Hallo, Andreas!
Ein hübsches, homogenes Grüppchen. ![]()
Es ist ja interessant, daß der in diesem Jahr so oft gezeigt oder angefragt wird. Ich habe selbst noch keinen einzigen gesehen.
Kalkstellen scannen ist wohl mal angesagt.
LG, Pablo.
Hallo, Andreas!
Ein hübsches, homogenes Grüppchen. ![]()
Es ist ja interessant, daß der in diesem Jahr so oft gezeigt oder angefragt wird. Ich habe selbst noch keinen einzigen gesehen.
Kalkstellen scannen ist wohl mal angesagt.
LG, Pablo.
Hej. ![]()
Genau, beim Erhitzen schwärzen tun sie alle.
Giftige Vertreter gibt es nicht, allerdings sind sie alle roh eher unbekömmlich. Und alt und wabbelig sollten sie auch nicht mehr in die Pfanne wandern.
Aber wem erzähle ich das. Da weißt su ja ohnehin bescheid.
Wichtig ist meist der Mykorrhizapartner, feuchter oder trockener Standort und die Verfärbung im Schnitt (direkt danach und nach einer gewissen Wartezeit). Leider lässt sich auch damit nicht jeder Fund einwandfrei bestimmen, weil es in den Verfärbungsmustern auch recht viel Spielraum bei den einzelnen Arten gibt.
Ist auf jeden Fall eine interessante Gattung. ![]()
Leccinum carpini / Hainbuchenrauhfuß (der erst nach einer knappen halben Stunde überhaupt irgendwie verfärbte):
LG, Pablo.
Ähm...
Und ich glaub, irgendwer ist noch Sanitäter.....:D
Ich bin aber im Urlaub.
Wehe jemand von euch verletzt sich! Außerhalb der Dienstzeit kann ich kein Blut sehen. ![]()
Harry, warum hast du eigentlich nicht gleich den Kurs mitgebucht?
LG, Pablo.
Hallo, Markus!
Wenn da Hainbuchen waren und die Verfärbung so wie beschrieben ist, dann kannst du auch recht beruhigt Hainbuchenrauhfuß (Leccinum carpini bzw. Leccinum pseudoscabrum) hinschreiben.
So kenne ich ihn eigenltich schon lange, die in diesem Jahr von mir gefundenen Exemplare haben dann mehr über rot, dann violett und schließlich zu grau verfärbt. Anscheinend ein recht sonderbares Pilzchen. ![]()
LG, Pablo.
Strobilomyces strobilaceus (Scop.) Berk.
Strubbelkopf - Röhrling
Synonyme:
- Boletus strobilaceus Scop.
- Strobilomyces strobiliformis Beck
- Strobilomyces floccopus (Vahl) P. Karst.
- Boletus cinereus Pers.
Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Boletales --> Boletaceae --> Strobilomyces --> Strobilomyces strobilaceus
Hut: klein bis groß (kann über 20cm Durchmesser erreichen), jung kugelig, nie ganz verflachend; meist in dunklen, schmutzig –“ grauen oder graubraunen Farbtönen, selten auch mit rötlichbraunen Nuancen; immer stark lappig –“ schuppig oder wollig –“ schuppig, nie ganz verkahlend
Stiel: meist zylindrisch, teilweise etwas wurzelnd, meist länger als der Hut breit (bis 15 cm); stark flockig geschuppt oder wollig längsfaserig; graubraun, grauschwarz, hellgrau; apikal gelegentlich verbreitert; bei Verletzung oft rötend
Röhren: blass hellgrau bis dunkelgrau, recht lang; Poren gleichfarben, im Alter auch dunkler bis fast schwarz; unregelmäßig und weit; auf Druck bräunend bis schwärzend; jung von flockigem Velum bedeckt, daß sich vom Hutrand aus lange über Tiele der Porenschicht legt
Fleisch: recht weich, im Stiel zäh faserig –“ strohig; weißlich, grauweißlich, alt auch schwärzlich, im Schnitt rasch pink, karottenrot oder sonstwie rötlich verfärbend, später über violett wieder zu grau ausblassend; Geruch unbedeutend, im Alter etwas eklig - säuerlich
Speisewert: strittig, wird teils als "Speisepilz" teils als "minderwertig" teils als "ungenießbar" angegeben
Sporenpulver: fast schwarz mit purpurnem oder violettem Schein
Vorkommen: in Europa recht weit verbreitet und gebietsweise recht häufig, in Deutschland im nördlichen Flachland selten; Sommer bis Herbst; meist gesellig oder zumindest in mehreren Exemplaren wachsend, manchmal sind auch regelrechte Massenfruktifikationen zu beobachten; Mykorrhiza mit Laub- und Nadelbäumen, vor allem Buche und Fichte
Verwechslungen: In Europa gibt es keine ähnlichen Arten. Lediglich in Amerika, Asien und Afrika gibt es weitere Arten
Wissenswertes: Einige nicht heimische Vertreter der Gattung sind mittlerweile offenbar in die Gattung Afroboletus gestellt (?).
