Beiträge von bwergen

    Hallo,


    so wenig stachelig wie bei subfoetens waren sie aber eigentlich nicht, das kleinere Foto unten rechts zeigt ja die Bestachelung auf "neutralem" Hintergrund. Ich bin ja auch geneigt, die Sporen da zu fotografieren, wo keine Hyphen oder sonstiges dazwischen liegen. Hier aber wollte ich die Cheilozystiden mit ablichten. Die negative KOH Reaktion sowie der Standort bei Nadelbäumen, die größeren, wohl hier auch stärker bestachelten Sporen dürften aber für foetens var. foetens sprechen ;)


    lg björn

    Über S.cejpii aber doch. Die stammt nicht von unserer Tour, sondern ist die Probe die Du von mir mitgenommen hattest. Falls das für Dich wegen dem Fundort interessant ist.


    Das weiß ich. Stammt aber doch aus dem Bergischen Land oder hast du die von deiner Nizza-Tour aus Frankreich mitgebracht? Verschweig mir bloß nix ^^


    lg björn

    Guter Beitrag.


    Was bei CombineZP noch geht: "Do all Methods", heißt: das Programm stackt alle Methoden durch, dadurch liefert es unterschiedliche Ergebnisse, mal stärker gestackt, mal schwächer, mal kontrastreicher usw., und je nachdem, wie die Ausgangslage ist, wird die eine oder andere Methode besser. Einfach ausprobieren.


    Achja die Ergebnisse werden einzeln in einen speziell dafür angelegten Ordner abgespeichert.


    lg björn

    1. Boletus pulverulentus, Schwarzblauender Röhrling


    • auf Druck und im Anschnitt deutlich dunkel schwarzblau anlaufend
    • gelbe Röhren, mindestens nach oben hin gelber Stiel
    • Mykorrhizapilz von Laubbäumen




    2. Pseudoboletus parasiticus, Parasitischer Röhrling



    3. Paxillus involutus, Kahler Krempling



    4. Hohenbuehelia grisea, Grauer Harpunenschwamm


    • Typisch für die Arten der Gattung sind die großen "Metuloide" in der Fruchtschicht
    • Seitlingsartiger Pilz, am nächsten mit dem Austernseitling verwandt
    • Saprobiontisch an Laubholz





    5. Inocybe napipes, Rübenstieliger Risspilz


    • rübenartige, verdickte Stielbasis
    • Mykorrhizapilz von Laub- und Nadelbäumen
    • höckerige, braune Sporen (= braunes Spp)
    • leicht giftig, enthält Muscarin






    6. Typhula setipes, Haarstieliges Sklerotienkeulchen



    7. Trametes hirsuta, Striegelige Tramete



    8. Cryptodiscus rhopaloides, Keulensporiges Höhlenbecherchen


    • Fruchtkörper 0,2-0,3 mm breit, sternförmig aus der Rinde oder aus dem Holz herausbrechend
    • Saprobiont, gerne an hängenden Ästen, meist von Weiden und Erlen
    • nur nach gezieltem Suchen auffindbar




    9. Hysterium angustatum, Schwarzbrauner Spaltkohlenpilz




    10. Lachnum subvirgineum, Brombeer-Haarbecherchen


    • der 2. botanische Namen in Anlehnung an "virgineum", dem Weißen Haarbecherchen
    • im Gegensatz zum Weißen Haarbecherchen im Sommer wachsend und kurzstielig
    • kopfige Haar-Enden




    11. Patellaria atrata




    12. Pezicula cinnamomea, Zinnoberfarbener Büschelbecherling




    13. Peziza depressa, Braunvioletter Becherling




    14. Scutellinia cejpii, Cejp's Schildborstling


    • ungewöhnlich: Der Standort an Holz sowie die hell orangerote Farbe
    • Sporen aber charakteristisch für diese Art
    • Saprobiont





