Beiträge von bwergen

    Der Pilz stand in der Nähe von Sommersteinpilzen. Ich habe dann noch folgende junge Fruchtkörper entdeckt. Ich gehe jeweils von einem jungen Status des Tintenfischpilz aus. Bitte um Eure Meinungen. Danke!


    Genau so ist es.


    lg björn

    Leider nichts, die waren mindestens unreif. Ich habe aber keine Zweifel, dass es sich um Pilze handelt, weil sie nämlich aus Hyphen bestanden. Ich glaub aber nicht, dass sie hier noch nachreifen werden. Da müssten wir also demnächst nochmal nach gucken.


    lg björn

    Ja hallo erstmal ne ich wollt nicht immer so anfangen wie in den letzten 23452 Pilzfestival-Berichten, deshalb hab ich mir mal was neues überlegt...ich schreib einfach gar nix :D haha ist mal was neues ^^


    Ralf und ich waren diesmal unterwegs in einem Hochwald mit überwiegend Buchen, Eichen und Fichten. Fürs Bergische Land eher untypisch, dass hier alles eben war, so hatten wir also dieses mal keinerlei Mühe mit irgendwelchen Hügeln. Ja was soll ich sagen, bei Ralf zählen ja schon die Maulwurfshügel vor seinem Haus zum Alpenvorland :D


    Volvariella bombycina, Wolliger Scheidling

    • Hutoberfläche wollig-filzig
    • Stielscheide
    • Sporenpulverfarbe rosa! => Dachpilzverwandtschaft (Pluteaceae) aufgrund freier Lamellen
    • Saprobiont, wächst an abgestorbenem Holz
    • selten, RL R in NRW






    Clitopilus hobsonii, Stummelfuß-Räsling


    • Fruchtkörper seitlich mit exzentrischem Stiel am Substrat angeheftet
    • überwiegend weiße Farben
    • Sporenpulver rosa! => Rötlingsverwandtschaft (Entolomataceae) aufgrund angewachsener Lamellen
    • Saprobiont, wächst an abgestorbenem Laubholz
    • Sporen mit deutlichen Längsrillen (= Clitopilus-Merkmal!)





    Inocybe amethystina, Amethyst-Risspilz


    • Hut bis 20mm breit
    • Stiel deutlich violett
    • schwach giftig, enthält Muscarin
    • Cheilo- und Pleurozystiden vorhanden
    • Mykorrhizapilz





    Boletus pulverulentus, Schwarzblauender Röhrling


    • Hut bis 80mm, Habitus wie ein Filzröhrling
    • auf Druck stark dunkel blauend
    • Stieloberfläche ohne Netz, meist glatt, gelblich
    • Mykorrhizapilz, meist mit Laubbäumen




    Pseudoboletus parasiticus, Schmarotzerröhrling


    • Hut bis 70mm breit
    • parasitisch an Kartoffelbovisten





    Cyathus striatus, Gestreifter Teuerling


    • Fruchtkörper topfförmig mit darin liegenden "Peridiolen"
    • Innen gestreift und blassgrau, außen striegelig und braun
    • Saprobiont an abgestorbenem Laubholz




    Geastrum fimbriatum, Gewimperter Erdstern


    • Fruchtkörper 20-40mm breit
    • Exoperidie blassbraun, Endoperidie grau und an der Mündung fein faserig (= gewimpert)
    • Saprobiont, in Laub- und Nadelwäldern




    Mutinus caninus, Hundsrute


    • Art gehört zu den Rutenpilzverwandten (Phallaceae)
    • Fruchtkörper rutenförmig mit olivbrauner Glebamasse an der Spitze
    • Jung als Hexenei, dieses taubeneigroß
    • ungenießbar
    • Saprobiont, lebt von Pflanzenresten





    Thelephora caryophyllea, Nelkenförmiger Warzenpilz


    • Art gehört zu den Warzenpilzen (Thelephoraceae), welche eine eigenständige Gruppe bilden, zu der auch viele Stachelinge gehören.
    • Fruchtkörper unregelmäßig fächerförmig mit zerfranstem Rand
    • meist +/- rotbräunlich, Unterseite uneben und graubraun
    • Mykorrhizapilz, lebt in Symbiose mit Laub- und Nadelbäumen




    Elaphomyces granulatus, Warzige Hirschtrüffel


    • gehört zu den "Eurotiomyzeten", eine besondere Gruppe innerhalb der Schlauchpilze mit nicht operculaten, kugeligen Sporenschläuchen
    • wächst unterirdisch, wird bevorzugt von Wildschweinen gesucht und an die Oberfläche gebracht
    • Fruchtkörper kugelig, bis 30mm breit, Außenseite rotbraun und fein warzig
    • Innen dunkelviolett (= Gleba mit Sporen), relativ dickwandig
    • Mykorrhizapilz, lebt in Symbiose mit Bäumen
    • ungenießbar






