Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Oh, ich hatte jetzt "an" irgendwie als "neben" interpretiert. :/
    Direkt an Holz kommt natürlich nur ein Sapro in Frage, Pholiota ist so am wahrscheinlichsten. Aber Der Ast wäre doch Kiefer? Dann würde ich gegen Pholiota lenta wetten.


    Edit:
    Nee, auch quatsch. Muss kein Kiefernholz sein, nur weil es so rötlich ist. Da gibt's sicher auch Laubhölzer in der Farbe.



    LG, pablo.

    Hallo, Habicht!


    Naja, nur glaube ich bei deinem Fund gerade wegen der Porenfarbe schon viel bereitwilliger an Ingos Vorschlag mit dem Feuerschwamm. Das täte schon passen. Auch der kleine, ganz junge Fruchtkörper scheint da ins Bild zu passen. Also wohl doch eher keine Hodernsau.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Also weiter mit Lamellenpilzen:
    Fund von gestern, ebenfalls Dossenwald, also ein ehemaliges Auwaldgebiet, inzwischen dank Tulla längst trockengefallen. Mischforst aus Kiefern, Pappeln, Birken, Eichen, Buchen und so allerhand anderen Sträuchlein auf Sandboden.
    Substrat ist für mich nicht mehr erkennbar, dürfte aber Laubholz sein. Da war noch was anderes an der Seite, was aussah wie Junghuhnia nitida.


    Hier mal ein Übersichtsbild:

    Die beiden gefundenen Fruchtkörper saßen in der Höhlung am unteren Stammbereich.
    Waren beide nicht mehr die jüngsten:

    Aber die Lamellen beim Größeren (ca. 5 cm an der längsten Stelle) sehen noch recht vital aus.

    Was sich später anhand abgeworfener Sporen bestätigt:


    Was ich jetzt nicht auf Bild habe, ist diese dunkle, echt abgefahrene Gelschicht unter der Huthaut. Krasse Sache. 8|
    War aber auf jeden Fall unter 1mm dick.


    Nach etwas Wärmezufuhr began der Pilz auch ausgesprochen mehlig zu riechen.


    Gut, also Hohenbuehelia sollte klar sein, dann schaun mer mal:
    Sporen sehen etwa so aus:


    Zweites Bild mit Barlowlinse noch vor Kamera, da verwackelt irgendwie alles recht leicht...
    Und messen ist nicht, hne Messokular. Bevor da jemand nach fragt. :whistling:


    Ein Stück Lamelle habe ich noch abgefisselt:


    Nur ob die Basidien jetzt zweisporig sind, kann ich nicht erkennen.


    Egal, weil dann gibt's ja Huthaut Deckschicht:



    Das sollte doch schon inkrustiert sein, oder?


    Also komme ich zu Hohenbuehelia atrocaerulea (Blaugrauer Muscheling), auch wenn die Hüte nicht unbedingt blaugrau sind. Aber da ist so viel weißes Gefussel drauf (ausgehypht?), vielleicht ist die Grundfarbe nur verdeckt.


    Geht das so?



    LG, pablo.

    Hallo, Sven!


    Gute Frage.
    Das musst du wissen, ob du die drei Chips an Habicht rüberschiebst.
    Aber die kommen ja auch wieder rein. Irgendwann war ich schon mal unter 80, glaube ich. Dann mal über 110, glaube ich. Hauptsache, es bewegt sich was.



    LG, pablo.

    Hallo, Rudolf!


    Nur, daß es kein ausgesprochener Winterpilz ist.
    Das ist eine Herbstart, die sich wegen dem milden Wetter zu Zeit irgendwie im Kalender verguckt hat. Zu suchen wäre der bei den Fälblingen (Hebeloma) oder vielleicht auch bei den Rißpilzen (Inocybe). Meine erste Eingebung, weil ich den möglicherweise auch vor ein paar Tagen hatte: Dunkelscheibiger Fälbling (Hebeloma mesophaeum). Aber da sind noch ein paar Details wichtig, vor allem der Geruch.
    Aber von beiden Gattungen habe ich keine Ahnung. Da wissen andere besser bescheid. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Nachdem ich bei dem Thema von Habicht eben noch mal etwas ins Grübeln kam, könnte ich mich mit Ph. igniarius schon anfreunden. Wäre auch super, weil ich die Art noch nie gefunden habe.
    Das Durchschneiden ging hier eben wie bei einem banalen flachen Lackporling: Nicht so flott wie bei einem Champignon, aber eben auch nicht wie bei anderen konsoligen Feuerschwämmen.
    Ich hadere ja auch sehr mit der Porenfarbe: Die ist schon rein weiß bei meinem Fund. Jedenfalls der Belag da drauf. Was ich so eben nachgelesen habe und auch sonst auf den meisten Bildern sehen, ist eher sowas hell Graubraunes. Also schon so ähnlich wie auf den Bildern von Habicht im anderen Beitrag.