    Ich hab mich dieses Mal etwas kürzer gefasst...es gibt zuviel zu tun, ich hatte letztes WE gleich 4 Exkursionen mit jeweils gut 15 Arten, die es zu untersuchen gab :D


    lg björn


    Hallo Björn,
    beim netzstieligen wuste ich dass man keinen Alkohol trinken darf, aber beim flockenstieligen dachte ich das es kein Problem wäre, schau dir mal die Seite an.


    http://www.natur-lexikon.com/T…liger-hexenroehrling.html


    Gruß Peter


    Wie ich auch in FB sagte: Die Infos aus dem Internet sind mit Bedacht zu genießen...ich denke dass der Flocki roh giftig ist, aber mit Alkohol wohl eher nicht, hier scheint der Gehalt an Involutin, falls es überhaupt im Flocki drin ist (die Art ist im Buch von Roth et al "Giftpilze, Pilzgifte" nicht enthalten), zu gering zu sein. Roh sollte man Wildpilze sowieso nicht essen.


    lg björn

    Das dürfte Agaricus essettei sein, der Schiefknollige Anis-Champignon. Der unterscheidet sich von dem eigentlichen, im Wald vorkommenden Dünnfleischigen Anis-Champignon (Agaricus silvicola) durch den Bittermandelgeruch, der mal stärker, mal schwächer ausgeprägt sein kann. Also hier evtl. KEIN Anisgeruch.


    * A. arvensis ist eine Art auf Wiesen. Du zeigst hier Nadelwald. Der kommt absolut nicht in Frage!
    * A. silvicola und A. essettei gilben sehr gerne genau da, wo Äste oder Nadeln den Hut berührt haben und dieser im Wachstum beschränkt war. Genau das zeigst du hier (das typischste Merkmal zeigst du sehr wohl).


    Ich hab essettei noch nicht bewusst gefunden, weil ich auf die Kombination "schiefknollig + Bittermandelgeruch" noch nicht geachtet habe.


    lg björn


    Die Pilze sind anhand dieser Bilder nicht bestimmbar


    Gruß


    Doch. Sind sie ^^


    Du hast Stockschwämmchen, Kuehneromyces mutabilis, eingesammelt.
    Für diese Art gilt: zum Pilzberater damit, damit der sich JEDEN deiner Fruchtkörper anguckt, ob da auch wirklich kein Gifthäubling dabei ist. Denn der steht bisweilen zwischen den Fruchtkörpern des Stockschwämmchens.


    lg björn

    Das sieht schwer nach Cortinarius (Lepr.) venetus aus, Grüner Rauhkopf. Also KEIN Hautkopf (Dermocybe). Von den Hautköpfen wäre nur C. (Der.) huronensis ähnlich, dieser hat aber mit Sumpf, Moor einen anderen Standort.
    Bei Fichte in 900m Höhe kommt übrigens die Varietät var. montana in Betracht. Die unterscheidet sich von der Hauptform nur durch den Standort (Hauptform: Im Laubwald über Kalk, gern Buche).


    lg björn

    Das ist Inonotus dryophilus, Eichen-Schillerporling. Musst dir im Internet mal die jüngeren Fruchtkörper angucken, das ist typisch, dass sie so "tropfen".


    Ich muss noch ein Wort zu den oberen Bildern verlieren...Handyfotos hin oder her: Finger aus dem Bild ^^


    lg björn

    Definitiv Gallenröhrling, Tylopilus felleus. Erkennt man schon ohne die Bilder zur vergrößern.


    Übrigens: manche Menschen können den Bitterstoff im Gallenröhrling nicht wahrnehmen. Für diese wäre der Pilz dann wohl essbar ;)


    lg björn

    Um Boletus luridus gab es gestern Abend auf Facebook eine kleine Diskussion (wir haben unser pilzforum.eu ja gefacebookt, wers noch nicht weiß).


