Beiträge von Beorn

    Hallo!


    Gute Idee, Björn.
    Ich hatte die Woche auch solche Porlings - Embryos auf vergrabenem Holz gefunden. Die sahen dem von dir schon erstaunlich ähnlich, Rika. Da schwankte ich noch zwischen applanatum und adspersum, wobei ich vom Wulstigen eigentlich nichts weiß, und vom Flachen nicht sicher bin, ob der auf vergrabenem Holz überhaupt wächst. Wobei Nadelholz ja eigentlich gegen den Wulstigen Lackporling und eher für den Flachen sprechen würde.


    Der Rotrandige wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Bilder von einem Embryo findest du >hier< (letzte zwei Bilder), aber da passt eigentlich das Fleisch nicht so gut...



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Björn, Punkt für dich und Punkt für SpeciesFungorum. :thumbup:
    Auch wenn ich die Ausführungen in dem Artikel nur rudimentär verstehe (habe eben keine Ahnung von Entwicklung & Aufbau von Fruchtschicht und Asci sowie den daraus ablesbaren Verwandschaftsbeziehungen), ist die Einordnung zu den Dothideomyceten klar. Die Ausführungen zur Verbreitungsweise der Sporen und damit verbunden zur Wuchsweise und Entwicklung sind spannend.


    Schade nur, daß noch Material zur weiteren phylogenetischen Untersuchung fehlt (wie auch für Vergleichsmaterial, zB. Karschia).
    Also auch wenn die Einordnung zu den Patellariales von dir (und auch von Greif et al.) favorisiert wird, belasse ich es vorläufig bei Incertae sedis.
    Da bleibt nur eins, Björn: Pilze finden, Kultur anlegen, untersuchen, zur Sequenzierung geben und Studie veröffentlichen.
    Deine Hausaufgabe ist jetzt etwas umfangreicher als meine. :D



    LG, Pablo.

    Lactarius volemus (Fr.) Fr. sensu lato
    Brätling, Milchbrätling, Brotmilchling, Birnenmilchling, Süßling
    Synonyme:
    - Lactarius lactifluus (L.) Quel.
    - Lactarius oedematopus (Fr.) Mussat
    - Lactifluus ichoratus (Batsch) Kuntze
    incl.: Lactarius subvolemus & Lactarius oedematopus >Van de Putte, Nuytinck, DeCrop, Verbeeken<


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Russulales --> Russulaceae --> Lactarius --> Lactarius volemus



    Hut: bis 15 cm breit; jung flach gewölbt (auch dann schon oft mit abgeflachter bis vertiefter Hutmitte), später ausgebreitet und niedergedrückt bis fast trichterig, gelegentlich konzentrisch wellig; Rand lange heruntergebogen; Oberfläche feinsamtig, bald verkahlend; blassgelb, goldgelb, orangegelb, orangeocker rostocker oder irgendwo dazwischen, besonders bei Trockenheit auch dunkler braun, gerne etwas gefleckt; Huthaut nicht abziehbar, dünn, teilweise aufplatzend; bei Berührung meist weiß milchend; Milch beim Eintrocknen bräunend (hinterlässt Flecken)


    Stiel: bis 12 cm; ähnlich dem Hut gefärbt, im Durchschnitt aber etwas heller; Innerhalb des Stiels an der Spitze eher blass, zur Basis dunkler, dort bisweilen dunkelbraun; meist zylindrisch, manchmal auch etwas unregelmäßig bauchig; Stielbasis zugespitzt; Oberfläche feinsamtig bis glatt; Bei Berührung mit reichlichem Milchfluß (außer bei alten, bereits –žausgemilchten–œ Exemplaren)


    Lamellen: cremegelblich bis gelbocker; meist kurz herablaufen, mäßig eng stehend; oft mit bräunlichen Flecken (Milch); teilweise schon nur durch Anschauen milchend; manchmal auch mit Guttationströpfchen; sehr spröde und empfindlich


    Fleisch: cremeweißlich bis gelblich; sehr alt oder bei Madenbefall auch bräunlich; sehr fest, starr, brüchig; bei jungen Pilzen und ohne Milchaustritt ohne besonderen Geruch oder etwas fruchtig, später irgendwie fischig; Milch sehr reichlich, weiß, sehr klebrig, mit deutlichem Fischgeruch und mildem Geschmack, beim Eintrocknen bräunend


    Speisewert: lecker, beliebter Speisepilz, leider recht selten geworden und daher schonenswert