    Warum muss es nur wieder so kompliziert sein?
    Kann man irgendwas Einfaches im Kleinen angucken?
    Also zB Sporen bei Phellinus immer Bananenförmig und bei Ganoderma immer wie ein Mainzelmännchen geformt?
    Oder Hyphen der HDS bei Phellinus immer mit fettem PHELLINUS - Schriftzug?


    Apropos Hyphen:
    Den >Nachtragzu einem etwas älteren Thema< hattest du den gesehen?



    LG, pablo.

    Hallo, Anna!


    Och ö, nicht schon wieder Antrodia...X/
    Bei der Gattung (und Nachbargattungen) steige ich gerne mal aus.
    Ok, die verlinkten Bilder von Antrodia ramentacea sehen jedenfalls nicht schlecht aus. Die Substratdicke käme hier auch hin. GPBWs notieren die ebenfalls hauptsächlich in der Fundgegend.
    Nur die Beschreibung der GPBWs passt nicht besonders gut.
    Recherchen dazu noch in Warteschleife...



    LG, Pablo.

    Hallo, Uwe!


    Beim ersten halte ich mich raus. Aber beim zweiten schlage ich mal die Großporige Dtronie (Datronia mollis) vor.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Der hat so eine weiße Fruchtschicht, auf der man rummalen kann? 8|
    OK, das muss ich überprüfen. Den Gemeinen Feuerschwamm hatte ich noch nie in der Hand.


    Das Abmachen lief folgendermaßen ab:
    Dran Rütteln und Ziehen, Achseln zucken, wundern, dann stabiles Messer genommen, hinter dem Pilz am Stamm rumgesäbelt und dann den Pilz abbekommen. Das Durchscneiden aber war gar nicht mal so schwer. Viel leichter jedenfalls als bei Phellinus robustus (Eichen - Feuerschwamm) oder Phellinus hartigii (Tannen - Feuerschwamm).



    LG, pablo.

    Hallo, Habicht!


    Die legendäre Trollhand sieht schon anders aus. Tolle Bilder findest du zB auf der >Seite von Andreas<.
    Aber was Sonderbares hast du da auf jeden Fall gefunden. 8|
    Ich finde, das sieht aus wie ein Fruchtkörper vom Zunderschwamm (auch "Hodernsau" genannt), der abgestorben ist. Später hatte der Pilz dann die Idee, doch weiterzuwachsen und ist nun dabei, den Fruchtkörper wieder zu reaktivieren. Ob's am milden Winter liegt?


    Um den Rotrandigen auszuschließen, kannst du auch bei Gelegenheit mal den Brutzeltest durchführen. Die Huthaut des Rotrandigen enthält Harz. Wenn du da mit dem Feuerzeug dran rumkokelst, ist ja klar, was passiert. :evil:
    Die Hodernsau macht das nicht.



    LG, pablo.


    Aber die sind sehr klein, so um 1mm.


    Dann nehme ich die Brille ab und drücke die Nase ins Substrat. Da sehe ich alles. Sogar kleine Nectriopsisse. :)
    Wenn da tatsächlich Punkte sind, kommt eben die Lupe zum Einsatz.



    LG, pablo.

    Hallo, Jonas!


    Blamieren tut sich hier keiner. Nach Ganoderma applanatum war meine zweite Idee Fomitopsis pinicola (Rotrandiger Baumschwamm). Aber: Beim Brutzeltest fiel der Pilz glatt durch. Also war meine dritte Idee Fomes fomentarius. Aber: Da gefiel mir die Tramafarbe nicht, auch die Porenfarbe um diese Jahreszeit kommt nicht hin, die Wuchsform wäre etwas wunderlich und der Myceliarkern fehlt.


