Beiträge von UmUlmHerum

    Hi Grüni,


    das passt schon mit den Judasohren. Das erkennst Du z.B. an der matten (feinsthaarigen) Oberseite und den deutlich dickeren/festeren "Häuten" drumrum. Der Kreisel-Drüsling ist durchscheinend, homogener sozusagen.


    Die Ohren wachsen an den verschiedensten Substraten. Ich finde sie sogar recht häufig auf Buche, auch auf Ahorn, Esche und Birke hatte ich sie schon. In GpBaWü werden 30 Substrate aufgeführt, darunter auch Kirsche und sogar Fichte! Hier ein Sreenshot von der österreichischen Pilz-Datenbank zu diesem Thema:


    Da ist zwar kein Prunus dabei, jede Menge anderes Gehölz – als Überblick.


    Gute Nacht – Rika

    Hallo Ingo,


    ja, ich hatte schon bittere Zapfenrüblinge unter Kiefer, das war im fränkischen Roth. Habe sie extra probiert – ungenießbar. Es waren aber nicht alle Exemplare bitter.


    Erst gestern beim FiZaRü-Sammeln zog ich wieder (versehentlich, weil der Stiel so zäh war) eine über 10cm lange "Wurzel" aus dem lockeren Waldboden. Da muss ich wohl mal ein Foto davon machen...


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    (1) Ist ganz sicher der Gesellige Glöckchennabeling (Xeromphalina campanella s.l.) im weiteren Sinne, das ist ja neuerdings = genetisch ein Aggregat von 3 Arten. Allerdings käme nach heutigem Wissenstand – in Europa + auf Nadelholz – allenfalls noch Xeromphalina enigmatica in Frage, ist aber derzeit eh nur genetisch zu trennen und in Europa bisher nur in Finnland nachgewiesen. Also wird´s schon Xeromphalina campanella (im engeren Sinne) sein.


    (2) Das Eine ist natürlich der Spaltblättling (Schizophyllum commune), dahinter + auf dem Bild rechts vermute ich eine Striegelige Tramete (Trametes hirsuta).


    (3) Ja, einer der Zapfen-Rüblinge, auf vergrabenen Fichtenzapfen = Strobilurus esculentus. Wenn Kiefer auch noch dort war, könnte es auch einer von beiden Kiefern-Zapfenrüblingen sein – mild = Strobilurus stephanocystis, bitter = Strobilurus tenacellus. Die Wirtszapfen können recht weit von den Fruchtkörpern entfernt sein, also 10 - 20 cm. Da muss man u.U. ganz schön viel graben.


    Viele Grüße – Rika

    ich fürchte, dies sind schon Culiseta annulata, die in meinem Stallanbau recht gut überwintert haben....

    Hallo Thorwulf,


    dann mach´ doch mal eine besseres Bild davon.

    Mein Vorschlag – nach max. Vergrößerung Deines Bildes (man sieht sogar die Wuschel-Fühler) – ist die Gebänderte Zuckmücke. Vergleiche hier:


     

    (Von Didier Descouens - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31405736)


    Gute Nacht – Rika

    Hi Wutzi,


    mit Orchids.de und Mac hatte ich noch nie Probleme mit den MTB + 3 Stellen oder Koordinatenangaben. Weder mit dem Uralt-Mac noch mit dem Neuen (macOS Catalina 10.15.7).


    (1) Erst im Schriftfeld ganz oben mit "Koordinaten" beginnen – den gewünschten Punkt auf der Karte anklicken = Nadel setzen und ablesen, hier im Beispiel Blattnummer 7625, darunter kommen die Quadranteneinteilungen 1 - 13 - 133. Wenn Du hier im Schriftfeld nach unten scrollst, kommt auch noch die Meereshöhe, Entfernungen zu den umliegenden Orten und so manches mehr.

    (2) Wenn Du das Raster auf der Karte sehen willst, musst Du im Schriftfeld ganz oben "Karten usw." anklicken und bei "Raster anzeigen" die entsprechenden Kreise anklicken (siehe die rote Schrift).


    Ich kartiere bei Axel (Pilzkartierung online), weil Mykis nicht auf dem Mac läuft... und es einfacher ist.


