Beiträge von bwergen

    Jedenfalls eine tolle Sache von dir, Stefan, hab mir alles durchgelesen und hab nun auch verstanden, was es mit dem Stacken auf sich hat. Hatte mir schon sowas ähnliches gedacht, aber ich hab es mir schwierig vorgestellt, das mit einem Programm zu bearbeiten (zeitaufwändig).


    Wenn ich später mal eine "richtige" Kamera habe, sollte ich mich damit auch mal auseinander setzen. Ich fotografiere schon seit über 10 Jahren Pilze und hab mich bis jetzt mit +/- preiswerten Modellen über die Runden geschlagen.


    lg björn

    Aufgrund der schwarzen Schüppchen am Stiel sowie der hervortretenden Röhrenschicht und dem Standort (hoffentlich bei Birken) sehe ich hier auch einen Birkenröhrling (Leccinum scabrum).


    lg björn


    wie immer :D:D:D da muss ich aber laut lachen ;)


    wo ist denn nun die Scutellinia? Wir sind doch schon so neugierig!


    lieben Gruß,


    Die hat zwar einen provisorischen Namen, Scutellinia erinaceus, Problem nur, dass ich gerade über diese ansonsten außereuropäisch vorkommende Art keine weiterführende Literatur habe. Von den Merkmalen her passt unser Fund sehr gut zu dieser Art. Aus diesem Grund habe ich das Ding einfach mal in ascofrance zur Diskussion bereit gestellt. Vielleicht habe ich ja noch irgendwo was übersehen oder irgendjemand hat besagte Literatur und stellt sie mir zur Verfügung.


    Außerdem, Melanie, das Thema heißt doch "Teil 1". Irgendwas muss ja schließlich für Teil 2 übrigbleiben ;D


    lg björn

    Melanie hat wie immer recht, es fehlt keine Beschreibung, bei Plicaturopsis crispa habe ich mir nur eine nähere Kennzeichnung gespart, es sind alle Merkmale gut erkennbar. Die Art wächst zudem an unterschiedlichem Laubholz und ist ganzjährig anzutreffen ;)


    Übrigens: gutes Kennzeichen für Plicaturopsis crispa sind die weichen, biegsamen Fruchtkörper!


    lg björn

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    Mehl-Trichterling, Clitocybe ditopa
    Kennzeichen: kleine bis mittelgroße Fruchtkörper mit überwiegend grauen Farbtönen, selbst an den herablaufenden Lamellen, starker Mehlgeruch sowie Vorkommen in Nadelwäldern im Spätherbst.


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    Braunvioletter Dickfuß, Cortinarius anomalus
    Kennzeichen: variable Art, typischerweise mit violettem Stiel und violetten Lamellen sowie bräunlichem Hut, der mehr oder weniger Violetttöne aufweisen kann. Im Alter werden die Lamellen durch das braune Sporenpulver rostbraun. Daher zur Bestimmung unbedingt Fruchtkörper verschiedenen Alters betrachten!


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    Punktiertstieliger Schneckling, Hygrophorus pustulatus
    Kennzeichen: leicht kenntliche Art durch dunkel punktiertem, grauem Stiel, reinweißen Lamellen sowie relativ späte Erscheinungszeit.


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    Dehnbarer Helmling, Mycena epipterygia
    Kennzeichen: Typischerweise mit gelblichem Stiel und irgendwie bräunlich gefärbtem Hut. Mit einem spitzen Gegenstand oder den Fingernägeln lässt sich vom Stiel eine klebrige, dehnbare Schicht abziehen.


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    Fichtenzapfen-Rübling, Strobilurus esculentus
    Kennzeichen: Im Winterhalbjahr wachsender, recht filigraner Pilz mit glattem, verschiedenfarbigen Stiel sowie normal entfernt stehenden Lamellen. An Fichtenzapfen wachsend.


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    Schuppiger Träuschling, Leratiomyces squamosus var. squamosus
    Kennzeichen: Beringter Stiel, schuppiger, orangebräunlicher Hut sowie unter dem Stielring weißschuppige Stieloberfläche.


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    Schwarzgebänderter Harzporling, Ischnoderma benzoinum
    Kennzeichen: an totem Nadelholz wachsender, oberseitig dunkel gefärbter Porling mit grauweißlichen, rundlichen und vergleichsweise großen Poren. An alten getrockneten Fruchtkörpern kann man einen ausgeprägten Maggi-Geruch feststellen.


