Beiträge von bwergen

    Fomes fomentarius kann schon hinkommen, ist sogar sehr wahrscheinlich (Form, Farbe). Falls das Holz Buche war, steigt die Wahrscheinlichkeit gegen ~95%.


    "Es bleiben Restzweifel." (könnte ich schon bald als Signatur nehmen).


    lg björn


    Der zweite ist ein Zunderschwamm, das lustige an dem sind seine Jahresringe, dieser müßte schon 4 Jahre alt sein.


    LG Stefan


    Die "Jahresringe", so sie denn äquivalent zu denen eines Baumes definiert werden können, sind an der Oberfläche der Fruchtkörper nur schwerlich erkennbar. Eine bessere Methode ist es, einen Querschnitt des Fruchtkörpers anzufertigen, um die Röhrenschichten zu zählen. Jedes Jahr wird eine neue Röhrenschicht auf Basis der alten Schicht gebildet. Somit wäre dies ein eindeutiger Indiz für das Alter des Fruchtkörpers.


    lg björn

    Zunächst mal ne taxonomische Sichtweise: Die Gattung Serpula gehört zu den Boletales, die Gattung Merulius in die Meruliaceae und diese in die Polyporales. Damit sind beide Arten überhaupt gar nicht miteinander verwandt.


    Serpula und Leucogyrophana-Arten zeichnen sich durch völlig resupinate, mehr oder weniger stark gewundene (=merulioide) Fruchtkörper aus, die weiß begrenzt und ansonsten gelbbraun, blassgelblich oder ockerfarben sind. Im Gegensatz zum Gallertfleischigen Fältling finden sich hier keine fleischfarbenen Töne. Merulius tremellosus hat zudem, mindestens aber bei seitlichem Wachstum, abstehende Hutkanten und somit auch eine Hutoberfläche (diese ist filzig). Ist diese Art völlig resupinat, so wäre sie nie gelb oder gelbbraun, sondern immer blass fleischfarben, blassrosa oder höchstens rosabräunlich.


    lg björn

    OK Pilze sind bei mir beide angekommen, einer davon (der mit den kurzen Haaren) ist bereits mikroskopiert worden und wird heute noch oder, falls ich gleich einschlafe, morgen nach dem Aufstehen bestimmt (ja, ich war schon immer verrückt, 11 Std. an der Uni hocken aber abends noch mikroskopieren :D)


    lg björn


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    ok, war nicht schwierig, schon der Abgleich mit dem Fund des S. kerguelensis aus dem Bergischen Land legte nahe, dass es sich auch hier um diese Art handelt. Fotos kommen dann aber morgen früh oder morgen abend.

    [1] Serpula himantioides, Wilder Hausschwamm.


    [2] Falls gewunden: Ascotremella faginea, falls becherförmig: Ascocoryne sarcoides/cylichnium.


    [3] mach ich mir noch Gedanken drüber, obwohl die Qualität der Bilder hier nachgelassen hat.


    lg björn


    Nur 4 wissenschaftliche Bezeichnungen? Hör mal, es gibt Arten, die haben derer über 100. Dagegen ist dieser Fall hier relativ einfach. Ich sehe das mit einem gewissen Überblick: Ich mache nicht jede Änderung mit, aber eine, die genetisch und/oder morphologisch sinnvoll ist, nehme ich gerne entgegen. Und da stoße ich auch die Mitglieder dieses Forums drauf. Das soll keine "Wichtigtuerei" oder sowas sein, sondern nur ein nicht ganz ernst gemeinter Hinweis, dass "Coprinus disseminatus" ein aktuell nicht gültiger Name von "Coprinellus disseminatus" ist. Ganz einfach.


    lg björn


    Hallo.
    das möchte ich aber bezweifeln,sieht ganz anders aus.
    Trotzdem erst mal vielen Dank.
    gruß Gerhard


    Sehr gewagt, das IST nämlich Panellus stipticus, das sehen alle Beteiligten meines Erachtens völlig richtig. Bei mindestens einem Fruchtkörper sieht man auch die lamellige Unterseite. Die Oberseite ist so, wie sie hier abgebildet ist, relativ typisch für den Zwegknäueling.;)


    lg björn


    Hallo Conny,
    mit deiner Ursprungsvermutung "Ritterling" liegst du völlig richtig. Dummerweise gibt es aber eine ganze Reihe brauner Ritterlinge, die oft nur schwer zu unterscheiden sind. Eine recht häufige Art bei Buchen ist Tricholoma ustale, Brandiger Ritterling. Darum könnte es sich bei deinem Fund handeln.
    Grüße
    hübchen


    Völlig logisch, ich kann hübchens Meinung nur untersützen, das ist zweifelsfrei T. ustale. Siehst du das Blatt auf der Hutoberfläche? Das zeugt davon, dass diese im feuchten Zustand schmierig oder sogar schleimig war. Im letzten Jahr hatte mich diese Art auch mal für nen Moment ins Grübeln gebracht, aber dieses Jahr nicht mehr.


    lg björn

    Naja, zumindest die Anzahl der Minuten war nicht korrekt, wären es doch jetzt locker 25x60+18 Minuten :D


    jedenfalls scheint mir das ein Rosablättriger Helmling (Mycena galericulata) zu sein, ganz ohne Besprechung mit meinem Assistenten.