    Viele Grüße – Rika


    (1)


    (2)

    Servus Werner,

    hab´ herzlichen Dank für Deinen Einwand!

    Bei Deinem drittletzten Bild ist Dir wohl ein Irpex reingerutscht. M. corium ist das jedenfalls nicht.

    Es ist schon fast zum Lachen, Du wirst bestimmt auch schmunzeln: bei meiner ursprünglichen Antwort suchte ich zuerst Irpex-Bilder zusammen und auch das von Dir angesprochene Foto hatte ich als Irpex-von-unten-Beispiel hochgeladen. Dann machte ich mich an die Byssomerulius-Beispielfotos ... und ging endlich schlafen (Sebastian hat noch die ursprüngliche Version gesehen). Und dann – die beiden resupinaten Unterseiten-Fotos im Kopf – kamen mir auf einmal Zweifel. Meine ersten beiden Irpexfunde schon vor Jahren hatte ich mikroskopiert und benamse sie heutzutage rein makroskopisch, so auch die Teile von jenem Foto am 12.02.23. Und so kam es, dass ich gestern vormittag die Sache verschlimmbesserte und die Bilder umbenamste und austausche. Nun heute nach Deinem Hinweis nochmal ganz genau angeschaut: ja – die Hymeniumstruktur ist nicht zusammenhängend, nicht faltig zusammengeschoben, sondern unterbrochen – einfach noch jung und niedrig. Ich mache also den Salto rückwärts und tausche wieder zurück :S


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Und wie wäre es mit einem popeligen Wiesen-Stäubling (Lycoperdon pratense)? Weil der Scheitel der Peridie nicht eingefallen ist? Vielleicht wäre das noch gekommen?

    Hier ein paar Zitat aus Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesen-St%C3%A4ubling):

    Makro:

    Zitat
    ... Seine umgekehrt birnenförmigen Fruchtkörper sind mit vergänglichen, mehrteiligen Stacheln besetzt. ... Typisch ist zudem ein Trennhäutchen zwischen Kopf- und Stielteil. ... Das ungefähr 1,5–6 cm breite Gebilde... Die Außenhülle (Peridie) ... <die Stacheln> beim Abfallen kein Muster hinterlassen.

    Mikro:

    Zitat

    ... Dafür kommen reichlich dünnwandige und kaum oder nicht verzweigte Pilzfäden (Hyphen) vor. Sie sind 3–8 µm dick und durchsichtig (hyalin) bis gelblich gefärbt. Die kugeligen, dünnwandigen und feinwarzig ornamentierten Sporen messen 3–4,5 µm im Durchmesser. Die Verbindungen (Sterigmen) zu den Ständern (Basidien), an denen die Sporen heranwachsen, brechen bei Reife ab und hinterlassen an den Verbreitungseinheiten keine oder nur kurze Reste. ...

    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Ergänzung:

    Ganz generell gesehen gibt es (u.a.) irpicoides und merulioides Hymenophor. Wie die Namen schon sagen:

    Irpicoides ist z.B. der Milchweiße Eggenpilz (Irpex lacteus), der am leichtesten mit dem Veränderlichen Spaltporling (Schizopora paradoxa) verwechselt werden kann oder der Berg-Resupinatstacheling (Steccherinum oreophilum), der aber auch Hütchen ausbilden kann oder der Breitstachelinge Schwammporling (Irpiciporus/Spongipellis pachyodon) – mit geschlitzten bzw. breitstacheligen, eggenförmigen Hymenium.

    Merulioid sind z.B. der Gallertfleischige Fältling (Phlebia tremellosa, syn. Merulius tremellosus) oder der Weiße Lederfältling (Byssomerulius corium), und weitere resupinate Rindenpilze, die keine Hütchen ausbilden – mit hirnartig gefaltetem (faltig-poroidem oder faltig-grubigen) Hymenium.


    Was Urs-Peter zeigt gehört eindeutig zu der Merulioid-Fraktion. Ich vermute aber, dass ich seinen Fund nicht kenne....


