Beiträge von bwergen

    Willkommen im Forum, Fabian.


    So einen wie dich können wir hier doch gut gebrauchen, mit kulinarischen Fragen wirst Du hier sicher noch gelöchert werden :D


    Obwohl ich selber wenig Pilze esse, bin ich doch interessiert am Speisewert ganz unterschiedlicher Arten, nicht zuletzt um auf meinen Exkursionen speziellere Fragen hinsichtlich der Essbarkeit umfassender zu beantworten.


    lg björn


    Hallo,
    wobei man allerdings die Vertreter der anomalus-Gruppe mit etwas Erfahrung in der Regel relativ einfach erkennen kann. Darum halte ich die von Björn abgegebene Einschätzung gar nicht für so waghalsig, sondern für naheliegend. Anomalus und seine Verwandten haben etwas Typisches, das aber schwer in Worte zu fassen ist.
    Grüße
    hübchen


    Danke hübchen, du bringst es wie immer auf den Punkt. Diese "anomalus"-Form hatte ich vor einigen Wochen schonmal in genau dieser Farbvariante gefunden...


    lg björn


    Hi


    [1] Flockenstieliger Hexenröhrling, Boletus erythropus


    [2/3] Rötlicher Holzritterling, Tricholomopsis rutilans


    Und das schmeckte wirklich ganz gut? Vielleicht solltest du diese Art (die eigentlich nur eine Nebenfruchtform des Porlings Oligoporus ptychogaster darstellt) nächstes Mal etwas ergiebiger sammeln und das nochmal probieren. Dann kannst du uns deine Ergebnisse präsentieren, würde mich nämlich interessieren, ich glaub kaum, dass irgendjemand schonmal auf die Idee gekommen ist, gerade diese Art für Speisezwecke zu verwenden.


    lg björn


    Über vierzig Jahre sammle und verzehre ich diesen schon und kann absolut nichts erkennen, was auf Hypholoma fasciculare hindeutet.


    Das ist schon ok, ich bleibe aber dennoch bei der Meinung, dass es sich um H. fasciculare handelt, selbst wenn er jetzt hingeht und feststellt, dass er mild schmeckt, ich revidiere mich gerne, aber bis das hier nicht gezeigt wurde, bleibe ich auf der Seite von H. fasciculare. Vorausgesetzt, das Foto ist farbecht, erkenne ich sowohl in den Lamellen als auch am Stiel typisch gelbgrüne Farbtöne, die da nicht hingehören, falls es eine H. capnoides ist. Einzig die Hutfarbe sehe ich kritisch, die kann genauso gut zu H. capnoides passen.


    Letztlich ist es sicherer, das Ding entweder zu einer Beraterstelle zu bringen, wo es mal jemand direkt vor Augen hat. Ansonsten besagte Geschmacksprobe, das würde mich nämlich jetzt mal interessieren.


    lg björn


    Die dunklen Velumreste passen für mich aber genauso gut (für mich selbst eig. nur) zur fasciculare. Das ist schonmal ein erstes Indiz dafür, dass es sich um genau den handelt. Deshalb gucke ich da schon gar nicht mehr nach.


    hätte ich die Wahl: ich würd den nicht essen, der wär mir zu bitter.:D


    lg björn


    1. Clavariaceae/ Keulenpilzartige
    2. Sparassidaceae/ Gluckenartige und
    3. Gomphaceae/ Schweinsohrartige
    4. Ramariaceae/ Korallenartige


    Hi


    sry für die verspätete Antwort, hatte über das Wochenende zu tun (Bergisches Land, Uni^^).


    ums vorwegzunehmen: ich hab gar nix gemacht :D


    also, bevor ich hier lange schwadroniere, wieder die screenshots:


    unbenannt3rq.jpg
    unbenannt4ky.jpg
    unbenannt5s.jpg


    Zu beachten: Die screens zeigen nur Teile der Systematik. Die Familie Ramariaceae wurde aufgelöst und ist in Gomphaceae mit der neuen Ordnung Gomphales übergegangen. Dass Ramaria und Gomphus nahe verwandt sind, zeigen neue Erkenntnisse bzgl. der morphologischen Struktur gewisser Ramaria-Arten.


    lg björn

    Die fallen schon auch einfach raus, das stimmt. Allerdings ist die komplette Unterseite bis auf die Randpartien ein "Hymenophor", also eine Fruchtschicht, in der sich Sporen, Basidien und evtl. auch diverse Zystidentypen befinden. Falls du damit nichts anfangen kannst, helfe ich dir gerne nochmal weiter.


    lg björn

    jo das mit der geldbörse ist bei mir auch nicht anders, alle Makros sind einfach durchs Okular fotografiert worden, von einem normalen Mikroskop. Ich habs gelernt, mit wenig auszukommen und notfalls zu improvisieren ;)


    ähm, schön, aber was willst Du damit, essen doch bestimmt nich?????


    LG Stefan


    Hallo Stefan,


    ich sammle den Orange-Seitling schon seit Jahren, und zwar wenn meine Freundin und ich Hamburger selber machen, dann kaufen wir einfach Gurken, Hamburger-Fleisch, Schablettenkäse und Brötchen, und weil wir vorher Pilze gesucht haben und da hoffentlich fündig geworden sind, kommen die Seitlinge einfach zwischen Hamburgerfleisch und Gurken dazu. Ich mein guck dir die Form an, so scheibenförmig passen die ungeschnitten in den Hamburger rein. Schmeckt deliziös, solltest du auch mal probieren. Noch besser übrigens, wenn man ein paar Tropfen des Tannenmilchlings (Lactarius turpis) hinzugibt (oder für die ganz Harten nen ganzen Hut des Tannenmilchlings anstelle des Hamburgerfleisches).


