Beiträge von Beorn

    Hallo!


    Ich hoffe, es ist ok, wenn ich hier mal eine Kollektion als Russula foetens s.l. anhänge. Ohne Mikroskopie will ich hier keine Vermutung zur Varietät aussprechen, zumal ich mit Täublingen ohnehin nicht wirklich vertraut bin. Aber der Gestank spricht Bände. <X


    Gefunden am 25.08.2013 bei Reutlingen auf Kalkboden unter Buchen, Hainbuchen, Eichen, Fichten:



    LG, Pablo.

    Hallo, Landlady!


    Mir ging's ja bis im letzten Jahr ähnlich. Da gab's Rotkappen und Birkenpilze. Und den Hainbuchenröhrling, wenn keine Birke weit und breit.


    Wer das entscheidet?
    Das ist kompliziert.
    Jemand beschäftigt sich mit einer Gattung, untersucht jahrelang verschiedene Kollektionen makroskopisch und mikroskopisch, eventuell auch genetisch, dann wird ein Artikel veröffentlicht, der bestimmten Regeln folgen muss. Gültig ist dann jeweils die jüngste regelkonforme Veröffentlichung.
    Das ist die ganz, ganz grob vereinfachte Kurzfassung.


    Und mit Maronen wird das hoffentlich nie passieren (bis darauf, daß die immer mal wieder von Boletus nach Xerocomus und zurück wandert).
    Beim Steinpilz hat man's ja schon probiert, von all den beschriebenen Unterarten (Varietäten) haben sich eigentlich nur drei halbwegs durchgesetzt: var. betulicola (hellere Kappe, schlankerer Wuchs, dunklerer, schwach genetzter Stiel, bei Birken), var. citrinum (gelb), var alba (weiß und weiß bleibend). Die sind aber eigentlich auch kaum relevant.


    Bei den Rotkappen liegt Hannes aber völlig richtig: Da wird noch einiges kommen. Hoffentlich trägt es zur Klärung bei. Hoffentlich wird es nicht noch wirrer.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mentor!


    Bei der 12 bin ich auch klar bei Mähli. Das ist einer der Anischampis.
    Bei der drei würde ich locker 50 Chips auf A. augustus setzen. Das ist niemals ein Schüppling. Der hat doch einen deutlichen Ring. ;)


    Und der X. engelii wäre mir auch mal 10 Chips wert.



    LG, Pablo.

    Hi!


    Wenn, dann bitte Worldchampignonship. :D
    Traue ich mich aber nicht.
    Anscheinend wiedersetzen sich Champis recht hartnäckig jedem Beschreibungs- und Einordnungsversuch. Wenn man heute eine Art definiert mit zB klar abgesetzter Knolle und wenig Rosatönen in den Lamellen, dann entscheidet sich die selbe Art morgen, einfach mal mit wurzelnder Stielbasis und knallrosa Lamellen aufzutauchen. Alle anderen Merkmale lässt sie konstant.
    Die Bestimmungen oben sind (bis auf Riesenchampi und kleinen Waldchampi) auch bestenfalls cfler.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Bis du die Verfärbung sehen kannst, musst du teils an die 10 min warten.
    Der Bergporling (Bondarzewina mesenterica) wäre allerdings auch noch eine gute Alternative, wenn er gar nicht verfärbt, der Fundort eine gewisse Höhe hatte und das Fleisch scharf schmeckt.


    Wenn aber Riesenporling, dann in der Tat nicht völlig ausgereift.



    LG, Pablo.

    Hallo, Sachse!


    Leccinum leucopodium ist auch ok. Das wird wohl ein Synonym sein, meint also das Gleiche.


    Könnte auf die drei von dir gemeinten schon passen. Und auch auf die dritte von links in der oberen Reihe. Das fällt mir schwer einzuschätzen über Bilder, zumal mir zur Espenrotkappe (bleiben wir lieber beim deutschen Namen, das ist hier weniger verwirrend) die Funderfahrung fehlt.


    PS.: Bitte nicht falsch verstehen: Ich halte die Laubwald - Rotkappe (Leccinum aurantiacum) und die Eichen - Rotkappe (Leccinum quercinum) für identisch. So ist auch der momentane Stand der Datenbanken.
    Daß sich darin möglicherweise noch eine weitere Art vesteckt (nur bei Eichen, eventuell mit weniger Blaufärbung der Stielbasis), ist aus meiner Sicht nur eine Möglichkeit, hat aber wohl keine belegbare wissenschaftliche Grundlage. Anhand der Stielschuppen lässt sich da nichts trennen. Nur eben in richtung der Espenrotkappe (wird ja auch Weißstielige Rotkappe genannt) und in richtung der Nadelwald - Rotkappe. Allerdings sind da dann die Übergänge bei Menge und Farbe der Stielflocken so groß und fleißend, daß das sehr unsicher ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mentor!


