vorbei sein wird. Im Schwarzwald gibt es zwar keinen österreichischen Käse, aber doch ganz passablen. Die Ausfuhr ist dort auch kein Problem.
    *Freu*
    Und das Wetter spielt auch gut mit, wenn es jetzt so viel regnet freuen sich die Pilze und in der Woche, wo wir da sind, ist es schön und warm.
    *plätscher plitscher Feder*


    Berichten zufolge darf der Voreilende Ackerling gerne "süßlich" riechen. Der Begriff "Kakao" spielt da oft eine Rolle, auch "Bittermandel". Antrocknend ist er dann eher ranzig, das hat Günter eben in der Anfrage wohl mit "fischig" gemeint. Für mich riechen die bislang meist nach fast gar nichts. Nach einigem Knautschen am ehesten nach Mehl / Gurke. Ein wenig süßlich ab und an, aber Kakao hatte ich nie wahrgenommen. Aber so vom Habitus her passt es eigentlich ausgezeichnet. Hebeloma (Fälbling) mit so einem Ring kommt nicht in Frage.
    Fazit: Über Agrocybe dura könnte man kurz nachdenken. Aber dafür ist er eigenltich zu dunkel, also bliebe Abgrocybe praecox.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan - Arne!


    Zusammenschieben wäre eine gute Idee!
    Ansonsten hat Stephan recht: Einen klassischen Hellsporer kann man mal ausschließen. So ganz überzeugt bin ich nicht, auch wenn tendeziell das SPP eher nach Rötling aussieht. Aber wie gesagt: Das ist über Bild kaum zu beurteilen, wenn es so wenig ist.



    LG, Pablo.

    Trametes gibbosa (Pers.) Fr.
    Buckeltramete
    Synonyme:
    - Trametes crenulata Berk.
    - Trametes kalchbrenneri Fr.
    - Trametes nigrescens Lazaro Ibiza
    - Trametes gibbosa f. tenuis Pilat
    - Merulius gibbosus Pers.
    - Daedalea gibbosa (Pers.) Pers.


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae --> Trametes --> Trametes gibbosa



    Fruchtkörper: Für eine Tramete sehr groß; gesellig, miteinander verwachsend oder Konsolenartig übereinander und nebeneinander, dabei oft phantastische Formen bildend (vor allem bei oben auf dem Substrat wachsenden Fruchtkörpern); Oberfläche meist samtig, nicht haarig; meist von Algen bewachsen und dadurch hübsch grün, sonst in hellen Farben (weißlich, cremefarben, selten ockerbräunlich); nicht oder undeutlich zoniert, wobei allerdings der Algenbefall schon oft zonenmäßig wächst; sehr unregelmäßig im Wuchs: teils flach, häufiger aber unregelmäßig gebuckelt, wellig oder gar mit seltsamen Auswüchsen; Rand stumpf und breit


    Poren: weißlich bis cremefarben, alt auch ockerlich mit grauen Farbtönen; Poren stets länglich, bisweilen fast lamellig oder labyrinthisch


    Fleisch: weiß, ungezont; fest und zähelastisch, recht anfällig für Parasitenbefall, an befallenen Stellen auch mal bröselig bis wattig; jung mit säuerlichem, irgendwie künstlichem Geruch


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß


    Vorkommen: ganzjährig, weit verbreitet und häufig; in verschiedenen Waldtypen an diversen Laubholzarten (bevorzugt Rotbuche, alles andere folgt mit weitem Abstand), sehr selten auch an Nadelholz; fast immer an dickem Substrat wie Baumstümpfen und liegenden Stämmen


    Verwechslungen: Die langgezogenen bis labyrinthischen Poren sind ein Alleinstellungsmerkmal der Buckeltramete. Wenn dazu noch der typische Wuchs kommt (große, unregelmäßig buckelige Fruchtkörper), sowie der typische Algenbefall, ist der Pilz eigentlich nicht verwechselbar.


    Wissenswertes: Scheint mir irgendwie die photogenste Tramete zu sein. Fast noch besser als die Schmetterlingstramete.