    Mein Gott wie man kann nur so eine Frage stellen, aber das Rezept ist halt wenig bekannt und die Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich nur den fleißigen Verköstigern.


    lg björn


    ey ich denk grad dran: Rada hat sowas doch auch schon gemacht, nicht wahr? Du hast doch die Seitlinge praktisch vor der Haustüre.


    hallo,


    pappelschüppling.


    Da hast du meine Kurzfassungen aber erheblich unterboten würd ich sagen :D:D geil.


    naja, ok, alle sehen das gleiche, nämlich einen Pappelschüppling (Pholiota populnea), der typischerweise an den Schnittflächen umliegender Pappelstämme wächst. Einmal erkannt, dürftest du denn immer gut bestimmen können. Also merken ;)


    lg björn


    Näher ran bei den Fotos sollte kein Problem sein, Nahaufnamen
    von Tieren,Pflanzen und Pilzen ist immerhin mein eigentliches
    großes Hobby. Hier habe ich einfach nur kurz draufgehalten für
    ein paar einfache Bestimmungsfotos.


    Dann will ich von dir aber demnächst nochwas sehen, das ist dir klar ne? Und halt dich nicht zurück bei Fragen => pn :)


    lg björn


    Mit den mehr oder weniger bräunlichen Lamellen und der knolligen Verdickung an der Stielbasis sind wir bei dem gezeigten Pilz wohl im Bereich der Cortinarien.


    Die Kurve gekriegt? Sonst wär der Schleierling aber echt kahl geworden^^


    Auf den Bildern sieht er jedenfalls so aus wie eine Cortinarius UGatt. Schleimkopf (Phlegmacium), insbesondere auffallend ist die abgesetzt knollige Stielbasis. Ich bin mir sicher, dat Ding auch schonmal gesehen zu haben, aber ohne die in allen Altersstadien anzugucken schafft man da keine Bestimmung, es sei denn man hätte eine mordsmäßige Erfahrung mit Cortinarien.


    Die anderen sind schon richtig erkannt worden.


    lg björn

    Gelbliche Wurzeltrüffel, Rhizopogon obtextus, wäre mein Vorschlag. Super Fund würde ich sagen, die Art ist zwar wie alle Wurzeltrüffeln nicht essbar, aber immerhin...sowas hab ich noch nie gefunden :D


    Wäre es möglich, die Fruchtkörper ein wenig zu trocknen und mir zuzuschicken? Porto bezahle ich.


    lg björn

    Scheint ein Dickfuß zu sein, Cortinarius UGatt. Sericeocybe. Ich denke hier handelt es sich mal wieder um eine Form des Braunvioletten Dickfuß (Cortinarius anomalus).


    lg björn

    Anhand der Fotos stehen die Chancen für den Graublättrigen recht schlecht. Warum? Wegen den dunklen Velumresten an den Huträndern der Fruchtkörper, hier deutlich erkennbar.


    Also lieber nicht essen ;)


    lg björn

    Also [1] hat kann nicht nach Pelargonien gerochen haben, denn der Weißfilzige Gürtelfuß (Cortinarius (Tel.) hemitrichus) riecht nicht nach Pelargonien.


    [2] ist definitiv ein Risspilz (Inocybe), allerdings ohne Angabe des Geruchs, der Form der Stielbasis, dem Vorhandensein von Kaulozystiden (Stielspitze?) sowie der Sporenform und evtl auch -größe sowie das Vorhandensein auch von Cheilo- und Pleurozystiden wird da nicht viel zu machen sein. Das wäre ein klarer Fall fürs Mikro, wenn du da ne komplette Beschreibung lieferst kriegste nen Namen.


    [3] halte ich auch für einen Rosablättrigen Helmling.


    lg björn


    man kann: [10] dürfte ein Goldröhrling sein, [12] ein Saftling, je nach Farbe der Lamellen (weiß, creme) und passender Mikromerkmale vermutlich wieder mal Hygrocybe miniata.


    lg björn

    Solche Taxonomiefragen sind eine Freude für mich, aber wenn sie in "Pilzgeplauder" reingeschrieben werden, wo ich sowieso kaum reingucke, dann übersehe ich sowas...ich glaube nicht, dass das in deinem Sinn lag.


    ich machs kurz und zeig nen screenshot aus meiner Datenbank:


    unbenannt2hw.jpg


    lg björn

    Lustig, aber nicht ohne Fehler: Bei der Frage, welcher korallenähnliche Pilz essbar ist, ist ein Klebriger Hörnling dargestellt :D der ist 1. nicht essbar und 2. kein Korallenpilz. Bei verschiedentlichen anderen Fragen bin ich selbst auch ins Grübeln gekommen, weil z.T. KEINE Antwort wirklich korrekt war.


    lg björn


    Björn, du willst eine Pilzwanderung anbieten? Wie wäre das in Kombination mit einem Schwarzwaldurlaub? Ein Bett hätten wir hier noch frei. Lässt sich also prima zusammen abhaken. :)


    Aha? Das hört sich schon interessant an, was dir da so vorschwebt kannst du mir ja mal per PN schreiben, würde mich nämlich interessieren.


    pilzi: du kannst ein Sporenabwurfpräparat machen. Dazu legt man einen Hut mit den Lamellen nach unten auf ein weißes/schwarzes Papier. Bestenfalls eine Plastikbox drüberstülpen und ne Nacht warten. Am nächsten Morgen kannste den Hut wegnehmen und wirst, sofern der Fk reif war oder überhaupt Sporen gebildet hat, einen Negativabdruck der Lamellen vorfinden, der durch die Masse an Sporen entstanden ist, die aus diesen herausgefallen sind. Dadurch lässt sich relativ leicht die Sporenfarbe auch ohne Mikroskop ermitteln.


    lg björn