    Geopora foliacea, Laubwald-Sandborstling


    • gehört zur Verwandtschaft der Borstlinge (Pyronemataceae)
    • Fruchtkörper bis 50mm breit, zur Hälfte in die Erde eingesenkt
    • Innenseite graubraun, Sporen regelmäßig elliptisch mit 1 großen Tropfen
    • Saprobiont auf Erdboden in Laubwäldern, leicht zu übersehen





    Helvella elastica, Elastische Lorchel


    • Fruchtkörper bis 50mm hoch
    • Stiel nicht rillig, weißlich, Hutteil ockerbraun, gelappt
    • Saprobiont in Laubwäldern, ungenießbar




    Helvella ephippium, Sattel-Lorchel


    • Fruchtkörper bis 15(20) mm hoch
    • Stiel und Außenseite graubraun, fein filzig
    • Kopfteil meist becher- oder sattelförmig, Innenseite graublau glänzend
    • Saprobiont auf Erdboden in Laubwäldern, ungenießbar
    • Auf dem ersten Bild in Gemeinschaft mit Peziza michelii, Gelbmilchender Becherling






    Helvella lacunosa, Grubenlorchel


    • Fruchtkörper bis 70mm hoch
    • Stiel deutlich rillig, Kopfteil gelappt, meist kompletter Fk dunkel graubraun bis schwarzbraun
    • Saprobiont in Laubwäldern, an Wegrändern, ungenießbar



    [hr]
    Scutellinia scutellata, Holz-Schildborstling


    • Fruchtkörper 6-12mm breit, scheibenförmig mit borstigem Rand
    • rotbraun bis leuchtend rot, oft dicht gedrängt wachsend
    • Saprobiont, wächst an Holzresten, hier an Kastanienschalen





    Tarzetta cupularis, Kleiner Napfbecherling


    • Fruchtkörper bis 20mm breit
    • Innen wie außen ocker- bis lehmbraun, Außenseite etwas körnig
    • kurz gestielt dem Erdboden aufsitzend
    • Saprobiont auf Erdboden, in Laubwäldern, an Wegrändern




    Xylaria longipes, Langstielige Holzkeule


    • Fruchtkörper bis 70mm hoch, in Kopf- und Stielteil gegliedert
    • Kopfteil mit Perithezien übersäht, die direkt unter der Oberfläche liegen
    • Außen schwarz, innen weiß, Konsistenz sehr zäh, gummiartig
    • Saprobiont, wächst an Holzresten, gerne an Ästen von Ahorn





    Jetzt hab ich voll viel geschrieben, ich mach Schluss für heute :D


    lg björn


    Das konnte ich ohne Bilder oder eine Beschreibung leider nicht erkennen;). Es wird schon der Elfenbeinröhrling sein. Der andere ist noch viel seltener in Mitteleuropa.


    Viele Grüße


    Richtig, den "anderen" hatte ich in Österreich unter Mittelmeerkiefern (Pinus pinaster). Mit dem Elfenbeinröhrling ist dieser aber eigentlich nicht zu verwechseln ;)

    Definitiv keine Russula virescens, die sieht völlig anders aus. Ich denke hier auch, dass man vielleicht mal in Richtung Frauentäubling (Russula cyanoxantha) gucken sollte ;)


    lg björn


    WOW:thumbup:
    Ist der essbar ?


    Das sind oft die ersten Fragen, die gestellt werden, noch bevor der Pilz an sich bewundert wird :D


    Und ich sage: NEIN, der ist nicht essbar. Wird von mir als PSV definitiv nicht zum Verzehr freigegeben.


    lg björn

    Kann beides hinkommen. Bei der Ziegenlippe kann man nur sagen "X. subtomentosus s.l.", also im weiteren Sinne. Es könnte nämlich auch X. ferrugineus sein. Soweit ich weiß hat X. subtomentosus schön gelbe Röhren.


    War der Bitterröhrling auch wirklich bitter?


    lg björn


    Hmmm, so richtig eindeutig kommt das auf den Bildern nicht raus. Meine haben sich deutlich schwarz verfärbt, ähnlich wie Rotkappen. Konntest Du eine Schwarzfärbung beobachten? Auf den Fotos sieht das eher nicht schwarz aus, aber das kann täuschen...
    Ich tippe momentan auf den vielfärbenden Birkenpilz (Leccinum variicolor Watling).


    Grüße
    Thomas


    Jetzt hab ich mir die Bilder auch mal angeguckt, ich dachte, der Fall wäre geklärt gewesen :D


    L. variicolor kommt hin. Diese Art kennzeichnet sich durch langstielige Fk mit kleinen Hüten. Die Hutoberfläche ist meist mehr grau als braun (dunkelgrau).


    lg björn

    Pilz 1 ist definitiv eine Art der Gattung Hohenbuehelia, vllt die seitlich gestielte Form von H. petaloides. Lässt sich meistens nur mikroskopisch klären, da es hier viele ähnliche Arten gibt.


    lg björn

    Aber gucken wir mal, ob da noch Meinungen kommen und wir (zumindest mit der Gattung?) richtig liegen!


