Beiträge von mikromeister

    Ich erlebe das auch häufig und bin mir sicher, dass es keine Menschen waren.


    Manchmal sind die Pilze nur ausgerissen, umgetreten oder geköpft. Ich glaube das sind Rehe, die einfach drüberstolpern.
    Manchmal gibt es Fraßspuren, die auf Rehe hindeuten, denn Hirsche oder Waschbären etc. gibt es nicht, Mäuse hinterlassen feinere ganz scharfe Zahnspuren und Wildschweine fressen nicht nur die Pilze sondern wühlen auch im Boden.
    Hasen fressen meines Wissens keine Pilze.


    Wildschweine sind anscheinend nicht besonders scharf auf Steinpilze.
    In Wildschweinschlachtfeldern habe ich schon umgewühlte aber nicht gefressene Exemplare gefunden.


    Ich könnte mir vorstellen daß es sich um einen Wieseltäubling handelt oder ähnliches. Die Hutfärbung gefällt mir nicht für einen Steinpilz.


    Ein Täubling hat doch niemals einen Stil der dicker wie die Kappe ist.
    Bei "normalen" Pilzen haben meines Wissens sowas nur Boleten.


    Die Hutfärbung kann wie bei allen Pilzen auch beim Steinpilz sehr variieren, je nach dem ob er Licht gesehen hat oder nicht kann da zwischen Weiss über Lilastich bis Dunkelbraun alles dabei sein.

    Für mich hochwahrscheinlicher Fall von Steinpilz.
    An der angefressenen Stelle oben sieht man schön die farblich passenden Röhren.
    Die Stil und Kappenfarbe ist typisch.
    Der ganze Habitus passt zu einem jungen Steinpilz.


    Das Einzige was in meinen Augen gegen Steinpilz spricht ist die Fundstelle im Garten.


    Zum Thema Stehenlassen junger Pilze:
    kannst du natürlich machen, aber sei nicht enttäuscht, wenn du ein paar Tage später wieder hinkommst und sie weg sind (Schnecken, andere Sammler...


    In meinem Revier gibt es keine anderen Sammler, so dass ich wunderbar die Entwicklung studieren kann.
    Pfifferlinge habe ich gelegentlich schon 2 Wochen wachsen lassen vor der Ernte.


    Bei Stehenlassen von Steinpilzen habe ich eher das Problem, dass ich es einem Pilz kaum ansehen kann ob er noch wachsen wird.
    Manchmal funktioniert es, aber genauso oft ist es dann 4 Tage später ein vergammeltes Baby, das nicht mehr in die Puschen gekommen ist.


    Auch wenn der Reifeprozess abgeschlossen ist (also alle Sporen zur Reife gebracht sind und keine neuen mehr produziert werden), verteilt der "Steinpilzopa", der im Wald steht immer noch fleißig seine Sporen. In den Röhren, auf Hut- und Stieloberfläche eines vergehenden Fruchtkörpers liegen immer noch hunderttausende Sporen, die nach und nach in die Umgebung freigesetzt werden.



    LG; Pablo.


    Dann nutzt es also, die alten Schwämme die ohnehin entfernt werden an einem anderen Ort zu verteilen?

    Noch drei Gedanken zum Thema:


    Die tollsten Zeckenschlingen etc. können gegen wirklich kleine Zecken nichts ausrichten.
    Eine gebogene Pinzette wie z.B. diese hier:
    Gebogene Pinzette
    packt dagegen jede Zecke gezielt hinterm Kopf und ist ansonsten auch eine Bereicherung in jedem Haushalt.


    Wenn die Zecke entfernt ist, mache ich sofort, solange das Loch noch offen ist, etwas Desinfektionsmittel wie z.B. Octenisept oder auch Jod drauf.
    Es ist nicht ganz klar ob das hilft im Grenzfall ein paar Borellien zu töten, aber schaden tut es sicher mal nicht.


    Gleich nach dem Waldgang die Kleider in die Waschmaschine stecken und sich selber unter der Dusche mit richtiger Seife abseifen verringert meiner Erfahrung nach das Zeckenrisiko sehr deutlich.
    Die meisten Zecken lassen sich ziemlich viel Zeit mit der Suche nach der besten Stelle und dem Anbeissen und können erstaunlich leicht abgewaschen werden.

    In der Praxis finde ich z.B. 3 Steinpilze in verschiedenem Alter.
    Ein golfballgroßes Baby.
    Einen Jungen mit noch beigen Röhren.
    Einen großen mit grünen Röhren.


    Mein Revier ist mir viel Wert und ich möchte es pflegen. Die Erntemenge ist mir nicht so wichtig.
    Wie gehe ich korrekt vor? Schade ich den Pilzen durch Sammeln überhaupt?
    Was haltet ihr von folgenden Gedanken?


    Ich lasse das Baby stehen. Es wird noch groß.
    Ich nehme das Baby mit. Champignonzüchter schneiden ihre Pilze auch ganz klein ab und schaden der Kultur nicht.
    Ein Fruchtkörper weniger stärkt das Mycel.