    Daher hier nochmal ne Kurzfassung:
    Der Netzstielige Hexenröhrling enthält Involutin, ein "Gift", dass auch in größeren Mengen und möglicherweise in Kombination mit weiteren Giftstoffen im Kahlen Krempling (Paxillus involutus) drin ist und dort nach mehrmaligem Verzehr über Jahre hinweg im Körper angereichert wird und bei bestimmten Personen, vor allem jene mit Kreislaufstörungen, zu Vergiftungen oder sogar zum Tod führen kann. Für den Kahlen Krempling liegt außerdem der Verdacht vor, dass die Konzentration seiner Giftstoffe regional unterschiedlich ist.


    Man hat Involutin bereits isoliert und untersucht, dessen Giftwirkung aber nicht genau feststellen können. Eine Wirkung in Verbindung mit Alkohol ist hier nicht auszuschließen, obwohl im B. luridus definitiv KEIN Coprin nachgewiesen wurde, welches bekanntermaßen beim Verzehr von Faltentintling (Coprinopsis atramentaria) zu Alkoholvergiftungen führt.


    Aufgrund des Involutins dürfte der Netzstielige Hexenröhrling roh giftig sein (Verdauungsstörungen, Übelkeit).


    Was auch immer dieses Involutin hier macht, ich rate jeden davon ab, beim Genuss von Netzstieligen Hexenröhrlingen Alkohol zu trinken, und zwar 24 Std. davor und danach. Ganz egal, ob das wirkt oder nicht, prophylaktisch vorzugehen ist immer besser als nachher von Krankenhäusern angerufen zu werden.

    lg björn

    Hallo,


    das ist Cortinarius (Ser.) camphoratus, Bocks-Dickfuß.


    * Unterscheidet sich von Cortinarius (Ser.) traganus, Safranfleischiger Dickfuß, durch violettes Fleisch sowie durch auch jung violette Lamellen.
    * von Cortinarius (Phl.) caerulescens anhand des Geruchs sowie durch die nicht abgesetzt knollige Stielbasis und durch seidige Hutoberfläche.


    Bitte demnächst den GESAMTEN Pilz abbilden, anstatt rausrupfen, hinschmeißen und abknipsen. Ich wette, es beginnen jetzt wieder die Diskussionen um die Darstellung von Pilzfruchtkörpern, gerade von denjenigen, die doch hier im Forum Hilfe erwarten und Antworten haben möchten (Antworten, die auch aussagekräftig und befriedigend genug sind).


    lg björn

    Ja ich freu mich schon auf die Trüffel...sehr schöne Sache, ist ne Hymenogaster, aber welche, das muss man sich genauer angucken. Bestimmungstechnisch bin ich ja gut ausgetrüffelt hier :D


    lg björn

    Hallo,


    ich würd sagen, dass das eine Art der Gattung Hysterangium ist. Das ist ein Stinkmorchelverwandter mit hyalinen, spindeligen Sporen, wobei ein Ende jeweils mit 2 Anhängseln versehen ist. Es könnte z.B. Hysterangium stoloniferum sein, dazu müsste man aber die Sporenmaße kennen, sowie diverse Strukturen im Aufbau des Fruchtkörpers (Hyphen).


    lg björn

    Die Sporenpulverfarbe hätte auch wenig geholfen, weil die bei allen Cortinarien ja +/- rostbraun ist.
    Dein Pilz ist aber ein Gürtelfuß (UGatt. Telamonia) und sehr wahrscheinlich aus der Gruppe um C. duracinus, Spindeliger Wasserkopf. Da du keinen Erdgeruch festgestellt hast, wird es der "normale" C. hinnuleus wohl nicht sein...


    lg björn

    Ist ein Täubling (Russula), aber warum nur von oben zeigen? Merke: wenn du mehrere Fruchtkörper am Standort hast, dreh einen um und leg ihn daneben. Fotografiere dann nicht einfach von oben drauf, sondern etwa von einem 40 ° - 50 ° Winkel. So kannst du alle Merkmale, die wichtig sein könnten, auf einem Bild darstellen. Den Geruch gibst du dann einfach noch dazu.


    lg björn