Hallo Miteinander!
Vieles ist schon gesagt worden und Vieles gezeigt. Ich kann mich also etwas zurückhalten. Ein großes Dankeschon geht aber nochmal raus an alle Teilnehmer und ganz besonders an die beiden tollen Gastgeber!
Schade war's, daß Stephan (Oehrling) beim zweiten Teil der Pirsch nicht mehr dabei sein konnte, da ich zum ersten Teil zu spät kam. Das war aber nur zum üben. Beim nächsten Mal bin ich pünktlich. 
Immerhin hatte ich dann den besten Fund im Wald, nämlich 3 Pilzkollegen.
Und davor, auf dem Weg zum Treffpunkt, noch einen sehr schönen Pilz, der total super und intensiv nach Zitronen riecht und offenbar gar nicht mal häufig ist:


Die Gelbe Braunfäule Tramete, Antrodia xantha an einem alten Fichtenstumpf.
Interessant war auch das Auswerten und begutachten der mitgebrachten Funde in Markus Garten. Dank Stephan habe ich da Vieles gelernt und ausprobiert, die Milchverfärbung des Schwefelmilchlings, KOH - Test an Mollisias...
Und ein sehr hübscher Pilz, der hier nicht fehlen sollte:

Die Kammförmige Koralle, Clavulina coralloides / cristata.
Am Nachmittag im Wald ging es weiter, hier mal mit dem Unbekannten M 12 aus dem Beitrag von Markus:

Ein komplettes Umo muss das nicht bleiben. Denn am nächsten Tag habe ich mir den immerhin noch mal kurz anschauen können:


Freie, rosane Lamellen machen aus dem kleinen Holzbewohner einen Dachpilz (Pluteus spec).
Moment. Da war doch was?
Richtig, einen Dachpilz gab's in der Vormittagsrunde auch, nämlich den Samtfüßigen Dachpilz, Pluteus plautus:

Danke an Stephan für die mikroskopische Untersuchung des Kandidaten. 
Ich denke aber nicht, daß das der Gleiche ist wie die M12 von Markus. Da lese ich noch ein bisschen nach, habe aber wenig Hoffnung, zu einer soliden Bestimmung zu kommen.
Also weiter im Wald.
Neben dem Laubholz - Knäueling, Panus conchatus (sehe ich zum ersten Mal):

Auch noch der für mich erste Fund des Muschelkremplings, Tapinella panuoides:

Dann fanden NiLa und ich komisches, weißes Moos:


Irgendwas macht dieser Pilz auch mit den Pflanzen, daß die Befallenen besonders hoch sufschießen und so eine bessere Absprungbasis für die Sporen bilden. Was ich zunächst für einen Phytoparasiten hielt, ist wohl eher ein Schleimpilz. Zumindest nachdem ich am Samstag das hier fand:

Das aber nur so am Rande. Immerhin gab es ja auch einige (wenn auch wenige) Pilze mit stiel und Lamellen, davon auch welche ganz ruderal auf Kompost am Wegrand:

Alles schon ziemlich vergammelt, teils schimmelig. Möglicherweise eine Art Weichritterlinge, aber da muss ich noch nachlesen.
Kleine Keulchen neben großem Becher:

Ob das wirklich Holzkeulen sind, oder nicht eher was in richtung Erdzunge (können die oder Verwandte auch an Holz wachsen?), frage ich mich morgen nochmal, wenn ich den mitgenommenen Fruchtkörper durchschneide.
Und zum Abschluss noch etwas Wunderliches. Erstmal sah das aus, wie ein kümmerliches Häuflein verfallener Tintlinge. Aber rosa Tintlinge? Wo gibt's denn sowas?
Gibt's auch nicht. Das ganze ist ein Rudel Schleimpilze aus der Gattung Stemonitis (Stelzenschleimpilze). Und dafür sind die wirklich riesig:


Also danke an euch für's Mitnehmen.
LG, Pablo.