    Ich sehe dass der jugendliche Pilz schon von angefressen ist und schneide ihn ab. Der wird eh von Würmen zerfressen. Ich kann zumindest noch Teile der Kappe verwenden.
    Ich lasse den Jungspund stehen. Vielleicht sport er noch aus.


    Ich nehme den großen Steinpilz mit, auch wenn ich mit großer Wahrscheinlichkeit 2/3 davon wegwerfen muss. Er hat seine Sporen ohnehin schon verbreitet.
    Ich mache dem großen einen Schnitt in die Kappe und schaue rein ob es das abschneiden lohnt. Wenn nicht bleibt er stehen.
    Ich lasse den großen stehen, auch wenn er verrottet wird er noch wertvoll zur Verbreitung beitragen.
    Ich verteile die verwurmten Pilzstücke im Wald um Nachwuchs zu fördern.


    Habe ich einen "extrem seltenen" Schwärzenden Leistling gefunden?
    [font="Arial"][font="Arial"]CRATERELLUS MELANOXEROS (SYN. CANTHARELLUS MELANOXEROS, [/font][/font][font="Arial"][font="Arial"]CANTHARELLUS IANTHINOXANTHUS)[/font][/font]



    www.123pilze.de


    Zumindest habe ich kein anderes passenderes Foto im Netz gefunden.
    Die Pilze waren ein Zufallsfund, da sie im trockenen Laub praktisch unsichtbar sind.
    Leider sind sie nicht mehr ganz frisch.



    Die Silicagel Methode hört sich interessant an, weil sie bei Raumtemperatur funktioniert.
    Für Massen scheint sie aber nicht sehr gut geeignet. Wer trocknet schon 100g Pilze?
    Ich werde aber jedenfalls mal ein Säckchen ins Vorratsglas geben.



    Mir fallen noch 2 Punkte zum Trocknen ein:


    1. Wenn man zu langsam anfängt, habe ich schon öfter erlebt, dass übersehene Maden die Pilzscheiben von innen auffressen bevor sie sterben.
    Ich beginne das Trocknen deshalb immer mit 60 ° Backofen-Temperatur bis sich Tröpfchen an den Pilzen bilden. Da sterben die Maden.


    2. Ist es wirklich das Optimum, die Pilze schnell und komplett zu trocknen?
    Beim Trocknen verändern zumindest Steinpilze ihren Geschmack deutlich und der Prozess setzt sich auch noch im Glas fort.
    Kürzlich schrieb hier jemand dass das noch monatelang arbeitet.
    Isst man einen rohen Steinpilz, werden die Reste zwischen den Zähnen offensichtlich enzymatisch traktiert und nach 10 Minuten kommt erst das gute Aroma so richtig raus.
    Vielleicht sollte man Steinpilze 80% trocken ein zeitlang fermentieren und erst dann komplett runtertrocknen.

    Die Niederschläge waren mit über 100mm in Augsburg genügend, aber heute hat es trotzdem selbst an den besten Stellen noch kaum Pilze gegeben, die zudem durch die Bank von Mäusen angefressen waren.
    Die sind wohl gerade recht hungrig.
    Auf breiter Front zeigt sich absolut garnichts. Wälder wie leergefegt.
    Heute ist wohl so mancher Pilzsammler überraschenderweise mit komplett leerem Korb heimgegangen.

    Üblicherweise finde ich bei uns Boletus edulis oder aestivalis.


    Manchmal essen wir sie frisch, da ist der Geschmack meist nichts besonderes.
    Meist werden sie getrocknet und da gibt es geschmacklich dann Riesenunterschiede.
    Selbst aus einer Charge schmecken manche Pilze viel intensiver und typisch steinpilziger als andere.
    Mir scheint, der grünliche Schwamm alter Steinpilze ist besonders gut, wenn er nicht verwurmt ist.
    Aber das ist sicher nicht der einzige Unterschied.


    Weiss da jemand mehr?


    Es bräuchte 4 Wochen knalleheiß und trocken, hernach ordentlichst Regen.


    Bis Dienstag sind beim GFS Modell ca 30-50 Liter in Mittelschwaben angesagt.
    Nicht gerade die zuerst prognostizierte Sintflut.


    Wie viel Niederschlag glaubst Du braucht es, damit die nun vorbildlich unter Trockenstress stehenden Mycelien glauben sie müssten jetzt dringendst fruktifizieren?

    Ich war sicherlich heuer schon 5 Mal im Wald, letztes Wochenende zuletzt.
    Morcheln war mal wieder total Essig.
    Ein paar Steinpilze und schiefknollige Anischampignons waren vor 3 Wochen zu finden.
    Steinpilzbaby von voriger Woche war am Sonntag schon komplett wieder aufgelöst.
    Jetzt kommen ganz zaghaft Pfifferlinge die vielleicht in 2 Wochen so weit sein werden.


    Leider nichts berauschendes also und noch nichts versäumt.

