Beiträge von Beorn

    Hallo, Uli!


    Und ich hoffe, das war jetzt nicht wirklich so eine Art Jahresabschlußtour. Ihr wollt doch nicht ein ganzes Drittel Jahr in Deckung bleiben? Denkt doch einmal an die vielen Schmetterlingstrameten, Drüslinge, Rindenstemmer! An all die Neben- und Hauptfruchtformen!


    Was denkst du nur von uns. :D
    Wie soll das denn auch gehen? Wenn ich drei Tage keine Pilze anfassen kann, bekomme ich Schweißausbrüche, nervöse Ticks an Augenlied und Oberschenkelmuskel, starken Tremor beider Hände und erhebliche Stimmungsschwankungen. Bei noch längerem Entzug Halluzinationen, Inappetenz, Herzrhythmusstörungen und ich beginne, mit meinem Herbar zu sprechen.


    Das alles muss ja nicht sein. :thumbup:


    PS.:
    Ach, einTeuerling wird Pilz des Jahres? Ob's an der vergangenen Finanzkrise liegt? Egal, immerhin mal wieder ein hübscher Pilz, den ich sogar kenne.



    LG, pablo.

    Ein Hallo in die kränkelnde Runde.


    Soll ich den Thementitel mal eben in "Lazarett - Selbsthilfegruppe" ändern? ;)


    Hej, ihr! Kommt mal schnell wieder auf die Beine und aus dem Tief, liebe Mausmann, Eike, Kuschel und Michael!



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Ja nun...
    Ich habe auch Deutungsschwierigkeiten, wenn links oben der Hut sein soll. Das ist aber auch schwierig, weil es nicht zu meiner Idee passen würde.


    Black Country Women habe ich dem Bild gestern noch vorgespielt: Keine Reaktion zu beobachten. Was bedeutet das?


    Eine Frage wäre hier angebracht. Gerne auch die nach Röhren / Poren.
    Dabei könnte man beachten, daß jeder Pilz mit Röhren auch Poren hat. Und mahezu jeder Porenpilz auch Röhren (ja auch Stielporlinge und Baumschwämme).
    Aber bei einem Ja wären ja schon mal alle echten und unechten Blätterpilze raus. Und alle Leistlinge. Und alle Pilze mit irgendwie glattem Hymenium. Dazu auch alle Ascomyceten. Und eigentlich auch so ziemlich alle imperfekten Pilze. Sowie Schleimpilze (die ja aber ohnehin keine Pilze sind).
    Ja, das würde mir schon was bringen. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Morgen Allerseits!


    Markus, da sind in der Tat tolle Bilder dabei. :thumbup:
    Übrung und Investment machen sich hier bemerkbar.


    Übrigens:
    Hessen nicht vergessen!
    Das Exkursinsgebiet liegt ja gerade mal noch haarscharf neben der Grenze. Wären wir in den Sandkasten (Viernheim) gefahren, dann hätten wir Hessen erobert. :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Stark. Was zu anfang einige dunkle Pukte und schwarze Beläge waren, hat nun einen Namen und ein Gesicht. Zudem noch ein durchaus schönes!
    Ich freue mich, daß du dir die Zeit für die Untersuchung genommen hast, und ich diesen Ausflug in eine verborgene Welt mitmachen darf.


    Tja, der Sand...
    Ok, beim nächsten Mal kann ich auch vorher abpinseln. Aber es erschien mir so schlüssig, frische Fruchtkörper mit einem Teil ihrer angestammten Umgebung zu entnehmen und zu versenden, damit sie sich wohler fühlen. Bei Moos oder Holz kein Problem, bei Sand aber schon. Das Päckchen hat wohl unterwegs den einen oder anderen Purzelbaum geschlagen.


    Edit:
    Hilfe, Gunnar! :D
    Da wird aus einem einfachen Sandborstling ja schier ein Trichterling. Naja, das Material liegt ja nun bei Nobi. Vielleicht hat er ja noch ein oder zwei Bilder.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Das ist doch schon mal ganz gut. :thumbup:
    Da kann man schon mal verschiedenes erkennen:
    Die Schicht ist nicht homogen, sondern irgendwie zweischichtig.
    Sie ist nicht schwarz und bröckelig, sondern scheint and er Unterseite sogar filzig zu sein.
    Kleine Einzelfruchtkörper wie bei vielen Kernpilzen sind nicht zu sehen.
    Also der Brandkrsutenpilz ist definitiv vom Tisch.
    Leider bin ich mir jetzt auch sehr unsicher, ob das überhaupt ein echter Pilz ist. Eine Flechte wäre hier auch denkbar. Oder eine Alge vielleicht? :/


    Sonderbare Erscheinung...



