Beiträge von bwergen

    Eher nich, ein Gürtelfuß wäre nicht derart violett (ausgenommen ein paar wenige Arten, die hier nicht in Frage kommen) und der Hut würde nicht so seidig glänzen. Der Stiel ist zudem typisch keulig. Das ist ganz einfach ein Dickfuß (Cortinarius, U-Gatt. Sericeocybe). Welcher das ist, kann ich dir jetzt nicht sagen, hier kommen mindestens 2-3 Arten in Frage (Cortinarius alboviolaceus, evtl. Cortinarius anomalus usw.)


    lg björn

    1a und 1b: Mycena haematopus, Großer Bluthelmling.


    2. Ein Dachpilz (falls denn auf Holz!), womöglich in Richtung Pluteus plautus.


    3. Mycena crocata, Orangemilchender Helmling.


    4. Ein Becherling der Gattung Peziza, ohne weitere Angaben, bestenfalls mit Sporen, nicht bestimmbar.


    5. Helvella lacunosa, Grubenlorchel.


    Nächstes Mal mehr Infos, klar? Sonst wird dat hier nix :D


    Dazu gehören: Größenangaben, Standort, Geruch. Sind alles Sachen, die man auf keinem der Bilder genau erkennen kann. Problem auch noch: da, wo es notwendig gewesen wäre, bei der Lorchel, da fehlen die Größenangaben oder sind irreführend. Je schlechter die Bilder desto mehr Angaben sollten vorhanden sein. Weißte beim nächsten Mal, was zu tun ist :P


    gruß björn

    Yo, das ist einer (bzw. das sind welche). Der Pilz ist, was die Farbe (Hut, Stiel) angeht, relativ variabel. So gibt es gelbbraun-hütige Exemplare mit schön violettem Stiel oder violetthütige mit blasserem Stiel. Im besten Fall ist der Pilz an Hut und Stiel schön purpurviolett und die Lamellen sind gelb ;)


    lg björn

    Hallo und Guten Abend,


    die Pilzausstellung vom 2./3. Oktober 2011 in Jülich zeigte insgesamt 145 Pilzarten. Es kamen über 140 Besucher + eine nicht gezählte Anzahl an Kindern.


    Meine Aufgabe war es, als Berater zur Verfügung zu stehen, aus diesem Grund war ich auch die ganzen 16 Std. (jeweils 8 Std.) anwesend gewesen. Hab euch hier ein paar Fotos gemacht, damit ihr euch vorstellen könnt, wie das ausgesehen hat ;)


    lg björn


    p1160291.jpg



    leccinumduriusculum1.jpg
    Pappel-Raufuß, Leccinum duriusculum


    gymnopuserythropus1.jpg
    Rotstieliger Rübling, Gymnopus erythropus


    lentinelluscochleatus1.jpg
    Anis-Zähling, Lentinellus cochleatus

    So et gibt hier ein paar Korrekturen und Nachreichungen, da ich ja bei einigen noch Mikromerkmale nachzuliefern hatte.


    1. Der Kleinsporige Erdborstling ist korrekt.


    2. Tricharina gilva ist falsch. Es handelt sich um Leucoscypha patavina (war auch die erste Vermutung).


    Hier die Mikros:


    leucoscyphapatavina1b.jpg


    leucoscyphapatavina1c.jpg


    Schaut euch das Bild von der Leucoscypha (das dritte von unten) nochmal genauer an. Ihr erkennt son bläulichen Überzug, der scheinbar auf der Erde herumliegt. Dieser ist ein Rindenpilz der Gattung Tomentella. Arten dieser Gattung haben typisch braune UND stachelige, oft auch rundliche Sporen. Demnächst stell ich davon vielleicht auch mal welche hier rein. Ihr sehr so eine Spore auf dem 2. Bild in diesem Beitrag hier.


    3. Die Haare von Scutellinia crucipila werden nicht mehr abgebildet, hatte da nur wenig typische Exemplare nachweisen können.


    lg björn

    So et gibt neue Erkenntnisse bezüglich des seltsamen Pilzes vom vorherigen Samstag:


    Zitat

    I've just checked Yao&Spooner (1996) Boubovia key and few other refs incl. our treatments of some probable unnamed species and found no match to your collection.


    What's more interesting the hairs and pretty broad stout paraphyses are clearly out from that genus. Consequently the collection remains clothed in the veil of mystery until more research is done!


    Will schonmal jemand nen Namen vorschlagen? Ich würd dat Ding ab heute Sphaerosporella dahlheuseri, Dahlheuser's Schildborstling, nennen :D


    Noch kurz ein paar Untersuchungen der übrig gebliebenen Pilzchen und dann kommt heute oder morgen schon der dritte Teil.


    lg björn


    wenn dann würd ich wohl eher auf Tricholoma ustale tippen... aber warum sind die Lamellen jetzt braun?