    Leider sehr vertrocknet und zusätzlich auch nicht sonderlich umfassend abgebildet, daher bleiben bei sowas auch Restzweifel.


    lg björn


    Hallo Björn,
    wie unterscheidet man denn generell zwischen Chlorophyllum- und Macrolepiota-Arten? Gibt es da ein spezielles und halbwegs sicheres Merkmal, das einem schon im Feld eine Trennung ermöglicht?
    Freundliche Grüße
    Jochen


    Gute Frage. Dazu eine Vorgeschichte: Chlorophyllum ist so gesehen ursprünglich eine außereuropäische Gattung mit recht vielen, sehr variabel aussehenden Arten. Sie haben weißes, rosafarbenes oder grünes Sporenpulver, bilden entweder Fk mit Hut, Lamellen und Stiel oder sind 'secotioid' (Fk mit Hut und Stiel, aber ohne Ausbildung von Lamellen). Mindestens Ch. molybdites ist giftig, der Rest der Gattung ist kulinarisch wenig erforscht (möglicherweise auch nicht sonderlich interessant). Chlorophyllum ist durch den Wechsel der rhacodes-Gruppe 'europäisch' geworden, da die Arten der rhacodes-Gruppe ja in Europa vorkommen. Daher hat die Gattung in den meisten europäischen Büchern auch überhaupt keine Rolle gespielt.
    Typisch aber soll wohl das Röten des Fleisches sein, was zumindest die europäischen Arten zu haben scheinen, sowie eine kräftig dichtschuppige Hutoberfläche. Bei Ch. rhacodes fällt zudem auf, dass die Schuppen auf dem Hut fast die gleiche Farbe haben, die der Untergrund. Beim Parasol und Verwandte kommt dies nicht vor (Schuppen oft dunkelbraun, Untergrund blass creme).


    lg björn

    Hm nein, angekratzt oder so ist hier nix, ich gehe aber schwer davon aus, dass dein Pilz so ohne weiteres nicht bestimmt werden kann, selbst von den besten Experten nicht. Und derer gibts hier einige. Aber ich will natürlich nix voraussagen ;)


    lg björn



    edit: also bis jetzt werf ich einfach mal Hebeloma crustuliniforme in den Raum. (also der Pilz mit den Lamellen).


    Hallo Damien,


    das ist ganz sicher kein Russula cyanoxantha.. der ist viel zu satt violettfarben dafür. Beim Frauentäubling ist eigentlich fast immer eine Spur Grün mit im Hut; und ausserdem.. ohne Angaben zur Beschaffenheit der Lamellen, zum Geruch oder zum Geschmack bleibt es ein Russula spec.


    Gruß
    Petra


    Bleibt es nicht: Russula coerulea, Buckeltäubling.


    lg björn

    Ey die Bestimmungsanfragen werden immer kurioser :D


    Was genau willst du wissen? Du bildest einen x-beliebigen Pilz mit völlig überbelichtetem Stiel von unten ab und fragst, ob das ein "Symbiont" ist?


    Ok, gehen wir es mathematisch an. Etwa 15-30% der Lamellenpilze sind Symbionten. Etwa 8% davon haben braune bis graubraune Lamellen. Rechnet man das zusammen, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass dein Pilz ein Symbiont ist, bei weit unter 5%. Trotzdem: Falls es ein Fälbling (Hebeloma) sein sollte, könnte es durchaus ein Symbiont sein, denn verschiedene (alle?) Fälblinge bilden Mykorrhiza mit verschiedenen Laub- und Nadelbäumen.


    Der vermeintliche Pilz an Linde sieht für mich nicht pilzlich aus. Falls es einer wäre, käme ein Rindenpilz oder ein Schichtpilz sehr nahe, allerdings fällt mir grad dazu keiner ein, der derartige Fruchtkörper bilden würde.


    lg björn

    Hi,


    das ist sehr gut, dass ich per PN benachrichtigt werde, aufgrund wenig Zeit kann ich derzeit kaum noch alle Beiträge durchgucken. So aber wird man aufmerksam gemacht auf 'kritische' Fälle ;)


    Für den hier vorliegenden Pilz gibt es 2 Möglichkeiten:
    a) Es handelt sich schlichtweg um einen Schimmelpilz.
    b) Es ist ein Rindenpilz, der terricol wächst.


    Weder (a) noch (b) hilft weiter, weil ich mich mit Schimmelpilzen noch nicht auseinandergesetzt habe und der Rindenpilz müsste, falls es denn einer ist, mikroskopiert werden, um die Art zu bestimmen. Hinzu kommt, dass es mehrere Gattungen gibt, die derartige Gebilde hervorbringen könnten.


    lg björn

    [1] und [2], sofern diese Bilder den gleichen Pilzfruchtkörper zeigen, sind definitiv nicht Chlorophyllum rhacodes, sondern eine Macrolepiota, ich schätze das wird auf M. konradii/gracilenta hinauslaufen.


    lg björn


    ja ja der Björn
    ich habe manchmal das Gefühl , Du sitzt im Hintergrund und lachst dich schlapp wärend wir uns hier die Hirne martern (So wie auf dem Bild von Dir) aber ok , hast ja Recht .
    schönen Abend an alle
    Ulli


    that's mycology :D

    jo sry, hab das zwar überarbeitet, aber nicht drauf geachtet, dass es noch falsch war:


    Kingdom Protozoa
    Phylum Amoebozoa,
    Unterklasse Incertae sedis,
    Klasse Myxogastrea


    lg björn