    LG, pablo.

    Hallo.


    Genau: Glatthexe, Wolfsröhrling und Blutrote Hexe sind kalkgebunden, der Flocki bevorzugt saure Böden und verirrt sich nur selten auf Kalk.
    Mit all den Merkmalen zusammen (und freilich etwas Erfahrung) ergibt sich ein Gesamtbild, daß es da zur Unterschiedung immer zu berücksichtigen gilt.


    Edit:
    Gelbes Basismycel bei B. erythropus? 8|
    Sagt wer? Ich meine mich zu erinnern, den zwar auch schon mit gelblichem gefunden zu haben, meist aber eher cremeweißlich. :/
    Muss ich mal bei Gelegenheit im Feld überprüfen.



    LG, pablo.

    Hallo, Rasmik!


    Das ist ja schon richtig, was du schreibst.
    Bei der Kombination (Rotporer mit ungenetztem Stiel) hast du aber in Mitteleuropa vier Arten (eventuell fünf), die du finden kannst.
    Neben dem Flocki (B. erythropus) wären das noch der Glattstielige Hexenröhrling (B. queletii), der Wolfsröhrling (B. lupinus; Stiel meist aber unbeflockt) und der Blutrote Hexenröhrling (B. dupainii). Alle diese Arten haben aber meist wesentlich mehr Rot- oder Rosatöne am Hut als der Flocki, haben mehr oder weniger rotes Stielfleisch und teils stark abweichende ökologische Ansprüche.
    Ob man da noch Boletus immutatus mit reinnimmt, ist fraglich. Das wäre im Grunde genommen ein Flocki, der nicht blaut. Ob der in Mitteleuropa und Deutschland aber überhaupt schon nachgewiesen ist, weiß ich nicht.


    LG, pablo.

    Hallo, Rasmik!


    Gelbe Röhren haben aber alle Dickröhrlinge. ;)
    Außer den vier Steinpilzarten, da sind sie anfangs weiß.
    Der Pilz ist trotzdem ein Flocki. Die Variationsbreite der Art erstaunt einfach immer wieder. :thumbup:



    LG, pablo.

    Hallo.


    So, ich hab' mal eingeloggt.
    Aber so ein bisschen unsicher bin ich schon. Ich glaube, da ist ein Trick dabei. Dazu fielen mir verschiedene Fragen ein. Eine wäre, ob da zwei Pilze zu sehen sind.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Naja, Ulla wird wohl einwenden, daß sich da ein Plasmodium herumtreibt, du eine Kultur anlegen sollst bis da Fruchtkörper reifen und die dann mikroskopieren. ;)


    Was da so in etwa für Pilze auf dem Bild sind, habe ich schon registriert. Mir gefällt einfach die Komposition von Farben und Strukturen. Das wirkt wirklich wie ein surrealistisches aber auch irgendwie gruseliges Gemälde. Schärfe hin oder her, ich find's aufregend und schön. :)


    Das letzte jetzt auch, aber da sind nicht diese verschiedenen Betrachtungsebenen drin.



    LG, pablo.

    Hallo, NiLa!


    Achso, und ich dachte schon... :D
    Jedenfalls war's bestimmt total lecker.
    Dann mach dich mal so ganz langsam bettfertig, ich wünsch dir eine Gute Nacht und eine schöne Woche!


    Ein tolles Avatarbild hast du übrigens. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Auflösung für Runde 2:


    Fleischroter Speisetäubling, Russula vesca

    war hier gesucht.
    Und wurde auch größtenteils zügig gefunden.
    Allerdings: Eine Frage nach der Brüchigkeit der Lamellen hätte vielleicht noch etwas Aufschluß gebracht.


    Die nächste Runde veranstaltet Yezari. :thumbup:


    Resultat für Runde 2 (über 5 Runden)


    Platz | Punkte | Name (+ Punkte letzte Runde)


    1. 20 JanArne, Inni, donbrosco, Tuppie, Calabaza, Tribun, Trino, Naan83, Rasmik, melanieoderimmer, Yezari, antilocal, Nafste79, hopsing17, mentor1010, Mausmann, Christoph76 (+10, +10, +10, +10, +10, +10, +10, +10, +10, +10, +10, +10, +10, +10, +10, +10, +10)
    18.19 Kuschel, sarifa (+10, +10)
    20. 17 Enno, Peter2708 (+10, +10)
    22.15 Peri (+5)
    23.10 erebus, bauernhelmi, nochn Pilz (+10, +10, +10)
    26.8 Fips, Gudi (abgemeldet, +0)
    28.5 BigChicken (+5)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Wow, NiLa, das sieht irrsinnig lecker aus, was ihr da in der Pfanne habt.
    Aber: Wie habt ihr es geschafft, noch was zu essen an dem Abend? 8|