    Einige deiner Funde erwecken ganz mächtig mein Beineid. Du hast wirklich tolle Sachen eingesammelt, Glückwunsch!


    Bestimmungstechnisch sehe ich alles wie Harry und Hannes, den Scheidenstreifling wie Mausmann. Bei dem "Rotfuß" am Ende würde ich nicht überraschen, wenn da der Eichenfilzer (Xerocomus engelii / communis) rauskommt. Bild 17 ist einer der Saftporlinge, in Frage kommen da mehrere Arten. Der Getropfte (Oligoporus guttulatus) ist nicht der Einzige mit Guttationstropfen. Ob der aber im Norden heimisch ist, weiß ich nicht.


    Die Koralle (Bild 22) ist entweder die Kammförmige Koralle (Clavulina coralloides) oder die Becherkoralle (Artomyces pyxidatus).



    LG, Pablo.

    Hallo, Luebbi!


    Aber mal an den Poren rumdrcüken wäre eigentlich wirklich kein Problem, auch wenn du ihn nicht zersäbeln willst.
    Und ein wenig mehr zum Park wäre auch gut zu wissen (Berge oder Flachland, Bodenbeschaffenheit, Bäume in der Gegend...)


    Aber wahrscheinlich wird hier am ende nichts anderes rauskommen als Riesenporling (Meripilus giganteus).



    LG, Pablo.

    Hallo, Johann!


    Der Name Leccinum piceinum existiert in der Form eigentlich nicht. Es wird von der Nadelwald - Rotkappe (Leccinum vulpinum) lediglich eine Varietät abgetrennt (L. vulpinum var. piceinum). Auch das dürfte kaum zu halten sein, da es außer dem Mykorrhiza - Partner keine morphologischen Unterschiede gibt.
    Sonst könnte man ja auch aus Boletus edulis so etwa 12 bis 15 Arten machen. :evil:


    Bei deinen Pilzen bin ich noch nicht mal sicher, ob das wirklich Leccinum vulpinum ist. Dazu habe ich eben >hier< auch was geschrieben, verstehe allerdings die Zusammenhänge in dem Problem selbst nur annäherungsweise.


    Wie viel Zeit ist denn bei dir zwischen dem Aufschneiden der Fruchtkörper und dem Bildmachen vergangen? Und falls nur zwei oder drei MInuten: Wie hat sich die Farbe denn nach so etwa 10 bis 15 Minuten entwickelt?
    Denn das kann ein wichtiger Hinweis sein.
    Wenn du schreibst, daß Buchen und Birken auch am Standort waren, lässt sich die Laubwald- / Eichenrotkappe (Leccinum aurantiacum / quercinum) keinesfalls ausschließen.
    Streng genommen scheinen tatsächlich bei so einem Standort nur die kleineren Sporen von L. vulpinum ein recht sicheres Trennmerkmal zu sein.


    Sorry.
    Ich hätte jetzt gerne was Netteres und weniger Verwirrendes geschrieben. Aber die Gattung ist leider recht gruselig. :(
    >Leccinum aurantiacum<



    LG, Pablo.

    Hallo, Sachse!


    Für mich sind das auch "Eichen - Rotkappen", allerdings ist da die Abgrenzung etwas verwirrend:
    Das, was sonst immer als Eichen - Rotkappe unter Leccinum quercinum bekannt war, wird mittlerweile meist als "Laubwald - Rotkappe" (Leccinum aurantiacum) bezeichnet. Vor allem deswegen, weil sie auch Symbiosen mit anderen Bäumen als Eiche eingeht. Vermutlich gibt es darüber hinaus noch eine "Echte" Eichen Rotkappe, die dann nur bei Eichen vorkommt und sich evetuell durch fehlende Blaufärbung an und in der Stielbasis unterschieden könnte.
    Der Name Leccinum aurantiacum wurde blöder Weise aber auch mal für die Espen - Rotkappe (derzeit wohl Leccinum albostipitatum) benutzt. Wie sich das entwickelt, bleibt abzuwarten.
    Die Gattung bedarf wohl auch mal einer gründlichen Überarbeitung, um dieses Chaos irgendwie in den Griff zu bekommen.