    Sporenpulver: cremeweißlich


    Vorkommen: Sommer und Herbst an nährstoff- und kalkarmen Standorten ohne Staunässe, allerdings auch nicht zu trocken; Mykorrhiza mit Laub- und Nadelbäumen; im Flachland seltener; auch im Hügelland seit Jahren mit Rückgangstendenz und nur Gebietsweise noch regelmäßig und in größerer Anzahl zu finden


    Verwechslungen: Die Merkmalskombination (weißmilchender Milchling mit meist stattlichem Wuchs, Fischgeruch, warme Gelb- und Ockertöne) machen den Pilz fast unverwechselbar.
    Natürlich gibt es ein paar optisch ähnliche Milchlinge, wie den Maggipilz (Lactarius helvus), den Kampfer –“ Milchling (Lactarius camphoratus) oder den Orangefuchsigen Milchling (Lactarius fulvissimus), die sich aber alle durch andere Gerüche, andere Milchfarben und / oder andere Farbgebung von Hut und Stiel unterscheiden


    Wissenswertes: Die Milch des Brätlings sollte man möglichst nicht über ein teures, weißes Hemd schütten. Die braunen Flecken lassen sich nämlich nicht so ganz gut wieder rauswaschen.



    Bilder:







    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Lactarius fulvissimus = Orangefuchsiger Milchling<
    >Lactarius camphoratus = Kampfer-Milchling<
    >Lactarius helvus = Maggipilz, Bruchreizker<


    Anmerkung:
    Es hat sich mittlerweile gezeigt, daß es nicht einen, sondern drei Brätlinge in Europa gibt, aus der Gruppe wurden neben lactarius volemus noch Lactarius subvolemus und Lactarius oedematopus beschrieben. Zur Auflösung dieses Komplexes siehe unten (Beiträge von Christoph und - wer die Scheinchen investieren mag - >die Beschreibung<)


    Ist schon getan.


    Super! :thumbup:



    Wenn man es hier genau machen wollte, müsste man das System aus FP nehmen und hier als "Unterforen-Monster" integrieren. Dann würden neu angemeldete User aber erstmal einen Schreck kriegen und heulend weglaufen :D


    Nö, das muss auch nicht sein.
    Lustig wäre noch so eine Tabelle wie bei den Italienern. Wurde neulich hier auch schonmal verlinkt:
    >Indice Schede Micologica<
    Aber eigentlich funktioniert es für das Forum ja ganz gut so, wie es im Moment ist. Hoffe ich jedenfalls.
    Man könnte sogar bei den Basidios einige Unterforen reduzieren. Da reichen einzelne Foren für die Ordnungen, die Gattungsunterforen könnte man theoretisch auch weglassen. Müsste man aber an anderer Stelle mal besprechen, sonst sprengt das hier den Rahmen.



    LG & eine Gute Nacht, Pablo.

    Hui. Umfangreich. 8|


    In Hausaufgaben war ich nie gut, aber ich habe mir immer kreative Entschuldigungen ausgedacht.
    Werde ich in dem Fall nicht brauchen, auch wenn es fraglich ist, ob ich den Artikel bis morgen verstanden habe. Interessant ist das, dann weiß ich jedenfalls bald bescheid, wohin mit dem Pilzchen.


    Auf FP kann natürlich nicht alles stehen, auch wenn der Umfang deiner Seite ja schon jetzt beträchtlich ist. Auch da könnte man Stunden verbringen...


    Danke dir, Björn. :thumbup:


    Aber das Thema hier könntest du natürlich trotzdem zu den Asco - Portraits verschieben. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Jutta!


    Keine Sorge, blamieren tut sich hier niemand.
    Weil eine wunderliche Erscheinung ist das in jedem Fall.
    Aber auch ich sehe hier eine Marone. Die Blaufärbung ist eher fakultativ, kann also auch komplett fehlen. Das ist gar nicht mal so selten, vor allem in Trockenzeiten.
    Der Hut ist ziemlich verwachsen, aber da habe ich schon die wunderlichsten Sachen gesehen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.



    ich warte aber noch auf den richtigen, den besten Röhrlings-Experten hier.....


    Damit kann ich zwar nicht gemeint sein, aber rote Punkte an und in der Stielbasis können beide Arten haben. Also sowohl X. communis / engelii als auch X. rubellus.
    Wie man die makroskopisch sicher unterscheiden kann, da bin ich überfragt. Ich hätte auch gesagt, daß der Hut hier reichlich rot für communis ist, aber ohne ausreichend Funderfahrung ist das Spekulation.