    So landete ich bei meinem oben geschilderten Streitfall.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf & Ingo!


    Also irgendwie war es ja so, daß die Pilze oben meine Aufmerksamkeit so gefesselt hatten, daß ich ganz vergessen habe, auf die Blätter zu achten.
    Wildkirsche könnte aber gut hinkommen, danke Ralf! :thumbup:
    Aber ich muss ja eh nochmal hin. Wegen der Becherlinge.
    Da sitzen die also!
    Und ich suche mir in den umliegenden Sandtrockenrasen an den Moospolstern dort den Buckel krumm. Erfolglos!
    Ralf, wenn ich da an dem Baum wirklich welche finde, bekommst du ein Eis. :thumbup:


    Ingo, danke für die Bestätigung der Tectella. Synonyme hin oder her: Gibt ja offenbar nur eine Art in der Gattung.



    LG, pablo.

    Hallo.


    So, mit den Porlingen reicht's erstmal, oder?


    Machen wir mal mit Lamellenpilzen weiter.


    Der hier sollte hoffentlich wenig Streit verursachen.
    Gefunden vorgestern im Sandkasten (Viernheimer Heide)
    an ansitzendem, noch vitalem oder kaum mehr als scheintotem Laubbaumast
    bis etwa 1,5 cm im Durchmesser
    ungestielt, oberseits etwas klebrig und mit üppig Velum befusselt, vor allem zum Hutrand hin
    am Nachbarast Krauser Adernzähling anwesend
    Sporenpulver weißlich






    Matthias (Mreul) hat vor Weihnachten mal so hübsche Pilze gezeigt, die nannte er Klebrige Schleierseitlinge (Tectella operculata). Die wollte ich dann auch dringen finden. Ich glaube, es hat geklappt. Oder?


    PS.:
    Und weiß jemand, was das für ein Baum sein könnte? Irgendein Obst oder Gemüse, schätze ich, vielleicht Pflaume?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Es ist ein Streitfall. Und zwar ich mit mir selber. Der eine sagt: Ganoderma applanatum (Flacher LP), der andere sagt: Ganoderma adspersum (Wulstiger LP).
    Der eine argumetiert: Hutoberfläche lässt sich eindrücken!
    Der andere hält dagegen: Fleisch ist aber einheitlich satt rotbraun!


    Beide einträchtig in Personalunion haben das Ding gestern im Dossenwald (Oberrheinebene) an einem total übermoosten und multibepilzten Laubholzstubben unbestimmter Art gefunden und eingesammelt.


    Sieht so aus:



    Mag jemand Streit schlichten?



    LG, pablo.

    Hallo, Ingo!


    Kann das denn wahr sein?
    Ein Pilz, der sich einfach mal so bestimmen lässt?
    Ich bin beinahe schockiert.


    Komischerweise bin ich dem bisher nie so extrem hütchenbildend begegnet, sondern selbst auf dem Substrat eher flächigwachsend.
    Vielleicht sollte ich morgen mal die Stelle besuchen, von woher ich den kenne.


    Das sollte sich doch unbedingt lohnen.
    Wer weiß, was sich da in der Gegend noch so alles finden lässt?
    Am besten, du schaust auch mal die Schnitt- oder Bruchflächen von dem Stamm an. Oder ein paar Nadelbaumzapfen in der Gegend. ;)


    Ich denke, die Fruchtkörper, die ich da gefunden habe, sind noch recht jung. Müsste ich in einer Woche oder zwei noch mal vorbeigucken, ob das dann vielleicht schon etwas "resupinater" aussieht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Habicht!


    OK, eins ist mal klar: Es ist keine Robinie.
    Ich schieb dir hiermit 3 Chips rüber. :thumbup:
    Mit deinem Vorschlag kann ich mich sogar irgendwie anfruenden. Das kann gut hinkommen.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Noch ein Fund von gestern aus dem Dossenwald:
    Sandboden, planar (Oberrheinebene)
    liegender, noch berindeter Kiefernstamm
    mehrere kleine Placken, (noch) nicht zusammenfließend
    Fruchtkörper von knorpeliger Konsistenz
    pileat bis effus - reflex
    Röhrenschicht irgendwie kleiig - matschig
    Oberseits mächtig striegelig
    blass gefärbt, kaum Tendenz zum rötlichen, eher grauocker







    Kommt das wohl hin mit dem Fleischgrauen Knorpelporling / Sclerocutis Skeletocutis (danke, Jan, Arne! :thumbup: ) carneogrisea?