    Denn dummerweise gibt es ja noch die Nadelwald - Rotkappe (Leccinum vulpinum), die sich morphologisch von der Eichen- bzw. Laubwaldrotkappe kaum unterscheidet: Optisch kann man hier nur die etwas dichteren und dunkleren Stielschuppen bei L. vulpinum und eine schwächere Verfärbung anführen (>Vgl. auch dieses Thema<). Mikroskopisch dann auch durch kleinere Sporen bei L. vulpinum.


    Hier mal ein Link zur Eichen- / Laubwaldrotkappe (Leccinum aurantiacum), so wie ich sie mir vorstelle:
    >Portrait<
    Was auch ganz witzig ist, weil dort neben Eichen und Buchen auch Fichten dicht bei wachsen (von Anna bebilderter Fund), und die Verfärbung eher blass ist...



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Wieso nach Hornberg zaubern? Bin ich beambar, Scottie?
    Beam du dich lieber mit deinen beiden SchiGs (und auch einem Mikro, wenn du magst) hierher, Kuschel.


    Ein Mikro, ach ja...


    Danke für den Link, Eike!
    Das ist wirklich interessant, die Diskussion. Mein Wissenhorizont zur Sektion Vaginatae erweitert sich gerade rasant (merke ich anhand von Kopfschmerzen und zunehmender Verwirrung :evil: ). Von der Sektion habe ich nur ein recht bruchstückhaftes Bild. Die Möglichkeiten gehen da ja sehr weit über das hinaus, was zB an Arten in den GPBWs behandelt wird.


    Allerdings glaube ich nicht so recht, daß der bei Markus gefundene Pilz und der von Älbler die gleiche Art ist: Die Scheide bei diesem Fund hier war keinesfalls brüchig, eher etwas zäh und elastisch. Wohlgemerkt: Nur bei dem größeren Pilz. Tja, ein Mikro und ein Blick auf Sphaerocysten würde hier schon mal einiges klären...



    LG, Pablo.

    Hallo, HoBis!


    Vielen Dank für das Anschauungmaterial.
    Ich bin beeindruckt, daß ihr für so gute Bilder immer auch das richtige Model findet. ;)


    Nun hoffe ich natürlich umso mehr, dem auch mal zu begegnen. Das mit dem salzigen Geschmack würde ich zu gerne mal ausprobieren.



    LG, Pablo.

    Hallo, Pilzfreunde!


    So ganz einfach ist es irgendwie nicht mit diesen braunhütigen Scheidenstreiflingen. :rolleyes:


    Hier kommt mal noch ein Fall, der mir Kopfzerbrechen bereitet.
    Bild 1:

    Bild 2:

    Bild 3:

    Bild 4:

    Bild 5:

    Bild 6:


    Das kleinere Exemplar auf den Bildern 2 bis 5 stammt nicht vom selben Standort, sondern wurde knapp 100m entfernt gefunden, allerdings unter gleichen ökologischen Bedingungen.


    Fundort: Nähe Reutlingen, ca. 300m üNN
    Laubwald (Buchen, Eichen, Hainbuchen) auf Kalk
    ohne besonderen Geruch und Geschmack
    Hut komplett ohne Velumreste bei beiden Pilzen und bei viel Regen
    Der Stiel war anfangs dunkel (!) beflockt bis genattert, wobei der Belag dunkler als die Grundfarbe erschien (Bild 1).
    Bei den späteren Bildern ist der Stiel etwas abgegriffen.
    Die Scheide ist (bezogen auf das größere Exemplar) ledrig und dick (bis gut 2 mm), Rostflecken sind spärlich vorhanden (bei beiden Exemplaren).
    Beim größeren Exemplar ist die Scheide innen deutlich ergraut.
    Die Lamellenschneiden sind weiß (auch zum Hutrand hin), ziemlich gerade und bei der Untersuchung (also nach Transport!) ist keine Beflockung zu erkennen.
    Die Hüte sind nicht klar zweifarbig, auch wenn die Mitte dunkler ist.


