Beiträge von UmUlmHerum

    Hallo Jürgen,


    vielen Dank für Deine Infos und Bereitschaft, mir hier weiterhelfen zu wollen!


    Das Mikroskop wurde ca. 1970 gekauft; ich bekam es vor einem knappen Jahr von einer Freundin der Familie (prom. Pharmazeutin aus der Nähe von Ulm, die seit 10 Jahren in Rente ist) geschenkt - leider ohne jegliche Beschreibung/Bedienungsanleitung o.ä. Ich habe nur die Typen-Nr. vom
    Tubus (4245615)
    Fuß (4278406).


    Objektive:
    Plan 2,5/0,08 160/ -
    10/0,22 160/ -
    40/0,65 160/0,17
    100/1,25 Öl 160/ -


    Okulare:
    C8 und C12,5, Steck-Ø 23,15 mm


    Kannst Du mit diesen Angaben etwas anfangen?


    Ich habe heute Zeiss in Oberkochem kontaktiert, mit der Bitte um Info zu fokussierbaren Okularen für dieses Mikroskop, unter Nennung der beiden Typen-Nummern. Das Mikro ist sicher aus Westdeutschland.


    Bei meiner Canon EOS 400 und meinem Fernglas kann man zwar offiziell den Sucher bzw. das Okular auch gegenüber Fehlsichtigkeit einstellen - der Bereich zwischen +3 und -3 hilft mir natürlich nicht wirklich.


    Eine andere Idee zur Lösung meines Problems wären dünnere Deckgläser - ich habe nämlich mal nachgemessen: obwohl auf den Packungen jeweils eine Dicke von 0,13 - 0,17 mm angegeben ist, sind die Gläschen allesamt dicht an und über der oberen Toleranz (0,16 - 0,18 mm):/, manche sogar stark darüber (max. bis 1,95 mm:(). Wären die Gläschen an der unteren Toleranz, also ca. 0,05 mm dünner, so hätte ich nur halb soviele Probleme...


    Viele Grüße - Rika

    Hallo miteinander!


    Anfang dieser Woche befanden sich am Standort von Tricharina ochroleuca zwei weitere Becherlinge, mit denen ich mich beschäftigt habe.


    Standort:
    auf sandigem Lehmboden neben bzw. unter Rindenmulch am Supermarkt-Parkplatz (typischer RiMuMo-Standort), 480m üNN


    Beschreibung (siehe Fotos):
    Apothezien Ø 12-15 mm; außen leicht granuliert; einschichtiges Excipulum mit großen, blasigen Zellen; keine Milch
    Sporen hyalin; isoliert warzig; im Mittel 7,8 µm x 12,7 µm; zwei kleine Tropfen in den Polen
    Ascus amyloid und operculat; basal mit Haken; 8-sporig
    Paraphysen meist spazierstockförmig; leicht kopfig; sepiert; mit bräunlichem Inhalt


    Die beiden Fruchtkörper sind zwar farblich verschieden, aber mikroskopisch identisch. Der Hellere war abgeschattet durch den Rindenmulch und ist reifer als der Dunklere.


    Beim Schlüsseln nach Hohmeyer komme ich auf Peziza violacea, finde aber keine Beschreibung dazu, um das Schlüsselergebnis abzugleichen.


    Was meint Ihr dazu?
    Oder hat mir jemand eine Beschreibung, am besten mit Mikro-Bildern?


    Viele Grüße - Rika



    Hallo miteinander!


    Man braucht den jungen Buchenanflug für die Herbsttrompeten - das steht außer Zweifel. Mit hell habe ich nicht sonnig gemeint, sondern dass es dort nicht von zu vielen, hohen Bäumen verschattet sein darf - einzelne große Bäume stören nicht.


    Wenn das Wetter passt, gibt es den ersten Schub bereits Ende Juli/Anfang August. Die Frk. halten sich sehr lange (4-6 Wochen), veralgen etc. dabei aber und sind dann nicht mehr zu empfehlen.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Hübchen,


    vielen Dank für Deine Info!


    Nun habe ich gegoogelt, um eine Beschreibung zu diesen fokussierbaren Okularen zu finden - Fehlanzeige, auch direkt bei Zeiss, wo ich aber jetzt eine Anfrage an den Support gemailt habe.


    Ist natürlich auch die Frage, ob ich für mein 40 Jahre altes Zeiss-Mikroskop überhaupt noch was Passendes finde... und wie ich dann mit meinen Frei-Hand-Fotos durchs Okular klarkomme...