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    Krauser Adernzähling, Plicaturopsis crispa


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    Spatelförmiges Sklerotienkeulchen, Typhula spathulata
    Kennzeichen: bis 7 mm hohe, spatelförmige Fruchtkörper, die deutlich in Kopf- und Stielteil gegliedert sind, unter der Rinde befindet sich ein relativ großes, unförmiges Sklerotium, aus welchem auch mehrere Fruchtkörper entspringen können. Mikroskopisch keine auffallenden Besonderheiten, Basidien 2-4sporig und Hyphen des Stielteils mit relativ vielen Kristallen.
    Gefunden von Rada an einem hängenden Ast von Euonymus (Pfaffenhütchen).


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    Erlenzäpfchen-Becherling, Ciboria viridifusca
    Kennzeichen: 3-8 mm breite, braune, gestielte Fruchtkörper bildend, an feuchtliegenden Erlenzäpfchen, im Herbst erscheinend.
    Anmerkung: weißliche, nur bis 0,8 mm breite Fruchtkörper gehören zu Pezizella alniella, graubläuliche mit flatterigem Rand, ebenfalls bis max. 1 mm breit zur Mollisia amenticola (RADA: SUCH^^)

    Wie schon gesagt, wenn es eine Frage über die aktuelle Taxonomie gibt, also die Verwandtschaft zwischen den Arten, dann immer her damit :)


    es freut mich weiterhin, dass Emma sich damit auseinandersetzt und diese Frage gestellt hat, dazu gehört schon was.


    lg björn

    Hab nur Bauklötze gestaunt anhand eurer Diskussion...8|8|8|


    War doch nur ein bisschen Systematik :D kannst dir aber gerne demnächst die Diskussionen im "Pilzfestival VI"-Beitrag durchlesen, da wird es zwei Arten geben, über die etwas mehr diskutiert werden müsste...


    lg björn

    Reicht auch schon ein kleines Stück, welches du beispielsweise herausschneidest und einfach mal trocken legst. Eigentlich ging es mir nämlich nur um eine mikroskopische Untersuchung ;)


    Trotzdem danke für deine Mühe.


    lg björn

    Hi,


    falls dir irgendwas unverständlich ist, so frage einfach nach. Ich nehme mir hier auch die Zeit und erkläre das genauer, was ich hier von mir gebe. In diesem Fall war es eine von Emma gestellte, konkrete Frage, worauf sie eine konkrete Antwort bekommen hat, mit der sie auch (hoffentlich) was anfangen kann. Für alle anderen gilt, dass sie den Text entweder überlesen, oder entsprechend nachfragen. Schließlich bist du nicht hier, nur um zu lesen, sondern um dich konstruktiv zu beteiligen ;)


    lg björn


    Hallo Tribun,


    was genau veranlasst dich zu dieser Aussage?


    lg björn
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    Hallo Björn!


    Wenn ich diese Beiträge lese, wird mir schwindlig...und ich frag mich ob ich mich jemals wirklich auskennen werde! ;(


    LG


    Günter



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    Stell sich jeder Schüler beim Anblick ihm auf den ersten Blick unverständlicher Gleichungen mit mehreren Variablen die Frage, ob er jemals Mathematikprofessor an einer Universität werden kann?


    Die Frage gebe ich an dich weiter mit der Begleitfrage: Wie definierst du denn überhaupt "auskennen"?


    lg björn


    Jaja, schön scharf ist es ja. Allerdings sehe ich da nur einen scharfen schwarzen Klumpen.:D


    Die kantige Form der einzelnen Stengel, sowie die eingedellte Oberfläche ist nicht mehr zu sehen. Solche Merkmale sollen aber unbedingt erhalten bleiben.


    Und Du solltest mir lieber sagen, ob ich mit den Dingern auf der richtigen Färte bin:D


    Tja rein makroskopisch sieht das aus wie ein Vertreter der Gattung Cucurbitaria, allerdings kann ich das per Bild nicht so einfach sagen weil mir auch die Größenverhältnisse fehlen. Sowas erkennt man eben nur wenn man das Ding in natürlicher Größe sieht und dann zusätzlich unterm Mikro hat.


    Rada: erlaubst du mir, dass ich beim nächsten Treffen alle Kernpilze (und evtl. Moosbecherlinge) auch einmal durch dein Stereomikroskop fotografiere? Wie ich schon vor Wochen sagte, würde mich die Qualität der Bilder interessieren.


    lg björn


    Eine kleine Verständnisfrage nochmal: Steinpilze und Maronen verfärben sich bläulich auf Druck?