    Für endgültiges Trocknen sind die 70 °C, die aber sicherlich an den Pilzen selber nicht erreicht werden, wohl wirklich zu hoch.
    Aber ich habe es nun schon öfter erlebt, dass scheinbar madenfreie Pilzscheiben nach 1 Tag bei Raumtemperatur innen komplett hohlgefressen waren.
    Darum möchte ich die unsichtbaren Maden schnellstens abtöten.


    Sobald die Steinpilze zu schwitzen anfangen erachte ich das Ziel für erreicht und reduziere die Temperatur.
    Das Ergebnis ist tadellos.


    Ich stelle mir als ideale Unterlage eine fein perforierte dicke Folie vor, die Luft durchlässt, spülmaschinenfest ist und zusammmengerollt in den Schrank passt.
    Lochblech z.B. ist nicht gut, weil es sich nicht biegen lässt und angeklebte Pilze so nicht leicht runter gehen.
    Vielleicht wäre rostfreies Fliegngitter ein Option, aber das knickt leicht beim reinigen.

    Hi,
    Ich trockne meine Pilze immer im Heißluft-Backofen bei leicht geöffneter Tür in 2 Schichten
    Anfangs bei 70 °C (Einstellwert) um die verbleibenden Maden schnell abzutöten, dann bei 40-50 Grad.


    Mein Problem ist die Unterlage.
    Durch den Rost fallen die Pilze durch.
    Auf dem Blech pappen sie gnadenlos fest und ich putze zu viel. Ausserdem behindert das die Zirkulation.
    Papier pappt auch.


    Am besten sind bei mir noch Gläser-Handtücher auf Gitterrost, von denen man die Pilze ganz gut wieder abbekommt und die danach in die Waschmaschine wandern.


    Hat jemand eine bessere Idee, die sich evtl. auch zu 4 Spezialrosten verarbeiten lässt um mehr Pilze in den Ofen zu bekommen?

    Hallo Safran,


    ein 10 EUR Zeiss 100x Immersionsobjektiv an einem unbekannten Tubus, der nur vielleicht wenigstens Bresser ist?
    Weisst du wenigstens, ob du es wirklich ein Öl- oder nicht vielleicht ein Wasser- Immersionsobjektiv ist?
    Wie soll da was erträgliches rauskommen?


    Je nach Systemtyp braucht das Objektiv ein Korrekturokular.
    Die Tubuslänge muss auch stimmen.
    Die Fokussierung muss für den winzigen Betrachtungsabstand feinfühlig genug sein.
    Und jeder Fehler wird mit zunehmender Vergrößerung immer deutlicher.
    Was sollen wir da per Ferndiagnose raten ausser: "Chantalle, Heul leise! " (Herr Müller in "Fuck ju Göte")

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    Meine Vorredner haben meine volle Zustimmung.
    Für 350 EUR gibt es z.B. ein ordentliches Zeiss Standard, das keinem Wertverlust mehr unterliegt und immer verkäuflich ist.

    Ich habe erstmals heuter erfolgreich nach Samtfußrüblingen gesucht und mich schon über zwei bescheidene Funde freuen können.
    Leider sind die wunderschönen zarten jungen Fruchtkörper völlig geschmacklos.
    Muss das so sein?


    Alte habe ich nicht mehr gesammelt, kann mir aber nicht vorstellen dass die besser wären.

    Hallo,


    hier in Bay. Schwaben auf 500m NN habe ich schon gelegentlich verstreut Austernseitlinge gefunden, aber der Durchbruch will nicht kommen.
    Ich würde die Sache heuer gerne mal systematischer angehen und hoffe auf eure Hilfe.
    Bisher habe ich folgende Hinweise auf eine gute Fundsituation sammeln können.


    Rotbuchen, Birken
    Alte Stämme, stehend mit Verletzung oder gestürzte Stämme und Stumpen.
    In frostfreien Perioden nach Frost als Auslöser.
    Dezember bis März
    Eher nicht zusammen mit den dicken grauen Baumpilzen an einem Stamm.


    Unklar ist mir noch:
    Wie lange nach Frost schaue ich nach?. Wie stark muss die Frostperiode sein?
    Wie wirkt sich das Wetter nach der Frostperiode aus? Muss es z.B. lange feucht sein? Ist ein Wärmeeinbruch förderlich?
    Wie schnell wachsen die Austern bei der Winterkälte und wie lange bleiben sie sichtbar?


    Schaue ich eher in lichten warmen Buchenwäldern oder eher in schattigen feuchten Ecken, in Auwäldern vielleicht?
    Wie lange dauert es bei einer sturmgefällten gesunden Buche mindestens, bis man was finden kann?
    Gibt es gute oder schlechte Zeichen in Form von anderen Baumpilzen. Hier wachsen z.b. in Massen sehr dünne, ledrige, geporte Baumpilze mit auffälliger dunkel-weisser Ringzeichnung.
    Judasohren gibt es übrigens hier auch nur sehr selten.
    Ist 500m der Grund für magere Ausbeute? In den Baumbergen bei Münster habe ich z.B. mal auf einer MTB Tour Massen gesehen.


    Wie sind euere Erfahrungen?