Bilder:
Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
-/-
Hallo, Hannes!
Auch wenn die Gilbung schwach ausgeprägt ist (so ein wenig gelb, gerade an Stiel und Hut meine ich schon zu erahnen), und der Standort eher untypisch ist, würde ich dennoch auch zu A. augustus (Riesenegerling) tendieren. Recht groß scheint der Pilz ja zu sein, der Bittermandelgeruch ist da und die stark wollig - schuppigen Stiele sowie die sehr lange weißlichen Lamellen sind gute Erkennungszeichen.
Ansonsten habe ich zB auch mal sowas gefunden:
Mit starkem Bittermandelgeruch aber recht klein auf alten Strohballen im Wald. Von mir ohne gewähr als Agaricus cf substramineus (strohgelbschuppiger Egerling oder so) bestimmt. Oder als Agaricus urinascens. Die werden oft synonymisiert. Aber dein Pilz passt eher zu A. augustus.
LG, Pablo.
Hallo.
Manche mehrjährige Porlinge reichern in der Hutkruste Harz an. Wenn man da eine Flamme gegenhält, verbrutzelt und schmilzt die Kruste. So wie Baumharz eben. Das ist ein mkonstantes Merkmal bestimmter Arten gegenüber solchen, die kein Harz anreichern.
Ein Schnitt ist ja eigentlich für fast alle Pilze aufschlussreich. Zu beurteilen wären da: Farben und Schichtung des Fleisches, Fleischbeschaffenheit, eventuelle Schichtung der Röhrenschicht, Vorhandensein eines Mycelkerns, Geruch...
LG, Pablo.
Hallo, Andreas!
Der zweite ist so dunkel am Kopf: Ist das B. reticulatus oder B. aereus? ![]()
LG, Pablo.
Moin!
Jou!
Eben gelesen!
Auf die Liste könnte noch Mückenspray + Antihistamin falls das Spray nicht gewirkt hat und Kaffee (!!!) gesetzt werden.
LG, Pablo.
Hallo.
Komisch, ich hätte eigentlich schon an einen Rotrandigen gedacht. Der ist ja auch farblich recht variabel. (>VGl. im Portrait<)
Allerdings scheint es mir fast so, als wäre das Moos am unteren Bildrand unter der Hutkante bräunlich bepudert. Und bei braunem Sporenpulver wäre es dann schon ein Lackporling (Ganoderma spec.). Da gibt es dann auch Vertreter, die sogar den Brutzeltest bestehen, aber keineswegs gestielt sind. ![]()
Man müsste eben mal wirklich das Sporenpulver anschauen, an der Kruste rumkokeln und auch mal durchschneiden. Auch das bringt bisweilen Erkenntnisse.
LG, Pablo.
Boletus pulverulentus Opat.
Schwarzblauender Röhrling
Synonyme:
- Cyanoboletus pulverulentus (Opat.) Gelardi, Vizzini & Simonini
- Xerocomus pulverulentus (Opat.) E.J. Gilbert
- Tubiporus pulverulentus (Opat.) S. Imai
Familie: Boletaceae
Ordnung: Boletales
Klasse Agaricomycetidae
Hut: eher klein bis mittelgroß im Durchmesser; höcshtens jung fein samtig, bald verkahlend und glatt; nass etwas schmierig; farblich recht variabel in verschiedenen Braun-, Gelb-, Oliv- und Rosatönen; auf Druck blauend
Stiel: meist schlank, zylindrisch, seltener keulig, meist mit spindeliger oder schwach wurzelnder Stielbasis; bis 12 cm lang; an der Stielspitze leuchtend gelb; zur Basis hin auch rötlich oder rotbräunlich gefleckt oder überfasert, jung fein gelblich, oder rötlich bereift, aber bald verkahlend; bei Berührung stark blauend; Basalmycel weißlich; ohne Netzzeichnung
Röhren: Röhren und Poren leuchtend gelb; Poren mäßig fein; auf Druck sofort blauschwarz verfärbend
Fleisch: anfangs fest im Alter vor allem im Hut weicher; gelb, im Stiel auch mit roten oder rotbraunen Fasern und Flecken; im Schnitt sofort chwarzblau verfärbend und später wieder über blaugrau zu gelb ausblassend; ohne besonderen Geruch, Geschmack mild, bisweilen etwas säuerlich
Speisewert: essbar
Sporenpulver: olivbraun
Vorkommen: weit verbreitet aber nur gebietsweise häufig; in Laub- und Nadelwäldern bevorzugt auf sauren oder übersäuerten Böden; hauptsächlich im Sommer und Herbst
Verwechslungen: In Habitus und Verfärbung ist der nur mediterran vorkommende Gelbbunte Röhrling (Boletus flavosanguineus) sehr ähnlich, der jedoch einen fein genetzten Stiel hat und eine sterile Stieloberfläche (keine Zystiden).
