Beiträge von bwergen


    80 ist in der Tat eine begrenzte Anzahl von Arten. Wenn du einen Milchling eindeutig als solchen erkennen kannst, kannst du dich ja da mal etwas einarbeiten. Du wirst relativ schnell einzelne Arten in natura ansprechen können, ganz ohne Mikroskop und sonstigen 'schnickschnack' ;D


    lg björn


    Ne, das gibts so noch nicht, aber Octospora fissidentis als Erstfund für Deutschland :D


    Bei so einer Frage kann natürlich niemand ernsthaft erwarten, dass die gefundene Art bestimmt wird. Aber immerhin ist die Auswahl (>80) ja nicht so klein :D


    lg björn


    Unsinn, hätte hübchen genauso gemacht. Also keine Einzigartigkeit. Und da wir hier keinen 'Polytheismus' haben, bin ich wohl eher kein Pilzgott, sondern ein ganz gewöhnlicher Pilzverrückter, der sich gerne um die Fragen und Probleme anderer kümmert. Gut so?:D


    lg björn


    Das ist ein Scherz, oder? :D


    Warum? Er kriegt seine Antwort::D


    Guck dir mal Lactarius, Milchling, an. Das ist eine Gattung mit mindestens 80 in Mitteleuropa vorkommenden Arten. Andere milchende Arten sind in der Gattung Mycena, Helmling, untergebracht, deren Fruchtkörper recht zerbrechlich sind und deren Milch weiß, rot oder orange sein kann.


    lg björn


    Hä? Der Faltenschirmling ist kein Faltenschirmling, sondern als Leucocoprinus ein "Faltentintling". Das heißt aber nicht, dass er im Alter zerfließt. Da die Sporen weißlich-gelblich sind, werden die Fk auch keineswegs schwarz.


    Könntest du, Catty, die Fruchtkörper nochmal genauer fotografieren? Vielleicht können wir dann etwas erkennen.


    lg björn

    [1] Rötlicher Holzritterling, Tricholomopsis rutilans


    [2] Ringloser Butterpilz, Suillus collinitus


    [3] Rehbrauner Dachpilz, Pluteus cervinus


    [4] Glimmertintling, Coprinellus micaceus s.l.


    [5] Nebelkappe, Clitocybe nebularis


    [6] Fadenstieliger Helmling, Mycena filopes s.l. (nicht ohne weiteres anhand eines so kleinen Bildchens bestimmbar)


    [7] Rötlicher Lacktrichterling, Laccaria tetraspora / laccata (mikroskopieren)


    lg björn

    Definitiv eine Macrolepiota (Riesenschirmling). Könnte schon in Richtung Macrolepiota mastoidea (Zitzen-Riesenschirmling) gehen.


    Alle Macrolepiota-Arten sind essbar (M. venenata als 'Phantom' betrachtet), die mittlerweile in die Gattung Chlorophyllum transferierten rhacodes-Verwandten sind speisemykologisch bedenklich (Garten-Riesenschirmling).


    lg björn

    Bei dem roten wäre ich mir längst nicht so sicher, ich kann das zwar auf den Bildern nicht gut erkennen, aber es gibt durchaus Rindenpilze, die in etwa so aussehen wie die roten Flecken auf den beiden Bildern.


    Wenn ich grad einen in meiner DB finde, stell ich ihn hier rein.


    lg björn


    Hallo, war der Geruch beim 2. Pilz nach Ammoniak (...)


    Falls Ammoniakgeruch = Nitratgeruch, dann riecht E. nidorosum auch nach Ammoniak. Das würde also nicht viel bringen. Zumindest hab ich L. decastes noch nie mit derartigen Merkmalen gefunden, ausschließen kann man es aufgrund des Fotos aber auch nicht ganz.


    lg björn


    immer her damit, ich bestimme auch deine aus 100m Entfernung gemachten Pilzfotos :D

    Fangen wir mal an:


    [1] definitiv ein Helmling (Mycena), könnte einer der Nitrathelmlinge sein, dazu müsste man aber mal wissen, welchen Geruch er hat oder ihn zumindest mal von unten betrachten (Stiel, Lamellen).


    [2] erinnert von oben gesehen (man kann ja nur von oben sehen) an Entoloma nidorosum. Vergleich mal mit dem.


    [3] Grünblättriger Schwefelkopf, Hypholoma fasciculare


    [4] Zaunblättling, Gloeophyllum sepiarium (falls Unterseite lamellig!)


    [5] Zunderschwamm, Fomes fomentarius


    [6] Zonentramete, Trametes multicolor


    [7] Birkenporling, Piptoporus betulinus


    [8] Stinkmorchel, Phallus impudicus


    [9] Krebsgeschwür (kein Pilz!)


    [10] evtl. Rosablättriger Helmling, Mycena galericulata


    für weitere Fragen, gerne auch via PN!


    lg björn[hr]


    Nr. 8 ist eine Stinkmorchel, Nr. 5 könnte ein Rotrandiger Bauchschwamm sein....


    Bei der Qualität der Fotos (und vor allem keine Beschreibung, keine Fotos der Unterseiten) werden sich selbst die Experten schwer tun...