    Bilder:










    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Trametes hirsuta = Striegelige Tramete<
    >Trametes pubescens = Samtige Tramete<
    >Trametes suaveolens = Wohlriechende Tramete<
    >Climacocystis borealis = Nordischer Porling<

    Trametes hirsuta (Wulfen) Lloyd
    Striegelige Tramete
    Synonyme:
    - Polyporus hirsutus (Wulfen) Fr.
    - Coriolus hirsutus (Wulfen) Pat.
    - Trametes porioides Lazaro Ibiza


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae --> Trametes --> Trametes hirsuta



    Fruchtkörper: einzeln bis gesellig, teils konsolenartig übereinander; halbkreis-, nieren- oder muschelförmig; bis 1,5 cm dick, bis 8 cm breit; Oberfläche gezont (weißlich bis gelb- oder graubräunlich, seltener mit grünlichem Algenbefall), stark striegelig haarig, Rand stumpf und eher dick


    Poren: rundlich bis eckig, mäßig fein; jung weißlich, alt grau


    Fleisch: fest, zähelastisch, kompakt; weiß; frisch mit teils säuerlich - fruchtigem oder chemisch –“ fruchtigem, ziemlich aufdringlichem Geruch


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß


    Vorkommen: weit verbreitet und häufig, Fruchtkörper sind das ganze Jahr über zu finden, sehr hohes Substratspektrum, allerdings fast nur Laubholz (bevorzugt Buche), recht selten an Nadelholz; Tendenz zu nicht allzu dickem, möglichst nicht am Boden aufliegendem Substrat; bevorzugt lichte Standorte


    Verwechslungen: mit der buckeligen Tramete (T. gibbosa), die dicker wird, deutliche länglichere Poren hat, häufiger an dickem, liegendem Substrat oder Stümpfen vorkommt, weniger haarig ist und sehr gerne Algen einlagert.
    Ähnlich ist auch die >samtige Tramete (T. pubescens)<. Die Striegelige Tramete wird recht oft als Samtige fehlbestimmt. Darum hier mal die Fakten:
    Tr. hirsuta vs. Tr. pubescens
    Oberfläche haarig / striegelig <-> niemals haarig sondern feinsamtig
    Poren recht grob (1-3/mm) <-> Poren feiner (mehr als 3/mm)
    Farben eher grauweiß, gerne auch zoniert <-> Farben reinweiß bis ockerlich
    Fleisch zähelastisch, fest, kompakt <-> Fleisch weich, brüchig, relativ leicht (besonders im Jungstadium)
    sonnenbegünstigte, eher trockene Standorte bevorzugt <-> eher an schattigen, feuchten Standorten
    Mit dunkler Schicht zwischen Huthaut und Hutfleisch <-> niemals mit einer solchen Schicht


    Wissenswertes: Sieh mal an, die Blasse Borstentramete (Coriolopsis trogii) ist seit neuestem auch eine Tramete (Trametes trogii). Die hat ebenfalls nie eine dunkle Schicht zwischen Huttrama und tomentum, meist weitere Poren, gröbere Hutbehaarung und mehr Brauntöne.



    Bilder:







    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Trametes gibbosa = Buckeltramete<
    >Trametes pubescens = Samtige Tramete<
    >Trametes ochracea = Ockerfarbige Tramete<
    >Coriolopsis trogii = Blasse Borstentramete<

    Trametes pubescens (Schumach.) Pilat
    Samtige Tramete
    Synonyme:
    - Boletus pubescens Schumach.
    - Polyporus pubescens (Schumach.) Fr.
    - Bjerkandera pubescens (Schumach.) P. Karst.
    - Coriolus pubescens (Schumach.) Quel.
    - Trametes velutina (Pers.) G. Cunn.


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae --> Trametes --> Trametes pubescens


    Fruchtkörper: einzeln bis gesellig, teils konsolenartig übereinander; halbkreis-, nieren- oder muschelförmig; bis 1,5 cm dick, bis 8 cm breit; Oberfläche samtig oder flaumig, niemals deutlich behaart; farblich normalerweise sehr hell: weiß bis cremefarben oder hellocker, höchstens undeutlich gezont


    Poren: rundlich, fein; jung weißlich, später ocker oder ockergrau


    Fleisch: weiß; Geruch und Geschmack ohne Bedeutung für die Bestimmung; jung zähelastisch, aber im Alter auch weich und dann anfällig für Parasitenbefall und dadurch oft bröckelig; im Vergleich zu anderen Trameten sind getrocknete Fruchtkörper sehr leicht;


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß, Sporen zylindrisch bis leicht gekrümmt, meist 5,5 - 7 x 2 - 2,5 µm


    Vorkommen: im Alpenraum recht verbreitet, ansonsten zerstreut; Fruchtkörper lassen sich das ganze Jahr über finden; Substrat sindabgestorbene Laubhölzer, gerne Buche, Birke oder Pappel; bevorzugt feuchte, schattige Standorte; stets an recht dickem Substrat