Der rein gelbe Falsche Schwefelröhrling (Boletus pseudosulohureus) ist massiver im Wuchs und hat einen beflockten Stiel.
Ebenfalls von kompkaterem Wuchs, aber auch überall stark blauend, gelbporig und mit netzlosem Stiel sind die beiden hübsch bunten und leider nur mediterran verbreiteten Boletus adonis und Boletus spretus.
Der Starkriechende Röhrling (Boletus fragrans tritt nördlich der Alpen auch nur sporadisch auf, ist stämmiger im Wuchs und blaut insgesamt schwächer, vor allem die Hutoberfläche ist unveränderlich.
Der Maronenröhrling (Boletus badius) mit seinem feinfilzigen Hut blaut ebenfalls viel weniger, vor allem nicht an Hut und Stiel.
Ebenfalls schwächer blauend und mit filzigerem Hut ist der Starkblauende Rotfußröhrling (Xerocomellus cisalpinus) oder der Gemeine Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron) sowie weitere Filzröhrlinge.
Anmerkungen: Sippen mit rosa Hutfarben werden gelegentlich als Boletus pulverulentus var. mougeotii (Quel.) Bon geführt (Quelle: Großpilze BWs, Band 2). Das Taxon ist allerdings in den gängigen Datenbanken nicht geführt, taucht aber immer mal wieder auf, sobald irgendwo ein rosahütiger Schwarzblauender auftaucht. Siehe unten. ![]()
Bilder:
var. mougeotii:
Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
>Boletus flavosanguineus = Gelbbunter Röhrling<
>Boletus pseudosulphureus = Falscher Schwefelröhrling<
>Boletus adonis = Schöner Röhrling<
>Boletus spretus = Leuchtendbunter Röhrling<
>Boletus fragrans = Starkriechender Röhrling<
>Boletus badius = Maronenröhrling<
>Xerocomellus cisalpinus = Starkblauender Rotfußröhrling<
>Xerocomellus chrysenteron<
Hallo, Zakaria!
Als da wären:
- der komplett kahle Hut (scheint aber ein eher unsicheres Merkmal zu sein)
- die gedrängt stehenden Lamellen (sollte bei L. vellereus = Erdschieber / Wolliger Milchling lt. Lit. nur jung so sein)
- die beim Antrocknen nicht verfärbende Milch (lt. GPBWs schwefelgelblich bei L. vellereus)
- das Verhältnis von Stiellänge zu Hutbreite (bei L. vellereus umgekehrt: Hut breiter als Stiel lang. Da passen auch alle gefundenen Bilder zur Beschreibung.)
LG, Pablo.
Hallo!
"Doppelter" Doppelfruchtkörper bei Russula cf vesca (wahrscheinlich Fleischroter Speisetäubling):
LG, Pablo.
Hej, Hans!
Fichtensteinis! ![]()
Die sind mir in diesem Jahr noch nicht begegnet.
Aber andere Sachen machen ja auch Spaß.
Wusstet ihr, daß man auf Zunderschwämmen auch rummalen kann?
LG, Pablo.
Hallo!
Im Odenwald sehen derzeit die meisten Retikulatusse recht abgerisen aus:
Da bekommt "feldrig aufreissend" eine ganz andere Bedeutung.
Aber ganz junge sind auch schon wieder unterwegs:
Man beachte das auch in diesem Jungzustand nicht mehr wirklich weiße Stielnetz. Die braune Netzfarbe kann sich bei entsprechender Witterung im Alter noch verstärken, nur an der Stielspitze bleibt es meist cremeweiß.
Aufgeschnitten sieht der Kleine übrigens so aus:
Man beachte hier die kaum entwickelte, sehr dünne Röhrenschicht, die zudem stark konkav der Hutwölbung angepasst ist.
LG, Pablo.
Hallo, Nobi!
