Beiträge von bwergen

    Schuppiger Porling (Polyporus squamosus) zusammen mit Samtfußrübling (Flammulina velutipes). Hab mir das Bild was länger angeguckt, aber ich würd andere ähnliche Arten (Stockschwämmchen, Gifthäubling, Spindeliger Rübling) ausschließen.


    lg björn

    Also vornweg: ich hab Agaricus-Schlüssel auch auf deutsch oder vor allem auf englisch. Schick ich dir gerne per E-Mail. Allerdings kannst du damit evtl. wenig anfangen, weil du bei den ersten Fragen nach ner Schäffer-Reaktion gefragt wirst und allerhand Mikromerkmale notwendig wären. Aber man kann ja auch mehrere Wege gehen und einfach mal ausprobieren :P


    lg björn


    Richtig tolle Bilder! Ich bin hin und weg.


    Den Schmarotzer will ich auch endlich mal finden. Hier sehe ich Millionen an Kartoffelboviste aber niemals diesen Pilz. Gibt es da evtl. noch einen Tipp wie man ihn finden kann ?


    Gibt es. Die Kartoffelboviste, die von dem Röhrling befallen sind, werden nicht reif, die Oberfläche ist außerdem ziemlich hell und wenig felderig strukturiert.


    lg björn


    mal ne andere Frage: könnten die Schönfußröhrlinge nicht auch Fahle Röhrlinge sein? Die sind zwar seltener, aber passen meines Erachtens besser...
    Vg


    Kann schon sein, glaube ich aber eher weniger...Schönfußröhrling ist sehr viel wahrscheinlicher. Da gilt für übrigens u.a. für die 3 in der Mitte, die auf dem Hut liegen.

    Immer ruhig hier, jeder will ja nur helfen ;)


    Auf dem Bild sind definitiv 2 Gallenröhrlinge und mindestens 2, höchstens 5 Schönfußröhrlinge. Diese sind z.T. nur undeutlich oder aus ungünstiger Perspektive fotografiert, sodass anhand des Fotos keine eindeutige Bestimmung erfolgen kann. Die Fruchtkörper auf der kompletten rechten Seite sind aber überwiegend Filzröhrlinge und wären somit essbar gewesen.


    lg björn

    Malone: Die Auswertungen sind abgeschlossen. Ich habe allerdings noch Melanotus horizontalis da, den ich hier nicht gezeigt hatte, der aber voraussichtlich nächste Woche dann dabei sein wird. Ich habe außerdem noch einen Fundbericht aus der Kartierung Friesheimer Busch da, ebenfalls gut 30 Arten. War also ne Menge zu tun. Wenn es so weiter gut ist mit dem Wetter, dann wird nächstes WE noch dicker: Bergisches Land am Sa, Friesheimer Busch am So, und dann auch noch Kerpen Kartierung für Buch "Pilze um Kerpen" am Mo.


    Und dann kommt bald AUSTRIA 2 :D


    und dann geh ich in Rente.


    lg björn

    Was ich mich nur frage: warum kein Anisgeruch? Sollte er eigentlich haben. Auch wenn es sicher Kollektionen gibt, bei denen dieser nicht so ausgeprägt sein könnte. Mit dem Geruch ist das ja so eine Sache :P


    Spätestens aber wenn man bei der Stinkmorchel Marzipangeruch wahrnimmt, sollte man ins Grübeln kommen ^^

    Hallo,


    ist das mit dem "schön" eigentlich ironisch gemeint? Sry aber ich bin überhaupt kein Pilzesser, aber der ist überaltert, das sieht man an der eingedellten Hutdeckschicht. Das liegt daran, dass die Hyphen darunter schon im Zerfallsprozess sind und dadurch Hohlräume entstehen. Dazu kommen dann noch verschiedene Tiere, wie besagte Maden.


    Also einfach stehenlassen. Und wenn Maden drin sind: von der Basis her Scheiben abschneiden und gucken, bis wohin die Madengänge gehen. Erreichen sie den Hut: weg damit.


    lg björn

    Ich würd mal behaupten, dass der Samtfußkrempling für die "europäische Zunge" zwischen 0 und 1 liegt, was den Speisewert angeht. Also eigentlich völlig ungenießbar. Ein guter Bekannter von mir sagt immer: "Kochwasser mehrmals wegschütten bringt doch nix. Dann schüttest du das eigentliche Aroma vom Pilz auch weg. Der Pilz schmeckt dann sowieso nach nix mehr"


    Ich denke vielmehr, dass hinter dem Verzehr kulinarisch belangloser Pilzarten eine Tradition steht, ganz egal, wonach die Pilze schmecken oder ob sie überhaupt einen Geschmack haben und nicht alles Beilage ist welches den Hauptanteil ausmacht.