    Einige Überlegungen:
    Amanita submembranacea - Grauhäutiger Scheidenstreifling
    ++ Die dicke, (beim größeren Pilz) nicht eng anliegende, innen deutlich graue Scheide
    + Form und Farbe des Hutes
    + genatterte Stieloberfläche
    - fehlende Velumflocken auf dem Hut
    - Natterung ja, aber eben nicht hell auf dunklerem Grund sondern genau anders herum
    -- Standort im Laubwald auf Kalk


    Amanita battarae - zweifarbiger Scheidenstreifling
    + keine Velumflocken auf dem Hut
    + Hutmitte dunkler, zum Hutrand heller ("Zweifarbigkeit" bzw. Zonierung wird ja erst bei ausgewachsenen und eher trockenen Exemplaren deutlich)
    + Stieloberfläche passt hier m.E. besser als zu A. submembranacea
    - die nicht anliegende Scheide beim größeren Exemplar
    -- die Scheide ist dort auch zu dick und zu rau


    Amanita vaginata - Grauer Scheidenstreifling
    - Der Hut scheint mir deutlich zu dunkel zu sein uund zeigt Braun- statt Grautöne


    Amanita pachyvolvata (Dickscheidiger Scheidenstreifling) oder Amanita magnivolvata
    + die dicke, eher elastische Scheide mit Rostflecken beim größeren Exemplar
    + keine Velumreste auf dem Hut
    + der kräftige Wuchs beim größeren Exemplar
    - die allgemeine Seltenheit
    - die Graufärbung der Scheideninnenseite
    - Habitus und v.A. Scheide des kleineren Exemplars
    (-) Standort auf Kalk (?)


    Ich könnte mir schon vorstellen, daß die beiden Fruchtkörper zu unterschiedlichen Arten gehören. Insgesamt komme ich leider zu keinem wirklichen Ergebnis, da wäre jede Hilfe willkommen.



    LG, Pablo.

    Hallo, NiLa!


    Alles Gute zu deinem Ehrentag!
    Bleib so neugierig und voller Energie, wie du bist und genieß dein Leben.


    Eine Beschützerin gegen die Wildschweine brauchst du vielleicht noch:

    Aber vor denen musst du auch keine Angst zu haben, wenn dein Papa dabei ist. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo Gerd & Mausmann!


    Dadurch, daß Gerd meine Zitate jeweils angegeben hat, war doch eigentlich klar, welcher Pilz gemeint ist.


    Da hatte ich tatsächlich nicht genau gelesen, Gerd, welchen Pilz du meinst. Also danke für's nachhaken, ich muss meine Bilder von dem vermeintlichen leptocephalus mal unter Quarantäne stellen. Daß die Hutoberfläche von Pp. badius so gefasert sein kann, war mir nicht klar.
    Vom Gesamterscheinungsbild würde der Kastanienbraune besser passen als der Löwengelbe. Die Farbe aber weniger, wobei das beides variabel sein dürfte.


    Gehst du in solchen Fällen über die Porengröße, Gerd?
    Das würde ja dann aber bedeuten Lupe ans Auge, Millimetermaß dazu und zählen?



    LG, Pablo

    Hallo, Andy!


    Hübsch, Ochsenzungen (Fistulina hepatica).
    Würde ich auch gerne mal finden.


    Und ich drücke dir die Daumen, daß die Stämme da niemals weggeholt werden. Dann tut sich da in den nächsten Jahren viel Spannendes.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Ich bin zwar alles andere als ein Experte, aber an Lärche dürfte das schon Lachnellula occidentalis sein. Mögen Ingo oder Björn mich korrigieren, wenn es an dem Substrat noch eine andere "gute" Art gibt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hannes.


    Ich hätte jetzt mal vorausgesetzt, daß die Manschette fein gerift war. Das ist auf Bild oft dann nicht gut erkennbar:

    Auf diesem Bild vielleicht mal gerade zu erahnen.


    Ansonsten können wir ja mal über einen Panther spekulieren. Aber die Knolle passt da irgendwie ganz schlecht. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Ich denke, den Vorbehalt kannst du streichen. Ich habe eben mal kräftig die Stielbasis gerubbelt: Riecht klar nach Heftpflaster.
    Danke dir. :thumbup:
    Hatte ich auch drauf kommen können, aber manchmal ist doch der Wunsch Vater des Gedanken. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Ungeriefter Hutrand ist schon ein Ko - Kriterium gegen A. eliae.
    Was du da hast ist Amanita excelsa var. excelsa (Eingesenkter Wulstling).


    Weia, ich muss ja immer noch das A. excelsa Portrait überarbeiten...



    LG, Pablo.

    Hallo, Lothar!


    Das wird wohl ein Lackporling sein. Da habe ich leider außer dem Flachen kaum Funderfahrung, könnte mir hier aber den Kupferroten (Ganoderma pfeifferii) oder den Glänzenden (G. lucidum) vorstellen. Ist eben noch ein wenig jung, der Gute.
    Da weiß aber sicher noch jemand Genaueres.


    Edit: Hui. Ulla war bedeutend schneller. :)



    LG, Pablo.