Dachte ich's mir doch. Die Homepage kenne ich, und Frank hat mir auch schon sehr weitergeholfen bei "seltsamen Baumpilzen". Oder besser gesagt: Ich hatte keine Ahnung, er hat sie bestimmt. ![]()
Schade, daß Deutschland so groß ist.
Oder auch gut? So viele ganz unterschiedliche Pilzreviere...
LG, Pablo.
Hallo, Stephan!
Jou, wieder mal völlig richtig. Derzeit stelle ich mir eine Liste zusammen, was ich so an Chemie brauchen werde. So viel ist es ja gar nicht, solange ich noch nicht mikroskopieren will.
Aber da ich sonst keine Verfärbungen feststellen kann, und der Stiel schon klar länger als der HUt breit ist, denke ich einfach mal, es ist in den GPBWs irgendwie missverständlich ausgedrückt, das mit den nicht herablaufenden Lamellen. Da würde ich den Pilz jetzt gerne mal in jung finden, also mit weniger niedergedrücktem, nicht voll aufgeschirmtem Hut. Denn das macht ja auch immer noch einen Unterschied im Lamellenansatz.
LG, Pablo.
Hallo, Nobi!
Ein Traum. Ob mit Pferde oder ohne.
Den Kugelschneller muss ich dringend auf meine Liste der beim nächsten Mal zu findenden Arten setzen. Zum Glück ist die liste mittlerweile so lang, daß sich tatsächlich immer mal wieder so eine Art einstellt. ![]()
Aber solche Exkursionen sind schon was besonders Gutes, weil man eben mit mehr Leuten auch mehr entdeckt, und auch bei den Bestimmungen zusammenarbeiten kann. Viel besser als alleine Rumzukruschteln.
Die Erklärungen zu Tomentella fibrosa sind ja krass. Ein Mykorrhizapilz, und dann noch "auf Dung"... ![]()
Ist Frank D der Frank D, der sich unter anderem mit Porlingen bzw. "Aphyllophorales" sehr gut auskennt?
LG, Pablo.
Danke!
Krakelei...
...ist vielleicht nicht das richtige Wort. Einen Sachverhalt anschaulich und einfach darzustellen bedarf auch keines Matisse. ![]()
Und erstrecht sollte das kein Picasso machen. So ist es jedenfalls besser.
LG, Pablo.
Noch eine Ergänzung:
In dem Gebiet mit dem vermeintlichen S. areolatum war ich in diesem Jahr noch nicht. Da muss ich mal noch hin.
LG, Pablo.
Hallo, Stephan!
Beides richtig bestimmt. ![]()
LG, Pablo.
...und noch eins.
Weil's so schön ist.
Und @ Melanie (weil's da auch kürzlich um den Geruch ging):
Die beiden kleinen rochen zuerst nach nix, zuhause dann fischig. Und der Alte roch von Anfang an nach Fisch. Aber doch nicht unangenehm.
LG, Pablo.
Ich würde fast wetten, daß da dunkles (irgendwie bräunliches) Sporenpulver rauskommt.
leider nicht mehr überprüfbar, aber Ritterling div. scheint sich ja immerhin langsam zu festigen.
Schade.
Ritterling in weiterem Sinne (also Tricholoma und Tricholomopsis) hätte ich ausgeschlossen. Am ehesten war ich noch bei Harrys Vermutung: Tricholomopsis decora. Die Art kenne ich nicht aus eigener Anschauung.
ich hatte optisch erst an einen Körnchenschirmling (Cystoderma spec.) gedacht, aber dazu passt eigentlich "pilziger Geruch" nicht so richtig.
Also war der nächste Gedanke ein Schüppling (Pholiota spec), und da müsste das Spp bräunlich sein.
PS.: Auch ein paar andere Gattungen kämen eventuell noch in Frage, da kenne ich mich zu wenig aus. Aber auch hier wären mal wieder mehr Angaben nötig. Zum Substrat / Ökologie müsste man was wissen, die Stielbasis deutlich sehen und die Fleischbeschaffenheit / Schnittbilder sollte man auch kennen...
LG, Pablo.
Hallo.
Bei Pilz drei gefällt mir Rötlicher Holzritterling / Tricholomopsis rutilans aber auch nicht. So ein kleines Pilzchen...
Ich würde fast wetten, daß da dunkles (irgendwie bräunliches) Sporenpulver rauskommt.
LG, Pablo.
Hallo, Toffel!
Super! ![]()
Deine eigene Grafik?
Wenn ja dann ab ins Portrait damit. ![]()
LG, Pablo.