    Peter, deine Bilder speziell von den Pustelpilzchen sind ja hervorragend. Da sollte man mal erwähnen, daß die größten roten Punkte auf dem Bild von Nectria episphaeria keinen halben Millimeter im Durchmesser haben. :)


    Bin ich wirklich so licht oben, Stefan? ;(
    Ok, ab jetzt bitte nur noch Bilder von mir mit Hut!
    Leider habe ich das starke Gefühl, daß die Schnitzeljagd von euch heute irgendwie ein nasser Spaß war. Hoffentlich trotzdem ein Erfolg, bei dem auch die mitgenommenen Pilze ihre Rolle spielen konnten.



    LG, Pablo.

    Hallo.



    Hallo Pablo,


    in diesem Fall mußte man schon die traditionelle "Wiesenkriecherhaltung"
    einnehmen :D
    (...)


    Oh ja, unverzichtbar und sicher imer wieder ein besonderer Anblick für unvorbereitete Passanten.
    So groß soll der aber gar nicht werden, sonst verpasst man die kleinen Nabelinge und Adermooslinge, die man sonst während der Suche findet.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Naja, immerhin ist man im Winter nicht ständig so abgelenkt von den ganzen Riesenpilzen. Und irgendwie gibt's da nichts Schöneres, als im Schneetreiben einen Stapel von Buchenstämmen Zentimeter für Zentimeter zu untersuchen. Und irgendwann nach so einem bis zwei dutzend gefundenen Arten muss man aufhören, weil es dunkel wird. :)


    Ingo, was ist das denn für ein Bild in Beitrag 3? 8|
    Gib zu, das hast du von H. R. Giger oder so abgemalt.
    Eine (alb-)traumhafte Kombination ist das, mit dem geschlossenen Auge...
    Kann ich das haben?
    Ich suche noch ein schönes Poster für mein Schlafzimmer.



    LG, pablo.

    Hallo, Thorben!


    Nein, ich meine auch kein Mikroskop. :)
    Davon habe ich selbst (noch) viel zu wenig Ahnung.
    Aber du kannst auch eine sehr dünne Schnittfläche mit der Kamera knipsen. Makroobjektiv oder eine einigermaßen annehmbare Makrofunktion vorausgesetzt. Ich habe mal in meinen Bildern gestöbert und das hier gefunden:

    Das ist eine angeschnittene Isaria (Nebenfruchtform einer Kohlenbeere). Der Belag ist an der angeschnittenen Stelle vielleicht so 3 Millimeter dick. Ist kein atemberaubendes Bild, aber so ein bisschen was lässt sich erkennen.


    Dieser Schnitt:

    geht durch einen deutlich größeren Fruchtkörper (Daldinia concentrica s.l.; Durchmesser ca. 1,5 cm). Was sich hier schön erkennen lässt, sind die Strukturen im Inneren, unter anderem die Perithecien in der äußeren Schicht, die dann schon kleiner als 1 mm sind.
    Solche Strukturen sind dann oft sehr aufschlussreich bei deratigen Pilzen.
    Da lässt sich schon einiges rausholen, auch ohne Mikroskop.
    Natürlich finden sich im Forum auch Dokumente, die bedeutend bessere Schnittbilder winziger Pilze zeigen.
    Ein paar kleine Beipiele?
    >Pseudovalsa lanciformis<
    >Helicogermslita gaudefroyi<
    >Nemania aenea<
    >Pleomassaria siparia<
    Da mal auf die Schnitte achten, die teils Fruchtkörper von kaum einem Millimeter Größe zeigen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Sabine & Holger!


    Ja, leider gibt es solche Biotope viel zu wenig. Aber wo es sie gibt, findet man so viele Schönheiten. Allerdings den kleinen grünen Pilz im grünen Gras zu finden, das ist schon hohe Kunst. ;) :thumbup:



    LG, Pablo.

    Moin.


    Ja, auch wenn die Schlacht tobte, beide Seiten ihre Erfolge verzeichnen konnten, endete das Ganze ja letztlich mit einer verheerenden Niederlage für alle Parteien. Gewinner blieb die Funga, die im umkämpften Gebiet eine zahlreiche und heterogene Miliz gebildet hatte. Schon anfangs, als die Parteien noch ihre Rüstungen anlegten, die Bewaffnung kontrollierten und sich eine kleine Stärkung gönnten, ließ die Funga am Parkplatz in Form Helvella atra (Schwarze Lorchel) keinen Zweifel daran, wer hier im Gelände das Sagen hatte:


    So floss auch bald schon das erste Blut:

    Bei Stereum sanguinolentum (Blutender Nadelholz - Schichtpilz).
    NiLas entsetzer Kommentar beim nach ärgern des Pilzes und einem Blick auf ihre Finger: "Der blutet ja wirklich!"