    LG, pablo.

    Hallo, Jonas!


    Das ist schon mal eine sehr interesante Idee! :thumbup:
    Eben nach einer Kurzrecherche im Netz dachte ich erst, der sieht ja schon etwas anders aus:
    >bei Hlasek<
    [url=http://kainuunluonto.kuvat.fi/kuvat/Sienet,+Fungi/Muut+k%C3%A4%C3%A4v%C3%A4kk%C3%A4%C3%A4t,+Other+aphyllophoroid+fungi/Talvihampikka,+Irpicodon+pendulus/]>Kainuun Luontokuvat<[/url]
    Aber so geht's ja auch:
    >Hongos y Liquenes<
    Optisch bin ich noch nicht sicher. Da muss ich wohl auch mal noch nach weiteren Merkmalen suchen, den Pilz lege ich mal trocken auf jeden Fall. :thumbup:


    GPBWs gibt als "die wenigen Fundstellen in Baden - Württemberg" lustigerweise ausgerechnet die Gegend an, wo ich den Pilz gefunden habe. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Ingo!


    Ich weiß aber, welchen du nicht meinst:
    Irpex lacteus (Milchweißer Eggenpilz) gehört an Laubholz und wird sich wohl auch nicht mit solchem Kleinkram abgeben.
    Hm.
    Irgendwer wird schon drauf kommen...



    LG, pablo.

    Hallo, Fredy & alle Mitlesenden!



    beide Gattungen gehören jedoch zur selben Familie --> Hymenochaetaceae (Borstenscheiblingsverwandte).


    So muss es natürlich jetzt heißen. Meinen Fehler oben korrigiere ich gleich.
    Danke für die Korrektur. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Da wäre dann noch ein Pilzchen, das irgendwie ganz so aussieht wie ein Veränderlicher Spaltporling (Schizopora paradoxa). Ein wenig klein, aber es ist ja auch nur kleines Substrat. Komisch nur: Das Substrat ist ein Waldkiefern - Zweiglein.


    Die Bilder sind etwas doof, aber ich denke, man kann das Wesentliche erkennen. Der Pilz ist in Wirklichkeit natürlich weiß.


    Hutkanten von oben:


    Von unten, Hymenophor schon am Substrat herablaufend:


    Etwas besser belichtet:


    Ist das wirklich so ungewöhnlich, daß der an Nadelholz auftaucht?
    Oder habe ich da doch was Anderes gefunden?



    LG, pablo.

    Hallo.


    Auf Familenebene sind sie verwand. Also beide gehören zu den Polyporaceae Hymenochaetaceae. Aber das tun eine ganze Menge Gattungen.


    Allgemein sind Schillerporlinge vom Fleisch her deutlich weicher (zumindest jung) und haben meist größere Poren.



    LG, pablo.

    Hallo!


    Ich habe gestern mal etwas Frischzeug aus dem Wald geholt und mit meinen beschränkten Mitteln mal ein wenig reigeguckt.
    Mikroskopierversuche der Fruchtschicht (Wollte eine Röhre mit ganz tollen Basidien, Sporen und Zystiden sehen) verliefen weitgehend desaströs.
    Das hier könnte eine Basidie mit zwei Sporen dran sein:


    Und wenn das keine Bakterien sind, dann sind es Sporen die irgendwie winzig und bohnen- bis würstchenförmig (allantoid, jupdedi!) aussehen:


    Dann habe ich mal ein Stück aus der Huttrama fein rausgeschnitten, ordentlich gequetscht und Hyphen angeguckt:
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    So ganz sicher bin ich aber nicht, was ich da sehe. Ich erkenne Hyphen, ich erkenne auch Septierungen, aber sind die verdickten Strukturen da drumrum Schnallen? Hätte ich jetzt nicht gedacht, was aber nichts heißen muss. Vielleicht klärt mich ja jemand auf, der mehr Erfahrung mit der Interpretation schlechter Mikrobilder hat. :evil:



    LG, Pablo.