    Ob Jürgen da einen Tip zur makroskopischen Unterscheidung weiß, wäre schon interessant.



    LG, Pablo.

    Hi, Björn!


    Ich habe doch keine Ahnung, nach welchen Kriterien die Pilze eingeordnet werden. Da muss ich mich auf Infoquellen verlassen, und wenn auf FP nichts dazu steht, muss ich wohl oder übel bei die offenen DBs zu rate ziehen.


    In der systematischen Übersicht bin ich jetzt mal ganz frech MB gefolgt (Dermataceae), aber wenn du sagst, daß eine andere Klasse logischer wäre, dann kann ich das freilich ändern.


    Wenn du den in FP aufnimmst, wirst du ohnehin die schlüssigste Einordnung suchen, da gleiche ich das hier im Forum dann einfach an.



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Das ist ja mal ein Hübscher. :thumbup:
    Ich kann mich nicht erinnern, den hier schon mal gesehen zu haben. Vielleicht hat Zarko ihn schon mal in einer seiner Serien gehabt, eventuell unter einem Synonym? Als Peziza oder Humaria zB?


    Ist aber auch nicht so wichtig. Die Vorstellung des Pilzes schreit irgendwie nach einer Verschiebung in die Portrait - Abteilung. Es ist ja eigentlich alles drin, was man dafür braucht.


    Nur die Datenbanken verwirren mich mal wieder:
    SF stellt den zu den Dozhideomycetes in die Klasse, während MB den Becher bei den Leotiomycetes und in der Ordnung Heliotales führt.
    Mein Gefühl sagt mir, daß MycoBank da recht hat.
    Also am besten das herrliche Portrait zu den Inoperculis verschieben, dann geht's nicht unter. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Danke für den Link!
    Was mir fehlt, sind Mikromerkmale. Damit kann ich leider nicht dienen.
    Aber der Schlüssel ist trotzdem sehr interessant, da sind ja noch viel mehr Arten, als in der BaWü - Flora aufgeführt. 8|


    Die war jedenfalls meine erste Vergleichsquelle, natürlich ebenfalls mit leichten Bauchschmerzen wegen der fehlenden Mikromerkmale. R. faginea hätte zB wirklich sehr gut gepasst bei der äußeren Erscheinung, auch weil Buchen die einzigen Laubbäume vor Ort waren, die mir aufgefallen sind. Aber die Farbe des Sporenpulvers schließt die Art eigentlich aus.


    Mal schauen, vielleicht mache ich morgen einfach mal noch einen kurzen Ausflug zum Fundort. Vielleicht steht da noch einer rum, ansonsten kann ich auch mal eine Eiche suchen.



    LG, Pablo.

    Hallo. :)


    Also doch Moraldiskussiönchen am Rande?
    Immerhin: Bislang ist es schön sachlich.


    Christian, ich habe nur versucht zu trennen, wie man als Gemeinschaft (hier im Forum) mit dem Thema umgeht, und wie das im privaten Bereich aussieht. Denn da besteht meiner Ansicht nach durchaus ein Unterschied.
    Das Forum ist eben auch ein Querschnitt durch die Gesellschaft, und da wir alle miteinander auskommen wollen, gelten bestimmte Konventionen natürlich auch hier. Und selbstverständlich bestehende Gesetze.


    Aus meiner Sicht ist es etwas ganz anderes, ob ich mich im privaten Bereich mit Leuten unterhalte, die ich persönlich kenne, oder ob ich auf den Erstbeitrag eines neuen Forenmitglieds reagiere (wenn ich es denn bei dieser Thematik überhaupt tue).


    Daß Psilos - auch bei einmaligem Konsum - größere Gefahren bergen als ein Alkoholrausch, müssen wir wohl nicht extra diskutieren. Obwohl auch ein Vollrausch / Alkoholvergiftung durchaus katastrophal verlaufen kann. Das Risiko bei Psilos ist schon ungleich höher.
    Inwiefern das auch mit der Gesetzeslage zu tun hat, kann man durchaus diskutieren (führt hier im Pilzforum aber auch zu nix, da ist man in einem Politikforum besser aufgehoben).
    Eine legale Droge ist gesellschaftlich akzeptiert, da greifen dann auch ganz andere Kontrollmechanismen und Hilfsmöglichkeiten. Das gilt für Psilos wie auch für vermeintlich "harmlose" Sachen wie Cannabis.
    Gleichwohl funktioniert das nicht immer: Ich habe weitaus mehr Jugendliche mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gefahren, als Leute, die die falschen Pilze gegessen hatten. Allerdings ist bei letzteren die Prozentzahl derer, die schwere bleibende Schäden davontragen, bedeutend höher.