    Nach Blut kommt Gekröse:

    Ascotremella faginea (Buchen - Schlauchzitterling)


    Und so konzentrierte sich das Schlachtgeschehen an den Barrieren einiger alter Buchenstämme vorübergehend auf kleinste Scharmützel.


    Mit Nectria episphaeria an alten Fruchtkörpern einer Kohlenbeere (Hypoxylon spec.) zwischen ihrer Nebenfruchtform (Isaria spec.):


    Nectria peziza (Becherlingsartiges Pustelpilzchen):


    Ascocoryne sarcoides (Fleischroter Gallertbecher):

    Im Hintergrund die Nebenfruchtform (Coryne dubia)


    Cyphellopsis anomala (Gelbbrauner Haarschüsselrasen)

    Umzingelt von einigen Mollisien


    Die weiße Fahne gehisst:

    Ein unbestimmtes Lachnum leuchtet durch den Wald.


    Auch bei den größeren Geschützen tobt der Kampf ums Holz.
    Inonotus nodulosus (Knotiger Schillerporling):


    Panellus serotinus (Gelbstieliger Muschelseitling):


    Einzelne, strategisch wichtige Punkte wurden von allen Seiten belagert:

    Lenzites betulinus (Birkenblättling)
    Schmetterlingstrameten (Trametes versicolor)
    Laubholzknäueling (Panus conchatus)
    und auf der Übersicht kaum zu erkennen: Warziger Drüsling (Exidia plana) und Gallertträne (Dacrymyces spec.)


    Eine noch unbestimmte Koralle (Ramaria spec):


    Rauchende Trümmer beim Abzug:

    Bjerkandera adusta (Angebrannter Rauchporling)


    In dunklem Tann schwindet die Übersicht, die Teilnehmer kämpfen zerstreut und drohen sich angesichts wirrer Krausheiten zu verlieren:

    Plicaturopsis crispa (Krauser Adernzähling), Käfer nur von oben.


    Zwischen den dicht stehenden Fichtenstämmen wird mächtig Stunk gemacht:

    Gymnopus perforans (Nadel - Stinkschwindling)


    Doch dann nahr Hilfe, ein Bataillon Gelbfüßler eilt zur Unterstützung heran. Doch für wen kämpfen die nun? Badenser oder Schwaben? Das ist noch nicht so ganz sicher. >zur Herkunft der Gelbfüßler<
    Chroogomphus helveticus (Filziger Gelbfuß):


    Jedenfalls wurden nun die Keulen ausgepackt:

    Elaphocordyceps capitata (Kopfige Trüffel - Kernkeule)


    Was dann so richtig "militant" zugeht.

    Cordyceps militaris (Puppenkernkeule)


    Da würden die Köpfe weich, und manche sogar komplett blass:

    Völlig entfärbtes Gallertköpfchen (Leotia lubrica)


    Also Zeit für die Kavallerie:

    Tricholoma portentosum (Schwarzfaserige Ritterlinge)


    Was dem Ganzen noch etwas Würze gibt:

    Wahrscheinlich der Würzige Tellerling (Rodocybe cf gemina), wobei der eigentlich doch keinen Grund haben sollte, sich schwarz zu ärgern?


    Am Ende blieb noch Unansehnliches, aber Seltenes und Schönes:

    Albatrellus cristatus (Kammporling)


    Sowie schweres Geschütz, das gegen vermeintlich unschuldiges Weiß aufgefahren wird:

    Panzerrasling (Lyophyllum decastes) vs. Lerchenspornrasling (Lyophyllum connatum).


    So blieb den streitenden Mannschaften letztlich nichts anderes übrig als das Feld zu räumen und das Gebiet der angestammten Herrschaft der Funga zu überlassen. Worauf man einen Pakt schloss, lieber einen netten Griechen in der Gegend zu überfallen und bei gutem Essen die Feindschaft ruhen zu lassen.


    Leute, der Trip war eines der Highlights des Jahres. :thumbup:
    Jederzeit wieder.



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Ach, man will doch nicht wehmütig werden?
    Nein, es kommt doch jetzt auch eine Zeit der schönen Pilze. Und wer keine Samtfußrüblinge mag, der halte Ausschau nach Zystidienrindenpilzen. :evil:


    Danke für die schönen Bilder, Uli, die noch einmal in den warmen Tagen schwelgen lassen. Tut gut.
    Und schöne Funde zumal, wie gerne würde ich den Rostroten mal finden...



    LG, Pablo.