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Mausmann,


    die Herbsttrompeten mögen neben Kalk den jungen Buchenanflug. Unter alten Beständen wirst Du sie nicht finden. Meine Plätze sind i.d.R. ehemalige, kleinräumige Windbruchflächen, auf denen 2-5m hohe Jungbuchen stehen, sie mögen es hell.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo miteinander!


    Zu Andreas ´ Bild vom Schwefelporling:
    Ist Euch auch schon aufgefallen, dass dieser Pilz im Frühjahr (nur?) an Weiden und Konsorten wächst, im Herbst hingegen (nur?) an Obstbäumen, bevorzugt Zwetschge?


    Viele Grüße - Rika

    Hallo miteinander!


    Beim 100x-Objektiv habe ich aufgrund meiner Kurzsichtigkeit folgendes Problem: Wenn ich mit Brille reinschaue, kann ich praktisch nix Vernünftiges erkennen, das Sichtfeld im Okular wird dabei sehr klein. Um meine -5,5 Dioptrien ohne Brille auszugleichen, muss ich mit dem Tisch weiter hochfahren. Dadurch setzt die Linse auf dem Deckglas auf. Um am "Boden" liegende Sporen scharf zu sehen, muss ich noch weiter rauf - nun wird das Präparat durch die aufsetzende Linse gequetscht, und die Objekte meiner Begierde, sprich die Sporen, flutschen weg. Bei dicken Sporen kann dadurch auch der Sporeninhalt in Mitleidenschaft gezogen werden, z.B. dass sich die Tropfen teilen. Aber nicht dass Ihr denkt, ich hätte da die mega-dicken Schnitte drunter, das passiert auch bei dünn gequetschem Material oder reinem Sporenabwurf in Wasser.


    Da ich niemand persönlich kenne, der ähnlich stark oder noch stärker kurzsichtig ist, hier meine Frage an Euch Brillenträger:


    Kennt Ihr dieses Problem? Oder wisst Ihr eine Abhilfe?
    (Theoretisch müsste ich den Tubus verkürzen, damit die Linsenbrennweite zu meinen zu langen Augäpfeln passt...)


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Ralf,


    das Beispiel-Bildchen stammt von einer sehr reifen Scheibenlorchel Gyromitra ancilis, die war natürlich schon gut belebt von allen möglichen Kleinstlebewesen. Aber was willst Du machen? Viele Ascos, gerade im Morchel-/Lorchelbereich, haben ja erst im Finalzustand reife Sporen...


    Ich hatte schon andere sehr reife, belebte Ascos in BWB unterm Mikro, aber nirgends war es so verheerend wie bei der Scheibenlorchel. Du hast mich auf die Idee gebracht:thumbup:, dass es vielleicht irgendeinen substrat-spezifischen Grund für das heftige Ausflocken gibt?!


    Nachtrag: Foto von einer ebenfalls sehr reifen Peziza varia in BWB. Es gab auch Ausflockungen, aber nicht so stark:


    Das Baden in BWB und anschließend Spülen/Absaugen mag ich nicht besonders, weil dabei alle freien Sporen (und einzelne Asci, Paraphysen) mit weggespült werden. Deswegen lasse ich nur wenig BWB drunterfliesen, so bleibt alles an Ort und Stelle.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo miteinander!


    Könnte mir jemand was zu diesem unangenehmen Phänomen sagen?


    Seit einiger Zeit passiert es mir immer häufiger, dass das BWB ausflockt - egal, ob ich erwärme oder nicht. Es bilden sich Flocken und Schlieren, wie auf dem Bild zu sehen. Die Flocken lagern sich beonders gerne am Präparat an und verdecken so oft wichtige Strukturen.


    Ich präpariere in Wasser und lasse dann das verdünnte BWB unter das Deckglas fliesen. Die Objektträger (und Deckgläser) reinige ich mit Geschirrspülmittel, spüle unter Reiben mit heißem Wasser und trockne anschließend mit einem fusselfreien Leinen-Geschirrtuch. Eigentlich sollte BWB recht gut halten, meines ist 1,5 Jahre alt. Also sollte es nicht am Alter liegen.


    Aber was ist bloß der Grund für das Ausflocken?
    Passiert Euch das auch?


    Viele Grüße - Rika


    Hallo miteinander!


    Die ganze Varia-Gruppe (cerea, repanda, varia, micropus) ist m.E. auszuschließen - sie haben eine deutlich kleiige Außenfläche. Zumindest auf den Fotos kann ich davon nichts sehen.


    Weiß hier zufälligerweise jemand, was Stand der Forschung ist? Sind das genetisch nun unterschiedliche Arten oder doch alles das Gleiche?