    Gruß


    haste dir wohl so gedacht wa? :D

    Mindestens 3 [1,2,4] deiner Funde sind Rindenpilze. Diese sind, wenn überhaupt, dann nur mikroskopisch bestimmbar. Eine makroskopische Chance ergibt sich nur dann, wenn die Oberfläche detailliert abgelichtet wird (hier völlig unscharf).


    [2] ist Phlebia radiata!


    lg björn

    Stimmt. Aber sagen wir es besser so: Nicht nur Serpula himantioides kannst du von Merulius tremellosus unterscheiden, sondern die kompletten Gattungen Serpula und Leucogyrophana. Es hätte ja sein können, dass eine gewisse Serpula spec. oder Leucogyrophana spec. dem Gallertfleischigen Fältling so nahe kommt, dass diese makroskopisch nicht unterscheidbar sind. Damit das deutlich wird, dass das nicht so ist, habe ich meine Ausführungen einerseits auf den Fältling, andererseits auf Serpula und Leucogyrophana gestützt.;)


    lg björn

    scutelliniakerguelensis.jpg


    scutelliniakerguelensis.jpg
    Scutellinia kerguelensis, Kerguelensischer Schildborstling


    Kennzeichen: breitelliptische Sporen mit regelmäßig warziger Ornamentation und 1fach wurzelnde Randhaare von 200-300 µm Länge. Es handelt sich hierbei um genau die Art, die hier bis jetzt als "Melastiza" bezeichnet wurde, da die Randhaare auf dem Foto nicht erkennbar sind (sie sind mit einer guten 10fach Lupe deutlich zu sehen). Sie wurde vor ein paar Wochen von Ralf und mir bereits im Bergischen Land festgestellt und dürfte nicht selten sein.


    die andere Art wird morgen (hoffentlich :D ) mikroskopiert.


    lg björn

    Also ich geb jetzt doch mal meinen Senf dazu:


    [1,5] Hypholoma fasciculare


    [2] Armillaria (mellea) [essbar nach Abkochen, roh giftig]


    [3] Lepista nuda [essbar]


    [4] Lyophyllum connatum


    [6] Clitocybe nebularis


    [7] Agaricus silvicola (falls nach Anis riechend) [essbar]


    [8] Macrolepiota gracilenta oder M. konradii [essbar]


    [9] Lycoperdon perlatum [jung essbar]


    [10] Clitocybe metachroa


    Für mich 5 essbare Arten. Alles andere fällt in den Bereich zwischen ungenießbar und potentiell unverträglich.


    lg björn


    Wau, Hübchen,
    du vertrittst Björn ja sehr gut. (Ich nehme an, der wird auch seinen Senf noch dazu geben.)


    Bewundernder Gruß
    Dryocopus


    Vertretung hört sich so an, als wäre ich abwesend gewesen :D


    Ich kann dazu nur sagen, dass hübchen keine Vertretung von mir ist, sondern 'mindestens' ein ebenbürtiger Experte. Warum auch nicht?


    Ich unterstütze aber die Theorie des Lepiota ventriosospora. Für L. clypeolaria sind mir die Fruchtkörper etwas zu gelblich.


    lg björn


    Interessante Formulierung. Durchschnittlich dürfte ein Fruchtkörper pro Jahr genau eine Röhrenschicht bilden. Allerdings kann dies durch mehrere Faktoren beeinflusst werden:
    a) Das Substrat und somit auch der Fruchtkörper wechseln die Lage, der Fruchtkörper wird sodann gezwungen, die alte Röhrenschicht zu schließen und eine neue zu bilden, welche zum Erdboden gerichtet ist.
    b) Konkurrenz zwischen mehreren verschiedenen Arten innerhalb eines kleineren Raums könnte dazu führen, dass die Fruchtkörper vermindert oder verstärkt Röhrenschichten bilden.


    Generell muss eines gesagt werden: Eine neue Röhrenschicht entsteht, um neue Sporen zu bilden. Diese brauchen ihre Zeit zur Reife und ebenso eine gewisse Zeit, um herauszufallen, und zwar in einer ausreichenden Menge, sodass die Verbreitung garantiert ist. Also können nicht innerhalb von ~4-5 Monaten gleich mehrere Röhrenschichten gebildet werden. Dazu kommt, dass der Fruchtkörper zu einer bestimmten Jahreszeit keine Sporen ausbildet (beim Zunderschwamm schließen sich die Poren sogar). Wozu also mehr als 1 Röhrenschicht pro Jahr bilden? Ich denke, Punkt (a) könnte der einzige sinnvolle Faktor sein.


    lg björn

    Die DGfM (Deutsche Gesellschaft für Mykologie) gibt in ihrer Zeitschrift einmal im Jahr eine Übersicht heraus, in der alle gemeldeten Pilzvergiftungen aufgeführt werden, sortiert nach Pilzarten. Falls du an was speziellem interessiert bist, gucke ich gerne mal nach.


    lg björn


    Ich habe eigentlich nicht von 2 Arten, sondern eher von mindestens 3 Gattungen gesprochen (Serpula, Leucogyrophana, Merulius). Die Anzahl der Arten könnte sich auf etwa 10 belaufen (alle 3 Gattungen betrachtet).


    lg björn