    Grüße, Fredy


    Jo: Thelephora terrestris, interessanter Standort. Normalerweise findet man diese Art in Nadelwäldern auf der Erde kriechend :D


    lg björn


    Glückwunsch zum Fund! Aber Waldausflug?
    Schon beeindruckend, was man in so einer Monokultur, wo eine Art in Reihe und Glied steht, an Pilzen finden kann. Und ich laufe vier Stunden durch einen relativ naturnahen Wald und finde 10 (kleine) Pfifferlinge sowie einige zwar sehr schöne aber ungenießbare Arten. Es ist der Neid, der aus mir spricht.


    Grüße aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wie Bergisches Land? Woher kommst du denn genau?

    Graul...nobi, du wolltest irgendwann mal mit mir ein paar Daten tauschen. Ich arbeite gerade intensiv an einer Ascomyceten-Zusammenstellung (mit bis jetzt 1430 Arten) und ich wäre sehr an deinen Auswertungen interessiert. :D


    Jedenfalls sehen sie sehr brauchbar aus, das ist nämlich eine wundervolle Bearbeitung von S. antarctica.


    lg björn

    Hallo,


    meine Meinung: Rosablättriger Egerlingsschirmling, Leucoagaricus leucothites. Hier gibt es (wahrscheinlich) sogar 2 Arten, nämlich einmal die hier gezeigte, und einmal die robustere L. holosericeus. Wie auch immer, solche Egerlingsschirmlinge grenzen sich von den echten Egerlingen natürlich durch die weißlichen bis cremefarbenen Lamellen ab. Um Leucoagaricus oder auch Leucocoprinus-Arten zu erkennen, bedarf es etwas Übung und man sollte sich die einen oder anderen Arten vorher angucken, um zu wissen, was es da so alles gibt.


    lg björn


    [b]
    Ich liebe dieses fehlerhafte Forum und schätze sein Wissen sehr und verneige mich vor unseren Größen, dankbar und ehrfürchtig.


    Genau! Auf die Knie, du Knecht :D


    Und Melanie: Es gibt einen Towarttitan, Olli Kahn. Es gibt einen Poptitan, Dieter Bohlen. Es gibt einen Pilztitan...


    ne zur Sache jetzt, ich persönlich lerne auch wesentlich mehr aus den Fehlern, weil es einfach jedesmal eine vielleicht auch peinliche Situation ist, wenn man wie blöd dasteht weil man selbst nicht drauf gekommen ist oder weil das, auf das man denn gekommen ist, totaler Quatsch ist. Aber ohne diesen Quatsch säßen wir heute noch alle zusammen in einer Höhle und Ralf wäre eifrig beschäftigt damit, die Erfindung der Keule voranzutreiben (er testet sie gerade an Mausmann's Kopf aus...).


    Jedenfalls erwarte auch ich als Moderator keineswegs von Neulingen oder generell von Pilzinteressierten, dass sie hier hochkarätige Bilder liefern und die Pilze beschreiben als hätten sie vorher 10.000 Pilzbücher verschlungen. So ein Niveau hat dieses Forum hier nicht und soll es auch nicht haben, dafür gäbe es schließlich noch Pilzepilze.de oder das DGfM-Forum. Wir als Leser müssen damit rechnen, dass hier tagtäglich Neulinge reinkommen und Bilder hinknallen und sagen "hier, bestimm mal". So ist das eben. Dann kriegen sie von mir eben eine Bestimmung oder falls es nicht geht, ein Hinweis zur detaillierteren Darstellung. Und wenn dann kommt "ne geht nicht, war letztes Jahr", dann ist die Sache für mich erledigt. Ganz einfach. Warum soll man sich darüber ärgern? Sry ist doch nicht mein Problem, ich hab selbst genug am Hals mit Bestimmungen, und ich bin froh dass ich ab und zu etwas Zeit bekomme, euch allen hier noch bei EUREN Bestimmungen zu helfen. Das tue ich auch weiterhin, ganz egal wieviele hier reinkommen und mir Bilder vor die Füße schmeißen. Die heb ich dann auf und guck sie mir an :D


    Ich kann dich auch gut verstehen Gerd, die Aufregung wirst aber leider nicht das letzte Mal haben, denn wie es in der Schule auch so ist, es kommen immer neue "Kinder", die erzogen werden wollen, die was lernen wollen, und am Ende als Musterschüler aus der Schule kommen.


    That's life.


    lg björn

    1. Helvella lacunosa
    2. Helvella macropus
    3. Agaricus xanthodermus, Karbol-Egerling.


    Für den Karbol-Egerling sprechen der "eckige", grauweiße Hut sowie der Standort (bei mir wächst der häufig auf Friedhöfen, in Parkanlagen). Vllt prüfst du mal, ob sich die Stielbasis bei Anschneiden intensiv gelb färbt.


    lg björn

    Tubaria dispersa, Gelbblättriger Trompetenschnitzling. Keine seltene Art und einmal gesehen, einfach erkennbar ;)


    lg björn