    Verwechslungen: Die ockerfarbene Tramete (T. ochracea) unterscheidet sich durch eine deutlichere Zonierung der Hutoberfläche in verschiedenen Ocker –“ und Brauntönen. Ebenfalls ockergelb sind die Poren, die zudem größer als bei Tr. pubescens sind.
    Zur Unterscheidung von der >Striegeligen Tramete (T. hirsuta)< gibt es bisweilen etwas Verwirrung.
    Darum hier mal die Fakten:
    Tr. hirsuta vs. Tr. pubescens
    Oberfläche haarig / striegelig <-> niemals haarig sondern feinsamtig
    Poren recht grob (1-3/mm) <-> Poren feiner (mehr als 3/mm)
    Farben eher grauweiß, gerne auch zoniert <-> Farben reinweiß bis ockerlich
    Fleisch zähelastisch, fest, kompakt <-> Fleisch weich, brüchig, relativ leicht (besonders im Jungstadium)
    sonnenbegünstigte, eher trockene Standorte bevorzugt <-> eher an schattigen, feuchten Standorten


    Wissenswertes: Gehört sicher mit zu den am häufigsten fehlbestimmten Porlingen



    Bilder:






    Noch ein Fund aus Deutschland (Geutsche bei Triberg im Schwarzwald):

    In nahezu "klassischer" Ausprägung, nämlich total zerkaut und bröckelig und so leicht, daß sie jeden Moment davonzuschweben scheint. ;)



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Trametes ochracea = Ockerfarbene Tramete<
    >Trametes suaveolens = Wohlriechende Tramete<
    >Trametes hirsuta = Striegelige Tramete<
    >Trametes versicolor = Schmetterlingstramete<

    Trametes versicolor (L.) Lloyd
    Schmetterlingstramete
    Synonyme:
    - Boletus versicolor L.
    - Trametes versicolor f. fuscata (Fr.) Domanski, Orlos & Skirg.
    - Polyporus versicolor var. nigricans Fr.


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae --> Trametes --> Trametes versicolor



    Fruchtkörper: Gesellig, kaum mal vereinzelt; immer recht flach und dünn (bis 5 mm dick, nur in Ausnhamefällen und an speziellen Substraten dicker); nicht besonders groß werdend (bis 8 cm breit, bis 5 cm vom Substrat abstehend); an vertikalem Substrat dachziegelartig über- und nebeneinander, an horizontalem büschelig, fast wie Blütenblätter angeordnet; Oberfläche filzig, alt seidig / samtig; Rand recht dünn aber rund; farblich sehr variabel (beste Beschreibung: bunt.) hellbraun, ockerfarben, dunkelbraun, gelblich, rotbraun, blauschwarz, schwarz; immer hübsch zoniert und nicht selten mit grünen Einlagerungen von Algen; frische Ränder und Hutkanten oft sehr hell bis weißlich, junge Fruchtkörper bisweilen fast ganz weiß und noch ohne Zonierung, später von der Ansatzstelle hell lederbraun, einfach zoniert, bald dann wie oben beschrieben: bunt.


    Poren: weiß bis gelblich, rund bis eckig, teilweise geschlitzt oder etwas zerfleddert; recht fein


    Fleisch: weiß, zähelastisch, eher dünn bis sehr dünn; normalerweise ohne besonderen Geruch und Geschmack, jung beides leicht säuerlich; zwischen der untersten Schicht der Huthaut und dem Hutfleisch befindet sich eine dünne, schwarze oder schwarzbraune Schicht, die aber nicht überall im Fruchtkörper ausgeprägt ist und bei ganz jungen fruchtkörpern fehlen kann.


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß


    Vorkommen: immer und überall meist in großen Mengen zu finden; an so ziemlich jedem Laub- und Nadelholz; in so ziemlich allen Waldtypen, Gärten, Parks–¦ Also überall, wo Holz ist; an dickem wie dünnem Substrat, ansitzend wie liegend, frisch bis stark vermorscht–¦


    Verwechslungen: Die große Variationsbreite macht eine Unterscheidung oft nicht leicht. Am häufigsten sind wohl Verwechslungen mit der Ockerfarbenen Tramete (Trametes ochracea), die aber vor allem in der Ansatzstelle meist deutlich dicker und kräftiger ist, hellere Farben aufweist und häufig etwas undeutlicher zoniert ist; Bei der Ockerfarbenen Tramete findet sich nie eine dunkle Schicht zwischen Huthaut und Hutfleisch. Die Samtige Tramete hat ebenfalls nie eine Dunkle Schicht unter der Huthaut; hier ist auch die Fleischkonsistenz eine ganz andere und die Fruchtkörper meist deutlich heller.
    Auch Verwechslungen mit Arten aus anderen Gattungen sind denkbar (zB. Antodia oder Bjerkandera). Der Angebrannte Rauchporling hat aber immer dunkles Röhrenfleisch, der Graugelbe Rauchporling (Bjerkandera fumosa) hat die dunkle Schicht zwischen Röhren und Hutfleisch, nie zwischen Huthaut und Hutfleisch.