    Bei diversen Milchlingen dagegen kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie zum Würzen verwendet werden, ich mag nämlich auch gerne scharf :D


    lg björn


    Eigentlich nichts schlimmes. Aber wenn du das selbe denkst, worüber du :D, dann hast du genau so eine schlimme Fantasie wie ich;):evil::shy:
    Allerdings ist unser Forum auch für Minderjährige offen:whistling:


    Ich? Ich hab gar nix gedacht. Du weißt gar nicht was Fantasie ist...soll ich dir sagen, was Fantasie ist? Wenn du während der Exkursion ausprobierst, ob der Fruchtkörper der Hundsrute in den Wolligen Scheidling passt...DAS ist Kreativität :D


    hab ich in der Schule gelernt, nicht weitersagen :whistling:


    höö? Minderjährige raus. So Beiträge wie diesen hier darf man eigentlich erst ab 22 Uhr schreiben, weißte? :D


    So schluss jetzt, obwohl ich weiß genau, dass Kuschel wieder ihren Senf dazu geben wird *lol*

    Ja genau, ich verkauf die Hüte vom Hexenröhrling als Kunstartikel. Am besten wärs wenn man das, was man gemalt hat, wieder wegbekommt. Vielleicht mit so einem Hebel, wie bei den Malteilen da damals, ich glaub die gibbet immer noch :D einmal den Hebel runter und schon ist das Gemalte wieder weg. Könnte glatt der Renner werden ^^

    Um das mal zu klären:


    Es ist Tapinella atrotomentosa der aktuell gültige und richtige Name des Samtfußkremplings. Das liegt daran, dass man vor einiger Zeit die muschelförmigen, exzentrisch gestielten Arten der Gattung Paxillus abgespalten hat (T. atrotomentosa, T. panuoides und dessen Varietät var. ionipes).


    Also:


    * Tapinella, Muschelkremplinge (Boletales)
    * Paxillus, Kremplinge (Boletales)
    * Ripartites, Filzkremplinge (Agaricales!)


    lg björn[hr]


    Wenn gleich da doch oft für mich verwirrende Bezeichnungen durch die Welt geistern: Wann ist eine Marone ein Boletus und wann ist sie Xerocomus? Warum wird in manchen Büchern Boletus Erythropus als Boletus Luridiformis aufgeführt? Warum schreiben manche Xerocomellus statt Xerocomus?


    Viele Fragen auf einmal...^^


    1. Marone ist Boletus badius. Die Art hieß vor geschätzten Jahrhunderten bereits Boletus badius, nur wurde sie irgendwann in eine eigene Gattung gestellt, zusammen mit anderen dünnstieligen Röhrlingen mit filziger Hutoberfläche. Diese nannte man ab sofort Xerocomus, Filzröhrling. Mittlerweile hat man aber mit DNA-Untersuchungen und wohl auch mikromorphologischen Eigenschaften herausgefunden, dass die Marone DOCH eine Art der Gattung Boletus sein soll, dem Steinpilz also nahesteht. Also das ganze wieder zurück.


    2. Boletus erythropus sollte der aktuelle Name der Art sein. B. luridiformis geistert aber seit jeher durch die Literatur, man dachte da wohl an die Ähnlichkeit zu Boletus luridus, Netzstieliger Hexenröhrling, und hat den Flockenstieligen H. einfach "luridiformis" [= wie luridus aussehend] genannt. Der Name "erythropus" bezieht sich auf den roten Stiel und ist eigentlich praktikabler zu nutzen.


    Nach Indexfungorum ist B. luridiformis übrigens eine eigene Art, welche ehemals B. erythropus geheißen hat, obwohl es diesen Namen schon gab. Was genau unter B. luridiformis verstanden wird, weiß ich nicht. Fakt ist: Die in den Büchern bezeichnete B. luridiformis ist der Flockenstielige Hexenröhrling, B. erythropus.


    3. Xerocomellus ist nach Sutara (2008) der neue Name für die Arten um den Rotfußröhrling (= Xerocomellus chrysenteron s.l.). Die Literatur allerdings kommt den ganzen Änderungen so schnell nicht hinterher.


    lg björn


    Das freut mich sehr Lara, leider waren die Schmarotzer-Röhrlinge noch ganz klein, genauso wie bei meinem letztjährigen Fund...irgendwann werd ich sie hoffentlich auch mal in groß sehen :cursing: :D


    Hallo und vielen Dank auch euch dreien für die lieben Willkommensgrüße.
    Insbesondere natürlich einen lieben Gruß an die mit Sicherheit noch ebenso knackige Kuschel ( 5 Jahre können der Knackigkeit wohl nichts anhaben, oder? ;-))
    Viele Grüße
    Thomas


    Ohja Kuschel ist die knackigste von uns allen, würd ich sagen :D

    Gestern fand ich ein einzelnes, noch junges Exemplar des Netzstieligen Hexenröhrlings, Boletus luridus. Das ist der persönliche Erstfund aus meiner direkten Umgebung (die beiden anderen Funde waren aus der Zentraleifel und aus Österreich).


    Ich verliere aber nicht viel Worte, sondern lasse einfach die Bilder auf euch wirken ;)