    Worauf ich damit hinaus will:
    Es ist schon ein Unterschied, ob ich jemanden hier im Forum am Stammtisch zu einem virtuellen Bier einlade, oder einem Neuling seine SKKKs bestimme. Warnung hin oder her: Wenn ich die Pilze erkenne und das auch schreibe, ist es egal, ob ich dazu eine Warnung ausspreche. Ich muss damit rechnen, daß die Person die Pilze trotzdem einbaut.
    In dem Moment bin ich auch mitverantwortlich, wenn der Trip außer Kontrolle gerät.


    Und in dem Fall ist es völlig egal, ob ich vielleicht der Ansicht bin, daß hier die Gesetzeslage gelockert werden müsste, daß manche Inhaltsstoffe medizinisch oder spirituell durchaus einen Nutzen haben können, oder was auch immer.


    Und hier sind wir wieder beim Problem Forum vs. Privatsphäre.
    Jede/r für sich hat die Möglichkeit, sich an ein Gesetz nicht zu halten. Auf eigene Verantwortung. Wer erwischt wird, muss eben die Konsequenzen tragen.
    Etwas anderes ist es, wenn ich bei wildfremden Menschen einen Anstoß zum Gesetzesbruch gebe. Und genau das tue ich, wenn ich eine solche Anfrage mit Verzehrabsicht beantworte. Das ist neben der Gefährdung der Gesundheit die zweite Komponente des Problems.
    Und das ist nicht wirklich eine Frage der Moral. Sondern eher der Vernunft: Warum soll ich mich in eine Situation begeben, wo ich selbst gegen bestehendes Recht verstoße? Und vor allem: Für wen? Ich hab's einfach nicht gerne, von Wildfremden in sowas reingezogen zu werden.


    Das gilt dann natürlich auch für die gesamte Forumsgemeinschaft und insbesondere für die Betreiber. Zwar kann man sich von den Inhalten der Beiträge als Betreiber schon mal pauschal distanzieren. Aber da steckt noch ein ganz anderes Problem dahinter:
    Ich für meinen Teil möchte nicht in einem Forum aktiv sein, wo erstens unreflektiert die Gesundheit fremder Menschen gefährdet wird, sondern dabei auch noch gegen geltendes Recht verstoßen wird. Die Gefahr dabei wäre, daß sich nach einer Weile derartige Anfragen häufen und das eigentlich Thema des Forums - nämlich Pilze in all ihrer Verschiedenheit - verschwindet. Und das will hier ganz sicher keiner erleben.


    Insofern freue ich mich in Zukunft auch über fachliche Anfragen zur Bestimmung von Pilzen, die Neurotoxine enthalten, so diese rein mykologische Interessen haben.
    Genauso freue ich mich, wenn Anfragen mit der Absicht, sich einen Psilorausch reinzuziehen, weiterhin kommentarlos gelöscht werden.


    Und darauf stoße ich gerne auch mit meinen Pilzfreundinnen und Pilzfreunden im Forum mit einem gesellschaftlich voll akzeptierten Bierchen am Stammtisch an. Denn bei denen weiß ich ganz genau, daß sie zumindest den Alkohol durchaus im Griff haben. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Oh, sehr praktisch. :)
    Dann weiß ich jetzt auch, was ich mit meinen heute Abend mache. :thumbup:


    Gerd, wegen deinem Bild frage ich dich nochmal, wenn das Portrait für die Art fertig ist. Also wahrscheinlich morgen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Buliz!


    Beim ersten Bild hätte ich beinahe Pseudoclitocybe cyathiformis gesagt. Aber die Lamellen...
    Sport der denn weiß oder dunkel?



    LG, Pablo.

    Hallo, Toffel!


    Die bräunlichen Flecken am Stiel waren jedenfalls beim Einsammeln noch nicht da. Zunächst erschienen die Stiele fast weiß, höchstens etwas hellockerlich überhaucht. Das ärgert mich jetzt etwas, keine Standortbilder zu haben. Was allerdings sehr wohl von Beginn an zu sehen war, waren die bräunlichen Flecken in den Lamellen.


