Hallo zusammen!
Gut, das meiste ist ja dann schon gesagt. 
Übrigens: Ein Asco - Spezialist bin ich ganz und gar nicht. Genaugenommen habe ich da noch weniger Ahnung als von Ständerpilzen. Aber dank Ingo, Björn, Sven, Nobi, Toffel und einigen anderen hier im Forum hatte ich bei einigen Sachen, die ich mir so angeschaut habe, die richtige Hilfe. Also ein paar Arten sind mittlerweile dabei, die ich mich auch sicher makroskopisch anzusprechen getraue.
Das mit den Nebenfruchtformen ist ja nun nicht nur bei Schlauchpilzen eine Methode, sondern auch bei einigen Ständerpilzen. Im Grunde soll das ja wohl dazu dienen, sich unter möglichst geringem Energieaufwand zu klonen. Wenn die Bedingungen passen, dann wird eben etwas mehr Aufwand betrieben um das zu wege zu bringen, was die Evolution von einem Organismus verlangt: Geschlechtliche Vermehrung.
Wie das dann im Einzelnen funktioniert und warum das alles nicht so einfach ist, steht ja in dem Text von Andreas.
Bei Ascocoryne sarcoides / Coryne dubia ist es eben ganz nett, weil man eben beide Arten gut optisch ansprechen kann, sofern sie zusammen aufgefunden werden.
Hier die HFF:

Mit ein bisschen Nebenfruchtform drumrum, hier als kleine, kopfige Gebilde.
Die Konidie kann aber auch so aussehen:

Auch das ist Coryne dubia, die ist eben recht wandelbar.
Schade nur, daß die bisweilen dem Buchen - Schlauchzitterling (Ascotremella faginea)...

...ziemlich ähnlich sehen kann. Der auch so eine wandelbare Erscheinung ist. Da mache ich mir das aber mal recht einfach: Alles, was Coryne dubia sehr ähnlich sieht, aber irgendwie noch gewundener, nicht bereift, nicht ganz so violett und irgendwie etwas glibberiger ist, bezeichne ich einfach als Ascotremella faginea.
Bisher hat der Pilz deswegen noch nie gemeckert. 
LG, Pablo.