    Viele Grüße - Rika

    Hallo Habicht,


    Deine rosaroten, schmierigen Knubbel sind die Nebenfruchtform des Zinnoberroten Pustelpilzes Nectria cinnabarina. Wächst am liebsten auf toten Buchenästchen.


    So sieht die Hauptfruchtform aus (das orange Knubbelchen ist die NFF):



    Wenn Ihr die Biber sehen wollt, solltet Ihr Euch in der Dämmerung in der Nähe von frischen Nagespuren begeben - der Baum muss noch stehen, hinsetzten, leise sein und abwarten. Gerade war ja erst Vollmond, da ist es recht gut hell. Ich habe sie aber auch schon am späten Nachmittag auf dem Baggersee beobachtet.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Habicht,


    Deine rosaroten, schmierigen Knubbel sind die Nebenfruchtform des Zinnoberroten Pustelpilzes Nectria cinnabarina.


    So sieht die Hauptfruchtform aus (das orange Knubbelchen ist die NFF):



    Wenn Ihr die Biber sehen wollt, solltet Ihr Euch in der Dämmerung in der Nähe von frischen Nagespuren begeben - der Baum muss noch stehen, hinsetzten, leise sein und abwarten. Gerade war ja erst Vollmond, da ist es recht gut hell. Ich habe sie aber auch schon am späten Nachmittag auf dem Baggersee beobachtet.


    Veiel Grüße - Rika

    Hallo Toffel!



    Nimmst du dazu das noch feuchte Capillitium?


    Die Sporocarpien wasche ich mit Alkohol (96%) aus, und den lasse ich vollständig verdunsten. Es entsteht ein flauschiges 3-D-Capillitium, hier im Durchlicht:


    Ich finde, so kann man auch die Verzweigungen am besten erkennen und abzählen - auf alle Fälle viel besser als in diesem zusammengedrückten Zustand in Wasser unter dem Deckglas.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Toffel!



    Nimmst du dazu das noch feuchte Capillitium?


    Die Sporocarpien wasche ich mit Alkohol (96%) aus, und den lasse ich vollständig verdunsten. Es entsteht ein flauschiges 3-D-Capillitium:


    Ich finde, so kann man auch die Verzweigungen am besten erkennen und abzählen - auf alle Fälle viel besser als in diesem zusammengedrückten Zustand in Wasser unter dem Deckglas.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Toffel!


    Zitat

    Schwierig finde ich nur die Ablösbarkeit des Capillitiums zu beuteilen, besonders weil ich keine Stereolupe habe, was bei Schleimpilzen generell ein Nachteil ist.


    Natürlich ist tut man sich mit einem Bino leichter, keine Frage. Es geht aber zumindest bei den größeren Arten auch anders:


    (a) Unter dem Mikro bei 20x mit Auflicht - ich verwende eine LED-Schreibstischlampe dazu. Dabei werden die grauen Zellen und vor allem deren Verknüpfungen genial trainiert, weil rechts=links und unten=oben ;) Auf diese Art vermesse ich auch andere kleine Fruchtkörper wie letzthin Multiclavula mucida oder Nectria coccinea - Größe frei Auge abschätzen, auf dem Messschieber einstellen und damit unters Mikro neben die Frk. - funktioniert recht gut bei Strukturen > 0,1 mm.


    (b) Den Capillitium-Ablösetest und das Präparieren bei Myxos > 2mm mache ich inzwischen frei Auge und schaue mir dann das Resultat unter dem Mikro bei 20 - 80x mit Auflicht an - da sieht man dann, ob und wieviel Cap.-Reste sich noch im Becher befinden bzw. ob man das Cap. nur mittendurch gerissen hat. Ggf. leisten eine normale Leselupe mit Stativ oder eine Uhrmacherlupe zum Einklemmen am Auge hierfür gute Dienste und sind deutlich preisgünstiger als ein Bino.


    Über das Gefühl, wieviel Kraft man zum Lösen des Cap. gebraucht hat, kann man m.E. nicht beurteilen, ob es sich leicht oder schwer ablöst (diese Kraft liegt wohl im µN-Bereich).


    Um festzustellen, wie elastisch oder spröde ein Capillitium ist, gehe ich wie folgt vor: Auswaschen der Sporen, das "Gerüst" ohne Wasser und ohne Deckglas mit Durchlicht anschauen - jetzt hat man schon eine gute 3-D-Vorstellung über die gesamte Struktur, dann ein bisschen dran ziehen und wieder anschauen - nun sieht man, ob z.B. einige Fäden schon gerissen sind oder ob sich das Ganze dauerhaft verformt hat...