    R. cicatricata wäre sicher eine gute Option. Von der Art finde ich allerdings nur Bilder mit mehr einheitlich gefärbten Hüten. Zwar schon variabel, aber eben nicht innerhalb eines Fruchtkörpers. Das muss aber nicht viel heißen.
    Leicht bräunen müssten aber beide Arten, oder?



    LG, Pablo.

    Hallo, Michael!


    Das ist ein krasses Bild. :thumbup:
    Wenn man die Bilder von dir und von Hans vergleicht sieht man sehr schön, daß die Verfärbung schon recht variabel sein kann. Unser Fund aus Hornberg war schon ziemlich ausgetrocknet und blaute längst nicht so schön.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Genau, schön und faszinierend.


    Aber um auf's Thema zurückzukommen:
    Ich schließe mich natürlich Stefan an. ;)
    Und Kuschel. denn die hätte wohl auch auf die >Frühjahrslorchel< in weiterem Sinne getippt. Wobei auch die Riesenlorchel oder die Zipfellorchel möglich wären. Sporen sind ja keine zu erkennen. :D


    LG und gute Nacht,
    Pablo.

    Wow! 8|



    (getrommeltes) Gestein aus Madagaskar ;)


    Das ist ein irres Konstrukt, Helmut!
    Mit Steinen kenne ich mich leider nicht aus, aber vielleicht bekäme Ralf den irgendwie zerstückelt. Der hat sich immerhin auch schon mit MIneralien eingehender beschäftigt.


    Aber schön ist er, egal wie viele Trommler daran schon zu Werke gingen.
    Gibt es da auch ein größeres Photo von?



    LG (und irgendwie ins OT gerauscht), Pablo.

    Gyroporus cyanescens (Bull.) Quel.
    Kornblumenröhrling
    Synonyme:
    - Boletus cyanescens Bull.
    - Boletus constrictus Pers.
    - Gyroporus lacteus Quel.
    - Gyroporus cyanescens var. lacteus (Quel.) Quel.


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Boletales --> Gyroporaceae --> Gyroporus --> Gyroporus cyanescens



    Hut: bis 12 cm breit; halbkugelig, polsterförmig, im Alter fast verflachend, meist mit eingebogenem Hutrand; strohgelb, gelbocker, elfenbeinfarben; Huthaut jung samtig oder feinfilzig, später mehr und mehr filzig –“ schuppig oder faserfilzig aufreissend; manchmal bei Druck etwas blauend


    Stiel: meist schwach keulig; bis 10 cm hoch; dem Hut gleichfarben oder etwas heller; Spitze hell cremegelb bis fast weißlich; glatt bis feinfilzig; schon jung gekammert (ausgestopft), bald hohl


    Röhren: weißlich, alt auch strohgelblich; am Stiel tief ausgebuchtet oder sogar fast frei; Poren gleichfarbenmeist eher fein, rundlich bis eckig; auf Druck (wie die Röhren) mehr oder weniger stark blauend


    Fleisch: weißlich; brüchig; im Hut kompakt, im Stiel gekammert; im Schnitt sofort hübsch kornblumenblau verfärbend (unterschiedlich stark ausgeprägt, vor allem bei Trockenheit eher schwach); später wieder zu grauweißlich bis bräunlich ausblassend; mild, ohne besonderen Geruch


    Speisewert: essbar aber schonenswert


    Sporenpulver: hell ockergelblich


    Vorkommen: Eher wärmeliebende Art auf trockenen, sauren Sand- oder Kiesböden; Mykorrhiza mit Laub und Nadelbäumen (bevorzugt Buche); Sommer bis Spätsommer; überall zerstreut und recht selten


    Verwechslungen: Die einzige weitere Art aus der Gattung, die bei uns vorkommt, ist der Hasenröhrling (Gyroporus castaneus), der nicht blaut und wesentlich dunkler gefärbt ist. Außer den beiden hat nur noch der Hohlfußröhrling einen hohlen Stiel, sieht aber sonst ganz anders aus. Die übrigen Röhrlinge haben alle kompaktes Stielfleisch und dunkleres Sporenpulver.
    Wenn man die entscheidenden Merkmale (gekammerter Stiel, Blauverfärbung) beachtet, ist der Pilz eigentlich kaum verwechselbar. In den atlantischen Sanddünen –“ Kiefernwäldern in Frankreich, Nordspanien und Portugal ist wohl eine weitere, sehr seltene Art heimisch, die eventuell giftig ist: Die Rede ist von Gyroporus ammophilus. Diese Art blaut aber nicht und wäre wenn überhaupt nur mit dem Hasenröhrling zu verwechseln. Zur tatsächlichen Giftigkeit von G. ammophilus sind mir keine verlässlichen Informationen bekannt.