    Gute Frage. Allerdings wäre das für manche Ritterlinge gar nicht ungewöhnlich, besonders stark erkennbar ist dies bei Tricholoma fulvum. Leider hab ich solche Ritterlinge noch nicht so lange aufbewahrt, dass ihre Lamellenfarbe braun geworden ist. Ausschließen würd ichs aber auf keinen Fall.


    lg björn

    Ich halte es aber für einen Laubbaum, wenngleich eigentlich weniger für eine Buche, deren Rinde wäre hier doch glatt oder? Zumindest scheinst du im Buchenwald gewesen zu sein, denn auf dem Boden liegen die Fruchtschalen rum.


    Für mich ist das jedenfalls eine Ganoderma lucidum. In der Gattung gibt es nur 2 Arten mit gestielten Fruchtkörpern: G. lucidum und G. carnosum. Letzterer wächst an Tannenholz. Zumindest den Baum solltest Du dir nochmal genauer angucken.


    lg björn

    Schwierig. Bei den orangefarbenen Pilzen ganz oben könnte es sich durchaus um Calocera viscosa (Klebriger Hörnling) handeln, der im trockenen Zustand durchaus so aussieht.


    Der zweite Pilz (weiß) kann alles mögliche sein, sogar ein verschimmelter Röhrling käme in Frage. Ansonsten mal weiße Pilze angucken (Lyophyllum connatum, Clitocybe dealbata, Tricholoma columbetta, Tricholoma lascivum, Tricholoma albidum usw).


    Der Stäubling ist leider kaum erkennbar (auf dem vorletzten Bild), es könnte ein Stinkstäubling (Lycoperdon foetidum) sein. Die Pilze auf den übrigen Bildern würde ich Ptychogaster fuliginoides (Weißer Polsterpilz) zuordnen, auf dem letzten Bild in Braun weil er etwas älter ist.


    lg björn

    Hm Inocybe dulcamara finde ich an dieser Stelle zwar gewagt, aber ebenfalls möglich, ja. Nur: Diese Art hatte ich bis jetzt eigentlich heller in Erinnerung. Zumal ich nun behaupten muss, dass ich nicht JEDEN Pilz nur von oben erkennen kann :D dazu brauche ich dann doch mehr Details. Einen Risspilz NUR anhand so weniger Merkmale bestimmen zu können, halte ich hingegen von DIR gewagt :D


    aber seis drum, bevor die Unterseite nicht gezeigt wird, sage ich dazu echt erstmal nix.


    Doch, ich sag nochmal was: Also ich halte zum derzeitigen Stand der Dinge GEGEN Inocybe dulcamara. Mal sehen, auf was es hinaus läuft :P


    lg björn

    Hallo,


    ich finde es ist schwierig, hier überhaupt was zu sagen, mir kommt die Oberseite von dem Pilz bekannt vor, aber ohne zu sehen, ob das da unten ein Stielring ist, oder ob der Pilz vielleicht doch Röhren hat, lässt sich der nicht eindeutig bestimmen. Jedenfalls aus meiner Sicht nicht.


    Falls es ein Röhrling ist: Boletinus cavipes, Hohlfuß-Röhrling.
    Falls es ein Lamellenpilz ist: Hallimasch (Armillaria mellea s.l.).


    Es kommt mir hier vor wie eine Gleichung mit mehreren Variablen :D



    lg björn

    Also hier wäre das Foto (zuhause stark vergrößert x40):


    lamprosporadicranellae1.jpg


    Problem: Lamprospora dicranellae wurde, der Name sagt es, aufgrund des Wachstums bei Kleingabelzahnmoos (Dicranella) benannt. Benkert schreibt aber in der Zeitschrift für Mykologie, dass es möglicherweise nicht korrekt ist, da er bereits Funde bei Ditrichum-Moos gemacht hatte, die Kollektionen aber insgesamt nicht ausreichen, um zu sagen, dass Ditrichum das "Standart-Moos" von Lamprospora dicranellae ist. Also? Wir forschen mal dran :D


    lg björn

    Das ist eine Psathyrella, ein Faserling. Wenn er denn auch noch rötliche Lamellenschneiden hat, so geht es in den Artenkreis um Psathyrella gracilis. Den kannst Du dir aber mal bei google angucken, der spuckt nämlich unzählige Bilder aus ;)


    Faserlinge kann man, wenn man die Art bestimmen will, nur mikroskopieren.


    lg björn

    YES, das ist ein Schwefelkopf, 100 Punkte ;)


    und welcher? Der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare). Woran erkennst du das? An der schwarzen Ringzone sowie an den grünlich-gelben Farben an Stiel und an den Lamellen.


    lg björn

    Hallo Rada,


    super erklärt. JETZT hab auch ich es verstanden :D


    übrigens: gibt es eine Möglichkeit, das Moos auf Bild 13 zu bestimmen? Ich stelle mir die Frage, ob es Dicranella oder Ditrichum ist. Es könnte wichtig sein für die Gewinnung an Erkenntnissen über die Lamprospora dicranellae (wird am Ende der Woche hier vorgestellt).


    lg björn