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Toffel!


    Zitat

    Sind Zystiden und Paraphysen morphologisch das gleiche? Wusste ich nicht.


    Um es mal ganz profan zu sagen: beides sind Zellen, die sich zwischen Sporenträgern befinden und selbige überragen. Über ihre Funktion wird m.W. nach bisher nur spekuliert... Warum sollte man also eine unterschiedliche Bezeichnung für diese Art von Zellen bei Ascos und Basidios wählen? Oder schau Dir mal die verschiedensten Bezeichnungen für die "Häute" an, für jede Fruchtkörperform ein anderer Ausdruck. Um beim Schraubenbeispiel zu bleiben: eine Schraube ist eine Schraube ist eine Schraube, egal ob sie in Holz oder Metall steckt, egal was für eine Steigung oder Kopfform sie hat oder aus was für einem Material sie besteht, sogar egal welche Funktion sie hat.


    Zitat

    Das ist unterschiedlich? War mir noch gar nicht so bewusst.


    Machen wir es mal einem konkreten Beispiel fest:
    Wenn ich mir die Capillitiumfäden von Metatrichia floriformis im Mikro anschaue, sehe ich eine Struktur wie bei einem aus mehreren Fäden gedrehten Wollgarn (auch wenn beim Myxo die "Einzelfäden" in ihrer Längsachse miteinander verbunden sind) - für mich ist das kein Ornament. Bei Metatrichia vesparium befinden sich darauf Dornen - Letztere sind für mich ein Ornament. Und dann gibt es noch Cap.fasern, die nicht gedreht sind und auf denen Ornamente aufsitzen, z.B. bei Arcyria obvelata oder A. cinerea.


    Um nochmal einen Maschinenbau-Vergleich anzustellen:
    Wenn ich eine kaltgezogene Vierkantstange um die Längsachse verdrehe, ist auch die gesamte Gefügestruktur um die neutrale Faser herum verdreht (entspr. Metatrichia floriformis). Bei einem Wärmetauscherrohr hingegen, auf das man Lamellen (entspr. "Ornament") aufgebracht hat (egal ob gelötet oder gewalzt), bleibt die Gefügeausrichtung des Trägermaterials unverändert.


    So ist meine persönliche Sichtweise über die Strukturen und Ornamente bei Capillitiumfasern. Ich erhebe ausdrücklich keinen wissenschaftlichen Anspruch... ;)


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Toffel,


    Deinen spiraligen Ausführungen möchte ich voll und ganz zustimmen :thumbup: ! Bei der Definition habe ich mich auf das kursive Zitat aus Wikipedia gestützt. Ich glaube, dieses kommt von der Mathematik her (u.a. Darstellende Geometrie).


    Für die myxo-relavanten Beschreibungen würde ich den Begriff gewunden oder gedreht bevorzugen. Heute bei unserem AMU-Pilzstammtisch habe ich diese Begriffe mit zwei promovierten Biologen diskutiert - im Alltag sagen sie zu solchen Strukturen einfach spiralig, streng wissenschaftlich müsste es aber helikotrop (abgeleitet von der Helix) heissen. "Allerdings würde uns dann gar keiner mehr verstehen..." ;); ... wenn ich dann aber sehe, mit welch abstrusen Begriffen in der Mikro-Mykologie (noch dazu bei gleichen Strukturen verschiedener Gruppen mit verschiedenen Namen - z.B. Zystiden/Cystiden vs. Paraphysen) gearbeitet wird, dann könnte man ein helikotrop bedenkenlos hinzufügen. :evil:


    Bei den Capillitiumfäden sehe ich zweierlei gewundene Strukturen: einerseits das Ornament (so habe ich Deine Aussage verstanden - wobei das dann aussieht wie bei den selbstschneidenen Holz-Spax - also ist die Schrauben-Assoziation gar nicht verkehrt), andererseits aber auch komplett gedrehte Fäden/Fasern wie z. B. sehr deutlich bei Hemitrichia.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Jürgen,
    ich schau hier nicht regelmäßig rein - und dachte, dass das Thema nach Ullas Stellungnahmen + schon 3 Wochen her + kein Beleg vorhanden (Capillitium!) = erledigt sei. Wegen der Farbe der ausgesporten Sporocarpien würde ich A. denudata ausschließen; meine Tendenz ist A. incarnata aufgrund der Form der expandierten S.c.
    Arcyria-Bestimmung finde ich eine von den leichteren Übungen bei den Myxos - A. denudata war u.a. auch dabei, hatte ich im anderen Forum vorgestellt... aber nachdem Du mich eh für inkompetent hälst, hat sich das ja erledigt.