    Wissenswertes: Der Kornblumenröhrling steht mit dem Hasenröhrling zusammen in einer eigenen Familie, den Blassporröhrlingen.



    Bilder:



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Gyroporus castaneus = Hasenröhrling<
    >Gyroporus ammophilus = Falscher Hasenröhrling<

    Wohl nicht.


    Auf der Lampe, die mir nach Kuschels Kommentar aufging, stand ein großes "G".


    Und jetzt darf mal jemand anders. Sonst heißt es wieder, ich räume alle Ratepilze ab wie Kegel und lasse nur den Split stehen. ;)



    LG, Pablo.


    gesundheitsgefährdendes Verhalten. Der Konsum der Pilze ist gefährlich,


    :/ Nen Eimer Wasser auf ex trinken is auch gefährlich... Rät man deswegen von Wasser ab? Alles in Maßen, auch das Maß... Für mich verteufelst du.


    Und Äpfel mit Birnen vergleichen ist auch gefährlich.
    Wenn du meinst, daß ich irgendwas irgendwie "verteufle", ist das deine Meinung. Die hast du exklusiv und darfst sie gerne behalten. ;)


    Und auf eine Moraldiskussion lasse ich mich hier sicher nicht ein. Das kann man nach drei bis mehreren Bierchen mal in der Kneipe ausklönen, aber an dieser Stelle führt's zu nichts.



    LG, Pablo.

    Uff... 8|


    Ja, klar!
    Ich glaub' ich hab's auch. Die Farben haben mich irritiert, aber mit der Fichtennadel... Und kleiig darf die auch sein... Eventuell auch eine der "Nachbararten"...


    Ok, ich lass auch mal die Anderen vor. Aber ich denke, wir denken das Selbe. ;)



    LG, Pablo.

    Hi.


    Ist Gerd nicht gerade im Urlaub?
    Ich glaube, er hatte mal unlängst sowas angedeutet, und gelesen habe ich ihn auch nicht seit Hornberg.
    Aber Stephan (Oehrling) wäre auch noch da, vielleicht riskiert der ja mal einen Blick.
    Allerdings fürchte ich, daß mit den (für Täublingsbestimmung) recht dünnen Angaben kaum jemand wirklich was anfangen kann. Da könnte wahrscheinlich nur jemand was zu sagen, der die Art schon ein paar Mal auch in unterschiedlichen Ausprägungen in der Hand hatte und sicher bestimmen konnte.


    Aber so schlimm ist das auch nicht, sonst wird das auch nur einer von vielen "Russula spec." in meiner Sammlung. :D



    LG, Pablo.

    Moin.


    Das ist ja offenbar nicht so ganz einfach. Eigentlich wollte ich mich dem Tip von Alex schon anschließen, aber dann ist der's wohl nicht.


    Bleibt die Frage, ob man da mehr richtung Helvella s.l. oder in richtung Morchella s.l. forschen muss. Ich vermute aber mal Letzteres, die Oberflächen wirken so kleiig...


    Also ein hoffnungsloser Schnellschuss aus der Hüfte: Käffppchenmorchel, Mitrophora semilibera.
    Edit: Nee, kann nicht sein. Viel zu dickfleischig...
    ...egal. Ich lass' das jetzt mal stehen.


    LG, Pablo.

    Sehr schön.


    Dann setzen wir am besten Günter ab Dezember oder so mal wieder als Leiter der Organisation ein. :thumbup:


    Weiß zufällig noch jemand was zu meinem vermeintlichen Graveolens?
    Wo sind den die Täublings - Auskenner? :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Lara!


    Der Fisch in der Pfanne (oder Fischin?) hat irgendwie was Verführerisches. 8|


    Aber toll gemalt.


    Und das nächste Mal machen wir dann ein Pils / Pilz und Angelseminar. Vielleicht ja auch irgendwie mal an der Nordsee. :evil:


    PS.:
    Ich hoffe, irgend jemand hat noch gute Schnittbilder vom Kornblumenröhrling. Meine sind gruselig farbstichig. Ein Portrait mache ich trotzdem mal fertig demnächst.



    LG, Pablo.