    Wissenswertes: Die Schmetterlingstramete ist mit Abstand die häufigste Tramete in unseren Breiten. Wahrscheinlich ist es eine der häufigsten Pilzarten überhaupt, die überall und jederzeit anzutreffen ist. Darüber hinaus ist es aber auch eine der plastischsten Arten. Die Variationsbreite in Farbe, Form, Wuchsweise, sogar in den Mikromerkmalen ist enorm. Darum sind gerade ungewöhnlich ausgeprägte Fruchtkörper oft schwer einzuordnen.
    In vielen Kulturen gilt die Schmetterlingstramete als Heilpilz gegen diverse Gebrechen.



    Bilder:







    Zur Vielseitigkeit der Art: >Das bunte Treiben der Trameten<



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Trametes ochracea = Ockerfarbene Tramete<
    >Trametes pubescens = Samtige Tramete<
    >Bjerkandera adusta = Angebrannter Rauchporling<
    >Antrodiella hoehnellii = Spitzwarzige Tramete<

    Hallo, Damien!


    Ist keine Anfängerfrage. Fragen nach rötenden Champis sind eigentlich mehr fortgeschrittenes oder sogar Profi - Niveau. Das ist oft nicht so einfach, erst recht, wenn man es mit einem Baby - Pilz zu tun hat.


    Wichtig ist dabei eigentlich auch immer eine genaue Beobachtung des Standorts, Geruch und die Stielbasis (eigentlich gesamter Stiel + Ring). Das lässt sich aber eigentlich nur bei ausgewachsenen Pilzen sinnvoll beurteilen.


    Also einfach mal ein bisschen zuwarten, vielleicht kommt an der Stelle ja noch was. Dann am besten warten, bis ein paar schön aufgeschirmte Exemplare da sind.


    Im Zweifel immer auch mit dem Zuchtegerling, Agaricus bisporus vergleichen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Was hast du mit dem Igel da angestellt? 8|
    Der sieht ja aus als wäre er - nunja - frittiert oder sowas.


    :D


    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ja, ne, wie jetzt?
    Die ganzen Pilze gibt es immer noch gar nicht?
    Ich dachte die gibt es nur im Winter nicht. So langsam sollten doch so ein - zwei vereinzelte da sein?

    Ob das für ein Jahr Pilzsucht reicht?



    LG, Pablo.

    Willkommen, Tanja!


    Ja wenn das so ist mit der Forenzeit, dann wünsche ich mal viel Spaß hier. Bei den Doppelpilzen bin ich bislang nur stiller Leser, ich verbringe ja hier schon zu viel Zeit. Also vorsicht mit dem "Suchtfaktor", aber das bekommst du sicher in den Griff.


    Es ist halt einfach was Feines, wenn man seine Freilufterfahrungen in Sachen Pilze mit anderen teilen kann.


    Und gegen Ausrutscher ins Reich der Moose hätte ich auch nichts. Besser als Ausrutscher auf dem reich der Moose. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Hajdu!


    Ja, ich glaube in diesem Forum fehlt der heuer noch.
    Und die sind richtig hübsch und knackig. Ich rate mal: Entweder ein Garten oder ein Park. ;)



    LG, Pablo.

    Hallllooooo, ihr zwei!


    Die Freude und Harmonie platzen geradezu heraus aus dem Beitrag. Wie habt ihr das gemacht mit dem synchronen Schreiben? 8|


    Die Bilder sind ja so schön, die herrliche Aussicht vom Hausberg, die Dämmerung am Bodensee zum Abschluß.
    Nur das mit dem Käse ist doch Käse. Was soll das denn? Fisch ja, Käse nein? Wer sich diese Regel ausgedacht hat, sollte sich dringend mal in neurologische Behandlung begeben. Zumal das Mitnehmen im Zug oder im Auto ja wieder völlig in Ordnung ist.


    Egal. Was für euch ein Gaumenschmaus war, ist hier ein Augenschmaus. Jedenfalls freue ich mich auf euch beide in Hornberg.


    Ah, und Pilze habt ihr ja auch gefunden:
    Die 12 im zweiten Teil sollte Waldfreundrübling (Gymnopus dryophilus) sein. 13 könnte ein wenig nach ranziger Butter gestunken haben und wäre dann der buntstielige Helmling (Mycena inclinata). 14 vermute ich eher einen Ackerling als einen Fälbling. Also entweder der Helle (A. dura) oder der voreilende (A. praecox). Tendenz zu ersterem.
    Zu den Bechern sag' ich nix. Das können andere viel besser.


    Vielen Dank für den tollen Bericht,
    Grüße an euch beide samt Familien!