    Hallo Toffel (+ Jürgen),
    berufsmäßig bin ich im Maschinenbau zuhause - wenn Du da zu einer Schraubenfeder "Spiralfeder" sagst, ist das mindestens so schlimm wie "die Niete" statt "der Niet". Bei den Schnecken gibt es auch 2-D-Spiralige, wobei die 3-D-Schnecken gemäß Def. auch spiralig sind. Bei Wikipedia steht die korrekte Definition (Eine Spirale oder Schneckenlinie ist eine Kurve, die um einen Punkt oder eine Achse verläuft und sich je nach Betrachterperspektive von diesem/r entfernt oder annähert.). Auch die Bilder demonstrieren den Unterschied zwischen "Schraube" und den verschiedenen Arten von Spiralen - beim letzten Bild allerdings kann ich keine Konizität erkennen!? Ob diese Unterscheidung außerhalb des Maschinenbaus bzw. der Mathematik auch so genau genommen wird, weiß ich nicht.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Jürgen,


    wenn Du wieder mal eine Myxo-Frage hast, kannst Du Dich gerne an Deine AMU-Kollegin wenden - wie Du weißt, habe ich derzeit die 3 Myxomyceten-Bände von Josef als Dauerleihgabe. Wir können auch am Telefon schlüsseln...


    Noch eine kleine Info zur Terminologie: "Elateren" nennt man nur die freien Fäden bspw. bei Trichia. Die Rippen, die Du auf den Capillitiumfäden beschreibst, sind nicht "spiralförmig" gewunden, sondern in Form von Ringen bzw. Halbringen. "Spiralförmig" ist für die gewundenen Cap.-fäden von z.B. Trichia eigentlich eh ein völlig falscher Bergriff, der aber auch in der Literatur so (falsch) verwendet wird. Der Begriff "Spirale" wird nämlich korrekterweise für ein Gebilde wie z.B. ein Schneckenhaus oder die Federn in alten Uhren verwendet = "Spiralfeder". Im Gegensatz dazu gibt es "Schraubenfedern" = Zug- oder Druckfedern. Eine echte Spirale bildet bspw. auch unsere Galaxie, nicht aber unsere DNA. Es handelt sich also um ein Gebilde im 2-dimensionalen Raum, nicht im 3-D!


    Viele Grüße - Rika

    Also, ich würde mich anhand der Bilder + Beschreibung nicht trauen, hier eine Bestimmung zu wagen.


    Die Gattung Agaricus ist bekanntlich nicht einfach - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Gerade bei den gilbenden und nach Anis/Marzipan/Bittermandel riechenden Champignons gibt es doch viele unbekanntere Arten, die nur schwer auseinander zu halten sind.


    Viele Grüße - Rika


    Hier mal ein paar Bilder von Agaricus augustus:


    Also, ich würde mich anhand der Bilder + Beschreibung nicht trauen, hier eine Bestimmung zu wagen.


    Die Gattung Agaricus ist bekanntlich nicht einfach - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Gerade bei den gilbenden und nach Anis/Marzipan/Bittermandel riechenden Champignons gibt es doch viele unbekanntere Arten, die nur schwer auseinander zu halten sind.


    Viele Grüße - Rika


    Hier mal ein paar Bilder von Agaricus augustus:


    Hallo miteinander!


    Dass es sich um einen Champignon handelt, ist sicher. Aber welcher?


    Hier noch einige Hinweise zur Abgrenzung bzw. Bestimmung:


    (1) Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass Karbol-Egerlinge beim Erhitzen unbedingt nach "Tinte" riechen müssen! Die einzigen sicheren Kriterien sind das Gilben beim Anschneiden der Knolle und der charakteristische, starke Geruch - ebenfalls nur sicher an der Knolle z.B. durch Reiben!


    (2) A. augustus finde ich seit Jahren regelmäßig - er riecht in allen Teilen immer deutlich nach Bittermandel und wird beim Kochen gelb - und schmeckt m.E. nach scheußlich, weil er den Bittermandelgeschmack auch beim Kochen nicht verliert.


    (3) Auch die beiden Waldegerling-Arten sind in meinem einen Gebiet häufig. Mir ist die Hutfarbe dafür aber zu gelblich - die beiden Waldegerlinge haben mehr Brauntöne und röten deutlich!


    Viele Grüße - Rika