    Steccherinum oreophilum hat keine solchen zusammenhängenden Strukturen im Hymenium, ist mehr "stachelig".

    Merulius tremellosus wächst nicht auf so dünnen Ästchen und ist nie so gelb, sondern mehr fleischfarben, i.d.R. oben noch langhaariger, vor allem an der Hutkante.

    Irpex lacteus, diesen Winter hier ein Massenpilz, ist nie so gelb, sondern immer weißlich, auf dem Hut oft durch Algen grünlich, das Hymenophor ist viel zarter (nicht so derb), er bildet keine solchen ovalen Inseln aus. Hier mal seine beiden typischen Erscheinungsformen – fast komplett resupinat (von unten) und fast rein pilat mit vielen (spitzen) Hütchen:






    Am wahrscheinlichsten kommt mir noch Byssomerulius corium vor, Vergleichsbilder und Beschreibung könnten schon passen, aber so wirklich glaube ich nicht dran. Hier ein paar Bilder von Byssomerulius corium zum Vergleich: das Hymenophor ist flacher, nicht so tief eingeschnitten. Jung sind die Frk. richtig weiß, aber alt werden sie schon orange-gelblich, siehe hier die Bilder von verschiedenen Aufsammlungen (übrigens alle im Januar 2018 u. 2019 fotografiert):






    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Mit diesem franseligen Apothezienrand würde ich eher Sarcoscypha coccinea vermuten, siehe BARAL 1984 (https://mycopedia.ch/literatur…us/Sarcoscypha_Baral2.pdf). Diese Art ist in Österreich durchaus zahlreich vertreten (91 Datensätze). Von S. jurana gibt es hingegen erst 3 gemeldete Funde... und Lindenblätter sehe ich keine auf den Fotos. Aber S. austriaca ist auch in A die häufigste Art (684 Datensätze), siehe http://austria.mykodata.net/Ta…aspx?qvtaxIdTaxon=319405&. Jedoch wie Aretha schon schrieb: ohne Mikro (mit reifen (!) Frk.) ist da nix sicheres zu machen.


    Viele Grüße – Rika

    Hi Steve,

    Agaricus iodosmus (syn. A. pilatianus) should have a roughly scaly surface on the pileus and a wrinkled ring - yours are pretty much smooth. The dark crumbs on the hat are earth, aren't they?

    Why not just Agaricus xanthodermus? The spores would go with it...


    Good night – Rika

    Hello Steve,

    Thank you for your friendly and informative feedback!


    In any case, G. abietinum has much larger distances between the "gills", but without comparison this will not help you so much. Some books say: G.s. up to 20 gills/cm on the outer edge, G.a. up to 10/cm – I think this information is too extreme.

    But prehaps you could take a picture with a ruler?


    GpBW (Großpilze Baden-Württembergs) states that all Gloeophyllum species turn black with KOH. G.a. is quite rare here, otherwise I would test it quickly.


    In GpBW's Gloeophyllum key, abietinum and sepiarium are only distinguished by the distance between the "gills". Both species may be zoned (G.s. more zoned) and hairy (glabrous when old), the growth line of G.s. should be orange-yellow, those of G.a. "bright"...


    Yes, the spores are quite similar, but only G. a. should have encrusted cystidia!


    Greetings – Rika

    Hallo miteinander!


    Ganz so einfach nur nach Substrat lassen sich die drei Wurzelschwamm-Arten nicht einteilen, siehe

    Abstracts :: Masterarbeit :: Gregor Maximilian Unger :: Der Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum sensu lato) im Urwald Rothwald

    Hieraus:

    Zitat

    Im August und Oktober 2007 wurden Wurzelschwamm-Fruchtkörper an 40 verschiedenen Stämmen, ausschließlich stark zersetztes Totholz von Tanne (Abies alba) und Fichte (Picea abies), in verschiedenen Teilen des Rothwaldes gefunden. In 18 Fällen sind die Fruchtkörper an stehendem und 22-mal an liegendem Totholz aufgetreten. Von 38 der 40 Fruchtkörper-Aufsammlungen konnten Isolate von Heterobasidion spp. gewonnen werden. Die Isolate wurden mithilfe von Intersterilitätstests im Labor den drei in Europa vorkommenden Wurzelschwamm-Arten zugeordnet. Mit 29 von insgesamt 38 Isolaten (76%) war H. abietinum die am häufigsten im Urwald Rothwald vorgefundene Art. Acht Isolate (21%) wurden als H. parviporum und ein Isolat (3%) als H. annosum s. str. bestimmt. An A. alba wurde nur H. abietinum nachgewiesen, an P. abies sind alle drei Wurzelschwamm-Arten vorgekommen. Der Tannen-Wurzelschwamm war im Urwald Rothwald nicht nur die einzige auf der Baumart Tanne festgestellte Art, sondern dominierte auch auf der Fichte und zeigte daher keine klare Wirtsbaumspezialisierung. Anders als in bewirtschafteten Wäldern, dürften Wurzelschwamm-Arten im Urwald Rothwald lediglich Saprobionten sein

    Also läuft eine "oberflächliche" Benamsung wohl auf Heterobasidion annosum sensu lato raus.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Der Ring ist im vorderen Bereich stark überbelichtet. Dadurch kann man keine Konturen erkennen, wie auch bei dem Gras auf der linken Bildseite. Wenn man das Bild in Originalgröße und mit "+" ansieht, so ist doch eine gewisse Riefung zu erkennen...


    Viele Grüße – Rika

    Hi Pablo,


    merci für den link!
    Irgendwie erinnere ich mich an die Sporen-REM-Aufnahmen –“ im letzten Frühjahr hatte ich mich mit einigen gerippten, kurzgestielten Pezizas rumgeplagt, mit Schlüsseln von Hohmeyer, Spooner und Sporenbildern von Jamoni. In diesem Zusammenhang bin ich dieser genetischen Untersuchung schon mal begegnet. Ich muss zugeben, dass ich diesen Aufsatz bisher immer nur quergelesen, die Bäume + Sporenbilder angeschaut habe. In den Bäumen sieht man ja durchaus verschiedenen "Varia"-Gruppen, z.B. VII a und b, die sich hier durch verschieden stark/hoch ornamentierte Sporen unterscheiden. Leider haben die Autoren alles unter "varia" abgelegt –“ viel interessanter wäre es, wenn (viell. zusätzlich) die alten Namen (varia, repanda, cerea, micropus) dabei stehen würden.
    Mal schauen, ob ich sie dieses Jahr wiederfinde und dann mit der Bestimmung weiterkomme... und was Klaus zu den Funden von Bernhard meint.


    Gute Nacht –“ Rika

    Hallo miteinander!


    Peziza ja –“ man sieht im Schnitt auch die geschichtete Trama, aber Peziza varia sollte außen grob granuliert sein. Diese hier kommt mir aber ziemlich glatt vor. Peziza micropus hat ornamentierte Sporen, P. varia glatte. P. varia und P. repanda wurden zusammengefasst, was war doch gleich noch die 3. Art, die man zu varia gepackt hat? P. cerea?


    Es könnte ja auch der Buchenwald-Becherling (Peziza arvernensis) sein, der ist außen recht glatt...


    Gute Nacht –“ Rika

    Hallo miteinander!


    Hier noch ein verspätetes Nachwort zu diesem unreifen Myxo:
    Schleimpilze im plasmoiden Zustand mögen es dunkel und feucht. Aber zum Ausreifen der Sporocarpien sollte es hell und trocken sein. Deswegen wurde es nix mit dem Nachreifen in der feuchten Box.


    Es wird Euch vielleicht schon aufgefallen sein, dass man das Plasmodium nur selten sieht, z.B. am ehesten bei Badhamia und Fuligo. Erst zur Fruchtkörperbildung kommt man ans Licht, steigt oft an exponierte Orte (z.B. klettert der Stäublingsschleimpilz gern an Baumstämmen hinauf), um von dort die Sporen besser verteilen zu können. Der übliche dunkel-feuchte Lebensraum der Plasmodien, wie in Laubstreuschichten oder unter der Rinde toter Bäume, eignet sich eben nicht zur Verbreitung.


    Viele Grüße & einen guten Rutsch –“ Rika