    Steinpilz nein, Maronen ja, aber nur die Röhren.


    So ist es, das Blauen sehen wir übrigens auf dem ersten Foto, am rechten Fruchtkörper. Aufgrund der blassgelblichen Röhrenfarbe schließe ich eine Ziegenlippe aus. Die Fruchtkörper sehen aus wie Maronen, allerdings mit einer seltsam erscheinenden Stieloberfläche. Zwischen Ziegenlippe und Marone existieren weitere Filzröhrlinge, deren Artrang und genaue Position (Xerocomus, Xerocomellus) umstritten ist. Aus diesem Grund bin ich auch in diesem Jahr dabei, sämtliche Filzröhrlinge unters Mikro zu legen, um zu gucken, ob man mit den hiesigen Bestimmungsschlüsseln (siehe aktueller Tintling) überhaupt was anfangen kann und ob einzelne Arten überhaupt voneinander getrennt werden können.


    Schade, dass ich diesen Filzröhrling nicht hier habe, sonst hätte ich ihn mikroskopiert und dir gesagt, welcher es genau ist...:(


    lg björn

    Leider verzögert sich die "Publikation" der Fotos bis morgen/heute, da die Untersuchung der Scutellinia aufgrund spektakulärer Merkmale länger als erwartet gedauert hat. Anfangs wenig Erwartungen reingesteckt, doch gewisse Skepsis dem schon makroskopisch seltsam aussehenden Schildbecherling entgegen gebracht, entpuppte er sich unter dem Mikroskop gewissermaßen als Highlight der Pilzfestival-VI-Exkursion. Seid gespannt (noch gespannter als ohnehin schon!).


    lg björn

    Hallo und guten Tag liebe Leser,


    da schon einige Arten der Exkursion im Bergischen Land am letzten Samstag bestimmt bzw. untersucht wurden, fange ich hier einfach schonmal mit den paar Sachen an, die man ohnehin schon im Feld gut ansprechen konnte.


    Der Titel verwirrt vielleicht ein wenig, was bedeutet schon Endlosigkeit wenn nicht eine Sache ohne Ende? Wie ihr seht mache ich mir auch einige oder mehrere Minuten Gedanken, welchen Titel ich überhaupt nehmen soll, einerseits um anzudeuten, wie ich zu den Exkursionen und deren Ausbeute stehe, andererseits um den einen oder anderen Neugierigen in diesen Thread zu locken :D


    Der vergangene Ausflug führte uns diesmal in eine etwas andere Richtung, den Berg hinab in ein teilweise gerodetes, versumpftes Erlenbruchtal mit interessanter Vegetation und Karrenfurchen, deren unergründliche Tiefen uns als Moorleichen hätten enden lassen, hätten wir unsere Schritte nicht mit Bedacht gewählt. Der Weg führte uns weiter in einen Hochwald, begleitet von spätherbstlichen Sonnenstrahlen, und auch wenn wir uns aufgrund fehlender Ausbeute den Rest der Exkursion hätten sparen können, so hatten wir sicherlich mit jedem Sportfest mithalten können, was die Länge der Strecke und deren Steigungen angeht.


    Dennoch: Die Gesamtausbeute konnte sich allemal sehen lassen, und auch dieses Mal gab es eine bis jetzt unbestimmte Art, die wegen den endlosen Bestimmungsversuchen seitens der Ascofrance-User (Verfasser dieses Beitrags inklusive) jetzt den Weg nach Potsdam angetreten hat. Soll sich doch Herr Dr. Benkert mit dem Ding auseinandersetzen und ihm hoffentlich einen Namen geben. Was es damit auf sich hat, erzähle ich euch dann in Teil 2, falls das Pilzchen bis dahin bestimmt wurde.


    Zu den Arten ein allgemeiner Kommentar: Wie immer werde ich zu jeder Art etwas dazuschreiben, damit ihr die eine oder andere Info aufnehmt. Ich entferne mich gewohnt von ausführlicher Diskussion, das kann eh niemand behalten und längere Texte werden sowieso überflogen als denn gelesen. Es sei denn, es gibt wirklich etwas (für mich jedenfalls) bedeutendes zu schreiben, was man nicht weglassen sollte.


    Bilder folgen heute abend, da ich jetzt erstmal los muss, arbeiten. Hochgeladen sind sie aber schon, seid gespannt ;)


    Einen gibts schonmal, denn die Sklerotienkeulchen haben bereits die Sitze der Adlerfarntribüne besetzt (Kinder in der ersten Reihe):


    typhulaquisquiliaris2.jpg